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Das kann man ganz schlecht eingrenzen. Ich sehe da keine Gemeinsamkeit zwischen den Hunden. Aber es sind immer Rüden, Farbe, Größe beliebig. Sie machen auch nichts, sie gucken ihn nicht mal an.
Aber er sieht sie schon auf 100 Meter und schon geht es los.
Und sie müssen nicht mal auf uns zu gehen, sondern er muss sie nur von hinten sehen, das reicht dann schon. Deshalb kann ich ihn auch gar nicht an die anderen Hunde ran lassen. Ein junger Irish Setter schmiss sich schon auf der anderen Strassenseite auf den Rücken, nur weil Beaco ihn so sehr von Weitem angepöbelt hat.
Einmal begegneten wir einem kastrierten Rüden, da fing er nicht sofort an zu bellen. Ich ging mit ihm hin (an der Leine) und sie beschnüffelten sich ein paar Sekunden, dann ging das Theater los. Nur Beaco hat Theater gemacht, der andere Hund nicht.
Den einzigen Rüden, den er akzeptiert, ist unser anderer Hund.
Ich könnte mir vrstellen, dass Du an diesen Rüden-Begegnungen sehr gezielt - am besten mit Hilfe eines Trainers - arbeiten solltest, um da weiter zu kommen. Gut möglich, dass DIES ein von den anderen Problemen isoliertes Problem ist, weil unbekannt ist, inwieweit Baeco angemessen sozialisiert wurde. Da muss man den Hund in solchen Momenten sehen - um zu entscheiden, ob einfach nur die innerartliche Kommunikation nicht stimmt oder etwas anderes dahinter steckt.
So mache ich es nun immer. Wenn er zur Tür rennt und rumbellt, dann gehe ich hin und schaue nach. Und oft hört er sofort auf zu bellen, er schaut mich dann an und will wissen, was da los ist.
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Ich dachte nicht, dass es so einfach ist.
Aber ich habe schon so viele Ratschläge gehört...auch z.B. das man es ignorieren soll, bloß das hat rein gar nichts gebracht.
Na, das hört sich doch auf alle Fälle schon mal gut an!
Ignorieren ist eine gute Methode - aber nicht dann, wenn sich ein Verhalten schon sehr gefestigt hat und wir ein gänzlich anderes Verhalten vom Hund haben möchten. Nur Ignorieren ganz ohne Handlungs-Alternative ist für den Hund schwer. Deshalb ist es für Euch jetzt gut, dass Beaco erlebt, dass DU Dich kümmerst.
[i]Das mit den Gegenständen hat sich schon gebessert, fast von alleine, er ist nicht mehr ganz so unsicher.
Aber das Problem sind die Fahrradfahrer, die haben ihn sonst nie gekümmert.
Und nun wird es immer schlimmer.
Er muss sie auch nur von weitem kommen sehen, und schon macht er Theater. Er versucht sogar, auf sie los zu springen. Man kann ihn kaum an der Leine halten.
Da hört und sieht er dann auch nichts anderes mehr, als ob ein Schalter umgelegt wurde.
Das mit den Gegenständen wird daher kommen, dass Beaco allmählich lernt, sich an Dir zu orientieren. Sehr schön!
Mit den Radfahrern ist es ähnlich wie mit den Rüden - ohne das alles live und in Farbe zu sehen, ist es schwierig zu beurteilen. Das wäre etwas, was ich auch von einem Hundetainer ansehen lassn würde.
Mmhh…es war immer so, dass Beaco ihn erst aus der Entfernung sah.
Dann wollte er unbedingt zu ihm und fing dann an ihn anzubellen.
Und auch wenn, wie in diesem Beispiel, mein Bruder den Gegenstand weg legt, erkennt Beaco ihn nicht als „normal“.
Eigentlich versuche ich nun solche Situationen zu vermeiden, weil ich ihn nicht stressen möchte.
Oder muss ich ihn daran gewöhnen?
Ich glaube, momentan solche Situationen zu meiden, ist erst mal in Ordnung. Die Gewöhnung daran, dass Menschen ihr Äußeres mal ganz fix ändern können, kommt mit der Zeit von selbst.
Das Problem mit dem Besuch hat sich auch schon etwas gebessert.
Er reagiert nur so „negativ“, wenn er überrascht wird, bzw. wenn unerwartet plötzlich jemand in der Wohnung steht.
Wenn ich zur Tür gehe um jemanden rein zu lassen, dann mache ich ihn darauf aufmerksam und nehme ihn mit zur Tür. Er freut sich wenn die Tür dann auf geht und jemand rein kommt, den er kennt. Er bellt dann auch nicht.
Oder er liegt auf seinem Platz und hört, dass jemand rein gekommen ist, den er kennt.
Dann wartet er ab. Erst hört er denjenigen nur sprechen, dann sieht er ihn und freut sich.
Das Problem ist auch, dass ich keine Klingel habe, womit der Besuch auf sich Aufmerksam macht. Eigentlich wird die Tür aufgerissen und rein gelatscht.
Sollte ich mir vielleicht eine Klingel anschaffen und ihn daran gewöhnen??
Auch da scheint es ja schon deutliche Fortschritte zu geben! Prima!
Vielleicht würde es reichen, wenn Besucher kurz klopfen oder sich stimmlich bemerkbar machen, bis Beaco sich dran gewöhnt.
Es gibt meist kein erstes Zögern. Er sieht etwas, und dann geht’s gleich von 0 auf 100.
Dann musst du den Punkt erwischen, kurz bevor Dein Hund den "Auslöser" entdeckt. Mehr beobachten - Hund und Umgebung und sobald Dir eine Situation so vorkommt, als könnte er gleich mit dem Leinen-Theater loslegen, Abstand zum Auslöser gewinnen und Beaco irgendetwas abverlangen - Fuß, etc... Das eine Zeit lang machen und dann versuchen, den Auslösern allmählich immer näher zu kommen. Ständige Ablenkung nutzt auf Dauer ja auch nichts, er soll Dinge ja ruhig wahrnehmen, aber eben anders drauf reagieren, als in die Leine zu springen.
Aber wie soll ich ihn aus einer solchen Situation raus holen?
Ich kann ihn ja nur weg zerren, freiwillig kommt er nicht mit mir mit.
Er bringt sich ja immer selber in die Situation indem er auf den Gegenstand oder die Person zurennt.
Auch da würde ich mehr in Richtung Prävention arbeiten - Hund und Umgebung beobachten, gar nicht erst hinrennen lassen, sondern ihn allmählich und langsam an solche Situationen ranführen. Immer mit einer goldenen Mischung aus Ablenkung, damit es nicht in Streß ausartet und dem langsam Dran-Gewöhnen plus "Wunsch-verhaltens-Alternative", damit er lernen kann, was er statt Leine-Zerren machen könnte...
Ich habe sehr viel Geduld. Ich möchte nur nichts verpassen.
Also ich möchte nicht verpassen ihn an bestimmte Situationen zu gewöhnen.
Vielleicht ist es dann irgendwann zu spät?!
Und ich möchte nicht, dass sich sein negatives Verhalten einbrennt, weil ich zu lange abgewartet habe.
Ihr habt jetzt schon einiges erreicht, find ich! Zum Beispiel, dass er sich oft schon an Dir orientiert, sehr gut! Je mehr Du mit ihm machst und übst, desto mehr wird sich das auf sein allgemeines Verhalten auswirken. Die größten "Baustellen" brauchen auch am längsten, das ist leider oft so, aber Ihr habt jetzt schon so gute Fortschritte gemacht und mit ein wenig Hilfe in Sachen Hundebegegnungen wird das schon!
LG, Chris