Beiträge von WorkingDogs

    Ich breche ich erster Linie Verhalten ab, wenn man im Trieb abbricht, brauchts unter Umständen sehr viel Energie.

    Dieses nicht Ansprechbar ist aber auch oft ein ausblenden des Besitzers.

    Und dann achtet man bei solchen Hunden durch eine passende Haltung und Aufzucht darauf, dass sich im Alltag gar nicht erst solche Verhaltensweisen und Erwartungshaltungen etablieren.

    Dadurch, dass die ja in der Regel für ernsthaften Sport angeschafft werden, wird das eigentlich von Anfang an kanalisiert.

    Schutzdienst ist zum Beispiel ganz viel zuhören und Kontrolle in höchster Trieblage.

    Solche Hunde sind nichts dafür, sich trainingstechnisch im Alltag auszuleben, weil die darin eben so aufgehen. Vieles ist da einfach auch Hausgemacht, grade wenn es um Jagdverhalten geht. Abbruch, Rückruf, Leinenführigkeit, Ablage und das von Anfang an, auf Gehorsam und der Alltag ist schick. Und dann nicht in Watte packen sportlich.

    Aber ja, es ist was ganz anderes wenn wir von Korrekturhunden sprechen, was in dem Alter nun auch einfach so ist. Da ist verhalten gefestigt, da sind die bereits gut in ihren Hobbys (zum Beispiel Trigger suchen), es wird alles nicht leichter wenn man wartet. Der ganze Stress hat mit unter auch bereits seine Schäden hinterlassen.

    Lolalotta Nimm zum Beispiel eine Fährtenhundprüfung. Bei der FH-2 muss der Hund 7x Verweisen auf 1800 Schritte. Wetter egal. Er muss Verleitungen differenzieren und darf sich von Wild, Zuschauern und Gegebenheit nicht verunsichern lassen. Das alles ohne auch nur einmal bestätigt zu werden! Und wenn du die AKZ hast, dann kommt danach noch der sportliche Wettkampf wo du dich Jahr für Jahr mit anderen Sportlern bis zur WM messen kann. Bis zum AKZ wird der Hund aufgebaut, danach geht’s ausbilderisch noch mal richtig los… Prüfungsvorbereitung, Prüfungsschläue verhindern, Konsitution, usw.

    Lolalotta

    Weißt du, es ist zum Beispiel so, dass ein Sporthund die Dinge im laufe seiner Ausbildung auch können muss, ohne dass er direkt bestätigt wird. Und grade wenn die Abläufe immer gleich sind, bauen sich automatisch Erwartungshaltungen auf, die du bei der weiteren Ausbildung immer beachten musst.

    Manch „richtige“ Arbeit geht erst los, wenn die Hunde ihre AKZ haben, Prüfungserfahren sind, und Saison für Saison vorgestellt werden.

    Da kann man auch nur mit dem Kopf schütteln, wenn man manche Insta-Sternchen so sieht, wo der Hund bissl Fußläuft mit Triebziel im Blick, aber da niemals mehr kommt oder gar überhaupt mal wenigstens eine Prüfung geführt wird.

    Der Spürhundebereich ist zum Beispiel so ne Sache, da wird der Hund ja sehr häufig zwischendrin bestätigt, das hast du anderswo nicht, deshalb trifft man da häufig Rassen an, die an sich nicht prädestinierte Arbeitsrassen sind.

    ch empfinde DogDancing auf hohem Niveau als Arbeit.

    Witzig, genau daran habe ich auch gedacht. Ja, es geht um die Ernsthaftigkeit, das verstehe ich schon. Konzentration, Belastbarkeit, mal gefordert werden, körperlich und mental. Das muss halt klar sein und nicht nur larifari.

    Genau. Tricksen ist ja deshalb nicht sinnlos, es schult ja trotzdem das Körpergefühl und so, aber dafür braucht es einfach keinen Sporthund.

    Sagt mal, aus Interesse: warum ist Tricks clickern für euch keine Arbeit, Unterordnung oder Nasenarbeit z.B. aber schon? An der Dynamik kann es ja nicht (nur) liegen. Das kam hier jetzt öfters auf im Verlauf.

    Ich empfinde DogDancing auf hohem Niveau als Arbeit.

    Wurstwasserfährten oder Balli-suchen-im-Garten ist ebenfalls Kindergarten im Vergleich zu Fährte oder Dummy.

    Richtige Arbeit besteht auch nicht nur aus Motivation, sondern auch daraus, dass der Hund auch mal herausgefordert wird, Belastbarkeit zeigen muss, unter starker Ablenkung arbeiten muss, bei Wind und Wetter, sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren, usw.

    Und ich weiß ... damit steh ich auch ziemlich alleine. Aber besonders Agility, ist gerade was das "bellen und ballern" angeht PERFEKT für solche Hunde xD

    Körperlich powern die sich richtig aus, mit allem was dazu gehört inkl. Beutespiel. Aber mental müssen die auf höchstem Niveau mitarbeiten, immer wieder Impulskontrolle und Konzentration abfragen.

    Allerdings ist das für einen Anfänger einfach fast nicht umsetzbar. Deswegen würde ich es dir auch wirklich nicht empfehlen. Aber so oft denke ich mir bei deiner Beschreibung ... jetzt mal ein gepflegtes Beutespiel und paar Agilitysequenzen und der Hund würde seelig in der Ecke liegen xD

    Ach, damit bist nicht alleine. So ne gepflegte Einheit Schutzdienst oder auch mal ne ordentlich triebige Unterordnung und dann sind solche Hunde wesentlich ausgeglichener und händelbarer.

    Beim Sitz und Platz kann man ja selber entscheiden ob aus der Bewegung oder nicht. Jedoch kam es jetzt ein paar mal vor, dass sie aus der Bewegung anstatt ins Sitz direkt ins Platz oder so halb ins Platz ging...Platz aus der Bewegung funktioniert super. Kann ich auch das eine aus dem stehen und das andere aus der Bewegung machen oder sollte beides schon auf die selbe art gehen?


    Also grundsätzlich funktioniert das Sitz auch aus der Bewegung, insb. wenn ich nicht ganz so schnell laufe. Laufe ich aber im "normaltempo" was eben doch etwas schneller ist geht sie ab und zu direkt ins Platz :woozy_face: Aus dem stehen macht sies ohne Probleme

    Ich meine, es soll einheitlich sein. Aber bevor eine Übung ganz weg ist, würde ich es dann doch lieber trennen und einen Punktabzug Inkauf nehmen, oder mich einfach für eine Körperhilfe entscheiden damit es einheitlich ist, oder die Übungen aus der GS zeigen.

    Ich finde es total normal, dass du Hunde phasenweise die Übungen sortieren müssen, hier hilft Erfahrung und Struktur, aber wenn man in so einer Phase ist und Prüfung hat, würde ich lieber mittels Körperhilfe einen Punktabzug inkauf nehmen, als zu riskieren dass die Übung weg ist.

    Ich würde bis dahin Kleinschrittiger Üben, auch nur Abrisse laufen und aufpassen keine ungünstigen Verhaltensketten zu bauen