Du übersiehst die Einnahmen des Staates aus diesem speziellen Wirtschaftsbereich, die Arbeitsplätze die da dran hängen (und wiederum für Einnahmen auch im Gesundheitswesen sorgen), den Einzelhandelsbereich mit seinen Arbeitsplätzen, etc.
Ja, und du übersiehst, dass durch Arbeitsunfähigkeit von Rauchern hohe Kosten entstehen. Ist ja nicht so, als ob der typische Raucher erst mit Eintritt des Rentenalters hintenüber fällt und innerhalb kurzer Zeit stirbt.
Es gibt Berechnungen, dass Rauchen den Staat jedes Jahr 100 Milliarden Euro kostet. Dem gegenüber stehen rund 15 Milliarden Euro Steuereinahmen und ca. 9000 Mitarbeiter in der Tabakindustrie in Deutschland. Ich befürchte, das geht nicht auf. (Quelle)
Und hast Du diesen Absatz auch gelesen? (o.g. Quelle im Zitat)
ZitatKosten Raucher den Staat mehr? Man muss Brutto- und Nettokosten vergleichen
Wigger erklärt das ganze noch mal etwas wissenschaftlicher: Um die Kosten des Rauchens zu berechnen, gibt es zwei mögliche Ansätze: Einen Brutto- und einen Nettokostenansatz.
Der Bruttokostenansatz funktioniert so wie beim DKFZ: Man zählt einfach alle Kosten, die durch Rauchverhalten oder den Tabakkonsum pro Jahr entstehen (Behandlungen etc.) zusammen und rechnet ihn gegen die Einnahmen durch die Tabaksteuer.
Das sei ein Ansatz, der zumindest in der internationalen ökonomischen Literatur schon seit geraumer Zeit verworfen sei, so Wigger. „Die relevante Frage ist ja eigentlich [...]: Wie viele Kosten wären denn entstanden, hätte die jeweilige Person nicht geraucht?“
Im Nettokostenansatz wird genau dies berücksichtigt: Also den früheren Tod eines Rauchers oder einer Raucherin und mögliche Kosten eines Nichtrauchers. Von diesen Kosten wird am Ende auch wieder die eingezahlte Tabaksteuer abgezogen.
Und mit diesem Nettokostenansatz kommt Wiggers Studie zur Schlussfolgerung, dass Raucher „[...] sogar in der Summe aus über den ganzen Lebenszyklus hinweg, die öffentlichen Kassen eher entlasten als belasten.“
Das soll, wie es auch in dem Text nochmal betont wird, keine Aufforderung sein, jetzt mit dem Rauchen anzufangen. Für die Gesundheit ist natürlich nicht-rauchen besser.