Beiträge von Bonadea


    Also ich habe generell nicht das Gefühl, dass "normale Hundehalter" über die Existenz eines Laufbandtests, oder eines "Belastungstest" Bescheid wissen.


    Dass sich da Leute wirklich soweit informieren, ist leider einfach so gut wie gar nicht existent. Das einzige was die schon mal gehört haben ist "freiatmend". Das ist DAS Schlagwort, wenn man ihren Hund auf Atemgeräusche oder Probleme anspricht:

    "Aber mein Züchter/Vermehrer/das Internet hat gesagt unser Hund ist freiatmend! Da haben wir extra drauf geachtet".


    Das Tier, das man dann auf dem Tisch hat, ist aber in den allermeistens einfach extrem brachycephal, sodass man einfach gerne die Stirn gegen die Tischplatte hauen würde.


    Ein Werbeversprechen reicht denen.

    Wirklich Nachweise wollen die meisten Käufer ja nicht mal haben.

    ...

    Hast du den Eindruck, das tut es? Also erlebst du sowas in der Praxis, dass Rasseliebhaber aufgrund der Tests ein Bewusstsein für das Problem entwickeln?


    Natürlich nicht.

    Die kennen on der überwiegenden Mehrheit weder diese Tests, noch den Begriff BOAS.


    Aber zumindest in verbandsorientierter Zucht gibt es einen Trend.

    Der Cambridge Test wird ja in der UK nun schon länger gemacht und dort gibt es immerhin ein recht gutes Zusammenspiel aus Forschung, Tests und Verbandszucht.


    Mir persönlich geht das halt trotzdem nicht weit genug. Aber wenn man zu radikal vorgeht, muss man halt alle Hunde rausschmeißen und du hast auch keine Züchter mehr, die mitmachen.

    Sehr zweischneidiges Schwert.


    Mich überzeugt der Test nicht wirklich. Er filtert vielleicht die wirklich krassen Fälle raus, aber er sagt nichts über den progressiven Verlauf aus, er sagt sehr wenig über echte Belastbarkeit aus und noch weniger über die Möglichkeit einer gescheiten Thermoregulation, wenn ihr mich fragt.

    Der BOAS Test nach Cambridge (ist nicht vergleichbar mit dem Laufbandtest oder dem Mopstest im VDH) ist nicht nach Belastung ausgelegt, sondern soll mit möglichst wenig Aufwand die meiste Aussagekraft über BOAS geben.

    Die Studien haben gezeigt, dass 10 Minuten nicht viel mehr Aussagekraft als 3 Minuten Bewegung haben - deswegen sind es "nur" 3 Minuten.


    Meine Gedanken dazu, die ich schon mal an anderer Stelle formuliert hatte ...

    BOAS 0 ...



    http://hundezucht-podcast.de/w…ads/2022/07/boaspugs.webp

    Ja, das war auch meine Überlegung. Ich nehme mir die Mali Hündin wirklich ran und mache unmissverständlich klar, dass die Sheltie unter MEINEM Schutz steht und falls da in irgendeiner Form eine Beschwerde ausgeht, dann sollen sie ihre Hufe selber machen.


    Ich habe leider zwischendurch immer wieder die Tendenz mich selbst klein zu machen, aber ich kenne, lese und verstehe Hunde und wenn der HH es nicht auf die Reihe kriegt, schade für die Malinois, ich kann das und ich werde zukünftig auch so agieren.


    DANKE EUCH !!!!!


    Also das würde ich definitiv nicht machen.


    1) du bist auf deinen Stallplatz angewiesen. Du hast kein Hausrecht, der Malihalter schon. Das Verhalten ist asozial und gefährlich - aber es liegt einfach nicht in deiner Hand und dass der Halter Einsicht zeigt, nachdem sich der Mali schon mehrere Hunde gekrallt hat ist einfach super unwahrscheinlich.


    2) der Mali ist doch nicht blöd und garantiert nicht so einfach zu beeindrucken. Du musst doch nur mal kurz abgelenkt sein und dann knallt es trotzdem. Evtl. machst du deinen Sheltie durch so eine Aktion sogar noch "interessanter" für den Mali ... auf keinen Fall würde ich das Risiko eingehen.

    Gitterkennel mit in den Stall, Sheltie reintragen, in die Box setzen und die Box vielleicht in eine ruhige Ecke, wo der Mali nicht dran kommt ...


    Wenn du sie nicht zu Hause oder im Auto lassen kannst, wäre das ein möglicher Kompromiss.

    Die sollten gar nicht mehr aufeinandertreffen.

    Kann tatsächlich sehr unschön enden.


    Dazu kommt, dass Shelties oft eine "Opferausstrahlung" haben und von anderen Hunden überhaupt nicht ernstgenommen werden.

    Mit den beschriebenen Tendenzen deiner Hündin, dass sie auch ein bisschen zur "Flucht" neigt (ist bei manchen Shelties ein Ding, kenne etliche die in Panik wegrennen und dann über Wochen (!) nicht mehr eingefangen werden können!!!), würde ich da konsequent eine Leine dran haben und dafür sorgen, dass solche Situationen nicht mehr passieren.

    Meine Bekannte ist Physio und sagt, sie hat sooo viele Shelties mit Schulter/Sehnen-Problemen, also alles im Frontbereich, was durch die schlechte Front kommt. Sind dahingehend nicht besonders gut gebaut, zumindest viele. Bei ihr sinds eher weniger Sporthunde, das find ich recht „interessant“. Sie hat hauptsächlich „normale Hundehalter“.

    Ansonsten stimmt, die Rasse ist schon gesund. Wobei ich von wenig Shelties (Ausnahmen bestätigen die Regel) lese, die über 13 werden. Aber vielleicht kommt mir das nur so vor.


    Würde ich auch so bestätigen, rein aus der Erfahrung heraus der letzten Jahre.

    Und was mir da besonders auffällt ist, dass das häufig wirklich speckige, ältere Hunde mit generell schlechter Muskulatur sind. Ich glaube, die sind dafür einfach noch besonders prädestiniert, weil sie diese Bandschwäche eben nicht ausgleichen können.


    Durchschnittsalter vom Sheltie empfinde ich persönlich auch als erschreckend "niedrig". Würde gefühlt sagen 10-12 Jahre?


    Klar, die "ganz alten" gibts natürlich auch (siehe Kaamis Vater zum Beispiel), aber auch schon wirklich viele, die relativ früh an Krebs erkranken.