Bei uns ist es irgendwie so "alles kann, nichts muss". Neue Strecken sind kein Problem. Ich merke an Luckys Verhalten nur, dass er dann im Freilauf näher bei mir ist als bei Strecken, wo er weiß, wo ich lang gehe.
Bei Strecken, die ich regelmäßig gehe, muss ich aufpassen, dass ich keine Verhaltensketten (aus Versehen) antrainiere. Ansonsten habe ich den Eindruck, dass das "was" wichtiger ist als das "wo". Highlights sind für ihn vor allem, wenn wir bestimmte Hunde oder Personen treffen. Danach kommt sowas wie "über Baumstämme springen", am Strand laufen oder andere interessante Aktivitäten. Ich gehe allerdings davon aus, dass ihm nichts fehlen würde, wenn keine neuen Strecken zu den bisherigen dazu kämen.
Die Rahmenbedingungen spielen aber vermutlich eine ziemlich große Rolle. Ich bin vorgestern und heute die gleiche Waldrunde gelaufen. Am Donnerstag fand er die erste Hälfte im Wald doof, weil dort immer mal wieder ein Blatt im Fell hängen geblieben ist (in der 2. Hälfte im Freilauf war hingegen alles ok 🤨). Heute war der Boden nass, aber dadurch waren die Blätter flach auf dem Boden und alles war gut 🤷🏼♀️. Im strömenden Regen hätte er die gesamte Strecke doof gefunden.
Für mich bräuchte ich die Abwechslung tatsächlich gar nicht. Ich bin früher – vor allem während des Corona-Lockdowns – sehr oft die gleichen Strecken spazieren gegangen. Für mich hatte das den Vorteil, dass ich keine kognitiven Ressourcen für den Weg benötigte.
Off-Topic
Natürlich ist die Konsequenz aus dem Spaziergang am Donnerstag für mich, dass ich die Haare bei Lucky mindestens an den Beinen kürzen werde, damit ihn die Blätter auch zukünftig nicht stören werden. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen und hätte sonst ggf. auf die Waldrunde verzichtet.