Hunde bekommen mittags immer irgendwas zum Schnurpsen. Karotte, Reiswaffel, Gurke, Kaustange - sowas halt. Neulich haben wir einen großen Beutel Kälberblasen geschenkt bekommen und da ich heute Mittag ein etwas längeres und wichtiges berufliches Telefonat führen musste, dachte ich mir: "Hey, bekommen sie heute die Kälberblasen. Die sind ja so dünn und weich und damit leise beim Kauen." (dachte ich, da ich noch nie Kälberblasen hatte)
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Pünktlich zum Telefonat beginnen die Hunde die Teile zu bearbeiten. Alter
sind die laut. Neben dem ganz wunderbaren Bouquet an nennen wir es "Landluft" entstand eine Geräuschkulisse aus Knittern, Knistern, Rascheln und Reißen wie von Papier- und Plastiktüten und Pappe. Keine Chance, so vernünftig zu telefonieren. Also räumte ich das Feld.
5 Minuten - ich bin einen Raum weiter - jammer, wimmer, doink, jammer von Tobin.

Nachgeschaut: Hat der Dödel es wie auch immer geschafft, seinen Kopf und ein Vorderbein IN seine Kälberblase zu stecken und ist dreibeinig mit beschränkter Sicht zu mir gelaufen und dabei gegen die Tür gedoinkt... Tobin befreit.
5 Minuten später: Cody ningelt. Weil er sich eine Kante davon zwischen die Zähne gedrückt hat und es nicht alleine raus bekommt.
10 Minuten später ningelt Halley: sie wollte nur mal gucken....
Keine Ahnung wie viel später: Tobin hat sich wieder verfangen....
Ich habe dann entnervt aufgegeben, bin zu den Hunden gegangen und hab die Stummfunktion am Telefon genutzt, wenn ich nicht gesprochen habe. Die Hunde natürlich super fleißig und super laut gekaut und gerissen und geknittert 
Nochmal 10 Minuten später, der Kälberblasen-Karneval ist noch in vollem Gange, verabschiede ich mich und lege auf. Hunde legen sich seufzend hin und schlafen ein.
