Beiträge von Jelsa

    Das Grundstück ist riesig, einige Rüden lebten in einem eingezäunten, aber sehr großen Bereich mit großen Hütten/Häusern), 3 Senioren-Hunde liefen frei herum, ebenso wie einige weitere Hündinnen. Das wirkte erstmal ok - es gab keine Zwinger oder ähnliches.


    Die Welpen waren 5 Wochen alt. Meine Interpretation von geduldig und toll war, dass sie sich zu ihren Welpen gelegt haben, auch nach dem säugen und sie nicht abgeschüttelt haben, auch wenn sie jederzeit hätten den Raum verlassen können (bei knapp 15 Welpen, die alle abwechselnd säugen wollen, kann man ja auch schonmal genervt sein).

    Ich habe schon so viele Kunden erlebt, die sich eine Rasse beim vermeintlichen "Züchter" gekauft haben, weil sie den Hund für ähnliche Jobs einsetzen wollten, und das Wesen, die Aufzucht, die Genetik, Erbkrankheiten, die Rassemischung des Hundes ... das überhaupt nicht hergegeben hat und sie diesen Wunsch deshalb in die Wüste schicken mussten.

    Ja genau, das wäre mein Angst...klar würde ich ihn dann nicht mehr hergeben, nur weil er seinen "Job" nicht erfüllt. Aber lieber nehme ich mir mehr Zeit bei der Suche, dass eben am Ende die wichtigen Kriterien alle erfüllt sind. Insofern bin ich sehr dankbar für die ganze Expertise hier...

    wobei Therapiebegleithunde jetzt nicht so einen krass komplexen Job haben, dass den nicht die meisten wesensfesten und fremden Menschen gegenüber freundlichen Hunde mit ein bisschen Anleitung machen könnten. Da dürften wirklich die meisten Goldies von vernünftigen Züchtern grundsätzlich geeignet sein. Natürlich kann auch mal ein Exemplar dabei sein, das nicht geeignet ist, aber das ist bei normal entwickelten, aufgeschlossenen Welpen eher nicht klar festzumachen.

    Die Huskies von meiner Züchterin haben fast alle (außer den jüngeren, bei denen sie dazu einfach noch nicht gekommen ist) die TBH Prüfung in Österreich abgelegt und in dem Bereich gearbeitet, ohne großartiges spezielles Training. Auch meine Enya war TBH bevor ich sie als Assistenzhund ausgebildet habe und die Ausbildung und Prüfung (die in Deutschland ja nichtmal verpflichtend oder irgendwie geregelt ist) war pillepalle und richtete sich mehr an den Menschen, rund um den Tierschutz und die Einsatzmöglichkeiten.


    Trotzdem ist das natürlich kein Grund einen Hund vom Vermehrer zu kaufen. Die Chance auf einen gesunden und charakterlich passenden Hund ist bei einem guten Züchter viel größer.

    Danke auch noch einmal für die Einschätzung. Ich war mir vor Eröffnung des Threads eben grundsätzlich unsicher, ob der Züchter unseriös ist, da formal erst einmal alle Punkte einer seriösen Zucht (die ich bei meinen Recherchen gefunden habe) erfüllt waren, bis auf die fehlende Zugehörigkeit zum Verein (geht das, wenn man auch noch eine andere Rasse bzw. Doodles züchtet?) + die wenigen Rückfragen zu meinen Lebensumständen. Es ist auch eine eingetragene Zucht, der Züchter war/ist Hundetrainer, arbeitet aber nicht mehr als solcher und züchtet nur noch, was mir erstmal ein gutes Gefühl gegeben hat i.S.v. als Hundetrainer kennt er sich aus, achtet auf wesensfeste Welpen etc. Aber ich hätte wohl stutzig werden sollen, als er meinte, dass er nur noch züchtet.

    Hm


    Wir sind da vermutlich zu naiv/gutgläubig rangegangen und konnten das Risiko, was eine Privatabgabe so birgt, nicht realistisch abschätzen.

    Daran scheint sich nach dem letzten Mal nicht viel geändert zu haben, oder?

    Und jetzt soll es doch ein Welpe werden.

    Dazu: ursprünglich wollte ich einen Hund aus dem Tierschutz bzw. einen Abgabehund, einfach weil ich das für mich besser vereinbaren konnte. Dennoch: ich wäre Ersthundehalterin und habe in meinem Umkreis so einige Tierschutzadoptionen/Aufnahme von Abgabehunden mitbekommen, die auch für erfahrene HH alles andere als positiv liefen und habe dann von dem Gedanken Abstand genommen bzw. gedanklich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

    Beruflich hat sich für mich dann einiges so ergeben, dass die therapeutische Arbeit mit Hund sehr gut passen würde und ich auf den Ausbildungsprozess und die gemeinsame Arbeit sehr große Lust hätte. Vor diesem Hintergrund wird einem stets zu einem Welpen geraten, weshalb die Entscheidung auf einen Welpen fiel. Der Züchter wurde mir dann schlußendlich von einer Bekannten empfohlen, die wiederum jemand kennt, der jemand kennt, der von dort seinen Hund hat, der als Schulhund mitgeht. Also habe ich mir den Züchter angeschaut - merke aber dennoch hier im Austausch, dass ich auch hier scheinbar noch zu wenig Wissen habe und mich nun insbesondere nach Züchtern umschauen werde, die einem Verband angeschlossen sind und deren Elternhunde schon entsprechende Dispositionen mitbringen.

    Beide wirkten sehr ruhig und ausgeglichen, bellten nicht, als ich klingelte/auf das Grundstück bin. Kamen zur Begrüßung, waren aber alles andere als aufdringlich. Auch beide tolle, geduldige Mamas gegenüber ihrer Welpen. Das war für mich definitiv einer der Punkte gewesen, der für mich für den Wurf gesprochen hatte.

    Andere Hunde waren auch auf dem Hof, die Hündinnen waren entspannt, jeder hat sein Ding gemacht. Aber klar - es war der Eindruck von einem Besuch, das Rudel dort kennen sie, wie sie mit fremden Hunden wären, weiß ich nicht.

    Wenn Zuchthunde nicht in dem Bereich arbeiten und eingesetzt werden, in dem Du Deinen Hund einsetzen möchtest, kann der Züchter dazu genetisch nichts sagen.

    Das ist auch noch einmal ein sehr hilfreicher Hinweis, dankeschön!

    Charakterlich traumhaft.

    Was genau ist denn so traumhaft am Charakter der zwei Hündinnen?


    Wie sind die denn so im Alltag, wie agieren die mit anderen Hunden? Wie gut kann man sie ausbilden? Sollen ja Therapiewelpen gebären.

    Aber kann man man natürlich vermuten. Die Mütter und Welpen sind ja in dem Raum auch schon ein ganzes Mal besucht wurden, das ist aussagekräftig.🤣😂😂😂😂

    Beide wirkten sehr ruhig und ausgeglichen, bellten nicht, als ich klingelte/auf das Grundstück bin. Kamen zur Begrüßung, waren aber alles andere als aufdringlich. Auch beide tolle, geduldige Mamas gegenüber ihrer Welpen. Das war für mich definitiv einer der Punkte gewesen, der für mich für den Wurf gesprochen hatte.

    Andere Hunde waren auch auf dem Hof, die Hündinnen waren entspannt, jeder hat sein Ding gemacht. Aber klar - es war der Eindruck von einem Besuch, das Rudel dort kennen sie, wie sie mit fremden Hunden wären, weiß ich nicht.

    Danke für eure zahlreichen Antworten und die "Schupser" in die richtige Richtung! Ich habe mit Freunden und Bekannten, die selbst Hunde halten, über meine Eindrücke gesprochen und diese fanden meine Bedenken nicht so wild, so dass ich dachte, dass es vielleicht gängige Praxis sei. Eigentlich habe ich mir die Aufzucht aber wirklich eher so vorgestellt wie du von deinen Würfen schreibst MoniHa und bin sehr dankbar hier so viele erfahrene Stimmen zu hören.

    Das bestärkt mich auf jeden Fall auf mein Bauchgefühl zu hören und noch mehr nachzufragen. Den Züchter habe ich v.a. ausgewählt, da dieser einer der wenigen in der Nähe war, aber ich werde mir den Rat annehmen und im Zweifel auch eine weitere Strecke auf mich nehmen, um den zu mir passenden Hund zu finden.

    Vielen Dank für eure Anstöße und Input bzgl. der Sozialisierung!


    Der Züchter ist keinem Verband angehörig und hat im Jahr etwa 6 Würfe, je Hündin über die gesamte Lebensspanne gesehen 4 Würfe.

    Es gab parallel noch einen Doodle-Wurf, warum zwei auf einmal weiß ich leider nicht. Mit den Hunden nimmt er an Ausstellungen teil. Vermutlich habe ich da zu wenig nachgefragt und werde das noch einmal nachholen bevor ich mich final entscheide.


    Kontakt zu manchen Käufern besteht wohl noch, das Angebot ist auch von seiner Seite da, sich immer melden zu können, auch wenn hier die Antworten auch eher kurzangebunden erfolgen (aber da sind meine Vorstellungen vielleicht auch andere und wie oben geschrieben, prallen da vielleicht Welten aufeinander).