Mir ist der Umgang mit Hunden, wie er hier im Forum empfohlen wird, einfach fremd.
Ich selbst habe seit 35 Jahren mit Hunden zu tun, damals habe ich täglich über zwei Jahre lang zwei große Hunde ausgeführt. Wohnungshunde in der Stadt, der Besitzer ging morgens, mittags und abends mit denen ausgiebig raus, ich kam am Nachmittag und hatte Order, mindestens eine Stunde mit den beiden zu laufen, gerne auch länger.
Ein paar Jahre später zog ich mit meinem Mann auf unseren Hof und seitdem leben immer zwei bis drei Hunde bei uns.
Wir sind viel draußen, die Hunde auch.
Hier war jahrelange Baustelle und auch sonst viel los durch ein Gewerbe auf dem Hof.
Wir hatten zwei Kinder, die Besuch bekamen, Kundenverkehr, viele Tiere.
Die Hunde immer dabei oder in der Nähe.
Die Hunde wurden mitgenommen ins Restaurant oder auf Veranstaltungen wie Turniere.
Da war keiner überfordert oder reizüberflutet, egal, was passiert ist.
Und da waren Schäferhunde aus Leistungszucht und ein Jack Russell dabei, also keine Schlafmützen von Hause aus.
Deshalb, sorry, aus dieser langen Erfahrung heraus, verstehe ich hier oft nicht, was für ein Theater um Überforderung gemacht wird.
Btw. keiner meiner Hunde springt auf nur weil sich irgendwo was bewegt. Die machen die Augen auf, heben den Kopf und checken erstmal, ob Aktion von ihnen angebracht oder ob es Energieverschwendung ist. Und nu?
Ok, wir haben ein großes Grundstück, wenn die Hunde irgendwo liegen, können sie nicht alles übersehen, dann wird mal eben durchgestartet und am anderen Ende des Grundstücks ein Vorbeikommender angebellt oder ein Stück begleitet.