Beiträge von El Rocko

    Handelt es sich bei deinem Rüden auch um einen Rotti?


    Bei einem kleineren Hund würde ich meinen Rocko sofort als Trainingspartner anbieten, da er sich von kleinen ängstlichen Hunden nicht aus der Ruhe bringen lässt, wenn die einen Scheinangriff auf ihn starten. Er weicht dann einfach aus, und die meisten kleinen Hunde verlieren dann schnell die Angst vor meinem Großen - vorausgesetzt, sie haben nicht einen panischen Hundehalter am anderen Ende der Leine! :D


    Wie es mit einem großen ängstlichen Hund wäre, weiß ich nicht. Rocko würde zumindest nicht drauf los stürzen und beißen. Da bin ich mir absolut sicher! Drohen vielleicht und Einschüchterungsversuche starten, wenn er sich selber bedroht sieht. Aber nicht richtig aggressiv werden. Auf knurrende Hunde reagiert er ebenfalls mit Knurren.


    Allerdings ginge es ja erst mal darum, die beiden auf Distanz aneinander zu gewöhnen, richtig? Gibt es bei euch geeignete Orte, wo das ginge (z.B. große Wiese zwischen den Hunden)? Ich wohne ein Stück nördlich von Hannover in einem kleinen Dorf (gehört zur Region Hannover). Hier gibt es jede Menge Feldmark und Wald, da ließe sich sicherlich auch ein Trainingsort finden.

    Ich würde mich auch gerne einklinken, sofern ihr auch Senioren mitnehmt :D


    Ich habe einen ca. 6jährigen Schäferhund-Podenco-Mix, der bei uns im Dorf gerne den Macho raushängen lässt, sich auf dem Truppenübungsplatz aber immer sehr manierlich benimmt. Außerdem läuft er wahnsinnig gerne in einer Gruppe mit, und hier gehen wir zwangsläufig eigentlich immer alleine.


    Ich konnte jetzt natürlich nicht den ganzen Threat durchlesen (würde ja etliche Stunden dauern), aber wie war das jetzt mit Hunden angeleint oder nicht angeleint? Meiner läuft eigentlich immer unangeleint.

    Ich finde es echt toll, dass ihr den armen kleinen Kerl bei euch aufgenommen habt, um ihn aufzupäppeln und ihm Vertrauen in die Menschen zu geben!


    Ein Blick in seine erschöpften Augen (sehr schön ausgedrückt, Sarah 1982) macht wirklich betroffen!


    Hoffentlich findet ihr für ihn bald ein schönes Zuhause, wo er geliebt und gut versorgt wird. Ich drücke ihm (und euch) ganz doll die Daumen!

    Mach dir da mal keine Gedanken. Ich finde, es hört sich sehr gut an, wie du mit deiner Kleinen "arbeitest". Und 16 Wochen ist ja nun sicher nicht das Alter, in dem ein Welpe BH-mäßig konditioniert sein sollte. :D


    Generell von einer Hundeschule abraten würde ich dir aber nicht. Wenn ihr in erreichbarer Nähe eine wirklich gute Hundeschule findet (und das ist in der Tat nicht so einfach), würde ich mit der Kleinen auch in die HS gehen. Wichtig ist halt, das ihr euch von den Trainern nicht irgendwelchen Unsinn (veraltete Erziehungsmethoden) aufschwatzen lasst.


    Was den Podenco-Mix der Tante deines Freundes anbelangt: Ich kenne zwar nicht die näheren Umstände seiner Haltung, finde aber, es hört sich nicht so an, als wenn der Hund ein sehr glückliches Leben führt (zumindest beim Gassigehen). Mit Halti bei Fuß an der superkurzen Leine, na, ich weiß ja nicht! Weißt du, warum er so geführt wird? Ist er anderen Hunden oder Menschen gegenüber aggressiv?


    Mach du mal mit deiner kleinen Maus weiter wie bisher. Ihr habt sie jetzt 6 Wochen, und sie hat sich sehr sehr gut eingelebt und auch schon einiges gelernt. Vor allem, dass sie euch Vertrauen kann, und das ist ja wohl mit das Wichtigste! Wenn du mit ihr nicht in die Hundeschule gehen möchtest, besorg dir wirklich gute Bücher über Hundehaltung und Hundeerziehung und frag/lies dich hier schlau!


    Weiterhin viel Spaß mit eurer kleinen Maus!

    Die Tierarztrechnung, über die ich mich am meisten geärgert habe (und ich hatte in den vergangenen beiden Jahren wirklich viele TA-Rechnungen, bei denen ein stattliches Sümmchen zusammenkommen ist) war von einer Fachtierarztpraxis für Innere Medizin.


    Dort habe ich inkl. Mehrwertsteuer 55 Euro für ein ausführliches Beratungsgespräch gezahlt. Das ausführliche Beratungsgespräch sah so aus, dass ich mich mit der TÄ, die ihre Praxis in einem Nobelviertel von Hannover hat, 20 Minuten lang über die von mir gewünschte Behandlung meines Hundes gestritten habe. Ich wollte ein Griechenlandprofil auf Mittelmeerkrankheiten erstellen lassen (die Praxis wirbt damit, dass sie sich mit Mittelmeerkrankheiten gut auskennt) und das ganze über ein bestimmtes Labor laufen lassen. Sie wollte sämtliche Organe meines Hundes per Ultraschall oder Röntgenaufnahme untersuchen, eventuell Hautgeschabsel, ansonsten Punktion der Lymphknoten oder des Rückenmarks (wenn ich mich recht entsinne). Mit dem von mir genannten Labor konnte sie sich auch nicht anfreunden.


    Mehr war nicht, meinen Hund hat sie nur aus 2 Meter Entfernung gesehen!

    Ihr habt für den Hund erstklassige Haltungsbedingung geschaffen (Umzug ins Grüne, Autokauf, Hundetagesstätte in der Nähe) und dann sowas! Ich kann verstehen, dass ihr jetzt maßlos enttäuscht seid. Aber lasst euch nicht beirren!


    Wenn euer Herz schon so an dem Kleinen hängt (der, wie du schreibst, ja wohl auch nicht die besten Vermittlungschancen hat), würde ich mich bei der Orga auch noch mal telefonisch melden oder sogar direkt dort aufkreuzen (sofern diese nicht zu weit von euch entfernt ist). Hätte den Vorteil, dass ihr den Hund "live" sehen/erleben könntet. Ich würde dann an euerer Stelle dort auch noch einmal möglichst freundlich, aber ganz ausführlich eure Lebensumstände schildern und fragen, ob der Hund es in dem Heim denn wirklich besser hätte.


    Ansonsten werdet ihr euch wohl oder übel doch woanders umschauen müssen. Es gibt in der Tat mehr als genügend Hunde, die auf so ein schönes Zuhause warten.


    Die Orga, von der ich meinen Hund habe, war übrigens das komplette Gegenteil. Keine Frage, vor Ort ging es den Hunden sehr gut (Rudelhaltung, Familienanschluss). Ich habe ihn auch problemlos bekommen, obwohl ich alleinstehend und berufstätig bin (er kommt jetzt übrigens immer mit ins Büro). Eine Vorkontrolle bei mir zu Hause gab es auch nicht. Als ich den Hund (der übrigens chronisch krank ist) übernommen habe, hieß es, bei Fragen und Problemen könnte ich mich jederzeit an die Familie wenden. Hat bei den ersten beiden Anrufen auch gut klappt. Nachdem ich ihn aber schon längere Zeit hatte und wegen seiner Krankengeschichte noch mal angerufen habe, kam kein Rückruf mehr, rein gar nichts! Obwohl ich mein Anliegen auf dem Anrufbeantworter ganz konkret geschildert hatte und es nicht um eine Lappalie ging!

    Ich möchte auch noch schnell eine Lanze für Hunde aus dem Tierheim oder Tierschutz brechen.


    Ich habe meinen Hund auch von einer Tierschutzorganisation übernommen, wo die verträglichen Hunde (und Katzen) quasi im gemischten Rudel gelebt haben und gleichzeitig Familienanschluss hatten. Ich wusste also, dass er mit Menschen, Hunden, Katzen etc. verträglich ist und wie er vom Wesen her ist.


    Ich hatte ebenfalls keine Hundeerfahrung und bin mit einem doch recht großen Anfängerhund nach Hause gefahren. Mein Hund kannte alle Grundkommandos, konnte hier in der Feldmark und im Wald vom ersten Tag an frei laufen, konnte problemlos stundenlang alleine bleiben etc. etc.


    Zum Thema Wachsamkeit: Mein Hund liebt alle Menschen, vor allem Kinder! Er ist total verschmust und möchte am liebsten von jedem gestreichelt werden. Vermutlich würde er auch einem Einbrecher die Hände ablecken. :D Er ist aber auch sehr wachsam und schlägt sofort an, wenn jemand unser Grundstück betritt oder gar klingelt. Genauer gesagt rast er laut bellend zur Haustür (daran arbeite ich immer noch). Ich möchte wirklich den Einbrecher sehen, der sich traut, bei mir einzubrechen, wenn mein Hund auf der anderen Seite der Tür wütet! Man braucht also keinen richtigen Wachhund, um sich beschützt zu fühlen. Ein großer bellender Hund reicht völlig aus! ;)


    Thema Leinenpflicht: Da ihr ländlich wohnt, denke ich mal, dass es bei euch so gehandhabt wird wie bei uns im Dorf: die großen Hunde dürfen frei laufen, die Kleinen sind an der Leine. :lachtot: Nee, mal im Ernst: Ob und wo Leinenpflicht besteht, wird von der zuständigen Stadt/Gemeinde festgelegt. In unserem Dorf gibt es meines Wissens keinen Leinenzwang (außer während der Brut- und Setzzeit vom 15. April bis 15. Juli), und wenn es ihn gäbe, würde sich keiner dran halten.


    Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche nach eurem neuen Familienmitglied, das bei euch vermutlich den "Hundehimmel auf Erden" haben wird!



    Ich habe übrigens einen großen Schäferhund-Mischling, den ich um nichts in der Welt wieder hergeben würde!

    Ich denke, man kann solche Menschen, die Tiere oder Kleinkinder verwahrlosen lassen oder hilflos allein zurücklassen, nicht mit "normalen" Maßstäben messen. Und zwar, weil sie einfach nichts im Hirn haben bzw. keine Emotionen wie Mitgefühl kennen. (Womit ich so ein Verhalten natürlich nicht entschuldigen möchte).


    Das scheint wohl der Preis zu sein, den unsere schnelllebige Zivilisationsgesellschaft (in der sich immer mehr Menschen gar nicht zivilisiert benehmen) zahlen muss, wofür auch immer! Anders kann ich es mir nicht erklären, dass solche Meldungen, ob sie nun Haustiere, Kinder, alte Menschen oder - wie bereits erwähnt - mangelnde Zivilcourage betreffen, mittlerweile ja fast schon alltäglich sind (bundesweit gesehen).

    Ich kann folgendes Buch empfehlen: "Welpentraining mit Gudrun Feltmann - Der gute Start".


    Frau Feltmann (genauer gesagt Gudrun Feltmann-v.Schroeder) hat viele Jahre lang Welpenstudien durchgeführt (u.a. mit Wolfs- und Dingowelpen) und hat diese Welpen nach ihrer Methode "ausgebildet".


    Die so genannte Feltmann-Methode ist eine gewaltfreie Erziehungsmethode, bei der nicht so viel mit Leckerlie gearbeitet wird (es gibt zwar auch Leckerlie, aber nicht en Masse als Bestechung, sondern nur als Belohnung für die vollbrachte Tat), sondern mehr über verbales Lob, Spiel und Körpersprache (Stichwort: Schenken der Individualdistanz).


    Das Buch gibt gerade dem Ersthundbesitzer einen guten Einblick in das Wesen des Hundes, sein Sozialverhalten, seine Bedürfnisse, seine Körpersprache. Übungen für den normalen Grundgehorsam sind sehr schön erklärt und oft auch so gut bebildert, dass man die Übungen sehr gut nachvollziehen kann.


    Ganz hervorragend fand ich auch das Kapital zur Beschäftigung mit dem Hund, in dem der Aufbau des Apportierens, der Verloren-Suche, dem Verweisen und anderer toller Beschäftigungsmöglichkeiten beschrieben wird. Anhand dieser Beschreibung habe ich meinen apportierunwilligen Hund innerhalb kürzester Zeit dazu gebracht, mit Feuereifer zu apportieren! ;)


    Hier mal der Link zu ihrer Homepage, auf der ihre Arbeitsweise beschrieben ist und über die das Buch oder die dazugehörige DVD bestellt werden können: http://www.institut-feltmann.com/