Beiträge von *Waldi*

    Ich hatte die Überraschung des (bisherigen) Lesejahres.

    Wenn mich was überhaupt gar nicht interessiert, ist es Boxen.

    Oder Frauen Boxen.

    Oder Teenager Frauen Boxen.

    Weil mich die Buchbesprechung beim Tournament of Books dann aber irgendwie neugierig gemacht hat, hab ich mir die Leseprobe von Rita Bullwinkel: Headshot (dt: Schlaglicht) runtergeladen. Und dann das ganze Ding in einem Rutsch durchgelesen.

    Es ist ein kurzer, knackiger Roman, in dem es um 8 junge Mädchen geht (15-17 Jahre), die um den US Titel boxen. Da sich generell kaum jemand für Teenage Girl Boxing interessiert, ist das eine sehr unglamouröse Veranstaltung. Die Erzählung dreht sich weniger ums Boxen als um das Innenleben der Mädchen, ihre Vergangenheit, Zukunft, ihre Traumata und Träume und ihre Motivationen.

    Witzigerweise ähnelt es "Orbital" in der Struktur sehr (beide Bücher Booker Prize nominiert bzw. gewonnen) - eine Gruppe zusammengeworfener Menschen in einer Umgebung, die Normalos völlig fremd ist, durch deren Augen wir 200 Seiten lang die Welt, in der sie leben, erfahren.

    Nun dachte ich - Weltraum! ISS! Astronauten! Her damit! und werde so gar nicht warm mit dem Buch. Auf der anderen Seite - Boxen??? siehe oben. Und dann hat es mich total reingezogen.

    Ich kann es empfehlen. Wobei es mit Sicherheit nicht jedermanns Sache ist.

    Einmal, ja, ich finde viele junge Pudel und Pudelmixe neigen durchaus zu überdrehtem Verhalten. Das muss kein Problem werden, wenn man sie nicht damit alleine lässt.

    Wenn solche Hunde dann aber bei Haltern landen, die keine Lust darauf haben, sich Mühe zu geben, kann sowas dabei rauskommen.

    Andererseits habe ich aber schon etliche wirklich tolle, angenehme und gut geführte Doodle getroffen. Meistens sind das doch nette, unkomplizierte Hunde.

    Als "Erziehungsproblem unserer Zeit" würde ich das nicht sehen, das ist mir viel zu pauschal.

    Ich hab den ersten Band gelesen und fand den auch sehr vergnüglich. Band 2 steht auf der Liste...

    Wenn dir das gefällt, magst du vielleicht auch die "Hawthorne ermittelt" Reihe, kennst du die schon?

    Ich habe gerade leider gerade keine Empfehlungen auf deutsch.

    Sehr gut gefallen hat mit "Death of the Author" von Nnedi Okorafor.

    Ein Mix aus LitFic und SciFi (Africanfuturism), der überrascht und mit Erzählstrukturen spielt. Eine starke, kantige, freigeistige, vielschichtige Hauptfigur, Amerikanerin nigerianischer Abstammung, mit einer großen und anstrengenden Familie, kulturellen Wurzeln in Igbo und Yoruba, querschnittgelähmt, die einen SciFi Bestseller schreibt - ihre Story und die Realität scheinen sich irgendwie zu verbinden... ich will nicht zu viel verraten.

    War für mich ein Buch, das mich von der ersten Seite an gepackt hat. Nicht perfekt, aber faszinierend, wie die Protagonistin.

    Kommt sicher bald auf deutsch!

    Mit "Orbital" kämpfe ich ein bisschen. Ist mir einfach zu gewollt literarisch. Schöne Sprache, tiefe Gedanken, Null Komma Null Plot. Ich lese jetzt jeden Tag ein Kapitel....

    Zur Eingangsfrage: Ich finde auch, dass sich dein Hund angemessen verhalten hat.

    Sonst ist ja alles gesagt. Der Doodle braucht Hilfe, aber mehr als das wirklich deutlich sagen, kannst du nicht tun.

    Vielleicht hast du ja Tipps für gutes Einzeltraining für die Besitzerin.

    Warum wird in der Öffentlichkeit trainiert?

    Haben sie keinen Hundeplatz?

    Warum liegen die Hunde im Abstand zu zwei Meter vom Besitzer angeleint?

    Warum Anbindung am Baum/Parkbank?

    Da gehts dann ja vielleicht auch darum, dass sich Leute von den Hunden gestört fühlen, wieder ein anderes Thema.

    Es reicht ja mittlerweile schon aus wenn der Hund kein Geschirr trägt damit die Leute sich aufregen.

    Echt? Ist dir das mal passiert? (Reines Interesse, weil mich das jetzt echt überrascht)

    Manchmal denke ich auch, dass aus wenigen Einzelfällen ganz viel aufgebauscht wird.

    Wie oft seid ihr denn alle schon tatsächlich angesprochen oder gar angezeigt worden, z.B. wegen Hund im Auto, kein Geschirr an, rüde Trainingsmethoden etc?

    Ich frage mich das wirklich, ich meins nicht böse.

    Die Hundescene sollte sich nicht spalten lassen!9

    Als heimlicher Mitleser mit tatsächlich keiner ausgeprägten Meinung zu dem Thema... aber so ne Aussage finde ich wirklich bemerkenswert.

    So was wie eine einheitliche Hundeszene gibt es nicht, bei weitem nicht. Im Gegenteil.

    Und wenn andere Hundehalter (jetzt mal hier aufs DF bezogen) bei jeder Nachfrage oder leisem Zweifel sofort als völlig ahnungslos, Tierschutzuschi, Wattebauchirgendwas etc pp abgewertet werden motiviert da ja auch nicht gerade dazu, Partei zu ergreifen.

    Wie gesagt, ich selbst bin neutral, würde weder ein Verbot fordern noch mich dran stören, aber der ganze Umgangston ist schon abschreckend.