Beiträge von WorkingDogs

    Naja man fängt halt in Reizarmen Umgebungen an das zu trainieren dass eben nichts passiert. Das Problem ist ja dass er zu Hause ruhen kann aber eben woanders nicht weil ich das verpasst habe konsequent zu üben. Weil er eben als Welpe überall mit kam aber eben keine Ruhe draußen gelernt hat sondern draußen=Action , erkunden, Reize, Stress

    Er hat quasi keine Frustationstoleranz

    Meine persönliche Erfahrung ist, dass es für viele ein sehr steiniger Weg ist, wenn trainingstechnisch immer Laborbedingungen angestrebt werden. Ich baue von Anfang an relativ viel Gehorsam unter Ablenkung mit ein und habe im Ergebnis Hunde die sehr frühzeitig sehr zuverlässig sind. Leinenführigkeit übe ich zum Beispiel auf Parkplätzen, in Fußgängerzonen, usw. mit ganz jungen Hunden (4-6 Monate alt).

    Klingt für mich danach, als hättet ihr ein erhebliches Problem mit Gehorsam und Verbindlichkeit, welches sich natürlich genau dann zeigt, wenn der Hund sich hochfährt und Außenreize an Interesse zunehmen. Nun versucht ihr über Vermeidung, das Erregungslevel zu verändern, was bei jungen Hunden die im Saft stehen ein Problem ist. Neumodern schimpft sich das Frustrationstoleranz, weil der Hund nicht artig funktioniert und das Defizit im Gehorsam nicht egal ist.

    Du hast einen jungen Hund und keinen Senior, natürlich baut der gewisse Erwartungshaltungen auf. Wenn das was du trainierst, dem nicht standhält, dann ist dein Training nicht gut aufgebaut. Gehorsam heißt: funktioniert auch unter reizvollen Außenreizen.

    Ich sehe schon wir kommen jetzt in die Richtung wo jeder Tipps geben will. An diejenigen die mir sagen mein Hund ist körperlich nicht ausgelastet - glaubt mir das ist er! Bei solchen Hunden muss man nämlich auch aufpassen dass man denen nicht noch zu viel Kondition antrainiert. Die brauche dann nämlich immer mehr Bewegung.

    Ihr seht es gibt dazu ja auch unterschiedliche Meinungen hier im Forum. Ich habe eine Trainieren die sehr gut ist die auch mit Grenzen arbeitet und nicht alles übers positive Vertsärken macht. Und es ist schon besser geworden seit dem ich weniger mit ihm mache. Gestern war ich bei meiner Familie zu Hause und er hat tatsächlich einige Stunden geschlafen.

    Mein Hund muss lernen KEINE Erwartungshaltung zu haben - also dass wir auch einfach rausgehen und uns 20 Minuten auf eine Bank setzten. Denn damit hat er Probleme. Und das ist so anstrengend für ihn dass der danach 7 Std pennt um das alles verarbeiten zu können. Und glaub mir auch 10 Minuten Leinenführigkeitsträining lasten den sehr wohl aus! Der zeigt da nach der kurzen Zeit schon Gähnen, Stresshecheln und Stressschütteln.

    Bitte - meine Frage bezog sich lediglich darauf ob jemand das Problem Reiz-Offener Hund hat und ob es besser wird oder ob ihr euch für immer extrem eingeschränkt habt in eurem Leben

    Das klingt nach einem einzigen Arbeiten gegen den Hund. Kein Wunder, dass das in so viel Stress ausartet.

    Es geht nicht um weniger oder mehr machen, sondern um passende Haltung, Training und Erwartungen.

    Nein, ich muss mich mit meinen Reizoffenen Hunden absolut nicht einschränken und ja, das bleibt auch so für den Rest des Lebens, durch gutes Training und passende Haltung lernen sie entsprechenden Gehorsam und Verhaltensweisen. Die Reizoffenheit ist auch etwas, was so gewünscht ist.

    10 Minuten leinenführigkeit und alle paar Tage mal tricksen Lasten nicht extrem aus… Genauso sind junge Hunde nicht aus Zucker, und gehen direkt kaputt.

    Ausnahmen mögen sein, wenn die Hunde genetisch extrem schlecht aufgestellt sind.

    Dass die leinenführigkeit so ein Krampf ist, wird eher daran liegen, wie trainiert wird.

    Ob der Hund wirklich überdreht müsste man auch sehen, wir haben hier ja nur Erzählungen. Ich kenne das mit meinen aktiven Hunden zur genüge, dass das vielen Leuten deutlich zu viel Power wäre, die sind deshalb aber nicht überdreht. Hier ist wieder die Frage, was die Erwartungen überhaupt sind. Wahrscheinlich ist das einfach ein normaler Dalmatiner, das sorgt für Überforderungen und eigentlich

    Hätte man gerne einen Hund gehabt, der sich erwachsen verhält und keinen Jungspund.

    Bedingt einsetzbar ja schon, aber auch oft unterschätzt in Jagdeinsätzen außerhalb der Bautenjagd.
    Manch Jäger führt gerne zusätzlich zu seinem Vorsteher einen Teckel (oder mehrere) dazu ;)

    Wobei ich glaube ich gleich falsch verstanden werde :D Der Dackel boomt ja so, weil er sich für vieles gut eignet. Auch Jagdlich.

    Bedingt einsetzbar ja schon, aber auch oft unterschätzt in Jagdeinsätzen außerhalb der Bautenjagd.
    Manch Jäger führt gerne zusätzlich zu seinem Vorsteher einen Teckel (oder mehrere) dazu ;)

    Also, ich liebe Dackel und finde die total toll. Will die Brauchbarkeit gar nicht bashen. Ein Dackel mit Trieb und Schneid ist klasse.

    Aber es wird schon absurd, wenn der Dackel getragen werden muss, und auf Bildern in meinen alten Büchern finde ich das Gebäude auch nicht so krass wie man es heute doch oft sieht.

    Und je nach Gelände im Revier ist ja auch total egal, ob der Dackel seine Grenzen hat, weil zum Beispiel eh kein Wasser vorhanden ist.

    In der Jagd sind die Teckel hier auch gut vertreten. Eben weil sie langsamer durchs Unterholz kommen als langbeinige Vertreter. Das Wild soll ja langsam hoch gemacht und vor sich her getrieben werden, da sollen die Hunde gar nicht knall bumm einmal eben kurz durchs Gebiet preschen.

    Hier ist es aktuell recht extrem was die Nachfrage bei Jagden angeht. Die Theorie kenne ich aber es wird doch absurd, wenn der HF den Dackel tragen muss, weil er aufgrund der kurzen Beine gar nicht durchs Unterholz kommt.. ist doch am Wasser das gleiche, zum stöbern bei wenig Schilf, ja, aber das Ganze findet dann doch schnell seine Grenzen.

    Das sind Hunde für den Bau. Jagdlich aufgrund des Körperbaus doch nur bedingt brauchbar..

    Dackel sind schon seit einigen Jahren wieder vermehrt zu sehen - vor allem die Rauhaar Variante.

    Ich denke Dackel sind generell sehr beliebte Hunde. Spiegeln ja auch die Welpenzahlen wider. Aber zumindest hier ist momentan ein richtiger Boom und auch die Züchter in meinem Bekanntenkreis merken den und passen sich preislich an.

    Auch jagdlich sind Dackel hier zur Zeit sehr gefragt bei den DJ der Staatsforsten, so wirklich nachvollziehbar ist das allerdings nicht, weil die doch vergleichsweise schlecht durchs Unterholz kommen…

    Aber Sporthunderassen sollten auch nur in entsprechend ambitionierte Hände.Und so beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz, denn der große Anteil Hundehalter sind keine Hundesportler.

    Die meisten sind mit einem gesunden, sportlichen Hund gemäß/im Sinne Sporthunderassen überfordert, im Sinne von passt nicht in den gemeinsamen Alltag, man wird dem Hund nicht gerecht.

    Ja, da sind wir wieder dabei, was der Mensch als sportlich empfindet und was für Hunde eigentlich sportlich ist. Wobei ich genug Sporthunde kenne, die sehr glücklich als Begleithund sind und die Besitzer auch, weil Wesensfest und robust.

    Aber die brauchen einfach Erziehung und Führung. Das ist für mich eher der Hauptpunkt, weniger die Auslastung. Die Linie ist auch ausschlaggebend für vieles.

    Hütehunde empfinde ich aber auch als sehr aktiv, allerdings komplizierter im Alltag, weil der Kopf vieles nicht mitmacht.

    Sportliche Linien gibt es aber auch beim Labrador zum Beispiel. Und die sind wirklich unfassbar unkompliziert und bringen sehr viel mit, was man sich mit anderen rassen mühevoll erarbeiten muss. Die gefallen mir als Begleithunde ehrlich auch ganz gut, kenne da so gar keine Katastrophen.

    Nun hör ich aber auf, wegen OT

    Wenn die 45 Minuten überwiegend im Schritt oder Trab stattfinden, finde ich das auch nicht doll. Das ist dann doch wieder hauptsächlich Gehorsam und körperlich sogar unter Radfahren.

    Und meistens sind es laut TE ja sogar nur 20 Minuten, wenn kein Ausritt stattfindet. Ich finde das auch sehr wenig und viel zusammenreißen.

    Ehrlich gesagt finde ich total stark, dass der Hund mit so wenig Bewegung so unkompliziert zu sein scheint und das dafür echt klasse zu machen scheint. Ich wüsste gar nicht, wovon der Junghund sich daheim überhaupt ausruhen soll.