Beiträge von interest

    Vielleicht hilft Dir dieses Video: http://video.westminsterkennel…belgian-malinois/v1201613


    Ich weiß allerdings nicht, ob das Stellen von den Hunden richtig ist - bei dem Dobi-Video stehen die Hunde nicht auf Spannung, in D auf einer Ausstellung allerdings schon..


    Halsung, Klamotten: passend zum Hund. Kleidung würde ich dunkel tragen wegen dem Kontrast zum beigen Hundekörper.


    Wenn Dein Hund am Tag der Ausstellung 9 Monate alt ist, ist er in der Jugendklasse zu melden.


    (Alle Angaben ohne Gewähr ;))

    Zitat

    (...) Die hatten eine Geschlechtskrankheit (auch Krebs), die über Geschlechtsverkehr übertragen wird.


    (...) Es handele sich da um Krebs, der mit einer Chemotherapie im Anfangsstadium besiegt werden kann.


    ... sie meinte noch, dass viele TÄ hier in Deutschland diese Krankheit nicht kennen.


    Wenn die Krankheit in Russland einen Namen hat und auch bekannt ist, dann versuch doch mal (notfalls mit einem Dolmetscher), rauszufinden, welche Krankheit(en), Krebsart diese beiden Personen gemeint haben? Dann würd ich die TÄ, die untersuchen, genau darauf ansprechen, mit der Bitte, sie sollen sich dazu belesen/ mit Kollegen kurzschließen, um zu sehen, ob die Symptome auf Deine Hündin passen.


    Alles Gute für die Maus!!!

    Erst mal vorweg: da die "Symptome" recht ähnlich sind, denke ich schon, dass Big und Josie vom Grundwesen her nicht allzu weit voneinander entfernt sind. Darüber, dass solche Hunde souveräne Führung brauchen, sind wir uns ja einig ;)


    Auch Josie ist sehr reizarm aufgewachsen, in einer ruhigen Einfamilienhausgegend 300m von Feldern entfernt - ich wohnte bei der Übernahme in Berlin-Friedrichshain. Josie hat dort innerhalb von 20min so viele Reize gehabt wie sonst in wahrscheinlich einem Monat. Ich hab Josies Verhalten anfangs auf die Reizüberflutung geschoben, die hat die Probleme aber nur verstärkt, nicht verursacht.


    Das Potential habe ich Big nicht abgesprochen - das hatte Josie auch von Anfang an. Wie gut es ausgereizt werden kann und wie schnell die Fortschritte sind, hängt von Euch ab. Josie hat sich bei souveränen Personen mit Hundeerfahrung (Dobierfahrung) sofort angeschlossen und war dankbar für die Führung - hat aber auch Menschen mit 25 Jahren Schäfi-Erfahrung ganz flott an ihre Grenzen gebracht.


    Zitat

    Momentan ist für mich sein Verhalten erklärlich durch fehlende Erziehung, fehlende Frusttoleranz und Reizüberflutung.


    Jepp. Das kann, muss aber nicht mit der SD zusammenhängen - wie gesagt, Josie ist auch "einfach so" - drum schrieb ich ja: es ist bestimmt kein Fehler, die Werte zu nehmen, aber sie alleine sind nicht verantwortlich dafür, dass Big ist, wie er ist. Drum macht ihr es schon ganz richtig so, dass ihr ihn erstmal ankommen lasst und sein Verhalten nicht von Anfang an auf die SD schiebt.

    Ich bin die Freundin mit der Dobihündin, die Lucanouk meint *ggg


    Big ist, so wie Du ihn beschreibst, meiner Hündin recht ähnlich. Ich habe sie mit zwei Jahren übernommen, da war sie eine Leinenpöblerin vor dem Herrn, hat sich mit vollem Gewicht in die Leine gehängt, war nicht ansprechbar draußen, hat Leute verbellt - jeder Gassigang war ein Spießrutenlauf.


    Jetzt, 3 Jahre später, habe ich einen Hund, der mich draußen (oft) hört, der aber jede kleine Unsicherheit auf meiner Seite zum Anlass nimmt, wieder die Umgebung zu checken. Der an 90% der Leute vernünftig vorbeiläuft (allerdings im Kommando), und bei den restlichen 10% noch nervös wird und auch mal einen Knurrer loslässt (DAS darf sie je nach Situation aber auch - sie hat halt nicht nach vorne zu gehen). Der meistens recht leinenführig ist, die geht aber bei viel Stress soweit flöten, dass Spannung auf der Leine ist - was ich aber auch zulasse, weil es für sie in dem Moment Stressabbau ist und sie besser das als Ventil nimmt als den "Stressoren" anzugehen. Sie kann an neutralen Hunden in Straßenbreite Entfernung vernünftig vorbeigehen (etwas "hampeln" tut sie dann), schwierig wird es bei "face to face" oder fixierenden/kläffenden Hunden. Da bellt sie schon noch, ist auch sauer (teilweise auch richtig), beruhigt sich aber immerhin in 90% der Fälle sehr schnell wieder.


    Da steckt jede Menge Arbeit hinter, und ich habe mir zu Anfang oft gewünscht, ich hätte diesen Hund nicht übernommen. Sie hat mich permanent an meine Grenzen gebracht, ich habe über ein Jahr gebraucht, bis ich einen vernünftigen Trainer gefunden habe - ab da wurde es dann langsam besser. Im letzten Jahr haben wir nochmal große Fortschritte gemacht, der Umzug in eine ruhigere Gegend hat gut getan, so dass wir mittlerweile auch U- und S-Bahn fahren (vor 2 Jahren noch undenkbar). Es ist jedoch immer noch anstrengend mit ihr, ich muss permanent gedanklich "beim Hund" sein.


    Josie hat definitiv zu niedrige Schilddrüsenwerte. Ich hatte sie auch auf Forthyron einstellen lassen, bis die Werte im oberen Drittel waren. Allerdings war Josie, obwohl von den Werten her keinesfalls überdosiert, zu der Zeit Dynamit auf 4 Pfoten - mit einer viel zu kurzen Zündschnur. Eine Verhaltensänderung zum Positiven gab es nicht. Deshalb habe ich das F. wieder ausgeschlichen, um zu schauen, ob die SD vielleicht durch die Tabl. einen Schubs bekommen hat und wieder selber produziert. Das Fell wurde dann schlechter als vor der Substitution, mittlerweile (3/4 Jahr ohne F.) ist es besser als vor der ersten Gabe. Mittlerweile denke ich, dass Josie schon eine UF hat - aber dass das Verhalten erlernt/vererbt ist. Demnächst lasse ich mal wieder Werte nehmen, ich denke, sie werden immer noch zu niedrig sein. Ich lasse sie dann aber nur bis in die Referenz substituieren, damit dürften die körperlichen Symptome auf jeden Fall einzudämmen zu sein - das Verhalten hat ja, wie oben geschrieben, bei Josie nichts mit der UF zu tun.


    Also lass die Werte checken, erhoffe Dir aber, sollten die zu niedrig sein, keine Wunder beim Verhalten unter F.-Gabe.


    Josie ist auch ein Fiepsie und Hibbel. Da helfen nur klare Ansagen, häufig merkt sie glaube ich gar nicht, dass sie gerade fiept und jault. Ich höre es auch häufig schon gar nicht mehr. Es wird besser, aber ganz lassen wird sie das nie. Es bringt auch nichts, das zu verbieten, sie wird dann nur noch lauter. Ich stupse sie dann häufig an und sage "hey" in recht freundlichem Ton, dann lässt sie es, als ob sie es dann selbst erst hören würde.. Im Zweifelsfall hilft ein strenges Platz oder ein Schluss jetzt - zumindest für 2min. in der U-Bahn *gg


    Der letzte Gassigang ist bei Josie auch schon immer der Beste gewesen *gg - weil ich wusste, dass da nicht mehr so viel los ist. Du magst zwar sagen, dass sich von Deiner Stimmung nichts auf den Hund überträgt - lass Dir aus meiner Erfahrung gesagt sein: Josie kennt meine Stimmung schon, bevor ich sie selbst bemerke.......


    Zur Leinenführigkeit: Bei Josie ist es wie bei Big. Leinenimpulse sind "Ansporn", Richtungswechsel und Stehenbleiben machen nervös und hibbelig. Die größten Erfolge habe ich wie folgt gemacht: ich habe Josie beigebracht, auf den Druck am Hals nachzugeben. Sie reagierte auf Halsbanddruck mit Gegendruck, also musste ich da ansetzen. Ich habe sie mit deutlicher Körpersprache aus der gespannten Leine zurückgeschickt (dafür muss die recht kurz sein), parallel dazu die lockere Leine mit einem Kommando belegt. Was bei ihr dabei ganz wichtig ist: sie kann nur nachgeben ohne gestresst zu werden, wenn sie trotzdem vorwärts kommt!!! Langsamer gehen für bessere Koordination ist okay, aber stehenbleiben verursacht bei Josie sofort Frust. Josie kooperiert, solange sie dafür vorwärts kommt. Vielleicht auch ein Ansatz für Dich.


    Körperlich abdrängen bei Leinenaggro würde bei Josie nicht klappen, sondern im Gegenteil den Fokus auf den anderen Hund erhöhen. Es muss ja einen Grund geben, warum sie davon weg muss ;) Wir sind da ja immer noch nicht auf einem immer klappenden Stand, aber es funktioniert bei ihr im Moment am besten, wenn ich a) komplett umdrehe (was natürlich nur selten machbar ist) oder b) ich genau auf meinem geplanten Weg bleibe und hauptsächlich versuche, dass Josie keine Spannung auf die Leine bringt und Josie vor der Eskalation mit "Nein" am Fixieren hindere und ihren Fokus mit unserem neutralen "weiter" Kommando wieder nach vorne richte.


    Nach meiner Erfahrung hast Du eine Menge Arbeit vor Dir und ich sage Dir ganz ehrlich - ich hätte Verständnis für jeden, der sagt, dass er "so einen" Hund nicht behält. Für mich kommt jedenfalls kein Dobermann mit einem eindeutigen Vorleben mehr infrage, der unerwünschte Verhaltensweisen über zwei Jahre erfolgreich etablieren konnte. Ich war am Anfang nicht souverän genug, die Ansätze im Keim zu ersticken, und so muss ich jetzt, wo ich weiß, wie es geht, immer um meine Glaubwürdigkeit kämpfen. Mein Hund sollte Hobby sein und nicht ein zusätzlicher Stressor im eh schon häufig anstrengenden Alltag. Versteh mich nicht falsch, ich liebe meine Josie, aber mein Leben dreht sich nicht nur um meinen Hund und ich möchte mich nicht nochmal so einschränken, weil ich den Bedürfnissen meines Problemhundes gerecht werden muss, wie ich es bei Josie getan habe.

    Ich habe mich ursprünglich auch mal für den Thai Ridgeback interessiert. Bin davon nach dem Besuch bei einer Züchterin aber schnell wieder abgekommen. Diese Hunde sind wirklich speziell und alles andere als einfach.


    Man sollte sich bewusst sein, dass diese Hunde noch sehr ursprünglich sind (mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt).


    Was ich vor allem zu bedenken geben möchte: die Population dieser Hunde in Europa ist sehr klein. Viele Hunde, die in Europa bei Züchtern leben, sind erst in 2. oder 3. Generation in Deutschland - viele Züchter züchten auch direkt mit Thai-Importen. Dort werden die Hunde häufig in Käfigen gehalten und nicht nach dem Kriterium "gutes Wesen" miteinander verpaart - es spielt dort schlicht keine Rolle. Ich kenne eine Thai-Hündin persönlich (die der Züchterin, die ich besucht habe), und diese hat solche Wesensmängel bei meinem kurzen Besuch (ein Nachmittag) gezeigt, dass ich einen Welpen dieser Hündin nicht geschenkt haben wollen würde - man darf nicht unterschätzen, wie die Mutterhündin die Welpen prägt. Wenn es also ein Thai sein soll (aber bitte nicht, weil sie wirklich hübsch sind): achtet wirklich darauf, dass die Hündin EINWANDFREI vom Wesen her ist!


    Außerdem sollten sich Interessenten darüber im Klaren sein, dass das (im allgemeinen, von Ausnahmen abgesehen) keine Hunde sind, die sich mit Jedermensch und Jederhund gut verstehen. Sie haben auch nicht unbedingt Lust auf Hundesport mit "ihrem" Menschen und ihr Jagdtrieb in Verbindung mit der ursprünglichen Selbstständigkeit kann eine große Herausforderung sein.

    Dein Papa bezieht sich auf folgenden Gesetzestext:


    Bundesverordnung zur Haltung von Hunden


    (...)
    § 5 Anforderungen an das Halten in Räumen


    (1) Ein Hund darf nur in Räumen gehalten werden, bei denen der Einfall von natürlichem Tageslicht sichergestellt ist. (...)


    (2) Ein Hund darf in Räumen, die nach ihrer Zweckbestimmung nicht dem Aufenthalt von Menschen dienen, nur dann gehalten werden, wenn die benutzbare Bodenfläche den Anforderungen des § 6 Abs. 2 entspricht.



    § 6 Anforderungen an die Zwingerhaltung


    (2) In einem Zwinger muss
    1. dem Hund entsprechend seiner Widerristhöhe folgende uneingeschränkt benutzbare Bodenfläche zur Verfügung stehen, wobei die Länge jeder Seite mindestens der doppelten Körperlänge des Hundes entsprechen muss und keine Seite kürzer als zwei Meter sein darf:

    Widerristhöhe in cm // Bodenfläche Mindestens qm
    bis 50 // 6
    über 50 bis 65 // 8
    über 65 // 10


    von hier: http://www.gregor-jonas.de/dom…ndehaltungsverordnung.htm


    Damit ist Dein Papa auf dem Holzweg. Solange Du mit Deinem Hund in einem Zimmer wohnst, kann es auch ein "Wohnklo" mit 4qm sein – was nicht passiert, weil man solchen Wohnraum in Deutschland nicht findet ;) – wenn Du ein extra "Hundezimmer" hättest, müsste es mindestens 6qm groß sein für einen kleinen Hund. Deine 18qm sind somit 3x so groß wie der Raum sein müsste, der nur von Deinem Hund bewohnt wird.

    Zitat

    solange du noch reingreifen kannst, zieht der Hund nicht volle Kanne ;) =)
    Wenn der Hund richtig zöge, würdest du da nicht mehr reingreifen, weil dann Finger ab ;)


    … oh mann, nun sei doch nicht so kleinlich. Mein Hund zieht, und zwar richtig. Natürlich bremse ich Josie vorher verbal ab. Mit in die Leine greifen, meine ich die Leine festhalten/kürzer fassen wenn ich ins normale Gehen abgebremst habe. Da ist die Leine locker.

    … bei mir rutscht er nicht hoch, wenn Zug drauf ist, sitzt er genau so wie der von Uwe Radant. Meine sonstigen Beweggründe, warum ich den Gürtel mag und er mir auch nicht zu schmal ist, stehen oben ;) - für mich persönlich ist er perfekt.