Beiträge von *Waldi*

    Wenn man 100% sicher gehen wollte, müsste man die Leute entweder bei jeder Neuanschaffung wieder antreten lassen

    100% gibts eh nie.

    Allerdings - mal zurück zu der Frage, was passiert denn, wenn jemand nicht besteht? Weiderholt nicht besteht? Hund oder Mensch.

    So, wie mir der BHV Funktionär erklärt hat - si einfach gestalten, dass es jeder besteht? Aber welchen Sinn hat das dann noch?


    Bei einem anderen Hund wäre es das vielleicht nicht, der hätte gezwickt oder gebissen.

    Das wäre nicht ok, und wenn man von seinem Hund weiß, dass er mit solchen Situationen nicht umgehen kann, dann sollte er einen Maulkorb tragen. Ich verstehe was du sagen willst, und du hast auch recht - aber grundsätzlich ist der Hundehalter derjenige, der die Gefahr in die Welt bringt und sorge zu tragen hat, dass auch dumme Menschen nicht zu Schaden kommen.

    Wir schauen aber auch nicht ob BMWs mehr Unfälle verursachen als VWs und verbieten auch keine Sportwagen obwohl da weitaus mehr dritte gefährdet werden

    1. Tun wir das durchaus - zumindest die Versicherer tun das und richten die Beiträge daran aus.

    2. Ich fände es super, wenn man Sportwagen oder SUVs stark reglementieren oder deutlich besteuern würde. Aber die Porsche-Diskussion hatten wir schon.

    Das mag ja sein, und wird oft behauptet. Ist aber nicht mein Punkt.

    Worum es mir ging: Es wurden eben nicht massenhaft andere Hunde angeschafft. Man entledigte sich des Kampfhundes und das wars dann.

    Es ist einfach ein scheinargument, es geht dabei nicht um dritte. Man selbst hat einfach Angst und versucht diese nun zu verargumentieren und zu versachlichen. Es geht nicht um Dritte, es geht um einen selbst.

    Ich verstehe nicht, was du sagen willst.

    Ich wollte gar nicht argumentieren, es war einfach meine Erfahrung. Da, wo ich wohnte, in den Jahren nach dem Vorfall in Hamburg, war es einfach so. Vorher gab es wirklich viele Kampfhunde, und ich bin nicht in den Park ums Eck gegangen. Innerhalb einiger Monate verschwand ein Großteil. Und der Park war nicht plötzlich voll mit anderen Hunden.

    und dieses Klientel wird sich auf diese Hundetypen verlagern,

    Welches Klientel denn?

    Die Besitzer der Hunde waren ja doch nicht irgendwelche Gangster, die Hundekämpfe veranstalten.

    Die beiden XL Bullys, die ich kennengelernt habe, hatten auch "ganz normale" Besitzer, denen sehr wichtig war, zu betonen, dass das ja total liebe Hunde sind. Die hatten sie wegen der Gutmütigkeit angeschafft, nicht wegen "krass".

    Ich habe die Anfänge der Rasselisten noch gut in Erinnerung. Hier war es nicht so schlimm wie in Hamburg. Aber in sehr kurzer Zeit sind die vielen Kampfhunde au den Strassen verschwunden, meistens abgegeben ins Tierheim wegen der erhöhten Steuer. Und dabei bliebs, es war absolut nicht so, dass sich dann jeder einen Kangal geholt hat.

    Ich mag diese Argumentation nicht. "Es nützt eh alles nichts, dann lassen wir es lieber bleiben"? Das ist exakt dasselbe wie bei der Qualzucht-Debatte.

    Ich bin da eher bei "Jede noch so kleine Veränderung ist eine Veränderung".

    Was ein Sachkundenachweis bringen soll, ist mir auch schleierhaft. Ich hab jemanden vom BHV (Bundeverband der Hundetrainer, der Verband setzt alles daran, einen Hundeführerschein einzuführen) bei einem Seminar gefragt, was denn passieren soll, wenn jemand wiederholt mit seinem Hund den Hundeführerschein nicht besteht (mal ungeachtet der Frage, wie man den praktischen Hundeführerschein VOR Anschaffung des Hunde ablegen soll...). Antwort: Man könne ja so oft wiederholen wie nötig, und die Prüfung müsse so einfach gestaltet werden, dass jeder bestehen kann.

    Da kam mir dann auch der Gedanke an Arbeitsbeschaffungsmassnahme, muss ich ehrlich sagen.

    Zumal alle Sachkunde nix bringt, wenn Hunde sich völlig außerhalb des, auch mit großer Sachkunde, Vorhersehbaren verhalten.

    Zum XXL-Bully: Ist euch schon mal der Gedanke gekommen, dass bei diesen Hunden einfach was im Oberstübchen falsch verdrahtet ist?

    Mit Sicherheit ist es das. Normales Hundeverhalten ist das ja nun wirklich nicht.

    Was Vanessa Bokr sagt, ist schon klar - beim falschen Handling kann jeder Hund letztlich durchdrehen. So, dann erzählt sie noch, sie hätten da jede Rasse bei sich - aber es ist nicht der Pudel, den sie zu zweit aus dem Zwinger holen müssen, soweit ich weiß.

    "Durchdrehen" vielleicht. Menschen totbeissen, nein.

    Zumal es bei den XL Bully Fällen ja gar keine Hinweise auf Scharfmachen, Misshandlungen etc. gibt. Wenn schon "keine klare Führung" reicht, dass ein Hund "durchdreht" (was ein etwas verharmlosender Begriff ist), dann müsste hier mindestens jeder zweite Hund in meiner Nachbarschaft schon mal gebissen haben.

    Der Pudel wird immer in dem Kontext genannt - jeder Hund ist gefährlich, man kann auch aus einem Pudel einen Kampfhund machen, es sind immer dieselben Sprüche.

    Noch gabs aber keine von Pudeln totgebissenen Menschen. Beissen ja, natürlich. Aber einen erwachsenen Menschen töten (und zwar direkt, nicht als Folge eines Verkehrsunfalls oder einer Blutvergiftung)? Bisher sind da alle Experten, die immer mit "auch ein Pudel ist gefährlich" kommen, den Beleg schuldig geblieben.

    Wahlweise kann man Pudel auch durch "Chihuahua" ersetzen. Dann wird es noch absurder...

    Ja klar.

    Ich hab nur wirklich außerhalb dieses Threads hier noch nie was davon gelesen, dass es keine Aggression, sondern Beutetrieb sei. Noch nie. In jedem Artikel werden Hundetrainer interviewt, die lang und breit erzählen, dass jeder Hund aggressiv werden kann, dass es an der falschen Behandlung durch den Menschen liegt usw. Es geht immer um Aggressionsverhalten und Auslöser dafür. Auch der Wesenstest scheint mir darauf abgestellt.