Hallo,
ich bin seit heute im Forum und habe auch direkt schon eine Frage. Leider muß ich dafür ein wenig ausholen :|
Ich habe einen Labrador der dieses Jahr 7 Jahr wird. Als ich ihn vom Züchter bekam hatte er, wie viele Hunde Giardien, viel Durchfall. Also erstmal entwurmen und neu impfen. Danach hatte er immer mit Durchfall und erbrechen zu tun (aber immer im Rahmen). Leider ist es bei ihm (Rassebedingt) auch so das er wirklich alles frisst was er draussen findet.
Am liebsten frisst er Gras ohne Ende, was natürlich wieder brechen und Durchfall verursacht.
Im Dezember 2007 fing er auf einmal an das ihm im sitzen einfach so das Wasser aus dem Mund lief. Als ob man einen Wasserhahn aufgemacht hätte. Beim Tierarzt gab es dann was gegen Magenprobleme und nach kurzer Zeit hörte es auch wieder auf (an dem Tag). Dann wurde er nachts unruhiger und mußte sich öfters aufsetzen und schlucken. Vorher ist er ins Bett, hat sich entspannt auf die Seite gelegt und ist erst zum Frühstück wieder aufgestanden.
Dann kam im Februar wieder ein Schub und die nächtliche Unruhe wurde immer schlimmer. Wir haben jetzt div. TA Besuche mit sämtlichen Untersuchungen hinter uns:
1. Blutuntersuchung, Helicobacter Test (positiv), Magenspieglung mit Ergebniss: gerötete Stellen, die aber beim Pathologen nichts ergaben (es Antibiotika, Ausschlußdiät, Säreblocker). Alles ohne Erfolg. Das nächtliche Schmatzen/Schlucken und aufsetzten wurde schlimmer.
2. Nach starkem Durchfall/Erbrechen am selben Tag in Tierklinik. Verdacht auf Hirntumor (CT des Kopfes ohne Befund), dann Bauchschnitt und Stücke aus dem Magen geschnitten. Hier Verdacht auf Magenkrebs (Nach Biopsie Ergebniss kam raus das er eine chronische Gastritis hat mit Wasserödemen im Magen, der leicht gefaltet ist). Also wieder Antibiotika, Nux Vomica D6, Säureblocker. Wieder alles ohne Erfolg.
3. Dann zu einem TA für Akupunktur der feststellte das bei dem Hund alles durcheinander sei. Die Akupunktur tut ihm gut, er wird ein wenig ruhiger und auch die nächtlichen Attacken wurden etwas weniger sodaß ich nur noch 1xnachts aufstehen musste. Er kam zeitweise auch ohne Medikamente aus.
4. Nach einer Zeit ging es nachts wieder los. Also zu einem Magen/Darmspezialisten nach Köln. Röntgen mit Kontrast und dem Ergebniss das er eine leichte Ausbuchtung an der Speiseröhre hat. Spezielle Blutuntersuchung für Bauchspeicheldrüse (ohne Befund). Er soll wieder Säureblocker nehmen. Bringt aber alles nichts.
5. Im Dezember 2008 impfen. Mittags ging das mit dem Wasser aus dem Mund wieder los und hielt 4 Stunden an. Tage danach Erbrechen und Duchfall. Also Silvester am Tropf und mit Antibiotika verbracht. Tierosteopathin hat dann festgestellt das er einen blockierten Wirbel und einen schiefen Kiefer hat. Nachdem es ihm wieder besser ging hat sie die Wirbel und Kiefer gerichtet. Seitdem klackert er mit dem Gebiss und die Nächte schläft er so gut wie gar nicht mehr.
6. Mittags plötzlich wieder das sabbern was nicht mehr aufhörte. Wieder in die Tierklinik. Hier bekam er Barium, ein Schmerzmittel und wurde über Nacht dort behalten. Röntgen und Ultraschall der Bauchorgane waren ohne Befund. Allerdings hohe Schmerzempfindlichkeit am Rücken, also bekam er noch ein Cortison Langzeitpräparat gespritzt. Tagsüber kaum Probleme, wobei er hier natürlich abgelenkt ist und alle 4-5 Stunden rausgeht. Auch wenn er tagsüber schläft schmatz er so gut wie garnicht. Gegen Abend kommt dann Unruhe und mit schlafen ist fast überhaupt nicht mehr möglich.
Leider weiß ich langsam nicht mehr weiter weil ich keine Ahnung habe warum es ihm nachts nicht gut geht und er auch absolut unruhig ist. Er kann auch nicht mehr entspannt auf der Seite liegen. Schlafen am Stück ist höchstens mal so 1/2 Stunde möglich. Meine Nerven liegen blank da ich natürlich nicht mehr oder nur kaum zum schlafen komme und tagsüber ja arbeiten muss. Hugo bekommt schon Schonkost (Reisschleim mit Strauss Nassfutter), wieder Säureblocker und wird nicht mehr als nötig bewegt (wegen Rückenschonung solange das Cortison noch wirkt sollen wir dies tun lt Tierklinik). Wir haben jetzt seit Dezember 07 sämtliche TA/Kliniken in Deutschland durch, Akupunktur, Osteopathie, Homoöpathie und wissen nicht mehr weiter. Wir sind auch am Ende unserer Kräfte da Schlafentzug seit knapp einem Jahr irgendwann auf die Nerven schlägt. Nun ja, die Kosten wollen wir erst garnicht erwähnen.
Sonst ist der Hund quietschfidel, will spielen, hat Hunger und ist das blühende Leben. Weiss einer vielleicht einen Tip oder hat ähnliches erlebt ? Danke für das zuhören/lesen, ich habe schon versucht es so kurz wie möglich zu halten.
Gruss Iris mit Labbi Hugo