Beiträge von yane

    Hi astri,


    Zitat

    kann kein ein Pferd alle seine Bedürfnisse ausleben. Als Beispiel: Ein Cutter kann nicht immer cutten, einen Reiner, ein Spring- und Dressurpferd kann man auch gut im Gelände reiten, einen Tölter kann man auch traben, das machen sie alle, ohne daß sie unglücklich werden und obwohl alles ihre natürlichen und hergezüchteten Bedürfnisse und Begabungen sind.


    Dieser Vergleich ist völlig falsch. Pferde entwickeln keinen Trieb in Richtung Dressurreiten oder Springreiten. Stell ein Pferd aus "Springlinien" ohne Reiter in einen Parcours und das Pferd wird NICHT von sich aus über die Hindernisse springen. Stell ein Pferd aus "Dressurlinien" in ein Dressurviereck und es wird ohne Reiter keine Dressur absolvieren, ..... . Dass ein Tölter auch Traben kann ist Fakt. Hat aber mit Trieb nicht viel zu tun.


    Stell dagegen einen Hütehund an eine Schafherde und er wird zu 95% hüten. Auch wenn er es nie gelernt hat. Bestes Beispiel zwei BCs, die ich persönlich kenne. Die eine Hündin war 9 Jahre alt als sie das erste Mal an Schafe kam. Und sie hütete, ohne das vorher je gelernt zu haben. Die zweite Hündin war 5-6 Jahre alt. Oder dagegen ein Apportierhund, in diesem Fall ein Grosspudel. 11 Jahre alt, bis dato nicht wirklich was in Richtung Apportieren gemacht. Die Halter des Hundes gingen mit ihrem jungen Hund auf ein Seminar zum Thema Apportieren (jagdliches Apportieren, Dummy und Wildvögel). Der alte Hund war quasi Zuschauer. Just for fun haben sie auch mit ihm das Ganze ausprobiert und dieser Hund hat agiert, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht. Dieser Trieb steckt in den Hunden drin.


    Meine Freundin hatte einen Appenzeller Sennenhund. Ebenfalls ein Hütehund. Dieser Hund hat zeitlebens versucht, ihre Pferde zu hüten. Erziehungsmässig ging da gar nichts. Ganz sicher gibt es auch Appenzeller, die nicht hüten. Genauso wie es Border Collies gibt, die nicht hüten. Aber das sind die Ausnahmen, nicht die Regel.


    Zitat

    liegt auch an der Begabung, für was der Hund sich am besten eignet. Natürlich bin ich auch als Hundekäufer verpflichtet, nach einem Hund zu suchen, dessen Bedürfnisse ich erfüllen will und kann!


    JA. Genau. Und ein Hütehund wird idR das Bedürfnis haben zu hüten. Lies Dir mal die ganze Hilferufe von Leuten durch, die Hütehunde haben, deren Bedürfnis zu hüten nicht erfüllt wird. Du kannst Hunde und Pferde diesbezüglich nicht vergleichen. Bei Hunden ist dies ein angezüchteter Trieb. Genauer gesagt, ein völlig natürlicher Trieb, der durch Zucht ins Extreme gesteigert wurde. Ein Pferd kann man entsprechend der Veranlagung in die Zucht nehmen hinsichtlich ausgereifte, ausbalancierte Gänge, ausbalancierter Körperbau usw. Einen Trieb zum Springen oder zur Dressur hat kein Pferd.


    DAS ist der Unterschied zwischen Pferd und Hund.


    PS: hätte mal zuerst weiterlesen sollen. Irgendwann findest Du deinen zu Dir passenden Hund schon. Viel Glück dabei.


    Viele Grüße
    Cindy

    Hi,


    nö, ne eigene HP dafür gibt es nicht. Einfach suchen. In Luxemburg gab es mal 1-2 Turniere. Ist aber auch schon wieder ein Weilchen her. Und nützt ja sowieso nur etwas, wenn mehrere Länder Turniere veranstalten. Sonst kommt man ja nicht auf die mindestens 2 verschiedenen Länder.



    Viele Grüße
    Cindy

    Hi,


    vermutlich könnt ihr deshalb keine Turnier-Termine finden, weil es derzeit in D keine CACIAg-Turniere gibt.


    CACIAg steht für "Certificat d'Aptitude au Championnat International d'Agility ", also "Anwartschaft für den Titel Internationaler Agility Champion" (logischerweise FCI). Um eine solche Anwartschaft überhaupt erhalten zu können braucht der Hund eine FCI-Ahnentafel.


    Um den Titel "Internationaler Agility Champion" erhalten zu können braucht Hund dann noch mindestens die Wertnote "SG" auf einer Zuchtschau. Die Zuchtschau muss entweder eine nationale oder eine internationale Ausstellung der FCI sein. KEINE Spezialzuchtschau.


    Zusätzlich natürlich dann noch 3 CACIAgs unter mindestens 2 verschiedenen FCI-Leistungsrichtern in mindestens zwei verschiedenen Ländern.


    Einer der Gründe, warum es in D keine rsp. höchst selten CACIAg-Turniere gibt ist vermutlich die Kostenfrage. Diese Turniere müssen über die FCI geschützt werden (was garantiert nicht billig) und es dürfen auch nur FCI-Hunde starten.


    Viele Grüße
    Cindy

    Hi Abisha,


    Zitat

    1.Halte ich es für sinnvoll, wenn man jedes Hinderniss erst einmal einzeln beibringt, also erst einmal mit laufen, dann schicken, dann abrufen, von versch. Anlaufwinkeln etc. und dann erst dieses Hinderniss im Parcour einbaut.


    Von meiner Seite aus ein ganz klares JA. V.a. bei schwierigeren Hindernissen, also K-Zonen, Slalom, Reifen usw.. Allerdings gibt es viele verschiedene Wege, die nach Rom führen.


    Zitat

    Auch bei einer geraden Strecke von 4 Hindernissen sind die Hunde bzw. die Führer überfordert. Ist dies nicht ein Zeichen dafür, dass man viel zu schnell vorgegangen ist?


    Ehrlich gesagt finde ich eine Gerade von 4 Hindernissen recht schwierig. Es sei denn, man ruft Hund ab. Voranschicken ist nämlich immer so eine Sache. Das hängt davon ab, wie gut sich der Hund löst und wie gut er sich voranschicken lässt. Meine Hunde drehen sich spätestens dann, wenn sie 2 Hindernisse vor mir sind, erst mal um, um sich zu vergewissern, dass ich auch wirklich in diese Richtung laufe. Und dann kann es schon mal passieren, dass sie das nächste Hindernis verpassen. V.a. bei Nele ist das ein Problem, da sie sehr gross ist und zwischen den Sprüngen max. 2 Galopp-Sprünge macht.


    Zitat

    2.Wird seit einen halben Jahr, man muss sagen wirklich sehr konsequent, Kontaktzonen Training gemacht.


    Auch beim K-Zonen-Training führen viele Wege nach Rom. Ich würde, wenn, dann das Leckerchen auf die Zone legen und nicht von einem Helfer geben lassen.


    Zitat

    Nun sieht man aber zu 50% der Fälle (auch nach dem halben Jahr) die Hunde von der Kontaktzone springen und dann das Leckerchen nehmen zu wollen.


    Das kann verschiedene Gründe haben. Zum einen, dass die Hunde nicht gelernt haben, sich rechtzeitig zu versammeln. Zum anderen, dass der Helfer mit dem Leckerchen dem Hund den Arm vor die NAse steckt. Dadurch blockiert er einerseits den Lauf des Hundes. Hund versucht auszuweichen und springt entweder seitlich am Arm vorbei oder obendrüber. Oder zweite Möglichkeit, die eigentlich mit der ersten in Verbindung steht. Hunde haben eine individuelle Arbeitsdistanz/Arbeitsabstand. Tritt nun ein Helfer neben/vor den Hund um ihn auf der Zone zu bremsen (nichts anderes ist das "Leckerlie entgegenstrecken") dann wird dieser Arbeitsabstand unterschritten, Hund versucht, den Arbeitsabstand wieder herzustellen und weicht logischerweise aus. Das kann dann aber auch mit dem eigenen HF passieren. Wobei ich nicht verstehe, warum ein Helfer das Leckerchen gibt. Was ich verstehen könnte, wenn dieser das Leckerchen auf die Zone legt, damit Hund nicht mitbekommt, dass HF das Leckerchen hinlegt. Und dass der Helfer dabei steht um nötigenfalls, wenn Hund von der Zone springt, ihn daran zu hindern, sich das Leckerchen anschliessend noch zu schnappen.


    Zitat

    3.auch trainiert der Trainer mit einen Hund mit.
    Kann er sich denn so überhaupt auf das Training konzentrieren?


    Weiss ich nicht. Manche können das trotzdem. Bei manchen funktioniert es nicht.


    Zitat

    4.Auch kann der Trainer uns Fortgeschrittenen keine Ratschläge mehr geben


    Das ist immer ein Problem wenn Vereine relativ neu und unerfahren anfangen und der Trainer noch nicht wirklich weiter ist als diejenigen, die er trainiert.


    Vielleicht wäre es sinnvoll, ihr würdet mal versuchen, bei ein paar Seminaren mitzumachen. Dürfte sich zwar für dieses Jahr bereits als schwierig erweisen, so von wegen ausgebucht und voll. Aber vielleicht habt ihr ja Glück.


    Zu deiner Frage wie bei unseren Vereinen etc. das Training so läuft. Was genau möchtest Du da wissen? Aufbau der Geräte, allgemeiner Trainingsablauf, ... ?


    Also, meine erste Hündin hat die Zonen ähnlich gelernt wie Du es beschrieben hast. Wirklich sicher in den Zonen ist sie nicht. Meine zweite Hündin hat sie anders gelernt. Aber da ich in den letzten 1,5 Jahren sehr geschlampt habe im Training (habe mich zu sehr darauf verlassen, dass sie die Zonen wirklich gut kann, konnte sie ja auch) neigt sie im Moment wieder sehr zum springen. Obwohl es noch geht. Sagen wir mal so - Trefferquote liegt bei etwa 80-85% derzeit. Meine jüngste Hündin hat derzeit eine Trefferquote von 99,9%. Was nicht daran liegt, dass sie gerade mal 30 cm gross ist. Allerdings hat mich bei unserem ersten gemeinsamen Seminar die Trainerin darauf aufmerksam gemacht, dass ich auch bei ihr schon wieder dazu neige, zu schlampen. Noch nicht extrem, aber eben ..... . Das ist eine ganz grosse Gefahr. Nimm grundsätzlich nie etwas als gegeben hin.


    Meine beiden jüngeren Hündinnen haben die zonen wie folgt gelernt:


    1. Hund wird auf die Abgangskontaktzone gestellt und dort erst mal mit Leckerlies abgefüllt - von mir! Das über einige Trainingseinheiten. Pfoten rot-grün. Falls Dir das nichts sagt, die hinteren Pfoten stehen auf der Zone, die Vorderpfoten im Gras. Ich verwende hierfür das Signal "Halt" und als Freigabesignal "OK". Hund wird grundsätzlich NUR mit Freigabesignal von der Zone wegrennen lassen.


    Ach so, vergessen - ich übe dabei grundsätzlich auch, dass ich weggehe und Hund in der Position bleibt, gehe dann wieder hin und gebe Leckerlies und mal wieder weg und wieder hin. Freigabe erfolgt eben über ein zweites Signal.


    2. Hund wird etwas oberhalb der Abgangskontaktzone auf das Gerät gestellt. Läuft bis zur Position und bleibt dort stehen - wird abgefüllt ;). Ansonsten siehe 1.


    3. Hund darf kontrolliert über das gesamte Gerät. IdR das Gerät so niedrig wie möglich (gilt auch für Schritt 1 und 2). Halt-Signal am Ende und erst mal wieder abfüllen. Kontrolliert heisst nicht automatisch langsam, sondern einfach, dass man sich sicher ist, den Hund am Ende des Geräts gestoppt zu bekommen. Wenn das mit dem Halte-Signal funktioniert ist das gut.


    4. Das ganze dann langsam mit mehr Geschwindigkeit und Distanz meinerseits.



    Viele Grüße
    Cindy

    Hi Werner,


    also bisher hat noch keiner unserer Hunde das Haus verwüstet, während wir weg waren.


    Ok, dass ein Welpe mal ins Haus macht, einen Teppich annagt, ein Stück Tapete abreisst, einen Schuh zerkaut oder ähnliches, das kann immer mal passieren. Da heisst es zu Anfang eben aufräumen. Alles, was nicht von kleinen Welpenzähnchen erforscht werden sollte für Klein Welpi unerreichbar verstauen. Zu Anfang bleibt Klein Welpi in der Küche, wenn wir weggehen und Klein Welpi allein bleiben muss. Hat den Grund, die Küche ist gefliesst und der einzige Raum in dem keine Teppiche liegen. Sobald wirklich sicher ist, dass Hundi stubenrein ist und keine Stromkabel annagt, bleiben die Türen offen und Hundi kann überall hin. Wobei ich allerdings sagen muss, dass die letzten Hundis nie wirklich allein waren, da wir seit Jahren immer möglichst mindestens 2 Hunde haben.


    Ob Du einen Hund in einen Zwinger oder in einen Kellerraum sperrst mag für dich gefühlsmässig einen Unterschied machen. Für deinen Hund gibt es da keinen Unterschied.


    Viele Grüße
    Cindy

    Hi mia,


    wenn Reden und Erklären nichts hilft, dann zeig es ihnen. Ganz deutlich.


    Wenn sich der nächste Verwandte wieder über deinen Hund beugt und ihm den Kopf tätschelt, dann gehst Du stillschweigend hin und tätschelst dem besagten Verwandten ebenfalls den Kopf. Sollte er sich beschweren, was das soll, dann kannst Du ihm mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht sagen, dass sich der Hund genauso fühlt wie er in diesem Moment.


    Oder wenn einer permanent den Namen deines Hundes ruft. Was glaubst Du, wie der verwirrt ist, wenn Du ihn ständig mit Namen ansprichst, aber dann nichts weiter dazu sagst.


    Überleg Dir für andere Verhaltensweisen deiner Verwandten ähnliche "Antworten" deinerseits. Vielleicht helfen die mehr als noch so viele Worte.


    Allerdings solltest Du das Ganze völlig ruhig mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht durchführen, und so reagieren als wäre das alles ganz normal.


    Viele Grüße
    Cindy

    Hi Silvia,


    selbst einem A3-Hund passiert es, dass er mal aus dem Slalom ausfädelt oder regelrecht rausfliegt. 100%ige Sicherheit gibt es nun mal nicht wirklich. Wenn das mal passiert, würde ich mir deswegen keinen Kopf machen. Oder höchstens überlegen, warum das passiert sein könnte. Evtl. bist Du schon wieder abgebogen, warst zu weit weg/zu nah dran.


    Viele Grüße
    Cindy

    Hi zusammen,


    Niklas
    zusätzlich zu procanis' Posting noch folgendes.


    Wenn Du einem Hund etwas über Shaping beibringen möchtest, dann kannst Du daraus eine richtige Übungseinheit machen. Ella hat es in ihrem Posting bereits angedeutet, ob Du es so verstanden hast, weiss ich nicht. Also nochmal explizit. Beim Shaping setzt Du Beginn und Ende der Trainingseinheit fest. Bei einem erfahrenen Clickerhund reicht es, wenn die Leckerli-Dose und Clicker auftauchen. Meine Hunde kommen z.B. bereits angestürmt, wenn sich die Wohnzimmertür schliesst. Denn das ist häufig, nicht immer, das erste Anzeichen dafür, dass Training angesagt ist. Ich trainiere idR immer nur mit einem Hund, der andere ist dann entweder im Flur oder im Ess-Wohn-Bereich. Ansonsten gilt Leckerlie-Dose und Clicker und die Frage "Willst Du schaffen?" als Beginn. Und als Ende dann ein freundliches "das war's" und schliessen der Leckerlie-Dose. Das Ende sollte so "freundlich" wie möglich sein, so dass Hund es nicht als Strafe empfindet.


    Natürlich kann man, wie procanis geschrieben hat, auch Verhaltensweisen einfangen. Habe ich mal bei einer meiner Hündinnen mit dem Verbeugen gemacht. Sie streckt sich immer nach dem Aufstehen. Und das habe ich dann gezielt abgepasst. Einfach so Verhaltensweisen einfangen ist schwieriger. Denn idR hat man gerade dann keinen Clicker in der Hand. Man kann allerdings auch ein "Clickerwort" konditionieren. Das ist bei meinen Hunden "fein". Oder einen Zungenschnalzer als Click verwenden.


    Viele Grüße
    Cindy