Beiträge von WorkingDogs

    Also, wenn ich mir alte Hundebücher anschaue, habe ich nicht das Gefühl dass die Leute sich weniger Gedanken gemacht haben. Da gab es offenbar auch solche und solche. Die Methoden waren aber anders und entsprachen dem Zeitgeist. Genauso wie es heute der Fall ist.

    Sehr interessant finde ich auch, das namenhafte Ausbilder sehr viel wert auf freie Bewegung gelegt haben und, trotz zwingerhaltung, hervorheben wie wichtig es ist, dass junge Hunde laufen und sich auch auspowern dürfen.

    Klar, am Ende kam Erziehungstechnisch dann die Dressurhalsuns zum Einsatz, für die Entfernung auch gerne die Zwille, aber ansonsten wird da ein sehr freies Leben geschildert, grade in der Aufzuchtzeit (1. Lebensjahr). Das könnten heute in der Form wohl nur die wenigsten leisten in der heutigen Welt. Aber am Ende sollte der Gehorsam sitzen.

    Oh ja das haben wir am Anfang auch mal so ähnlich gemacht. kleine Plastikflasche mit Steinen drin und dann geworfen wenn zum Beispiel gegraben wurde oder was gefressen wurde draußen. Das war dann von Beginn an die Aufforderung ich kann mit dieser ja super spielen. Also wieder weg damit.

    Schreckreize funktionieren bei Geräuschempfindlichen Hunden gut, aber jede Medaille hat zwei Seiten. Ich persönlich vermeide es Geräusche zum Strafreiz zu machen.

    Der Jagdhund läuft bei sowas auch nur lustig mit der Strafe durch die Gegend.

    Man kann natürlich bei jeder Arbeit mit Hund warten, bis endlich ein beliebter User oder Käufer eines Forenwelpen sich der Sparte annimmt,

    oder man könnte es auch einfach generell sein lassen, Menschen abzuwerten von Hundearbeit die man selbst nicht betreibt.

    Tust du doch genauso, lol.

    Natürlich kann man sich jetzt angegriffen fühlen und dazu raten, sich den super Trainer im tricksen zu suchen, damit der Collie endlich mal was gescheites zu tun bekommt.

    Oder man sucht sich halt einfach einen altmodischen Sport, den man einigermaßen an häufig findet und der sich seit Jahrzehnten bewährt, wo es Literatur gibt, ein breites Seminarangebot und man als Anfänger mit Exot nicht direkt den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Und wo man mit seinem Hund kein Alien ist, weil der sich einfach etwas lauter und aktiver zeigt. Manchmal hilft es auch, wenn man mit seinen Hundetyp nicht mehr alleine dasteht und nicht angeschaut wird wie ein Auto, weil man den Hund mal korrigiert. Manchmal tut es auch gut, wenn das Umfeld einen wieder Sicherheit gibt.

    Dass man aber angezeigt wird, das ist ja schon wieder was anderes. Tierschutzwidrig und tierquälerisch sollte man nicht arbeiten, weder mit eigenen, noch mit fremden Hunden.

    Eine Anzeige heißt ja nicht, dass man direkt bestraft wird.

    Bekannter von mir wurde schon 6x angezeigt, wegen der zeitweisen Haltung des Hundes im zwinger. Da kommt dann jedes Mal das Amt raus, misst nochmal nach, stellt paar fragen und das war es.

    Wenn du so Leute vor Ort hast, reichen da manchmal ganz einfache Dinge aus. Gerne auch mal Nicht-Hundehalter. Aber es nervt einfach, macht Ärger und kostet Zeit.