Beiträge von Kelly22

    Hallo,

    Ich habe jetzt eher quer gelesen, kenne aber das Thema leider gut und möchte dir vielleichtein bißchen Hoffnung machen.


    Mein Golden hat dieses Verhalten auch gezeigt, er ist insgesamt recht sensibel und hat sicherlich ein Thema mit den Hormonen. In der Pubertät war er teils untergewichtig, trotz riesiger Futtermengen, die auf bis zu 6 kleinere Einzelportionen (in schlimmen Phasen) verteilt wurden.

    Wir haben uns medizinische Futterberatung geholt ( selbst gekocht), den Hund komplett durchgecheckt, einschließlich Magen- und Darmspiegelung, hypoallergenes- und später hydrolisiertes Futter gegeben.


    Zum Einen wurde es zum Ende der Pubertät etwas besser. Richtig gut ist es erst jetzt, nach 3 Jahren, mit einem Futter das für ihn offensichtlich passt.

    Ist ein hydrolisiertes, aber nicht so bekanntes Futter. Und o Wunder, ein Trockenfutter, was lange bei anderen Marken gar nicht ging.


    Er hat prima zugenommen, schläft durch ohne hecheln und verträgt mittlerweile auch durchaus mal ein Kauteil, ein bisschen gekochtes Fleisch als Superbelohnung im Training oder das Stehen gelassene Futter vom Gasthund. Noch vor einem Jahr völlig undenkbar!


    Das jetzige Futter verursachte in der ersten Woche Durchfall, ich war schon gedanklich wieder am Abhaken, habe mir jedoch geschworen, wenn es vom Gewicht vertretbar ist, 4 Wochen abzuwarten. Organisch war alles i.O. Nur gereizt, leichte Entzündungszeichen im Magen.


    In der zweiten Woche wurde der Kot fester und ist seither normal geformt, wenig und gut. Selbst das Fressen anderen Futters (Gasthund), das früher zwei Wochen Durchfall und ewiges Sodbrennen etc. bedeutete, ist wirklich kein Problem mehr. Ja, vielleicht hat er dann mal einen Tag breiingen Kot, aber das war es dann auch.


    Lupovet hat bei uns leider nicht funktioniert, da das Schmatzen trotz festerem Kot blieb und er sich häufig gekratzt hat.

    Das Kratzen und stumpfes Fell, sowie immer wieder Sodbrennen hat auch hills nach anfänglicher Begeisterung ausscheiden lassen, hier war die Kotmenge extrem und natürlich war er dann wieder zu dünn. Von den Kosten dieses Futters in Dosen mal ganz zu schweigen.


    Ich schreibe das, um dir ein bisschen Mut zu machen und solche Zeichen wie vermehrtes Kratzen in die Futterverträglichkeit einzubeziehen. In unserer schlimmsten Phase mussten wir etwas Kratzen und Sucrabest gegen das Sodbrennen tolerieren, weil es das einzige Futter war, das zunächst funktionierte im Sinne von Gewicht zulegen, bzw halten. Da die Verwertung dann wieder schlechter wurde und mehr Juckreiz kam, musste ich wechseln, was einem wirklich Stress verursacht, weißt du ja aus eigener Erfahrung.


    Es scheint, daß nach dieser langen Zeit endlich mal Ruhe ins System kam mit dem jetzigen Futter und seither ist auch ein Kauteil, ein gefundener Maiskolben unterwegs nichts, was wieder alles zusammen brechen läßt. Ob ich ein Futter toll finde oder nicht ist mir nach diesen drei Jahren total egal. Ich gucke nur, was es im Hund macht. Wenn es für ihn passt, passt es auch für mich :-).


    Kopf hoch und von uns gedrückte Daumen

    Kelly

    Hallo,

    wenn sie sowieso in Narkose liegt, mach es. Es gibt ja auch noch andere Sachen mit chronischer Entzündung. Ich habe es bei Jason machen lassen, weil ich die Faxen dicke hatte mit dem rumdoktorn. IBD wurde nicht bestätigt, Darm war tiptop, aber der Magen war gereizt und entwas entzündlich. Ich vermute, bei meinem sensiblen Goldstück werden wir damit irgendwie leben müssen.

    Stress vermeiden geht nur bedingt, diese Hunde stressen sich auch selbst, sind eben auch sensibel in Nervenkostüm.


    Also mir hilft es zu wissen, es ist noch nichts hochdramatisches (TA meinte die IBDs stellen sich bei der Endoskopie anders dar). Ich will es glauben und versuche über Ernährung und Handling die Sache zu beeinflussen. Mehr geht nicht. Du bekommst jedenfalls mal ein deutliches Bild, was in Magen und Darm los ist. Alles Gute für Euch!

    Nur mal zu Mut machen:

    Erstmals habe ich einen Hund, der auch enorme Probleme mit dem alleine bleiben (hatte). Alle vorigen Welpen wurden ganz langsam daran gewöhnt, nie gab es Probleme.

    Mein Jason jedoch war auch mit 10 Monaten noch ein Problemfall. Mehr als eine halbe Stunde war nicht ohne Stress möglich.


    Jetzt ist er 2,5 Jahre und auch wenn er es nicht wirklich mag, drei Stunden sind möglich, ohne dass er in Streß verfällt.


    Dieser Hund brauchte einfach Zeit. Mit 14 Monaten hat er einen Entwicklungsschub gemacht und plötzlich war es möglich, über die halbe Stunde zu kommen.


    Ich bin in der glücklichen Situation, das ich von zuhause arbeiten kann. Andernfalls wäre es teuer geworden und schwierig, da ihm egal ist, wer sonst noch im Haus ist. Und das,obwohl er auch an meinem Mann sehr hängt.


    Ich wollte das nur mal schreiben, um euch Mut zu machen. Euer Hund ist jung, hat schon einiges erlebt, manches kann sich da noch ändern mit zunehmendem Alter. Dran bleiben :bindafür:.

    Tidou zum TSH habe ich eine Überlegung, die sich allerdings aus eigenen Erfahrungen und Beobachtungen (an meinen Hunden und mir ;-)) speist:

    Davon ausgehend sehe ich den TSH nicht notwendigerweise unter 0,1. Wenn er soweit supprimiert ist, dann ergibt sich die Frage, ob die Schilddrüse nicht mehr mit arbeiten soll, z.B. durch Erkrankungen, in der die Hormonproduktion extrem schwankt.


    Deine Frage nach Schwankungen würde ich eindeutig mit ja beantworten.

    Diese Schwankungen können (bei zuwenig T4), müssen jedoch nicht dirket durch das Organ Schilddüse verursacht werden. Möglich wäre auch eine Störung ggf. in der die Hormonproduktion regelnden, übergeordneten Drüse ( Hypophyse).

    Bei besonders einem meiner beiden Hunden war es so, dass in der Phase der Einstellung deutliche Leistungstiefs zu beobachten waren. Erst als der Spiegel annährend passte, verschwanden diese wieder. Diese Schwankungen sind dann auch innerhalb eines Tages zu beobachten gewesen. Allerdings wurde immer wieder vermutet, dass auch die Stressachse in irgendeiner Weise nicht korrekt arbeitet, unzählige Untersuchungen brachte leider keine Ergebnis, dass zu einem konstanten Wohlbefinden führte. (Beim anderen Hund war es einfach: Dosis Forthyron vorsichtig angepasst und nahezu bis zum Ableben beibehalten.)


    Da alle anderen Hormone natürlich auch in den Regelkreis mit einfließen, bringt auch ein Tag mit unterschiedlichen Stressleveln und Eindrücken, Wetterbedingen etc ggf unterschiedliches Verhalten, bei höherem Grundspiegel (= genug T4 vorhanden) fällt das dann nicht mehr so auf, bzw. ist nicht mehr zu beobachten. Das setzt natürlich auch voraus, dass die Umwandlung klappt.


    Ich hatte damals von Dr. Jean Dodds einiges gelesen, sie forschte (oder tut es noch) in Amerika sehr intensiv zum Thema Schilddrüse. Leider wurden damals viele Ergebnisse ihrer Forschungen, besonders im Bezug auf Verhalten und Schilddrüse hier in Deutschland nicht zur Bewertung heran gezogen.

    Im Buch von Beate Zimmermann " Schilddrüse und Verhalten" ist eine sehr informative Tabelle mit von Dr. Dodds aufgrund ihrer Forschungen errechneten Mittelwerte im Vergleich der hier damals geltenden Referenzwerte aufgeführt (war nach dem IDEXX vet Labor, Ludwigsburg, bzw. Laboklin, Bad Kissingen).

    Kurz zusammengefasst: Der T4 Spiegel alter Hunde liegt hier im Alter sichtbar niedriger, der T3 Spiegel jedoch nicht.


    Ich würde versuchen, in Zukunft immer auch den T3 zu bekommen. Selbst wenn der T4 niedrig liegt, kann der T3 ganz in Ordnung sein.

    Tidous T4 liegt wirklich recht niedrig, der TSH lässt noch Spielraum. Wenn der T3 auch niedrig wäre, wäre eine Erhöhung der Medikamente sicherlich ein sinnvoller Versuch.


    VG

    Kelly

    Hallo liebe Betty,

    erstmal ein riesen Dankeschön für deinen ausführlichen Post. Wow! Ich hätte gerne früher geantwortet, ging aber rein technisch nicht. Hier wird Glasfaserkabel verlegt und schwupps, mal ne Wasserleitung und auch das Telefonkabel gekappt. Zum Glück funktioniert das Handy, aber darauf schreibe ich nur in absoluten Notfällen.


    Zu deinen Ausführungen: Jawoll, genau so ist das mit dem Magen und dem Mileu darin und dem Stresslevel. Ich finde es beachtlich, was du dir alles angelesen und zusammengetragen hast als Ersthundehalter, das ist beeindruckend.


    Ich kenne diese Zusammenhänge und es ist auch nicht die Frage, warum ist das so. Es ist eben so und wir handeln es, so gut es geht. Jetzt wurde das Hills Nassfutter geliefert und innerhalb zwei Tagen schlafen wir nachts wieder durch (okay, morgens um 6 gibts dann einen Zwieback (Dinkel)). Aber der Output ist wieder tiptop.


    Meine Frage war einfach, ob jemand noch eine Idee für eine Futtersorte hat. Ich denke, das selber kochen ist erstmal raus bei uns, wenn es denn fertiges Futter ist, was ihm gut bekommt, dann sei es so.

    Er ist jetzt zwei und ein paar Monate. Gerade macht er meiner Meinung nach nochmal einen Entwicklung durch, merke ich ja auch im Verhalten. Aber es gibt ja Phasen, wo er wirklich ganz gut stabil ist.

    Ich finde deinen Ansatz, das der Körper vielleicht auch ein paar Monate kompensiert oder braucht, um eine Nahrung letztlich mit Durchfall zu quittieren nachvollziehbar. Ja, das wird wohl so hinkommen, danke dafür.

    Wenn das beim Hills passiert, stehen wir allerdings dumm da. Nun ja, beim RC war der output nur mit trofu okay (nicht so gut richtig gut wie bei hills), beim Nassfutter immer matschig. Von daher habe ich Hoffnung.


    Die Kotauswertung ....ich finde sie nicht, meine aber, wir hätten das auch gemacht. Daher hatte ich danach die Kartoffeln bis zur unkenntlichkeit gekocht.


    Warum der Dinkelzwieback geht, weiß ich nicht.


    Zum Fell: ich gebe jetzt mal kurweise Zink und Mineralien und ganz, ganz, ganz vorsichtig etwas Distelöl. Heute ist der zweite Tag mit Öl, alles gut, Output top. Hoffnung!

    Gut das du das mit dem Zink nochmal geschrieben hast im Zusammenhang mit dem Stresslevel.

    Ich hatte von Napfchek mal dieses Pulver mit Vitamin B12, Folsäure und noch etwas. Das bekommt er noch mal. Ich denke vier Wochen sind ein Zeitraum, da sieht man schon, ob es etwas bringt und man dosiert ihn nicht über, falls nicht notwendig.


    Ich finde deine Gedankengänge sehr gut, bitte weiter posten und berichten wie es bei euch so geht. (Hoffentlich gut).


    LG

    Kelly

    Vielen Dank für deine Antwort. Ja, ich nenne ihn liebevoll meinen Stresskeks, wobei wir über das Handling da schon viel gebessert haben. Aber das ist tatsächlich wohl die Antwort. Ich habe durch einen Tipp im Forum Brokkolikapseln gefunden, die die Magenschleimhaut beruhigen sollen, die gab es als Kur, mache ich jetzt nochmals. Wir werden auch weiter erstmal Hills füttern, ich finde nur langfristig ein rattiges Fell nicht ok.


    Der vetevo Allergietest war auch hier im Forum schon Thema. Klingt für mich seriös und war sehr ausführlich. Aber wie das so ist, nur weil es anzeigt reagiert man trotzdem nicht unbedingt allergisch. Kenne das selbst von meinen


    Merkwürdig, das das RC etwa neun Monate funktionierte. Es zu verstehen habe ich fast aufgegeben, mir war aber wichtig organische Ursachen auszuschließen um dann eben Durchfallphasen einfach auszuhalten. Wir behelfen uns dann mit Perenterol und mal fasten.

    Hallo Kady,

    Oh jeh. Ich liste mal etwas auf, damit du dich nicht durchwühlen musst

    Kotprofil gab es damals in der Kochphase.Soweit ok, nur clostridium wurde nachgewiesen und E.coli erhöht.

    Das sollte mit mehr pflanzlicher Kost gebessert werden. Daher gab es mehr Karotte und etwas Zucchini, viel geändert hat sich nicht. Er war klapperdünn.

    Probiert wurde damals:

    Rind (Durchfall)

    Huhn und Pute (Matschkot, viel Schleim)

    Gans (totaler Durchfall)

    Fisch (Matschkot)


    Kartoffel/-brei (schlecht verdaut, im Kot gut zu erkennen)

    Reis (siehe Kartoffeln)

    Nudeln (Durchfall)


    Erst mit Trofu und Nassfutter von RC hat er mal zugenommen (trotzdem sehr sportliches Modell) und prima Fell bekommen.


    Ich habe bei vetevo ein Allergietest gemacht, Reaktion gab es unter anderem auch auf Mais und Soja, Kokos, Lamm, verschiedene Kräuter.


    Eigentlich dürfte Hills auch nicht gehen. Es ist sehr rätselhaft. Viel hängt bei ihm mit dem Erregungslevel zusammen, da kann ich zwar drauf achten, aber natürlich nur bedingt. Sich selber stressen klappt ja auch bei Sachen, die er gerne macht.


    Das Ergebnis der Magen-und Darmspiegelung lautet genau:

    Milde bis moderate lymphoplasmazelluläre, follikuläre und leicht eosinophile Gastritis.


    Danach war Futterwechsel RC zu Hills und zu meinem Erstaunen wurde es besser. Als Belohnung /Trainingssnack gibt es hier sein Futter aus der Futtertube, gefriergetrocknete Bananenchips ohne Zucker, ohne Öl. Für den Magen zur Nacht Dinkelzwieback. Das hat soweit gut geklappt, nur in Sachen Fell wurde es seitdem schlecht.


    Danke fürs Lesen, ist immer ein Roman.

    Kelly