Beiträge von McChris

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    ist es wirklich so schlimm, wenn man den welpen nicht mit 8- 12 wochen bekommt, sondern mit 17?


    papa meinte, das der dann kein richtiger familienhund mehr werden kann und so, ist doch alles quatsch, oder?


    oh man...


    Das würde ich davon abhängig machen, was die Züchter in der wichtigen Welpenzeit mit ihren Welpen machen. Wenn die Hundis nur im Haus und Garten sind und nichts kennen lernen dürfen - hat Dein Papa dahingehend Recht, dass es um Klassen schwieriger wird, aus solch einem Hund einen "familientauglichen", souveränen Hund zu machen.


    Wenn die Züchter aber mit ihren Welpen viel unternehmen und sie die Welt außerhalb von Haus und Garten kennenlernen lassen, ist es durchaus machbar.


    LG, Chris

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    aber eine frage am rande:
    wer haftet/hat schuld, wenn ein unfall passiert, zB wie in diesem beispiel? (kind umarmt hund und der hund fühlt sich bedrängt und schnappt).


    Unabhängig von der Schuldfrage haftet der HH im Rahmen der grundsätzlich vorhandenen Tiergefahr.


    LG, Chris

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    Ein Hund unterwirft einen Aufmüpfigen auch auf diese Weise. Und es liegt in der Natur der Dinge dass der hund das auch versteht...


    Ja, da kommen wieder die unterschiedlichen Ansichten zum Tragen.


    Ich für mich kann den Schnauzgriff eines Hundes nicht so präzise, dosiert und effektiv einsetzen, wie ein Hund das kann, weil ich eben kein Hund bin. Weil meine Hände mit einer Hundeschnauze herzlich wenig Gemeinsamkeiten haben
    Wenn man sich einige Schnauzgreifer unter den Menschen ansieht, sieht man z. t. die wildesten Schnauzumklammerungen, die aber nicht im geringstem dem ähneln, was meine Hunde so untereinander machen...


    Ich will einem Welpen, der es noch nicht gelernt hat, nur klar machen, dass Zwicken doof ist. Warum sollte ich ihn deshalb unterwerfen?


    Ich für mich bin der Meinung, solange ich noch viel subtilere Kommunikationsmöglichkeiten habe - die auch und zwar sehr facettenreich in der Hundesprache eingesetzt werden - und die meinem menschlichen Wesen näherkommen, nutze ich doch lieber diese.


    LG, Chris

    Hallo Andre,
    wenn Du das alles in den letzten 6 wochen ausprobiert hast, hat Dein Welpe ein ähnliches Problem wie Du selbst - zuviel Info-Input, aber nichts auf Dauer, woran er sich orientieren könnte......


    Punkt 4 und 5 würde ich aus dem Programm ersatzlos streichen. Ich wende nichts dagegen ein, die Schnauze eines Welpen mal zur Seite zu schieben, aber Schnauzgriff und Unterwerfen sind, wie jegliche Form der körperlichen Auseinandersetzung mehr ein Zeichen dafür, dass man sich anderweitig nicht mehr zu helfen weiß und machen aus Dir nur ein völlig unberechenbares Wesen für Deinen Hund.


    ICH würde eine Kombination aus Nein, sofortigem Spiel/Beschäftigungsabbruch und wenn er es ganz doll treibt mal eine kurze Auszeit in einem anderen Raum zwecks Besinnung anwenden.


    Dein Welpe meint das Schnappen momentan wahrscheinlich in erster Linie spielerisch und muss erst noch lernen, dass uns Menschen (und anderen Hunden) die spitzen Zähne weh tun. Deshalb ist die Methode "Wer im Spiel zwickt, hat Pech gehabt, dann hat nämlich keiner mehr Bock mit ihm zu spielen" eine der sinnvollsten - aber um das zu kapieren, braucht der Welpe ein wenig Zeit, Deine geduldige Konsequenz und die Erfahrung "immer wenn ich zwicke, hört das tolle Spielen auf" - das dauert seine Zeit.... Anleinen wird der Welpe derzeit auch noch als Spielen interpretieren...


    Wenn Dein Welpe das Nein ansonsten schon beherrscht (was eine Meisterleistung in dem Alter wäre), kann ich mir vorstellen, dass er vielleicht nach dem Nein "dumm im Raum rumsteht", weil ihm eine Handlungsalternative fehlt... Ein Nein, um die ungewollte Handlung zwicken abzubrechen, ist leichter für den Hund umzusetzen, wenn er stattdessen etwas anderes viel tolleres machen kann....


    LG und viel Erfolg,
    Chris

    Im Bekanntenkreis ist mein Lieblingsspruch, wenn jemand vom Typ "Aber vor mir musst Du doch keine Angst haben" unsere Angsthündin bedrängen will, mit der wir ja ständig weiterarbeiten, die aber einfach noch nicht so weit ist, sich vom jedem begrabschen zu lassen: "Wenn Du meinen Hund dazu zwingst, Dich zu beißen, tret ich mit den Sicherheitsstiefeln noch nach..." - dabei schiebe ich die "Unbelehrbaren" schon immer sehr nachdrücklich vom Hund weg...


    Also, so ganz klappts noch nicht mit dem Cool-Bleiben :lol:


    Und wir haben es noch nicht mal mit Fremden zu tun, sondern mit Leuten, die "aufgeklärt" sind über den Hund und die auch Verhaltens-Instruktionen bekommen haben...


    ARGH!


    Ein Anti-Hoch auf die selbsternannten Hunde-Flüsterer!
    LG, Chris

    Nochmal hallo,
    eine anwaltliche Beratung könnte z. B. zu dem Ergebnis kommen, dass die Situation so nicht tragbar ist und eine Alternative gefunden werden muss - und die kann dann so aussehen, dass Ihr in eine Ferienwohnung/Hotel zieht, solange die vertragliche Nutzung Eurer Wohnung nicht gewährleistet ist - das wird dann entweder von Eurer Mietzahlung abgezogen oder anderweitig verrechnet...


    Laß Euch so schnell es geht beraten, dann findet sich auch eine rasche Lösung.


    LG, Chris

    Das geht ja nun gar nicht so.


    Ich gehe nach Deinen Schilderungen mal davon aus, dass die Gesprächsbereitschaft Deines Vermieters unendlich gegen Null tendiert.


    Lass Dich anwaltlich beraten - denn durch einen knurrenden, zähnefletschenden Hund im Hausflur/Eingangsbereich/Vorgarten ist die vertragliche Nutzung Deiner Wohnung nicht mehr möglich.
    (Auch ohne Rechtsschutz ist eine anwaltliche Beratung oft günstiger, als man denkt, bei relativem Kleinkram war es auch schon mal kostenlos für mich)


    Ich gebe Dir völlig recht, man kann die Sekunden zählen, bis was passiert in solch einer Situation.


    Ich drück Dir die Daumen, dass es eine schnelle Lösung gibt.


    Bis dahin würde ich dem verfressenen Zerberus immer was freßbares hinschmeißen.


    LG, Chris