Hallo,
ich würde mich hier gern mal einklinken, da ich seit ein paar Wochen verstärkt ein ähnliches Problem mit Nellie habe, nämlich daß sie draußen hin und wieder Leute fixiert und anbellt.
Anfangs waren es in erster Linie Menschen, die sich irgendwie seltsam bewegt haben, ungewöhnliche Klamotten trugen oder sonstwie aus dem Schema "normaler Spaziergänger" herausfielen, inzwischen aber auch verstärkt ganz normale Leute (heute morgen ein Jäger mit Hund - na gut, der tauchte unvermittelt aus dem Nebel auf, also vielleicht doch in ihren Augen bedrohlich).
Bei ihr macht es übriegns keinen Unterschied, ob sie an der Leine ist oder im Freilauf. Abrufen läßt sie sich fast immer, aber es dauert, und sie reagiert auch meist erst, wenn ich energischer werde. Ich denke, bei ihr ist es Unsicherheit, ihr Fell ist bis zum Schwanz gesträubt und sie geht nicht weiter als bis auf etwa 3 Meter an die Person heran, Oberkörper vorgeneigt aber immer auf dem Sprung, falls sich die Person auf sie zubewegt. Ihre STimme überschlägt sich dabei immer fast.
Interessanterweise zeigt sie zu Hause üblicherweise dieselbe Dreistigkeit, wie blackbetty sie auch beschrieben hat, nämlich Leuten ungefragt ihre Nähe aufdrängen, auf den Schoß kriechen, durchs Gesicht schlotzen, etc. Ich kann das unterbinden, indem ich sie woanders ablege (was sie nur sehr unwillig macht) aber sobald ich ihr den Kontakt wieder erlaube, geht's von vorne los. Ich interpretiere das als ziemlich dreistes Kontrollverhalten (legt sie bei uns auch manchmal an den Tag und da hilft ignorieren eigentlich am besten), sie bleibt dabei normalerweise aber immer sehr freundlich.
Neulich hat sie aber das erste Mal Besuch auch bei uns zu Hause angebellt, und sich selbst nach zwei Tagen nicht entspannt in seiner Nähe gefühlt, d.h. jeden Morgen ging das Gebelle von vorn los. Dazu muß ich sagen, der arme Mann hatte null Erfahrung mit Hunden und leider gleich am Anfang falsche Signale gesendet, aber trotzdem ist es natürlich nicht okay, daß sie sich zu Hause so unsicher fühlt, daß sie meint, alles selbst kontrollieren zu müssen. Kira übrigens hatte vor unserem Besuch einfach nur Angst und kam aus dem Beschwichtigen gar nicht mehr 'raus, dabei blieb sie aber freundlich und unterwürfig, während der Nelliehund die Sache halt in die Pfote nahm. :/
Offensichtlich traut sie uns nichtmal zu, daß wir sie zu Hause beschützen können, was ich gern ändern würde, aber mir fehlt irgendwie der richtige Ansatz. Daher werde ich diesen Thread sehr eifrig mitverfolgen. 
Liebe Grüße,
Anja