Beiträge von walkman

    Mir geht eine Hundebegegenung von vor ein paar Tagen nicht aus dem Kopf und ich grübele, wie wir das besser hätten lösen können/ das nächste Mal besser lösen sollten.

    Wald. Unsere Hunde an der Schlepp. Von vorne kommt ein Typ, er wirkt schon auf den ersten Blick unsympathisch, irgendwie bedrohlich. 2 Rüden, größer als unsere (die haben 60-65 cm Schulterhöhe), einer davon vermutlich ein Kangalmix. Ohne Leine. Wir nehmen die Hunde kürzer, weichen an den Rand (unter die Bäume) aus. Wollen Kontakt vermeiden, zumal das Mogeltier ein Angsthund ist und Kontakt mit anderen Hunden i.d.R. lieber aus dem Weg geht. Auf unsere Bitte, die Hunde zurückzurufen, passierte nichts. Das intensive abgeschnuppert werden, fanden beide nicht toll. Conchi mit eingekniffenem Schwanz (der eine Rüde wollte sie auch kurz bespringen), Mogli regungslos. Dass er (vermutlich) eingefroren war, habe ich erst danach wirklich realisiert. Ich war einfach komplett perplex und irgendwie ähnlich erstarrt. Wir wurden verbal angegangen, immer aggressiver, dass Hunde Sozialkontakte brauchen, auch unsere, dass wir sie scharf machen würden, wenn wir die Leinen so kurz halten und dass das Mogeltier ja gar keine Angst hätte (vermutlich noch ein paar mehr Sachen, an die ich mich nicht mehr erinnere). Dabei wollten wir einfach nur unsere Ruhe und die Runde fortsetzen. Einfach weitergehen wäre nicht gegangen, dafür hätten wir quer durchs Unterholz gemusst, nach vorne war der Weg durch Hunde und Halter versperrt.

    Wo liegt unser Fehler?

    Alles richtig gemacht.

    Die Alternative wäre die Eskalation bis zum Austausch von Pfefferspray gewesen.

    So war es definitiv risikoärmer.

    Nur ein Paar Anregungen dazu, auch wenn ich damit vielleicht nur Punkte wiederhole:

    - "Hund legt sich ab" würde ich auch abbrechen und, je nachdem was bis zum Hund durchkommt, entweder rein körpersprachlich, mit einer eigenen Spielaufforderung an den Hund, mit sehr gutem Leckerli oder durch "am Geschirr mitziehen". Je weiter du in der Kette nach vorne kommst, umso besser.

    - "Stehenbleiben und Hund vorbei lassen" ist für viele Hunde schwieriger, als in Bewegung zu bleiben, ich würde es also möglichst gar nicht zum Ablegen kommen lassen

    - Aversiv würde ich erstmal gar nichts machen.

    - Zu anderen Hunden auf Spaziergängen hinlassen, mache ich grundsätzlich gar nicht, meiner hat an der Leine nix zu regeln und soll lernen, dass andere Hund an der Leine für ihn völlig egal sein sollen.

    Dass der Hund im Verein funktioniert, wundert mich nicht. Bis auf seinen Todfeind muss er nur einmal Witterung von allen haben und es sollte kein Fixierer dabei sein, dann sind die anderen für ihn uninteressant. Das war aber ein recht langer Weg. Ich würde auch davon ausgehen, dass er nach erster Kontaktaufnahme bei Social Walks relativ problemlos weiterläuft, sofern du nicht gerade einen neuen Todfeind an Land gezogen hast. Ich habe bei sowas jegliches Spielen unterbunden, das war immer ein reines "zivilisiert den gleichen Weg gehen".

    Nutzt hier jemand Tractive zur Gesundheitsüberwachung? Funktioniert das? Mein Hund wird langsam aber sicher älter und ich mag nichts übersehen, was ich einfach messen könnte.

    Wir haben bisher keinen Tracker, weil ich die Gefahr, dass mein Hund abhanden kommt, bisher als sehr gering einschätze. Sie hat nur 5 kg bei 25 cm Halsumfang und da ist so ein Tracker einfach riesig. Hat jemand Erfahrungen, ob sich das lohnt? Geschirr mag der Hund gar nicht, es wäre Quälerei, sie damit ständig rumlaufen zu lassen.

    Nein, für mich totaler Unsinn die Funktion: Zu Hause trägt mein Tier kein Halsband, erst recht würde ich dem Tier nicht auch noch den Tracker zu Hause dranhängen.

    Ich weiß ja selber recht genau, wie viel Strecke wir täglich gehen und ich sehe auch, ob das Tier tagsüber zur Ruhe kommt. Selbst mit Tracker am Hals wäre da Null Informationsgewinn.

    Aber falls du Argumente für einen Tracker suchst: Gerade jetzt vor Silvester finde ich sowas sinnvoll, zu möglichen Veränderungen eines Hundes im Alter kann auch gehjören, dass er nicht mehr mit Knallerei klarkommt. Da hilft ein Tracker sehr.

    Habt ihr eigentlich schon mal von Usern des df geträumt? Von Usern, die ihr noch nie persönlich getroffen habt und auch sonst keinen engeren Kontakt habt? Ich hab jetzt schon öfter von einer Person wildes Zeug geträumt und frage mich, ob nur mein Hirn so einen Quatsch fabriziert xD

    Nein, noch nie.

    Dann bin ich beruhigt, hab mich schon etwas creepy gefühlt :pfeif:

    Ich finde dieses Gefühl berechtigt.

    Habt ihr eigentlich schon mal von Usern des df geträumt? Von Usern, die ihr noch nie persönlich getroffen habt und auch sonst keinen engeren Kontakt habt? Ich hab jetzt schon öfter von einer Person wildes Zeug geträumt und frage mich, ob nur mein Hirn so einen Quatsch fabriziert xD

    * melde: hier xD, sogar recht häufig. Und eine hat versucht, mich umzubringen :ugly:. Ausgerechnet jemand, den ich so vom Schreiben her sehr sympathisch finde:ka:.

    OK. Jetzt habe ICH Angst vor anderen Forenusern. :D

    Wenn jemand möchte dass ich meine Hunde in deren Garten laufen lasse dann weise ich darauf hin dass sie markieren werden. Die können das nämlich nicht unterscheiden ob das erlaubte oder fremde Botanik ist.

    Wenn nicht müssen sie an der Leine neben mir bleiben

    Mein Hund unterscheidet zwischen "eingezäuntem Bereich = Kackverbot" und "offenem Gelände = Kackerlaubnis".

    Also ehrlich gesagt ist es eher ein Kackenwollen, als ein Kackendürfen, das habe ich ihm nämlich leider nicht beigebracht, sondern das hat er von Anfang an so gehandhabt.

    Das mag jetzt ganz toll klingen, ist es aber nicht.

    - In der Hundetagesstätte kackt er nicht ins Gelände, sondern nur vorher, dann beim gebuchten Gassigang und hinterher. Wenn ich ihn abends dort abhole, steht es ihm manchmal bis zur Unterlippe.

    - Als er mal beim Training ein dringendes Bedürfnisse hatte, ist er vom gesamten Gelände runter, durch das leider geöffnete Tor, nur um draußen auf der anderen Seite des Zauns k..cken.

    Ich würde das eher als Macke bezeichnen, denn als Fähigkeit. :D Er mach daher zufällig auch nicht in Besuchsgärten.

    Wo ist es für euch noch eine verständliche Ausnahme… und ab wann wäre eure Grenze überschritten? Wie viel Verständnis habt ihr für Ausnahmesituationen, in denen der Hund einfach mal zweite Geige spielt, auch wenn es vielleicht auf die Gesundheit geht?

    Hier gibt es für mich keinen absoluten Maßstab. Je nach Lebenssituation und Rahmenumständen kann es völlig unterschiedlich sein, was ein Mensch einem Hund aus meiner ganz persönlichen Sicht zumuten darf.

    Beispiel der lokale Obdachlose in der Innenstadt:

    Hund verfilzt, sieht extrem selten einen Tierarzt, wird ausreichend (eher bekommt Herrchen weniger) aber nicht sehr gut ernährt. Auslastung findet durch gemeinsames Liegen in der Fußgängerzone statt. --> Der Mensch macht mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln das Maximum dessen, was er dem Hund bieten kann. Für mich ist das ok. Woanders würde der Hund wahrscheinlich etwas länger leben. Aber ob er es da besser hätte, weiß ich nicht, geht mich aber auch nix an.

    Beispiel mein Hund:

    Auslastung bekommt der Hund eine Menge, wenn ich aber mal eine Woche sehr wenig machen kann, dann ist das so. Futter gibt es nur das gute Zeugs. Zum TA kommt der Hund regelmäßig bzw. nach Bedarf, Behandlung gibt es das Maximum, die Grenze liegt da für mich sehr niedrig. Mein Hund wird allerdings nur bei gröbster Verschmutzung gebürstet, nahezu nie gebadet, kommt nicht zum Friseur, Krallen werden nur geschnitten, wenn der TA das für notwendig befindet (findet er nahezu nie). --> Letzteres mögen einige Leute schon als vermeidbares Leid bezeichnen. Für mich ist das aber eine bewusste Entscheidung, kein finanzieller Zwang oder eine durch Ausnahmesituation zu begründende Einschränkung.

    Wir sollten uns bewusst machen, dass absolut jeder jederzeit in völlig unvorhergesehene Situationen kommen kann, sei es wirtschaftlich, gesundheitlich oder sozial. Solange niemand seinen Hund aktiv misshandelt oder der Hund einen lebensbedrohlichen Mangel leidet, habe ich sehr viel Verständnis für die sehr unterschiedlichen Lebenswelten und Ausnahmesituationen, in denen sich andere HH befinden.

    Heldengeschichten wie "ich erwarte, dass Leute auch in einer (psychischen) Ausnahmesituation noch mindestens folgendes für den Hund tun / entscheiden..." sind für mich nur ein Indiz für mangelnde Phantasie, welches Ausmaß solche Ausnahmesituationen haben können.

    Es kann auch (zusätzlich) Stress sein, hat lange gedauert, bis ich das herausgefunden hatte.

    Hier geht Trainingswurst aus Pferd. Aber ab und zu- z. B. beim Doc - gibts auch Geflügel, ich sehe das dann wie nen Kater nach Alkoholkonsum.