Beiträge von Ernalie

    Sage ich doch, dass Genetik da stark ist

    Ich will auf deine Aussage hinaus, dass es eine Kombination aus Genetik und Verhalten der Besitzer ist. Ja, sicher oft. Seit Karla weiß ich aber, dass man durchaus von Anfang an alles optimal vorbereiten kann und der Hund kriegts trotzdem nicht hin, entspannt alleine zu bleiben.

    Wir haben von Tag 1 an unseren Alltag normal gelebt mit Arbeit, Kind und so weiter. Das machen wir bis heute. Es gibt viele lange Phasen am Tag, wo sie gar keine Rolle spielt. Sie geht dann meistens ins Untergeschoss ins Schlafzimmer und pennt. Wir haben hier sogar eine ganze Etage, wo Karla nicht hin kommt. Das ist das Wohnzimmer. Wenn wir dort sind geht die auch nach ganz unten und pennt. Das ist alles gar kein Ding. Sobald wir das Haus verlassen ist ein Schalter umgelegt. 🤷🏻

    Ich weiß, dass es nicht bei allen Mischlingen dieser Rassen so extrem ist. Aber die Wahrscheinlichkeit ist höher als bei anderen, dass es da Probleme gibt.

    Der empfindliche Verdauungstrakt kommt meiner Erfahrung nach vom Pudel. Dementsprechend muss man da auch bei reinrassigen Pudeln sehr drauf achten.

    Bei allen Begleithundrassen gibt es fast immer Probleme mit dem Alleinbleibtraining. Meiner Erfahrung nach resultiert das aus der Kombination Genetik plus Verhalten der Besitzer. Diese Rassen werden oft von Menschen gekauft, die ein hohes Bedürfnis nach ständiger (körperlicher) Nähe zum und Aufmerksamkeit auf den Hund haben. Das befeuert das Problem enorm. Eine klare Struktur von der ersten Minute des Zusammenlebens an, kann hier kaum rückgängig zu machende Fehlverknüpfungen verhinderz.

    Da hätte ich dir vor Karla auf jeden Fall zugestimmt. Karla hat mich aber eines Besseren belehrt. Ich will damit nicht sagen, dass es alle Mischungen dieser Rassen betrifft, aber sie ist da echt schon sehr extrem.

    Sie hat von Anfang an nicht gestalkt, nicht kontrolliert und stand hier nie im Zentrum des Sonnensystems. Es gab von Tag 1 an klare Strukturen und viele Zeiten am Tag, wo sie keine Rolle spielt. Sie ist auch von Anfang an in andere Zimmer gegangen um zu schlafen. Ich würde auch behaupten, ich weiß, wie der Hase läuft. Dennoch kann sie nicht gut alleine bleiben.

    Zugegeben, ich kenne nicht viele Hunde, bei denen das so problematisch ist, obwohl die Voraussetzungen gut geschaffen wurden. Aber es passiert anscheinend.

    Die Menschen, die mit ihren Pudelmixen sehr glücklich und zufrieden sind, melden sich oft gar nicht mehr zu Wort, weil sie keine Lust darauf haben, sich immer wieder erklären zu müssen, warum sie einen Pudelmix einem reinen Pudel vorziehen.

    Ich hab einen Pudelmischling, hab mich bewusst dafür entschieden und bin auch sehr glücklich. Ich persönlich kenne auch keinen Pudelmix Besitzer, der das nicht ist.

    Ja, da muss man sehr aufpassen, weil wegen dess Hypes alles Mögliche miteinander verpaart wird, aber es gibt sie tatsächlich, die "Züchter" (ja, ich weiß, es sind keine..), die das mit viel Wissen, Bedacht und Liebe und ja, sogar richtigen Untersuchungen machen.

    Was ich aber durchaus sagen muss ist, dass man tatsächlich nie weiß, was man bekommt. Karla ist zB deutlich mehr Pudel, als ich gehofft habe. Sie ist zwar super pflegeleicht, total menschenbezogen, der einfachste Welpe, den ich jemals hatte, super schlau und lernt gerne, unglaublich kinderlieb und geduldig mit Kindern, dafür ist sie aber für meinen Geschmack viel zu sehr Flummi. Außerdem kann sie nicht gut alleine bleiben. Das hab ich (einigermaßen viel Erfahrung mit verschiedenen Hundetypen) auch mit viel Training über mehrere Jahre nicht richtig in den Griff bekommen. Maximal 2 Stunden, dann ist vorbei. Und das auch nur an guten Tagen. Die letzte Trainerin sagte mir irgendwann Mal, dass sie nicht der erste Mischling dieser Rassen sei, wo das Thema quasi unendlich ist, weil diese Rassen darauf gezüchtet sind, extrem nah am Menschen zu sein.

    Das Fell ist saunervig und sie neigt, wie sehr viele Pudel und deren Mischlinge, zu Futtermittelunverträglichkeiten.

    Nahezu alle Pudelmixe die ich kenne, sind wahnsinnig nette Hunde, die auch sehr leichtgängig sind. Aber man muss schon wissen,.worauf man sich einlässt und nicht den "Werbeversprechen" glauben.

    Wir haben doch noch gar keine Tour geplant? 😄 Wie kommst du darauf? Oder war ich gar nicht gemeint?

    Doch, du. Mit Tour meine ich euren Plan die Strecke mit vielem Zwischenstops zu machen. Das wäre für mich eine Tour. Also eine Route mit mehreren, geplanten Streckenpunkten an denen man hält/eine Nacht-Tag bleibt. Das Gegenteil wäre Start - Ziel (so schnell wie möglich ankommen), am Ziel länger verbleiben und dann schnellstmöglich/zügig wieder zurück.


    Aber ich habe im Nachgang erst gelesen dass du Norditalien meinst. Das relativiert meinen Kommentar. Ich hatte euren Zielort irgendwie deutlich weiter südlicher eingeordnet.

    Die Definition von "Tour" ist mir schon klar. Ich hab mich nur gefragt, welche Tour du meinst, weil wir doch noch gar keine Tour geplant haben 😄

    Wir wollen tatsächlich nur nach Norditalien (wobei das momentan mehr eine Idee als ein Plan ist). Und da auch nicht 20 verschiedene Orte besuchen. Und für uns gehört die Anreise auch schon zum Urlaub. Nach momentaner Idee machen wir den ersten Stop im Allgäu und reisen dann gemütlich über Österreich in die Gegend von Venetien.

    Wir haben dabei nicht den Anspruch in so wenigen Tagen das ganze Land kennenzulernen. Normalerweise reisen wir so alle 2-3 Tage weiter. Wenn ich für den Weg nach Norditalien 2 Übernachtungen einrechne und für die Abreise auch, bleiben immer noch einige Tage in der Zielregion.

    Wir sind leider dieses Jahr von Schulferien abhängig, was die Möglichkeiten, gemeinsam lange Urlaube zu machen extrem einschränkt. Irgendwie muss man ja die Kinderbetreuung abdecken. 🙈

    Aber diese allgemeine Untersuchung ersetzt ja nicht Blutbild, Röntgenaufnahmen und US. Beim alternden Hund möchte man ja alle 6-12 Monate einen US und ein Blutbild haben.

    Alleine die sinnvollerweise zu überprüfenden Blutwerte übersteigen das Vorsorge Budget bei alten Hunden.

    Wir haben vor Erhöhung der GOÄ schon 150€ bezahlt. Nur für die blutwerte. Da ist der Rest noch nicht dabei. Weiß gar nicht, was man heute dafür zahlen würde.

    Ich behaupte übrigens auch immer, dass meine Hündin "nur zum impfen" beim Tierarzt war. Stimmt natürlich nicht. Wir haben sie natürlich regelmäßig durchchecken lassen. Ich benutze den Ausdruck tatsächlich nur, um damit auszudrücken, dass sie Zeit ihres Lebens nichts hatte (bis auf die Niereninsuffizienz am Ende). Daher würde ich jetzt auch anderen, die sowas sagen ,nicht unterstellen, dass sie absichtlich weg gucken und den Hund krank leiden lassen. 🤷🏻

    Ich fürchte, wenn der Hund nicht mit 8 tot umkippt, gehört wirklich auch etwas Ignorieren dazu. Kann ich nicht gut.

    Nicht unbedingt. Meine verstorbene Hündin war auch so eine, die ihr Leben lang nichts hatte. Und ja, ich habe sie ab einem gewissen Alter regelmäßig komplett durchchecken lassen. Ein halbes Jahr bevor sie eingeschläfert wurde entwickelte sie eine extrem schnell fortschreitende Niereninsuffizienz. Das war das Einzige, was an dem Hund jemals Kosten verursacht hat. Das war zwar noch vor der GOÄ Erhöhung, aber mehr als 2000€ hat die mich nicht gekostet. Incl Euthanasie. 🤷🏻

    Für Karla hab ich jetzt schon mehr ausgegeben 😄

    Ich gehe mit diesen 10 000€/Hund auch gedanklich anders um. (Spezial-)Futter, Nahrungsergänzung (was ja beides in der Regel auch nicht oder nur bis zum Vorsorgebudget von Versicherungen gedeckt sein wird), kleinere TA-Besuche ziehe ich da überhaupt nicht ab. An das Geld gehe ich ran, wenn die Klinik sagt "Richten Sie sich auf 3500€ ein".

    Das ist es halt. Die Rücklage werte ich gar nicht als "davon bezahle ich alles für den Hund" sondern halt als Backup, wenns doch mal mehr wird. Normale laufende Tierarztkosten, Spezialfutter, Medikamente, etc. zahle ich einfach vom normalen monatlichen Budget. Das betrifft auch kleinere Tierarztrechnungen von (bisher) bis zu 250€. Klar gehe ich davon aus, dass ich in hoffentlich mindestens 15 Hundejahren mehr als 10.000€ für den Hund bezahle.

    Schwierig wirds mEn vor allem dann, wenn man Schwierigkeiten hat, diese Dinge ohne die Rücklage zu decken. In dem Fall würde ich persönlich wahrscheinlich wirklich eine Versicherung vorziehen und hoffen und beten, dass sie mich nicht rausschmeißen oder ich sie mir auch in 10 Jahren noch leisten kann.

    Ernalie
    Google Maps -> Zielregion -> "agricampeggio" suchen. Gibt in Italien wirklich viele. Gerade für Kinder find ich die toll, mit Viechzeugs, oder man steht in Olivenhainen, oder man kann eigenen Käse kaufen etc pp

    16 Tage finde ich etwas knapp, wenn ihr bis Pompeji möchtet, bedenkt, die Straßen in Italien, auch die Autobahn, sind nicht mit deutscher AB zu vergleichen.

    Trotzdem viel Spaß beim Planen

    -s-

    Vielen Dank!

    Nach Süditalien wollen wir gar nicht. Norditalien reicht eigentlich erstmal für 2 Wochen. Wie können auch mit unserer Tochter nicht so große Strecken fahren.