Es ist halt individuell, da gibt kein besser oder schlechter. Ich lese fast nur noch auf dem Reader, so gut wie nie gedruckt. Was ich aber nicht mag, ist das Lesen auf dem Handy oder Tablet. Wäre aber evtl. anders, wenn ich ein gescheites Tablet hätte.
Vor kurzem hab ich mir "Strange Pictures" von Uketsu als Taschenbuch geholt, weil da die Illustrationen wichtig sind (dachte ich zumindest, war dann gar nicht so entscheidend). Buch offen halten müssen, dann steht die Leselampe falsch etc... ich war froh, dass das Buch so kurz ist. Ich fands übrigens den Hype leider auch nicht wert, hatte mir mehr versprochen.
Entscheidend am elektronischem Lesen sind für mich aber die Kosten. Das macht doch einen enormen Unterschied. Vor allem, weil man sich Leseproben holen kann, so gibt es viel weniger Fehlkäufe. Und ich hab meinen Lesehorizont erweitert, weil man risikolos reinlesen kann und nicht gleich das Buch kaufen muss.
Und: Wenn ich ein Buch lesen will, dann habe ich das eine Minute später auf dem Reader. Das finde ich super. Ich bin so ein Stimmungsleser und habe auch meistens 2-4 Bücher gleichzeitig "am Wickel".
Am Anfang habe ich die Bücher im Regal vermisst - inzwischen bin ich sowieso eher minimalistisch unterwegs und froh, weniger "Zeug" zu haben. Ich liebe es allerdings, mir meine Bücher auf Goodreads anzuschauen - besonders die Jahresendauswertung (Year in Books), die man bekommt - das schaue ich mir total gerne an und erinnere mich an alle Bücher. Dadurch ist der beschriebene Effekt, dass ebooks nicht so "hängenbleiben" bei mir ausgeglichen.