Das Fazit ist, man sollte nicht alles zur allgemeinen Diskussion stellen, weil man doch sowieso nie auf eine einzige Meinung kommen wird
und auch nicht alle sich überzeugen lassen (wollen).
Ich habe bisher still mitgelesen und finde die Diskussion insgesamt sehr interessant. Eine eindeutige Meinung habe ich dazu gar nicht, finde die unterschiedlichen Standpunkte sehr interessant.
Aus meiner persönlichen Sicht ist es so, dass Diskussionen nicht darauf hinauslaufen müssen, am Ende einer Meinung zu sein, oder jemand sich überzeugen lassen muss. Gerade in pluralen Räumen ist es normal, dass Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werten und Wissensständen aufeinandertreffen. Dass man dabei nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, ist für mich kein Scheitern von Diskussion, sondern ihr Normalzustand. Der eigentliche Wert liegt für mich darin, Gedanken zu sortieren, Argumente zu prüfen, eigene blinde Flecken zu erkennen und andere Perspektiven zumindest zu verstehen (oder es zu versuchen). Das empfinde ich als einen gesunden Umgang mit Austausch. Uneinigkeit auszuhalten, Standpunkte darlegen, ohne überzeugen zu müssen, gehört für mich dazu. Gerade das macht eine Diskussion interessant, ansonsten könnte man sie sich sparen, wenn man sofort auf einem Nenner wäre. Und würde wertvolle Sichtweisen nie zu lesen bekommen.