Naja man fängt halt in Reizarmen Umgebungen an das zu trainieren dass eben nichts passiert. Das Problem ist ja dass er zu Hause ruhen kann aber eben woanders nicht weil ich das verpasst habe konsequent zu üben. Weil er eben als Welpe überall mit kam aber eben keine Ruhe draußen gelernt hat sondern draußen=Action , erkunden, Reize, Stress
Er hat quasi keine Frustationstoleranz
Meine persönliche Erfahrung ist, dass es für viele ein sehr steiniger Weg ist, wenn trainingstechnisch immer Laborbedingungen angestrebt werden. Ich baue von Anfang an relativ viel Gehorsam unter Ablenkung mit ein und habe im Ergebnis Hunde die sehr frühzeitig sehr zuverlässig sind. Leinenführigkeit übe ich zum Beispiel auf Parkplätzen, in Fußgängerzonen, usw. mit ganz jungen Hunden (4-6 Monate alt).
Klingt für mich danach, als hättet ihr ein erhebliches Problem mit Gehorsam und Verbindlichkeit, welches sich natürlich genau dann zeigt, wenn der Hund sich hochfährt und Außenreize an Interesse zunehmen. Nun versucht ihr über Vermeidung, das Erregungslevel zu verändern, was bei jungen Hunden die im Saft stehen ein Problem ist. Neumodern schimpft sich das Frustrationstoleranz, weil der Hund nicht artig funktioniert und das Defizit im Gehorsam nicht egal ist.
Du hast einen jungen Hund und keinen Senior, natürlich baut der gewisse Erwartungshaltungen auf. Wenn das was du trainierst, dem nicht standhält, dann ist dein Training nicht gut aufgebaut. Gehorsam heißt: funktioniert auch unter reizvollen Außenreizen.