Beiträge von MoniHa

    Ich weiß, es ist eigentlich OT, aber doch ein ganz wesentlicher Bestandteil der Gefährlichkeitsdebatte:


    Was irritiert dich an meiner Aussage, Hektorine ?


    Wären Menschen sich über das Potenzial der Tiere bewusster, würden sie das mehr respektieren - es gäbe weniger Vorfälle. Und da schließe ich alles ein. Sei es, das Kind auf die Schaf-, Rinder-, Pferdeweide rennen lassen, mit dutzidutzi den fremden Hund angrabschen oder ohne Schutz und ohne Ahnung mit Haien schwimmen, weil sie anscheinend zu oft Findet Nemo gesehen und "Fische sind Freunde, kein Futter" falsch verstanden haben.


    Schau dir mal an, wie oft in den Meldungen hier schon bekannt war, dass der Hund eben kein Deckchen ist, dass sich alles gefallen lässt und lammfromm reagiert. Allerallerallerspätestens das wäre der Punkt gewesen, wo man Sicherung des Hundes, Art der Führung und Schutz des Umfeldes entsprechend anpasst. Dem Hund und den Menschen zuliebe.

    Dann achtet man darauf, dass Leine, Halsband, Geschirr, Maulkorb wasauchimmer nötig ist, bombensicher sitzen, dass der Hund nicht wieder in die Situation kommen kann und, dass man ihn verdammt nochmal besser lesen kann. Und dann hält man andere fern.


    Selbst das wäre in dem Ausmaß nicht nötig, wenn Menschen sich von Anfang an des Potenzials bewusst wären, die Grenzen der Tiere respektieren und besser auf Warnzeichen reagieren würden.

    Halley kommt an, nüsselt ihre Nase in meinen Sweater. Den ich trage. Und niest. Aber mit Schmackes. Reibt sich die Nase noch an mir ab und ist im Begriff wieder zu gehen.


    Hab sie gefragt, ob ich sonst noch was für sie tun kann oder ihr meine Funktionen als Dosenöffner und Taschentuch reichen. Da kam sie zurück und wollte den Bauch gekrault haben. ... :roll:


    So ein Teil von mir fragt sich ja schon gelegentlich, warum ich ausgerechnet sie behalten habe.

    Aber dann denkt sich ein anderer Teil: Na weil sie doch so schlau ist und so selbstständig und selbstbewusst :herzen1:

    Aber eventuell ist dieser Teil auch Gedankenübertragung von Halley, die mir das telepathisch einredet. Mittlerweile traue ich ihr alles zu :skeptisch2:

    Aber, ich habe als Kind auch einige, ich sag mal, Vorsichtsmaßnahmen anerzogen bekommen, weil eben jeder Hund auch ein Tier ist und kein Plüschtier.

    Ja, und genau diese Maßnahmen und Lektionen täten unheimlich vielen Menschen wirklich gut.


    Seien es Haus- oder Wildtiere. Sie alle haben Krallen, Klauen, Schnäbel, Zähne und damit Potenzial und noch wichtiger eigene Verhaltensweisen, Sprachen und Grenzen.


    Aber viele Menschen heute gehen davon aus, wenn ich ein Tier sehe, ist es ein Streichelzoo, das kein Wässerchen trüben kann oder darf, egal, was ich damit anstelle. Es ist absurd, wie viel von Tieren erwartet wird und Menschen ist es schon zu viel, wenigstens grundlegendes Wissen und Respekt mitzubringen.

    :streichel: Ich reiche mal :pancakes: Keks XXL.. :hot_beverage: Tee.. und :teddy_bear: einen ungefährlichen Schmusepartner. :bussi:


    Aber könnte ich vielleicht erfahren wie groß Rüdiger ist? :hust: Ich versuche mir dass grad anatomisch vorzustellen und dass gibt Knoten im Kopf. |) Ich hab auch ü30kg Riesenbabys hier aber solche Unfälle klingen eher nach Pony auf dem Schoss. xD

    Betonung liegt bei ihm tatsächlich auf Baby (sehr zu meinem Glück). Wiegt aktuell 11 kg, hatte einen Wachstumsschub der Beine. Frag mich nicht nach der SH. So groß nich. Aber wenn ich mich zusammengesunken mit hängendem Kopf im Schneidersitz theatralisch selbstbemitleide und er versucht, irgendwie aufrecht auf meinem Schoß zu sitzen, dann reicht sein Kopf über meinen und irgendwie wollte er unbedingt an meine Stirn und ich heb den Kopf an und da war das Gleichgewicht weg und ach....



    Jetzt beton unsere unkoordinierte Blödheit doch nicht noch! xD

    Ich bemitleide mich gerade selbst, macht ja sonst keiner, weil meine Leistungen niemand anerkannt.


    Die Hunde werden dafür gelobt, dass sie heute weder Flurschaden angerichtet noch geklaut haben.


    Dass ich heute weder den Laptop gegen die Wand geknallt noch wild mit winzig klein zerfetztem Zellstoff um mich geworfen habe, bei einer verhassten Aufgabe - da kommt nix. Obwohl ich so viel Frustrationstoleranz bewiesen habe! Kein Leckerli, kein Lob.


    Während ich so vor mich hinningele, kommt mein Riesenbaby Rüdiger an und will mich trösten (immerhin einer). Dazu will er auf meinen Schoß und seine Stirn gegen meine Stirn legen. Nur geht das nicht, weil er zu groß ist. Also versucht er verzweifelt, sich runterzubeugen, rutscht ab und zieht mir seinen Eckzahn durchs Gesicht. Ich sage "ssss, au" er rappelt sich auf, will mich wieder trösten, wackelt, patscht mir seine Pfote ins Gesicht (was das Wackeln vollkommen überraschend nicht besser gemacht hat) und knallt mir mit dem Schädel ins Gesicht.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe fünf blutige Striemen im Gesicht und hatte einen wirklichen Grund zum Weinen. Was sich echt gut traf, weil ich nach seinem Schädel auf meiner Nase eh schon Wasser in den Augen hatte :ka:


    Ich wittere einen Darwin-Award in unserer Zukunft....

    Hier mal noch eine andere Perspektive:


    Stell dir vor du verlierst einen Menschen, der dir viel bedeutet.

    Du versuchst mit dem Verlust klarzukommen.

    Und dann komm ich um die Ecke und präsentiere Klaus-Peter als Ersatz.

    Klaus-Peter ist auch nett und alles, aber die aktuelle Lücke kann er nicht füllen. Verloren hast du einen Freund. Präsentiert bekommst du einen Fremden.

    Sehr wahrscheinlich würdest auch du keine Luftspringe darüber machen. Oder?


    Gib dir mehr Zeit und gib ihr mehr Zeit. Dann wird sich herauskristallisieren, was das Richtig für euch beide ist.


    Und mein herzliches Beileid zu deinem Verlust... :( :