Hunderassen wie der DSH sind auch nicht schlechter geworden als früher, die Anforderungen in Begleithundebereich haben sich einfach verändert und sie passen nicht mehr zum Zeitgeist.
Beiträge von WorkingDogs
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Retriever sind sehr gute Begleit- und Familienhunde und sehr gute Arbeitshunde, das liegt daran, worauf sie selektiert sind. Sie müssen von Haus aus eine sehr hohe impulskontrolle, arbeitsbereitschafts, lenkbarkeit, Verträglichkeit und Ruhe (in Form von Lautstärke) mitbringen. Dazu haben sie kaum Schärfe.
Alles Eigenschaften die auch als Begleithund viel Freude machen.
Was sie nicht sind: sie sind keine Steiftiere. Es sind trotzdem aktive Hunde und auch da gibt es sinnlose Vermehrung und zum Beißer kann ich jeden Hund erziehen. Und die Aktivität eines gesunden und jungen Retrievers ist vielen schon too much, da passt manchmal auch nur gar kein Hund, weil die Erwartungen völlig weltfremd sind
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Frage ist halt was "früher" bedeutet. Und über welche Hunde man genau spricht.
1920? 1960? 1990? Oder gleich 19. Jahrhundert.
Auch schon in den 80ern gab es sehr viele "arbeitslose" Hunde; auch viele auf den Höfen sollten zwar mal anschlagen, durften vielleicht mit, wenn die Kühe morgens auf die Weide kamen - aber "gebraucht" wurden die auch nicht im eigentlichen Sinne.
Gab und gibt natürlich Ausnahmen.Für 1960 hab ich es halt schriftlich

Es gab schon immer Leute die sich Gedanken gemacht haben, und Leute die es nicht taten.
Früher wurden anstrengende junghunde in dunkle Ställe gesperrt heute sperrt man sie in kleine Boxen.
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Also, wenn ich mir alte Hundebücher anschaue, habe ich nicht das Gefühl dass die Leute sich weniger Gedanken gemacht haben. Da gab es offenbar auch solche und solche. Die Methoden waren aber anders und entsprachen dem Zeitgeist. Genauso wie es heute der Fall ist.
Sehr interessant finde ich auch, das namenhafte Ausbilder sehr viel wert auf freie Bewegung gelegt haben und, trotz zwingerhaltung, hervorheben wie wichtig es ist, dass junge Hunde laufen und sich auch auspowern dürfen.
Klar, am Ende kam Erziehungstechnisch dann die Dressurhalsuns zum Einsatz, für die Entfernung auch gerne die Zwille, aber ansonsten wird da ein sehr freies Leben geschildert, grade in der Aufzuchtzeit (1. Lebensjahr). Das könnten heute in der Form wohl nur die wenigsten leisten in der heutigen Welt. Aber am Ende sollte der Gehorsam sitzen.
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Aber bestrafen krieg ich damit auch nicht hin bzw kommt es nicht so an bei ihr wenn ich sie zurückziehe/angle.
Ich rede jetzt wirklich davon wenn ich sage "lass das" und sie ist 15 Meter vor mir und lässt es nicht?Vermutlich im kleinen üben und managen im Großen solange...
Da würde ich dann am besten mal jemanden draufschauen lassen.
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Abbruch unmittelbar am Hund ist ja auch immer schön und gut. Aber wie sieht es mit FERNzugriff aus? Außer Dinge schmeißen fällt mir da nix ein...
Schleppleine zum Beispiel.
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Bei manchen Hundetypen sind Schreckreize, die man auch auf Distanz verwenden kann, sinnvoller beim Aufbau, weil sie bei körperliche Bedrohung und Maßregelung mit Gegenwehr reagieren.
Muss man eben sauber trainieren.
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Oh ja das haben wir am Anfang auch mal so ähnlich gemacht. kleine Plastikflasche mit Steinen drin und dann geworfen wenn zum Beispiel gegraben wurde oder was gefressen wurde draußen. Das war dann von Beginn an die Aufforderung ich kann mit dieser ja super spielen. Also wieder weg damit.
Schreckreize funktionieren bei Geräuschempfindlichen Hunden gut, aber jede Medaille hat zwei Seiten. Ich persönlich vermeide es Geräusche zum Strafreiz zu machen.
Der Jagdhund läuft bei sowas auch nur lustig mit der Strafe durch die Gegend.
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Kommt halt immer auf den Charakter drauf an was wie oft in welcher Intensität notwendig ist und ob der Weg überhaupt passt.