Es sind ja zwei paar Schuhe. Geht es um jegliche Hundezucht, oder geht es um die Zucht im und unter dem VDH?
Will man die komplette Hundezucht reglementieren und kontrollieren und sämtliche möglichen Probleme ausschliessen?
Ich denke, das bleibt ein Gedankenexperiment, denn um das wirklich umzusetzen, bräuchte es Big Brother Level staatliche Kontrolle, für die es den politischen Willen (zum Glück) nicht gibt. Und wenn man sich ein bisschen mit Systemtheorie beschäftigt, lernt man sehr schnell: man kann kein System erschaffen, in dem man alle Faktoren unter Kontrolle halten kann. Es entwickeln sich immer unerwartete Effekte - immer.
Statt nun ein ganzen System von Grund auf komplett regeln zu wollen, ist es pragmatischer, Grenzen zu setzen - das wird ja nun auch versucht, und es ringen verschiedenste Akteure darum, ihre Interessen und Auffassungen durchzusetzen.
Hier hätte der VDH Chancen gehabt, auf diesen Prozess sinnvoll einzuwirken. Man geht einen anderen Weg. Sich selbst als unfehlbar zu inszenieren, als über jede Kritik erhaben, obwohl jeder sich Bilder auf den Internetseiten der Mops- und Bulldoggenzüchter unter dem Dach des VDH ansehen kann, ist einfach zu unglaubwürdig.