Beiträge von ennjott

    Wollte an dieser Stelle nochmal mit unserer Sammlung "angeben" :grinning_squinting_face: Hundi (klein) hatte schon eine "Quietscher-OP". Fuchsi (obwohl grau) ist sehr beliebt, bei dem knistern nämlich der Schwanz und die Ohren! Tröti ist abends immer mit im Schlafzimmer, wurde heute allerdings ins Wohnzimmer geholt.

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    Pü ist ansonsten von Tag zu Tag unterschiedlich drauf. Am meisten wird hier weiterhin draußen "Aufmerksamkeit" trainiert bzw. belohnt. Damit geht auch viel Rumsitzen und Rumstehen und einfach nur Gucken einher. Toll: Halbwegs konzentriert und aufmerksam laufen am Halsband wird immer besser. Verbesserungswürdig: Gassi am Geschirr mit längerer Leine. Da ist sie die letzten Tage ziemlich abgekoppelt in ihrer Welt der Gerüche und Geräusche.

    Zudem finde ich es ganz wichtig, dass du und der Hund zusammen Spaß habt - also in einer "sicheren" Umgebung zusammen irgendwas spielerisch mit ganz viel Motivation trainiert (Fußarbeit, Tricks, Spielzeugsuche/Dummy, etc.). Erfolgserlebnisse schweißen zusammen.

    Wenn ich das nicht grad verwechsel, ist dein Hund nicht so futtermotiviert? Dann a) schauen, wie du deinen Hund wirklich toll (aus seiner Sicht!) bestätigen kannst (ist auch für das Alltagstraining wichtig) und b) hochwertige Leckerchen finden (Fleischwurst, Käse etc.)

    Ja, gemeinsamen Spaß schreiben wir jetzt noch deutlich größer. Drinnen mag sie Suchspiele und apportiert auch echt gern (behält den Gegenstand dann aber auch mal gern lieber selbst). Draußen hat sich vor kurzen erst gezeigt, dass ein Stock/Ast (wenn ich ihn habe) deutlich interessanter als irgendein Leckerli ist. Das nutzen wir jetzt schon zum Training und Spaß haben. Aktuell liegt unten im Wohnzimmer eine Wurzel von der heutigen Mittagsrunde.


    Sie war sehr futtermotiviert, das ist von einem Tag auf den anderen deutlich weniger geworden. Generell hatten wir jetzt viel hin und her mit der Verdauung, wo auch nicht die letzte Diagnose gestellt ist. Haben aber einen tollen TA, mit dem wir auf Ursachenforschung bleiben. Daher verzichten wir auf Experimente mit Wurst und Käse scheint sie eher nicht zu vertragen. Hoffe aber das renkt sich alles wieder ein ...


    In die andere Richtung laufen mit dem Zusatz "Lob wenn sie einen einholt" klingt nach einer guten Idee! Das könnte sogar in der Stadt ganz gut funktionieren, räumlich gesehen. Hier auf dem "Land" aktuell sowieso. Guter Tipp!


    Zur Erwartungshaltung: Das ist so eine Sache, nicht? Ich versuche einfach ganz viel Verständnis dafür aufzubringen, wenn sie wegen Aufregung, oder Hormonspiegel oder was auch immer nicht "kann". Ganz grundsätzlich macht mich dieser Hund eh zu einem geduldigeren Menschen. Die Übungen zur Aufmerksamkeit machen wir, weil sie SEHR außenfokussiert ist. Und die Kombi aus 1. langsamem Signalaufbau und 2. Belohnung für zufälliges Verhalten (Blick) find ich ziemlich entspannt, auch für den Hund, zumal wir das ja nicht stundenlang machen, sondern situativ, wo es für sie auch besser klappen kann.


    Eine echt schöne Begebenheit diesen Abend: Im Garten ein wenig gerannt und gebalgt (letzteres nur 1-2 Minuten), was ihr riiiiichtig Spaß macht. Habe ich lange nicht mehr probiert, da sie das immer richtig hochgefahren hat. Diesmal wirkte sie dabei aber sehr klar, war einfach anzusprechen und konnte sich direkt zurücknehmen. Toller Pü!

    Zitat

    Wie versuchst Du denn, ihre Aufmerksamkeit zu erhalten?


    Hier ist es völlig unterschiedlich von Hund zu Hund. Meine erste Hündin von Welpen an konnte mich Draußen zu Jugendzeiten komplett ausblenden.

    Wir haben das Signal "Fokus" aufgebaut, anfangs mit Leckerli zwischen die Augen halten - für Blickkontakt. Das ging eine Weile gut, insbesondere drinnen. Draußen leider nur so lala, je nach Ablenkung, was daher auch kein Wunder ist. Aktuell bauen wir es neu auf, Ziel ist dabei insbesondere den Blickkontakt länger zu halten. Das haben wir mit unserer (verdammt tollen) Trainerin so besprochen. Darüber hinaus machen wir noch (eher in reizarmer Umgebung) sitzen oder stehen und Belohnen, wenn sie den Blickkontakt sucht.

    2. Der Hund blendet mich aus, weil mein Anliegen störendes Hintergrundrauschen ist. Bzw. hat gerade schlicht keinen Bock auf die Kontaktaufnahme. Viel Spannenderes außenrum als ich, Hormone rauschen und das Hirn ist von von Seifenbläschen und will gar nicht auf irgendwelche drögen Pflichtabfragen reagieren.

    Das wahrscheinlich gerade auch. Erst heute hab ich gehört, dass eine andere Hündin aus dem Wurf gerade auch in "Wenn du das Kommando 3-4x gibst, dann vielleicht"-Phase aka mutmaßlich beginnende Pubertät ist.


    An mir selbst merke ich manchmal, Situationen bzw. ihr Ablenkungsniveau nicht so gut einzuschätzen. Wir waren lange nicht so ländlich unterwegs, hier kann sie auf den Feldwegen hunderte Meter weit gucken und ist noch frisch an der langen Schleppleine - da kann ich aktuell wohl nicht so viel verlangen. Zudem ist vieles Tagesform. Ziel muss wahrscheinlich sein, an fokussierten Tagen eher zu trainieren und an Tagen mit Quark im Kopf ihr einfach ein entspannte, schöne Zeit zu ermöglichen ohne große Erwartungshaltung.

    Hier war Stadtflucht angesagt und Berlin mit seinem Lärm und Müll wurde gegen außerhalb von Hannover (Schwiegereltern), Landluft und Ruhe eingetauscht. Und wie schön es ist, fix mal in den Garten zu können oder 300 m zu laufen bis zum ersten Feld. Garten mag das Pü echt gerne zum rumtoben. Da scheint körperlich aktuell ein starkes Bedürfnis zu bestehen. Rückruf ins Haus ging zunächst prima, aktuell werden aber die eigenen Wünsche priorisiert, an der Terrassentür stehen geblieben und dann geht es wieder weg, argh :ugly:. Im Moment gibt es auch so gut wie keine Futtermotivation, mal sehen wie wir damit umgehen.


    Draußen mit der 5 m Schleppleine macht aber so richtig Laune. Das Pü hat mit jeder Runde auch die "range" besser raus. Das tolle Wetter aktuell tut sein übriges. Aber auch nicht einfach: Hier ist alles neu (obwohl wir hier 2-3 Wochen im Welpenalter waren) und natürlich sehr spannend. Da ist die ohnehin geringe Orientierung beim Gassi eigentlich bei 0. Im Moment und bis auf weiteres wahrscheinlich unsere größte Baustelle, was sich auch im Einzeltraining mit unserer Trainerin vor ein paar Tagen gezeigt hatte.


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    War es bei euren Junghunden mitunter auch so extrem schwierig mit der Aufmerksamkeit draußen? Ein Aufmerksamkeitssignal haben wir eigentlich aber wir müssen es noch weiter auftrainieren. Geht in letzter Zeit eher schlechter als besser, vielleicht liegt es am Alter?! Ins Sitz geschickt kann ich hier (nicht nur) gefühlt minutenlang warten, bis ich mal angeguckt werde - was dann mit Leckerli bestärkt wird, auch wenn die mitunter sogar ausgespuckt werden.

    Ja, daran arbeiten wir hier gerade. Leider haben wir eine echte Müllsammlerin und eben viel ... Müll. Ich nehme ihr auch nichts mehr raus, wenn ich nicht das Gefühl hab es würde sie umbringen. Da haben wir aber am Anfang echt viel ver****t, kann man nicht anders sagen. Daher isses auch so schwierig.


    Für den Alltag möchte ich einen Hund, der seine Außenwelt wahrnehmen kann und nicht zieht.

    Ich will nicht angeguckt werden, ich möchte nicht im Fokus stehen.

    Warum nicht?

    Ich möchte einen lockeren Hund, der mit mir zusammen einen Weg zurücklegt. Da bleib ich auch mal gerne stehen, wenn es es was zu gucken (schnüffeln) gibt.

    Bin ich 100% bei dir - möchte ich auch nicht. Allerdings haben wir aktuell einen Hund der von jedem Flügelschlag eines Schmetterlings nachhaltig abgelenkt ist. Ich hoffe das es die Mischung macht und das "ab und an fokussiert sein müssen" mehr Entspannung für sie im Alltag bringt. Und ehrlich gesagt ist die Entwicklung ganz gut in den letzten Tagen.

    Danke das es mal jmd sagt bezüglich Welpe/Junghund und Innenstadt. Dafür gibt es gefühlt bei den 1 Million Videos bei Youtube irgendwie nichts. Immer nur grüne Wiese, Park, Wald, Hundeplatz etc. Vielleicht eine Marktlücke?! Man sieht ja immer nur "hier zeige ich meinem Hund wie er an einem einzigen Gegenstand vorbeigeht, den er nicht aufnehmen soll in ganz reizarmer Umgebung":grinning_squinting_face:


    Aktuell arbeiten wir auch so ziemlich mit dem Kompromiss:


    1. Geschirr und ca. 2m Leine, da darf sie schnüffeln, stehen bleiben, soll eher nicht ziehen und kann auch abgelenkt sein.

    2. Leine kurz und Halsband, Fokus auf mich oder zumindest geradeaus, keine Stehenbleiben, kein Schnüffeln. Aber erst nachdem sie schon ein wenig gelaufen ist, ab der Haustür wäre unfair. Und dann auch nicht die ganze Gassi-Runde lang, nur Abschnittsweise, bauen es aber auf.

    3. Zwischenlösung aus Leine vorne am Geschirr und hinten an Geschirr. Das ist aktuell Zwischenlösung für den Alltag, die sie auch versteht. Da ist vieles erlaubt, nur Vorlaufen nicht.


    Hundeschule machen wir übrigens, nur leider ziemlich weit weg (mit dem ÖPNV 27 Stationen pro Weg). Aktuell in ihrer etwas vorsichtigen und ängstlicheren Phase irgendwie zu viel. Ich denke aber das wird auch für sie wieder entspannter, wie in den Wochen vor der aktuellen Phase. Die Schule bedeutet eher 2 Trainerinnen und treffen im Wald. Da beide wirklich super sind (waren vorher schon bei 3 anderen Hundeschulen) versuchen wir das durchzuziehen, so gut wie das Pü es eben mitmachen kann.


    Was bis jetzt noch fehlt: mehr Quatsch und Spaß im Alltag draußen. Das versuchen wir aber auch durch das endlich mildere Wetter zu erhöhen.


    Anekdote der späten Runde eben: Sitz --> Pü: "ok" - Platz --> Pü: "Du spinnst ja wohl", so zumindest die erste Reaktion:rolling_on_the_floor_laughing:

    Diese "Perfekt sein wollen" is ähnlich zwanghaftes Verhalten wie es ein BC zeigt, der Wasserblasen fängt oder Lichtreflexe hütet.

    Nur halt "auf menschlich".

    Das merke ich bei mir. Lief eine Gassi-Runde (nach meinem Dafürhalten) super komme ich happy nach Hause. War doch wieder kaum Aufmerksamkeit da und es wurde alles mögliche in den Fang genommen, wo ich nicht schnell genug war, bin ich richtig down.


    Situativ liegt unser Hauptaugenmerk in der Erziehung als Menschen, die in der Innenstadt wohnen, aktuell auf einem entspannten Alltag draußen, insbesondere Leinenführigkeit bzw. Orientierung an uns (statt an Vogel X oder Geräusch Y). Auch dieses etwas peinliche Gefühl, wenn irgendwas nicht klappt, andere Hundhalten in der Nähe sind und man drüber nachdenkt, was die wohl von einem denken, obwohl das ja egal sein sollte. In der Folge kommen Dinge wie Rückruf aktuell viel zu kurz. Dazu die persistenten Probleme mit der Verdauung und teilw. mit den Ohren. Kürzlich hörte ich: "Du siehst so gestresst aus!" - Auch wenn man es immer ließt, es ist so wichtig im Alltag einfach mal durchzupusten, insbesondere wenn irgendwas mal nicht läuft. Ich vergesse es immer wieder.

    Neues aus der Schwabylon in der Hauptstadt!


    Letzten Donnerstag, ich glaube sogar Mittagsrunde: Das Pü pinkelt an einer der üblichen Baumscheiben unmittelbar vor der Tür, kommt ein recht junger Typ angewackelt, will mir eine Karte geben "falls ich mal was brauche" - war die Visitenkarte für ein Drogentaxi :pile_of_poo: - Pü sieht ich rede mit dem Typen und kommt einen kleinen Schritt auf ihn zu. Er springt direkt nach hinten: "Der macht nix?" - und ich: "Die ist nur jung und neugierig:smirking_face:" - Ich war aber so perplex und wollte auch keinen Stress, dass ich die Karte genommen und dann im Müll im Hausflur weggeschmissen hab. Aber schöner Effekt eines mittlerweile nicht mehr so kleinen schwarzen Gro-Pu Mädchens ...


    Gestern: Der Große Wochenmarkt hier im Kiez und zum ersten Mal wieder richtig voll draußen. Mit Pü nicht auf den Markt direkt aber eine Ecke weiter, wo auch viel los war, einfach gucken und möglichst ruhig wo sitzen. In einer halben Stunde sind dann mind. 30 Hunde an uns vorbei, Abstands 1-3 m. Pü immer brav gesessen und nur geguckt. Dann wieder im Modus "Halsband, ohne Ablenkung, ohne Schnüffeln ohne Stehenbleiben" nach Hause. Teilweise eng an Leuten vorbei. Auch super gemacht. Das hat ihr anscheinend so viel abgefordert, dass zwischen 14 und 18 Uhr nur gepennt wurde. Es ist aber genau die Ruhe draußen im Alltag, die wir nun bei angenehmeren Temperaturen endlich "trainieren" bzw. eher erleben können. :partying_face:

    Gabs da denn auch die Möglichkeit zum Toben, Spielen oder Rennen?

    Ja, direkt vorab, was auch eine gute Idee gewesen war, obwohl die ganze Truppe aktuell etwas hibbelig ist und ja auch draußen Schnee liegt usw. Die anderen (in der Erziehung fortgeschrittenen) Gruppen danach waren wohl auch etwas kirre den Tag.


    Und du hast Recht, als Ersthundehalter mache ich mir sicher zu sehr einen Kopf. Immerhin verstehe ich, dass sie manchmal/oft nicht anders kann. Was bei uns aber nicht so leicht ist, ist Spaß im Alltag draußen. Sehr innerstädtisch und im Winter mit einem oft sehr abgelenkten Hund bin ich oft am überlegen was uns gemeinsam Spaß machen kann. Leckerliesuche jedenfalls nicht, so viel wie sie schon Schrott ins Maul nimmt, was mühsam immer weiter abtrainiert wird.


    Gassi-Runde macht jedenfalls an etwas längerer Leine am Geschirr mehr Laune, auch ihr. Da muss man natürlich gucken mit anderen Leuten, Radlern (insbesondere den verdammten Lieferfahrern) auf dem Gehweg, Kindern usw. Wir werden jetzt deutlich unterscheidbare Phasen mit Fuß laufen am Halsband und Freizeitmodus am Geschirr für sie etablieren.


    Phonhaus - was war bei euch der Spaß im Alltag draußen? Idealerweise nicht in Wald und Wiese?