*kaffee rüberschieb*
Na, wie war Euer Spaziergang im Morgengrauen?
LG, Chris
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Na, wie war Euer Spaziergang im Morgengrauen?
LG, Chris
Zitat
ABER wie verantwortungslos ist man denn, wenn man seine läufige Hündin ohne Leine laufen lässt und weiß, dass da unerzogene Rüden gleich an ihr dran sind. Willkommen zu den Ups-Würfen :/ :/
Ich denk mal, Du meinst ohne Leine UND unbeaufsichtigt?
Bei uns waren die Tage bis zu drei Dorf-Rüden gleichzeitig da - aber bis auf ein gewisses "Getümmel" mit insgesamt 8 Hunden war das in Sachen UPS kein Thema (es wird ja nicht gleich losgepoppt...) - mehr ein Thema waren meine kastrierten Rüden und die Fremd-Rüden und das "Aussortieren", als die Fremd-Rüden mit in den Hundegarten geschlüpft sind... Da sind bloß zwei Hände - noch dazu, wenn man die Tüdel-Oma an der Leine hat, verflixt wenig....
Aber trotz des Gewusels war alles problemlos machbar....
Chris, die sich die letzten Tage vorkam wie ein XXL-Verhüterli....
ZitatHallo,
also anfangs dachte ich ,dass die Hunde das untereinander regeln aber ich kann doch nicht zulassen das einer doll angegriffen wird und evtl. gebissen wird?!
Wo soll man eingreifen und wo nicht?
Hallo Susanne,
Hunde kommunizieren fortwährend miteinander - nicht erst, wenn einer von beiden knurrt, bellt oder gar den anderen angreift. Da spielt sich auf einer lautlosen, körpersprachlichen Ebene schon vorher einiges an Kommunikation ab.
Wenn Du Deine beiden einfach mal nur beobachtest, wirst Du schon einiges an Signalen erkennen können - lange bevor das erste Knurren oder eine Attacke erfolgen.
Das geht über das starre Anschauen, das s. g. Fixieren, wo die eine Hündin, die andere ganz fest anblickt und damit schon deutlich macht, dass wahrscheinlich ganz bald was passieren wird... Selbst ein Blinzeln, eine Kopfwendung, eine Veränderung der Körperhaltung - all das ist Kommunikation unter Hunden.
Hunde in einer Gruppe regeln also sowieso schon recht viel untereinander selbstständig und das ist auch völlig in Ordnung so- aber was wir als Halter mehrerer Hunde nun so gar nicht wollen, ist, dass dieses Selber-Regeln ein bestimmtes Ausmaß überschreitet. Bei mir ist das der Punkt, wo es zu Attacken mit "Beschädigungsabsicht" kommen würde.
Ich beschreibe Dir mal den Ablauf einer typischen - von mir je nach Verlauf geduldeten - Konfliktsituation unter meinen Hunden:
Abends - nach dem Betthupferl für die Hunde
Hund 1 liegt auf seinem Platz und schläft.
Hund 2 ist ein "Nahrungsmittelsuch-Hund" und immer auf der Suche nach irgendwelchen Bröseln...
Hund 1 hat erfahrungsgemäß mit Doggen-Sabber festgeklebte Brösel in den Lefzen hängen...
Hund 2 weiß das...und schleicht sich an Hund 1 an, um dem die Lefzen abzulecken....
Das paßt Hund 1 natürlich nicht, also wird kurz gebrummelt.
Hund 2 macht zwar einen Schritt zurück - geht aber wieder vor - weil, da ist ja noch ein Brösel, der gegessen werden will!
Hund 1 ist mittlerweile genervt, denn Hund 1 will ja schließlich schlafen!
Hund 1 brummelt noch mal deutlicher, nachdrücklicher und hebt dabei bereits den Kopf.
Hund 2 ist unbeeindruckt.
Hund 1 reicht es jetzt und schnappt mit lautem "RRROOOAAAH" in Richtung Schnauze von Hund 2 ab - ohne ihn zu treffen, das will Hund 1 noch gar nicht.
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
Hund 2 hat verstanden und zieht sich zurück (wozu meist schon allein die Druckwellen vom RRROOOAAAR ausreichen...)
Dann ist alles ok.
Oder:
Hund 2 nervt Hund 1 weiter.
Dann wäre der nächte Schritt - nachdem alle "Vorwarnstufen" durch sind - eine deutliche körperliche Maßregelung durch Hund 1 (Dogge) gegen Hund 2 (Yorkie-Mix) - letzterer ist recht "fragil" gebaut und nach Unfall gehandicapt - ich würd ihn ungern aus einem Doggen-Kiefer rauspflücken müssen...(was jetzt eine dramaturgische Übertreibung ist)
Und spätestens dann, wenn Hund 2 sich durch das warnende Abschnappen nicht beeindrucken läßt, komm dann ich.
Schick Hund 2 auf seinen Platz und wisch Hund 1 die Brösel von der Schnüß. (Was wir normalerweise immer machen, aber man übersieht ja auch mal was und sei es nur, um fürs Hundeforum ein Beispiel zu haben....)
"Sieger" ist in dem Sinne keiner.
Hund 2 hatte mit seinem Generve keinen Erfolg. Und musste den Schauplatz aktiv verlassen (das ist viel wirkungsvoller, als ihn zu nehmen und zur Seite zu setzen)
Hund 1 schläft nach dem Brösel-Abwischen einfach weiter.
Und Ruhe ist.
Du, Susanne, musst noch lernen, die Körpersprache Deiner Hunde richtig zu interpretieren. Und Dir Gedanken darüber machen, was Du in Deiner kleinen Hundegruppe an "untereinander regeln" zulassen willst.
Am besten läßt Du Dich bei Dir zuhause - denn in der Umgebung mit den meisten Ressourcen, um die sich gern gestritten wird, sieht man erst mal viel mehr an Kommunikation - von jemandem "beraten", der sich mit Hunden und ihrem Verhalten bestens auskennt.
Dann sitzt Ihr Menschen auf der Couch und kuckt "Dog-TV" sozusagen. Und der Hundekenner "übersetzt" Dir, was sich da gerade zwischen den Hunden und auch zwischen Hunden und Mensch an Kommunikation abspielt. Das wird einige AHA-Effekte geben....
Und dann musst Du selbst noch lernen, wie man einem Hund gegenüber - auf ihm verständliche Weise - Grenzen setzt. Auch da wirst Du sicherlich mit einem Hundetrainer am ehesten zum Ziel kommen.
Nun ist die Konstellation Deiner Hunde - sehr diplomatisch formuliert - eine recht ungünstige... Zwei Hündinnen, von denen die erste eh Dir gegenüber schon auffällig ist und die eifersüchtig auf die zweite Hündin ist - da braucht man schon sehr viel Wissen und Hundeverstand, um das "Gruppen-Management" zu schaffen. ohne dass die beiden Hundemädels sich spinnefeind werden...
Ich würde mir an Deiner Stelle noch mal einen Hundetrainer ins Haus kommen lassen - evtl. einen anderen als beim ersten Mal, denn Deine Schilderung der Couch-Empfehlungen ist nicht unbedingt das Non-plus-ultra für Dich und Deine Hunde und ich würde mir an Deiner Stelle in einer stillen Stunde tatsächlich mal ganz in Ruhe und ganz ehrlich mit mir selbst, überlegen, ob es wirklich diese beiden Hunde in dieser Konstellation sein müssen - denn wenn, kommt eine Menge Arbeit auf Dich zu - in erster Linie Arbeit an Dir selbst und an beiden Hunden, Grundlagenarbeit und weitergehendes Gruppen-Management.
Ohne diese Arbeit, wird es absolut in die Hose gehen.
LG und viel Erfolg,
Chris
Hmpf.
Meine Hündin hört brav - deshalb ist sie auch im Freilauf unterwegs. Allerdings, um nicht unnötig Verwirrung zu stiften, während der Zeit nur auf unserem eigenen Land oder von dem aus in den Wald...die Dorfrunde wäre Spießrutenlaufen...
Bei uns kommen eher die Dorf-Rüden zu Besuch...
Was dann mehr Probleme mit meinen "Kastraten-Jungs" gibt, weil kastriert hin oder her, aber ein Fremdhund hat da an der Hündin noch lange nix dran zu suchen...
Also alles in allem eine ziemliche "Hab-acht-Zeit"...., die bei uns jetzt bald mal rum sein dürfte...
LG, Chris
ZitatWOW, die Hunde bei euch können lesen?
Wahrscheinlich besser, als so mancher Ur-Einwohner....
*mal erwähn, dass ich zugezogen bin*
Jetzt aber... und Tschüß
So, Ihr Rüden-Halter, ich geh jetzt mit der läufigen Hündin raus....
Mal ne Frage am Rande - gibts ein extra-Wort für kastrierte Rüden?
Bei Schweinen ist´s der Borch, bei Pferden der Wallach...
Aber bei Hunden?
LG, Chris, die in ihrem 100-Seelen-Dorf einfach einen Zettel an die Dorf-Info-Tafel gepinnt hat "Achtung, unsere Dogge ist läufig..."
Unterpriviligierte Landbevölkerung mit DSL-Light ist einfach zuuuu langsam...
@ Aruna - Du hinkst der Zeit hinterher - gibts doch schon...
http://www.zdf.de/ZDFmediathek…fuer-liebeshungrige-Hunde
Chris
Das ist das Fiese, wenn es um Tiere geht...
Würdest Du so ein Auto kaufen? Einen Gebrauchtwagen? Mit unbekannten Macken, einen, den Du noch nie gesehen hast?
Nö.
(Ich will Tiere nicht mit Autos vergleichen, aber bei Tieren bleibt unsere Vernunft nur allzu leicht auf der Strecke, NUR DESHALB der Vergleich mit dem Autokauf...)
Aber bei Tieren wird gern auf die Mitleids-Schiene gedrückt.
Irgendwas ist oberfaul an der ganzen Sache - und Ihr könnt Euch einen Fehlgriff mit Euren Kindern nicht leisten - wenn der Vorbesitzer da kein Verständnis für hat...sein Pech.
LG, Chris
Ich schließe mich den Vorbeiträgen an - Finger weg.
UND: Fahr auf gar keinen Fall hin zum "nur-Ansehen" - zum Selbstschutz.
Uns fällt es immer schwer, sich dann doch nicht verantwortlich zu fühlen.
Einen älteren Hund in die Familie zu nehmen (die Idee finde ich übrigens gut) braucht einfach eine gewisse Vorbereitungszeit - da muss alles passen und unter Druck setzen lassen, zeitlich und wegen angeblicher anderer Interessenten, geht gar nicht...
LG, Chris