Beiträge von MoniHa

    Aber sie macht das mit dem Sofa nur, wenn wir nicht dabei sind. Wenn sie sonst mal reinpieselt ist es immer auf den Boden. Das wundert mich.

    Das kann verschiedene Ursachen haben.


    z.B.:


    Das Sofa ist für sie nicht erlaubt. Sie liegt da also nie. Insofern ist es eine logische Wahl für das Lösen, weil sie damit nicht ihr Nest beschmutzt.


    Eventuell begibt sie sich auf die Couch, weil es da intensiv nach euch duftet und bekommt starken Stress, lässt laufen.


    Wenn ihr da seid, verbietet ihr das Sofa, da hat sie keine wirklich Wahl. Kommt ja nicht auf das Sofa drauf.



    Oder nehmen wir die Idee vom "Protest". Sie kann nicht mit euch mit, das stresst sie und der 5 monatige Hund geht dann kalkuliert auf das Sofa, pinkelt das zu und denkt "Muahaahahahaaaa, jetzt müssen sie das teure Polstermöbel putzen und wagen sich nie wieder, mich alleine zu lassen."


    Selbst an der Stelle würde ich schauen, wie ich den Stress für sie abbauen kann. Denn das ist ein Lebewesen, dass in jedweder Hinsicht von euch abhängig ist. Warum um alles in der Welt, sollte sie versuchen, euch zu ärgern? Aber selbst wenn ihr das gerne glauben möchtet, hinterfragt mal, was im Argen liegt für sie, dass sie solche Mittel wählen sollte.

    (Sie, der 5 Monate alte Hund, der keinen Plan hat, dass sich Boden einfacher putzen lässt als Polster, wie teuer ein Sofa ist oder, dass ihr euch darüber ganz besonders ärgert)

    Reinigung: Enzymreiniger für Textilien und Sprühextraktionsgerät (Sprühsauger für Polstermöbel)


    Der Rest: Jaja, Protest. :fear: Das sitzt so richtig schön fest in den Köpfen und suggeriert nicht nur ein bisschen, dass dein Hund dich ärgern will.

    Vergiss das bitte.

    Hunde suchen häufig saugfähige Untergründe - draußen wie drinnen.

    In der eigenen Lache stehen ist einfach unangenehm.

    Wenn euer Hund so viel Urin über hat, dass reichlich rauskommt / sie immer wieder nicht einhalten kann, würde ich erstens ärztlich abklären lassen. Ja, auch in dem Alter kann da was im Argen liegen oder sie hat Stress, der die Nierentätigkeit auf Hochtouren laufen lässt und häufigen Blasendruck erzeugt.


    Zweitens draußen richtig auspinkeln lassen. Vor allem, wenn ihr sie alleine lassen wollt - sie sich also gar nicht bei euch melden kann, dass sie mal muss und zusätzlich Stress hat dadurch.

    Ja, da könntest du Recht haben. Vielleicht mach ich wirklich unbewusst zu viel Druck.

    Meine ich übrigens keineswegs kritisch.


    Hatte mehr als genug Hunde, wo die allgemeinen Weisheiten gnadenlos versagten und sich Leute bei meinen Lösungen an den Kopf griffen, weil "blablabla, kannste nicht machen, dann will der Hund immer....!"


    Bei einer ging kein Geschirr. Musste Futter auf ein Stück Zellstoff oder direkt auf den Boden geben und gehen/das Zimmer verlassen.


    Bei einem anderen musste ich den Finger ins Futter halten. Die Ratio dahinter verstehe ich bis heute nicht, aber essen ging nur mit meinem Finger drin :ka:


    Futtern nur beim Spielen oder Arbeiten und lustig "Leckerlies" reinstopfen :ka:

    Daneben hocken und "streitig machen" :pfeif:


    und viele Methoden mehr


    Dauerlösungen waren das nie. Es waren Hilfestellungen, bis die Sicherheit da war.


    Ich sehe das an meiner Bande und meinen Gasthunden immer wieder. Bei den Gästen und den Pflegis gibt es Hunde, die fressen anfangs keinen Bissen, bis die anderen nicht rundum satt sind und Reste stehen lassen. Solange sie anfangs auch nur den Eindruck haben (ja, selbst bei geschlossenen Türen), da könnte ein anderer noch etwas wollen - keine Chance. Danach fressen sie vollkommen normal. Sie ordnen sich also selbst so weit unten ein, dass sie nur Reste nehmen dürfen. Das ist aber nur auf den Anfang begrenzt, bis sie merken, so läuft das hier nicht.

    Eigentlich eine gute Idee. Problem ist nur, dass hier noch weitere Hunde wohnen und da sind auch richtig Verfressene dabei, die das Futter, sobald ich wegschaue, sofort wegfressen würden :tropf:

    Eventuell liegt hier der ausschlaggebende Stresspunkt.

    Wenn der Zwerg nach einer Woche im neuen zu Hause vor allem begriffen hat, dass andere schon geiern, Besitzansprüche stellen und alles nach 3, 2, 1 weggenommen wird... Bei sensiblen Hunden reicht ein Blick eines anderen Vierbeiners oder auch zu viel unbewusster Druck des Halters.

    Ach Mensch, N0ra ich würde mir da auch Gedanken machen, zumal du ja einen guten Teil der Palette an Ursachen und Möglichkeiten schon durch hast. Wäre es mein Hund:


    - wann und was genau wird gefressen? Du schreibst ja, sie frisst immerhin einmal täglich.

    - springt sie auf Futterneid an?

    - hilft anfüttern/anfangs zwangsfüttern?


    Ansonsten hochkalorische Rekonvaleszenz-Pasten, mal Nassfutter oder Katzenfutter testen.

    Es gibt appetitanregende Mittel beim TA, die ich an der Stelle schon anfragen würde. Einfach, weil es sich um einen Hund im starken Wachstum handelt. Zusätzlich Schall und Röntgen, wenn das nicht anschlägt.


    Ich hatte auch schon Hunde, da hab ich den "Napf" vollkommen entfernt und es gab nur noch von Küchenrolle, wenn ich den Raum verließ. Ferndiagnose ist einfach unglaublich schwierig, weil es von Schmerzen bis hin zu einer blöden Verbindung bezogen auf den Menschen alles sein kann.

    Und trotz all dieser mehr als eindeutigen - man sollte meinen idiotensicheren - Warnzeichen regen sich die grenzüberschreitenden Menschen auf, wenn sich die Herde und die Hunde in Bewegung setzen und Eindringlinge nicht wie im Disney-Film adoptieren, sondern richtig schnell und nachdrücklich entfernen wollen.

    Ja, das ist dann doof, aber wo ist der Zusammenhang zu den hier diskutierten Fällen?


    Ich kann mich nicht dran erinnern, dass es hier jemals drum ging, dass Leute von den Hunden eines Schäfers zerbissen wurden.

    Es ging temporär um Fehlverhalten, fehlenden Respekt und fehlendes Wissen. Darauf bin ich nur abschließend eingegangen, um deinen Einwurf zu beantworten. Mehr nicht.

    Das Beispiel ist symptomatisch für eine generelle Einstellung Tieren gegenüber, die vorher schon aufgeführt wurde.


    An dieser Stelle ist für mich der Pseudo-Austausch mit dir aber auch beendet, denn jedes Mal, wenn eine Antwort nicht passt, ist plötzlich der Kontext - auf den du dich gerade eben noch bezogen hast - angeblich nicht mehr gegeben.

    Die Begründung bzw. das schönreden der Züchterin mit der Gesichtsverletzung fand ich auch absolut absurd. Nein, so ein Verhalten ist nicht normal. Und zu behaupten das wäre nicht passiert wenn sie das Licht angemacht hat (wie hat sie ohne Licht überhaupt gesehen das sie auf dem Welpen liegt?) halte ich auch für mehr als fragwürdig.

    Mal meine 5 Cents dazu:


    Frischgebackene (Hunde-)Mütter sind hormonell herausgefordert, gelegentlich übermüdet und im Beschützer-Modus. Da können schlagartig an und für sich bekannte und normale Reize, zur Bedrohung werden. Bei sehr, sehr vielen Spezies.


    Hätte das ein Mensch gemacht: Da war im Dunkeln ein Geräusch, ich hatte Angst, habe mein Kind beschützt und zugeschlagen - das wäre doch verständlich, oder?


    Aber der Hund soll im Dunkeln, übermüdet, hormonell, eventuell aus dem Schlaf hochgeschreckt da aber mal richtig gediegen bleiben.... hmhm.


    Es gibt im übrigen Abstufungen zwischen zappenduster, dunkel, hell und hell hell. Nachtlicht, Mondlicht kann es gegeben haben. Dann ist es dennoch dunkel, aber blind ist man da nicht. Und aus meiner langjährigen Erfahrung: Ich wusste auch, wann ein Welpe unter der Mutter liegt - bevor die Mutter damit zurechtkam. Denn die Welpen fiepen gedämpft und gerade erst in der Mutterschaft angekommene Hündinnen wissen dann manchmal nicht, wie jetzt, wo jetzt und überhaupt sind sie erstmal irritiert und gestresst, bis sich das Problem löst. Ich brauch für die Feststellung kein Licht, weil es hörbar ist. Neue Hundemütter wissen selbst mit Licht nicht sofort, was gerade los ist und wie die Lösung lautet - dafür brauchen sie genau wie Menschenmütter Zeit und Erfahrung.


    Die Erklärung der Züchterin find ich absolut verständlich und ja, auch, dass sie sagt: Mein Fehler. Denn im Dunkeln nach ner Hundemutter und /oder ihren Welpen zu grabschen ist auch als vertrauter Mensch eine dumme Idee. Vorher ankündigen und sich vergewissern, dass es nicht als Bedrohung ankommt. Denn für die Hundemutter ist es in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmezustand und ihren Nachwuchs zu schützen ist evolutionär bedingt ein Erfolgsfaktor.

    Selbst das wäre in dem Ausmaß nicht nötig, wenn Menschen sich von Anfang an des Potenzials bewusst wären, die Grenzen der Tiere respektieren und besser auf Warnzeichen reagieren würden.


    Wenn Leute von den eigenen Hunde gebissen werden, ok, kann man evtl. so argumentieren.


    In Bezug auf Aussenstehende ist mir das wirklich zu viel der Täter-Opfer Umkehr.

    Nur mal als Beispiel:


    Hier um die Ecke wohnen Schäfer. Die Schafe sind zu Hause eingezäunt, es geht kein öffentlicher Spazierweg daran vorbei

    Dennoch kommen wirklich clevere Menschen immer wieder auf die Idee, ihre Kinder oder Hunde mal zu den putzigen Schäfchen zu setzen. Die Kinder, damit sie die flauschigen Schäfchen kraulen können, die Hunde, damit sie mal den Spaß des Hütens haben :ugly:

    Also wurde der Zaun mittlerweile dreimal so umgestaltet, dass da keiner mehr leichtsinnig auf die Idee kommt.

    Erhöht, verstärkt und verdoppelt, mit Brombeeren zwischen den zwei Einheiten.

    Eeeegaaaaaal! Da waten Leute durch und steigen drüber!


    Denn in manchen Köpfen ist das Allgemeingut. Nicht etwa Privatgrundstück, mit privat gehaltenen Tieren, die schon dreifach abgesichert sind. Mit Warnschildern und Hunden.


    Und trotz all dieser mehr als eindeutigen - man sollte meinen idiotensicheren - Warnzeichen regen sich die grenzüberschreitenden Menschen auf, wenn sich die Herde und die Hunde in Bewegung setzen und Eindringlinge nicht wie im Disney-Film adoptieren, sondern richtig schnell und nachdrücklich entfernen wollen. Das sind dann böse böse Tiere und unfähige Halter, angeblich. Weil das in Schweinchen Babe doch irgendwie anders aussah.


    Aber so generell ist es einfach immer ein multifaktorelles Geschehen, das aus Hund, Halter, Sicherheitsmaßnahmen und ja - auch Verhalten des Umfeldes besteht.

    In Bezug auf Aussenstehende ist mir das wirklich zu viel der Täter-Opfer Umkehr.

    Ich betrachte Tiere im Allgemeinen nicht als Täter.

    Das ist ein sehr menschliches Konstrukt.


    Zudem hast du beim Zitieren ganz aus Versehen den kompletten Teil weggelassen, in dem ich auf die Verantwortung des Halters eingehe.