Wir sind mit dem neuen Auto bisher nur kurze Strecken gefahren und sie hat sich kein einziges Mal hingelegt, sondern saß jedesmal zitternd wie ein Häufchen Elend in ihrer Box, wenn wir sie ausladen wollten.
Sie langsam über Kurzstrecken daran zu gewöhnen halte ich tatsächlich nur bedingt für sinnvoll. Kurzstrecke heißt ja in der Regel, dass man viel abbiegt, ggf. Stadtverkehr und Ampeln hat - also genau das ungleichmäßige Fahren, das die Übelkeit verschlimmert. Man könnte natürlich ganz, ganz, ganz klein anfangen (= erstmal nur vor und zurück fahren, dann einmal die Straße hoch und runter, einmal um den Block usw.), aber das ist zum einen von Aufwand und Spritkosten nicht ganz unerheblich und zum anderen lindert es "nur" den psychischen Stress. Ein körperlicher Gewöhnungseffekt wird durch solche Mini-Strecken eher nicht eintreten.
Gleich bei der ersten Benutzung sind wir 2h am Stück gefahren, teils Straßen mit richtig üblen Kurven , steil bergauf , steil bergab - es gab keinerlei Probleme mehr mit der Übelkeit, sie lag entspannt in ihrer Box und wir waren total happy, dass wir nun endlich die Freiheit hatten, problemlos überall mit ihr hin zu fahren.
Hm, was habt ihr denn davor gemacht? War sie da arg müde? Dann könnte ich mir vorstellen, dass sie da drin vielleicht schon geschlafen hat, bevor die Übelkeit kam und ihr Körper sich dann im Schlaf dran gewöhnen konnte. Wird bei reisekranken Kindern auch ab und an empfohlen, loszufahren, wenn die eh schon super müde sind.
Da wäre es dann vielleicht einen Versuch wert, sie ordentlich müde zu machen und es dann nochmal (zunächst auf möglichst gerader Strecke bei gleichbleibender Geschwindigkeit, Autobahn oder so) nochmal zu probieren. Einfach, um ihren Körper an das neue Fahrgefühl zu gewöhnen.
Wenn sie die Box durch die Kurzstrecken und die dabei aufkommende Übelkeit eventuell schon negativ verknüpft hat, würde ich mir dafür vielleicht mal bei Bekannten oder so eine andere Box leihen und damit "Probefahren".