Beiträge von Azalee2

    Naja, wie schon geschrieben, das Fell war uns zu viel des Guten. Unsere Hündin war schon halb amerikanisch, aber besonders im Alter war das Fell für sie und für uns eine Last. Und der leicht andere Charakter, den ein KHC vermutlich mitbringt, klingt nach allem, was ich so gelesen habe, auch passend. Wobei die Unterschiede zwischen den Individuen der einen Rasse vermutlich größer ausfallen können als zwischen LHC und KHC... Wir haben ja so einige Collies gerade in den ersten Jahren kennengelernt und waren z.B. auch bei einer Wesensprüfung vom Club für britische Hütehunde.


    Unsere Züchterin von damals hatte übrigens vor Jahren den vorerst letzten Wurf.

    Ich mußte meine Hündin leider schon mit elf Monaten kastrieren lassen. Erwachsen wurde sie trotzdem völlig normal, sogar in diesen deutlichen Sechsmonatsschüben, die bei intakten Hündinnen mit jeder Läufigkeit kommen. Das geht also wohl eher übers Gehirn als über die Hormone.


    Was wirklich ärgerlich war, war der Schaden am wunderbaren Terrier-Trimmfell: Das wurde schon direkt nach der OP dünner, nie wieder so schön wie vorher, und jetzt, im hohen Alter, kriegt sie teilweise diesen weichen Plüsch. Natürlich alles besser, als wenn sie damals gestorben wäre, aber freiwillig würde ich mir das eher nicht geben.

    Stimmt, bei uns lief es ja auch 8 Jahre lang super. Vielleicht muss man einfach genauer hinschauen, aber ich hatte damals leider keine Ahnung, welche Diagnose bei einer nicht kastrierten Hündin in diesem Alter, die viel trinkt und sich ständig sauberleckt, nun mal quasi am wahrscheinlichsten war... Aber selbst die TÄ kam nicht darauf. Es ging ja dann auch noch mal gut, war aber nicht schön.

    Stimmt, eigentlich war ich auf dem Hundeplatz auch immer froh um unseren unkomplizierten und feinfühligen Collie. Nicht dass Aussies das Gegenteil wären, aber mit denen war es insgesamt schon mehr Arbeit, wenn ich mich recht erinnere. Eine Kollegin hat eine Aussie-Hündin, die neulich mit auf einer Gruppenwanderung war. Ein freundlicher Hund, aber Hummeln im Hintern und bei diesem Exemplar durchaus mit ausgeprägtem Jagdtrieb (plus ein bisschen Größenwahn, denn das Objekt der Begierde waren Schwäne - auf einem See wohlgemerkt :see_no_evil_monkey: ).


    Ich kam vor allem wieder auf Aussies, weil mir beim Durchschauen der Tierheim-Homepages der Region ein halbes Rudel von Aussies aufgefallen war, die gut ein halbes Jahr alt sind. Keine Ahnung, woher die kommen, aber sie lachten mich spontan an ;)

    Azalee2 Nein das mit der Fellveränderung hat nichts mit dem Zeitpunkt zu tun, sondern liegt einfach an der Umstellung (fehlende Hormone ect..). Laut dem neueren Tierschutzgesetz darf ein Hund nicht ohne Grund kastriert werden. Klar gibt es Tierärzte die das tun aber ich würde dir doch davon abraten und wann sicher erst mit frühstens 3Jahren..Ansonsten ohne die Hormone kann ein HUnd gar nicht erwachsen werden und bleibt immer Welpen/ Junghudnehaft

    Ah, dass es da neue gesetzliche Regelungen gibt, wusste ich gar nicht, danke! Nein, einen Junghund würde ich natürlich nicht kastrieren wollen. Und bis zu der Not-Kastration in einer Sonntagnacht war ich auch immer der Meinung, dass wir gut damit gefahren waren, der Natur da einfach ihren Lauf zu lassen. Leider hatte unsere TÄ damals die Symptome der eitrigen Gebärmutterentzündung nicht früher erkannt (wir waren wegen viel Trinken und ständigem Lecken dort, was ja die Leitsymptome einer Pyometra sind), so dass wir ein paar Tage später mit akut verschlechtertem Zustand in die 24h-Klinik fahren mussten, wo eine völlig vereiterte Gebärmutter mit beginnender Bauchfellentzündung festgestellt wurde. Sie wurde nachts noch operiert.


    Dass die Hormone die Fellveränderung auslösen, weiß ich, meine Überlegung war nur, ob die Hormonumstellung in jüngerem Alter evtl. weniger stark ausfallen könnte.

    Danke für alle weiteren Antworten! Ja, dass KHC im Wesen leicht anders sind als LHC, ist uns bewusst. Das sollte aber eher von Vorteil sein. Wenn unsere Colliedame eine Schwäche hatte, dann war es die Collie typische Empfindlichkeit beispielsweise bei glatten Böden. Da bekam sie richtig Angst, obwohl wir auch das vom Welpenalter an sehr geübt hatten. Ein bisschen "robuster" wäre also gar nicht verkehrt. Die Kerneigenschaften, also besonders die Lernwilligkeit und die Familienverbundenheit sowie das generell empfindsame Wesen (im Sinne von sensibel für die Gemütszustände anderer Lebewesen) dürfte sich aber entsprechen.


    Den Spruch zum Fell hatte ich auch bereits gelesen. Ist es wirklich so schlimm? Wobei ich mit dem "Stress" weiter oben weniger Haare im Haus meinte, sondern vielmehr, dass die Unterwolle nach der Kastration regelrecht explodierte, der Fellwechsel nicht mehr vernünftig ablief, das Fell extrem schnell verfilzte und so weiter. Wir wussten uns letztlich nicht anders zu helfen, als sie vom Frühjahr bis zum Herbst zweimal zu scheren. Viele Collie Leute sehen das ja in der Regel sehr kritisch, aber es tat ihr sehr gut, nachdem sie die Unterwolle kaum noch auf natürliche Weise verlor und sie sich auch nur schlecht auskennen ließ.


    Frage am Rande, vielleicht weiß das jemand: Neeinflusst der Zeitpunkt der Kastration eigentlich die Auswirkung aufs Fell? Dieser Welpenplüsch, den Hündinnen nach der Kastration häufig bekommen, ist ja eine bekannte Nebenwirkung der Kastration. Unsere Hündin hatte mit der Läufigkeit nie sonderlich Stress und es war auch nur etwa einmal im Jahr, daher hatten wir da vorher nichts unternommen. Dann kam aber eine Gebärmuttervereiterung und es wurde sogar kurz richtig knapp. Unser nächster Hund (soll gerne wieder eine Hündin werden) würde allein schon deshalb sicherlich früher kastriert werden...

    Danke euch. In unserem hiesigen Tierheim gibt es etliche Hunde aus einem Partnertierheim in Bulgarien. Diese Hunde sind in der Regel seit ein paar Wochen hier. Kann ich dann davon ausgehen, dass Erkrankungen dann weitmöglichst abgeklärt sind? Ich rufe da demnächst mal an und frage nach Details. Denn so leid mir die Tiere tun, aber einen bereits jetzt chronisch kranken Hund mit Einschränkungen oder womöglich "Gefahr" für uns (Leishmaniose-Infektion oder so) möchten wir nicht.


    Ein KHC wäre super, ist aber natürlich nicht im TS zu finden. Die (wenigen) Züchter sind in der Regel auch für mindestens den aktuellen, teilweise auch schon den nächsten Wurf ausgebucht. Fallen euch spontan weitere Rassen ein, die dem Bild, das ich euch von unserem Hundeideal gezeichnet habe, auch entsprechen könnten? Also sportlich, aber kein Arbeitstier, groß und fit genug für Joggingrunden, aber nicht größer/schwerer als ein Collie?

    Hallo zusammen!


    Kurz zu mir: Ich lebe mir meiner Familie (Mann und zwei Kinder 12 und 10) im schönen Hessen in einer ländlichen Region. Wir haben das Glück, im Eigenheim mit mittelgroßem Garten zu wohnen, das freie Feld mit Feldwegen direkt hinter dem Gartenzaun. Mit 13 bekam ich meinen ersten Hund, einen Collie-Schäferhund-Mix aus dem Tierheim. Unsere Senta war zwar ein bisschen traumatisiert, hatte sich aber dann toll entwickelt und unsere Familie bis ins hohe Alter von 15 Jahren bereichert.


    Wegen der positiven Erfahrung mit einem "halben Colliemädel" wurde mein zweiter Hund - dann gemeinsam mit meinem Mann - ein reiner Collie, wieder ein Mädchen: Suki. Sie holten wir aus einer VDH-Zucht mit zarten 11 Wochen. Uns war eine gründliche Prägezeit wichtig, weil damals auch schon der Kinderwunsch aktuell wurde. Suki war knapp 3, als K1 kam, und sie war ein absoluter Traumhund geworden: verträglich mit allen und jedem, klar in ihrer Kommunikation, für alles zu begeistern, was wir selbst auch toll fanden und absolut zuverlässig mit Kindern. Die Leine trugen wir meist nur pro forma durch die Gegend, da sie andere Hunde entweder freundlich begrüßte oder Kläffer einfach ignorierte. Wir durchliefen mit ihr Welpengruppen, Junghundegruppen, legten die BH ab, dann kam Agility inkl. WE-Seminaren, besuchten unserer Züchterin zuliebe ein paar Ausstellungen, waren im Mantrailing aktiv... Klar musste manches wieder etwas zurückgeschraubt werden, als dann zwei Kleinkinder im Haus waren, aber Suki war einfach bei allen Unternehmungen dabei. Selbst als wir vor vier Jahren zwei Katzenbabies aus dem Tierschutz anschleppten, war sie nach ein paar Tagen ungläubigen Staunens einverstanden (eigentlich waren Katzen bis dato Feinde, die einfach in unseren Garten eindrangen, und wurden gnadenlos vom Grundstück gejagt). Die Katzen gehören jetzt also auch dazu? Ihr spinnt ja, aber na gut, meinetwegen. Es dauerte wenigen Wochen, dann begrüßten sich die Tiere per Nasenkuss und Kuscheleinheiten.


    Letztes Jahr mussten wir Suki mit 14 Jahren gehenlassen. Das war natürlich sehr traurig und zunächst mal wollten wir keinen Hund mehr. Aber wie das so ist, der Gedanke kommt immer wieder auf, zumal sich jetzt auch unsere Tochter sehr wieder einen Hund wünscht. Naja, also fangen wir mit ein paar Überlegungen an und schauen mal, was daraus wird ;)


    Wegen der Vorerfahrungen sind wir zwar keine "Anfänger", aber ein "Anfängerhund" ist wohl schon am ehesten das, was uns vorschwebt. Wir suchen ein Familienmitglied, das fast jede Unternehmung mitmacht, das sich anpasst, auch wenn mal weniger Action möglich ist, das für Wanderungen, Hundesport und als Laufbegleitung zu begeistern ist und mit Kindern und Katzen zurecht kommt. Klar, vieles liegt am individuellen Tier und weniger an der Rasse.


    Eigentlich würden wir gerne im Tierschutz gucken. Aber unser Colliemädchen war sicherlich zum Großteil deshalb so toll, weil sie aus einer verantwortungsvollen Familienzucht kam und bei uns in den ersten Jahren fast schon übertrieben penibel mit allen möglichen Ereignissen des Alltags vertraut gemacht wurde. Sie war so ausgeglichen, so freundlich und so zuverlässig, das war einfach nur entspannt. Unsere erste Hündin kam mit einem Jahr zu uns, und ein paar ihrer "Macken" ließen sich einfach nie vollends beseitigen. Aber diese Erfahrungen lassen sich sicherlich nicht einfach verallgemeinern.


    Sollten wir nach einer Zucht schauen, dann "richtig", also im VDH und der Wurf familiennah aufgezogen. Wegen der guten Collieerfahrung, gleichzeitig aber besonders nach der Kastration mit 8 Jahren ziemlich Stress mit dem Fell, wäre ich gedanklich beim Kurzhaarcollie. Das wäre irgendwie die logische Konsequenz :grinning_face_with_smiling_eyes: Früher träumte ich immer von einem Australian Shepherd, aber deren Arbeitstrieb hatte uns damals bei der Entscheidung etwas abgeschreckt. Mittlerweile denke ich, dass hier auch solche und solche gibt, aber Arbeiten über die normale freizeitmäßige Beschäftigung (Agility hat immer mega Spaß gemacht) hinaus ist nicht geplant, erst recht nichts mit Hüten.


    Soweit erst mal meine aktuellen Gedanken. Wer Lust hat, dazu etwas beizutragen, Rassetipps, Tierschutztipps etc. - sehr gern!


    Viele Grüße

    Azalee