Beiträge von WorkingDogs

    Woher solche Trends kommen, kann wohl nur die Trendforschung abschließend beantworten.

    Der nächste Boom scheinen ja Dackel zu sein. Da explodiere grade die Preise und das ist wohl die nächste niedliche Optik.

    Nachtrag: deshalb gibt es bei Prüfungen ja auch einen Spielraum an Punkten und Wertnoten. Wenn mein Anspruch ist, dass ich gerne A+ mit Sternchen hätte, dann muss ich natürlich mehr üben als wenn ich einfach nur bestehen möchte.

    Und wenn man mal in die POs schaut sieht man auch, dass viele Dinge im Training völlig überschätzt werden in den unteren Prüfungsstufen. Für viele Dinge wird gar nicht so viel gezogen, wie Anfänger oft denken.

    Schwierig ist es natürlich wenn ich zum Beispiel mit einem Hund Dummytraining machen möchte, dem ich Wasserfreude, Bringfreude, Schussfestigkeit und Steadyness von der Pike auf anlernen muss. Solche Eigenschaften sollte ein gut normal gezogener Retriever von Haus aus mitbringen. Versauen kann ich es natürlich immer und hier sehe ich eher das Problem daran, dass es immer schwieriger wird eine vernünftige Trainingsgruppe zu finden, wo die Leute überhaupt noch Prüfungen ablegen und anbieten, wissen wie man einen Aufbau sinnvoll gestaltet und wie man die Hunde nicht versaut (zb steadyness oder Schuss). Das ist ja nun nicht zeitaufwendiger, aber halt mit mehr Wissen und Erfahrung verbunden.

    Das Angebot an Training steigt, ja. Aber das Angebot an qualitativen Basis-Training wird immer geringer. Vor allem für Anfänger. Hoch hinaus, oder nie zu Prüfungsreife gelangen scheint immer mehr zu ein entweder-oder zu werden. Dazwischen gibt es immer weniger Angebote.

    Da sind Onlinekurse und Bücher meiner Meinung nach leider für viele Regionen die einzige Alternative. Oder eben sehr, sehr weit fahren, was verständlicherweise nicht jeder leisten will.

    Diese Art von Gehorsam meine ich aber gar nicht. Sondern zum Beispiel Thema Dummysport: Tauschen, Verleitungen, Wild, Abgabe. Einfach mal das ganz simple Befolgen von Kommandos.

    Und ja, ein durchgearbeiteter Grundgehorsam im Alltag überträgt sich auch auf den Sport und der Hund lernt durchgängig, dass Kommandos zu befolgen sind.

    Und nochmal: mit einem normal veranlagten Hund bekommst du die unteren Prüfungsstufen geschenkt. Klar läuft man damit dann vielleicht keine Dummy O, aber so ne Dummy A ist absolut kein Hexenwerk. Wer regelmäßig trainiert, der kann die einfach ablegen, da gibt es keinen Extra-Aufwand wenn man sowieso vernünftig trainiert und das Wort Dummytraining nicht ad absurdum führt und irgendwas macht, was damit gar nichts zu tun hat.

    Und Auszeichnungen sind je nach Sport natürlich nochmal was ganz, ganz, ganz anderes vom Trainingsaufwand. Aber lediglich ein AKZ abzulegen, wird meiner Meinung nach als etwas viel zu krasses angesehen als was es in der Realität erstmal darstellt. Das ist gewiss keine „Kür“, die Kür kommt viel später.

    Ich kann "Just for Fun" schon in der Hinsicht nachvollziehen, dass man keinen Hund hat, der genetisch solide veranlagt ist für die angedachte Beschäftigung. Wenn ein Hund dafür gemacht ist, bekommt man zumindest die unteren Prüfungsstufen doch auch mit sehr geringem Trainingsaufwand geschenkt. Da reicht doch ehrlich einfach regelmäßig zum Training kommen und so ein bisschen Hausaufgaben machen. Wobei meine Beobachtung ist, dass der fehlende Grundgehorsam ein viel größerer Faktor ist, warum die Dinge nicht so klappen, als dass die Ausbildung der Übungen oder das Talent des Hundes der Knackpunkt wären.

    Bei Hunden, die das nicht sind, erhöht sich der Ausbildungsaufwand natürlich sehr stark und auch die Anforderungen ans Training wachsen. Man darf weniger Fehler machen, Traininspläne müssen sehr penibel sein, usw. wenn man mit solchen Hunden Prüfungen anstreben würde.

    Welchen Trend ich merkwürdig finde, ist bei mir im Bekanntenkreis der, dass man meint, je besser ein Hund für den Sport oder die Arbeit veranlagt sei, desto schwieriger wäre der Hund automatisch im Alltag. Und das kann ich so gar nicht bestätigen, natürlich trifft das bei Sport- und Arbeitshunden zu, wo sich die Erziehung gespart wird und es gibt auch sehr extreme Linien bei denen das anders ist, aber ein gut gezogener, wesensfester Sport oder Arbeitshund ist doch auch im Alltag eine totale Bereicherung und nicht aufwendiger als schlecht bis mittelmäßig veranlagte Hunde, womöglich noch mit Defiziten im Wesen oder der Gesundheit. Und ich rede jetzt nicht davon, einen Zwergpudel mit einem Schäferhund zu vergleichen, sondern von Linien innerhalb einer Rasse. Ich wundere mich über solche Aussagen doch häufig.

    Naja, bei aller Liebe, dass der eigene Typ vielleicht gar nicht Zielgruppe solcher Videos ist, weil man selbst sachlicher tickt und deshalb sowieso gar nicht so eine Rasse hat sollte man bedenken bei der Einordnung solcher Videos.

    Funktionieren nicht alle Menschen gleich, so ist das nun mal. Mein Fall ist das Video auch nicht, aber ich hab hier auch ganz andere rassen sitzen und fühle mich sowieso schon von Qualzuchten nicht angesprochen.

    Och spitze können richtig eklig werden, auch gegen die Halter...

    Muss man sich nur mal auf den Nothilfe Seiten umsehen.

    Ich kenne leider keinen persönlich. Bin dann mehr so beim Aussie drin und da fand ich die Notfälle und Problemhunde die ich kennengelernt habe bislang äußerst gemäßigt. War am Ende doch mehr Schein als Sein und viel falscher Umgang. Hat zwar ausgereicht um mal zu zwicken, aber naja wirklich griffig und kernig waren die am Ende dann doch nicht.

    Ja nu, bei dem Budget wirds sowieso eng mittlerweile. Und wenns dann noch nebenan sein muss, nochmal unrealistischer. Klingt alles sehr rosa-rot, und das was du beschreibst wie deine Idealvorstellung von Haus aus reagieren soll, finde ich super unrealistisch und eine viel zu hohe Erwartung.

    Gebrauchshunde gehen halt nach vorne, dass was sie daran hindert ist keine Gottgegebene Weisheit und Menschenkenntnis, sondern Erziehung und Gehorsam.

    Wie kernig Spitze sind, weiß ich nicht. Keine Ahnung ob die wirklich nur wachen oder auch schützen und wie viel da noch hintersteckt.

    Ich bin sicher, dass ich 30 kg Hund halten kann, da ich schon den sehr hyperaktiven Collie meines großvaters mit 14 ausgeführt habe, der auch 30 kg gewogen hat.

    Das ist ne absolut andere Nummer als ein DSH. 30kg sind nicht 30kg.

    Eine Bekannte von mir mit Einschränkung führt einen Mini Aussie, den kann sie sehr gut Händeln, der passt auch auf und die zwei haben viel Freude am IGBH Training. Das ist aber ein super händelbarer Größenrahmen.

    alles in allem klingt das aber einfach alles null nach Gebrauchshund.

    Das Ding ist halt das, dass ich gerne als nächsten Hund einen Hund hätte, der schon über eine gewisse Größe verfügt Punkt also mindestens 50 cm, denn einen kleinen Hund habe ich ja mit Ginger jetzt schon.

    Das ist eine unfassbar große Spanne! Ich habe eine DSH Hündin von 60cm, einen Malinois Rüden mit 66cm und eine Labrador Hündin mit 50cm. Der Labrador wirkt daneben wie ein absoluter Zwerg und wiegt grade mal die Hälfte der anderen beiden! Die Schäferhündin wiegt am meisten und hat kein Gramm Fett und ist auch am anspruchsvollsten im Umgang, der Malinois (Deutsch gezogen) ist dagegen wesentlich einfacher zu führen. Einfache Hunde sind das aber beides nicht, vor allem nicht im Vergleich zum Labrador.

    Ich glaube, an deiner Stelle würde ich mal in Richtung Großspitz schauen, durch das viele Fell wirken die auch imposanter und schwarz schreckt immer ganz gut ab.

    Airedale kenne ich aus dem Sport doch einige, ich trainiere unter anderem mit Airedale-Leuten, die sind auch aus knackigen Linien einfacher als ein DSH und hier gibt es Linien, die nicht so den Beschäftigungsaufwand brauchen, dahingehend haben wir uns für ein älteres Familienmitglied auch mal beraten lassen. Dafür muss man sich aber auskennen oder jemanden an der Hand haben, der sich auskennt.