und ich achte darauf, dass sie die ganze Zeit unter meiner direkten Kontrolle bleibt.
Das Problem daran ist, dass Du ja nicht nur den Hund die ganze Zeit im Blick haben musst. Du musst gleichzeitig Deine Umgebung (360 Grad) im Blick haben und vermutlich das eine oder andere Mal auch ein Gespräch mit Besuchern oder Kindern führen.
Das ist eine Situation, in die Du Dich begeben kannst, wenn Du genau weißt, dass Dein Hund Dir jederzeit, auch in solchen Ausnahmesituationen, aufs Wort gehorcht und Du auch mit einem Wort den Hund außer Reichweite irgendeiner "Gefahr" sozusagen festpinnen kannst. (Mein Bild im Kopf dazu: Hund sitzt in einer der Tür abgewandten Ecke im Klassenraum, während Du in einer anderen Ecke, zumindest aber ein paar Meter weit weg, mit einem Elternpaar ihr Kind diskutierst. Da der Hund dort vermutlich nicht fest angeleint werden kann - da werden keine in der Wand verankerten Haken sein - muss der Hund verlässlich dort mit einem Kommando abgelegt werden können.)
Dazu gehören aber schon ein paar Monate, je nach Hund und Halter auch Jahre der Übung, das geht nicht so von heute auf morgen. Und ehrlich, wenn der Hund nicht wirklich verlässlich gehorcht, dann ist das ein Mordsstress für Dich. Ich merke das an mir, wenn ich mit meinen Jungs jemanden treffe. Die Jungs müssen dann absitzen und ich geh ein paar Schritte vor. Während des Gesprächs z.B. mit Nachbarn muss ich aber immer einen Teil meiner Aufmerksamkeit auf die Hunde gerichtet haben. Käme in dieser Situation noch jemand anders hinzu, gehe ich vorsichtshalber zu meinen Hunden bis derjenige vorbei ist. Damit ist aber auch ein Bruch im Gespräch. Das stelle ich mir als Lehrerin, die gerade mit Eltern spricht, nicht gerade förderlich vor.