Beiträge von Phantomaus

    Ich habe ja jetzt erstmal die Futtermenge erhöht: Wenn sie damit wieder mehr auf die Rippen kriegt, ist ja gut, oder?


    Eine Wurmdiagnostik/Wurmkur spreche ich trotzdem mal beim Tierarzt an, einen empfindlichen Magen/Darm hat sie eigentlich nicht. Und sie frisst ja draußen auch allen möglichen Mist, wenn ich nicht aufpasse, also kann das mit den Würmern schon hinkommen. Der Stress scheint ihr zumindest nicht sichtbar auf den Magen zu schlagen, sie kriegt keinen Durchfall o.ä.


    Mit dieser Stresstaktik war ich auch erst skeptisch, aber wir machen dadurch langsam Fortschritte. Zu diesen langen Intervallen hat mir natürlich ein Hundetrainer geraten, der sich unseren Umgang damit auch schon zweimal angeguckt hat.

    Ab und an fahre ich mal 10 Minuten für eine andere Strecke, aber eher so jedes zweite Wochenende. Ich habe aber auch Glück und eine super Gassigegend vor der Haustür, die ich immer mal variieren kann und wo ich unterschiedlich lange, verschieden gestaltete Routen habe mit Feld, Wald und Flüsschen. Ich schätze das sehr, dass ich weiß, was hinter der nächsten Kurve ist, wo Autos kommen könnten, wo (immer noch!) der tote Igel liegt und wo manchmal Pferde stehen. Ich gehe aber auch nie zwei ähnliche Runden an einem Tag. Das Wäldchen vor der Tür nutze ich z.B. nur morgens, für abends ist das nix. Und mittags bin ich ganz woanders.


    Außerdem habe ich einen miesen Orientierungssinn und bin in fremden Gegenden leicht gestresst: Ich muss mich konzentrieren, wo wir sind, aufpassen, was der Hund macht und noch vorausschauend gucken, ob irgendwas unvorhergesehenes kommt. Und entweder stehe ich dann nach einer halben Stunde wieder überrascht vorm Auto, oder ich hampel mir nach zwei Stunden mühsam anhand von Telefon und Sonnenstand zusammen, in welcher Richtung ich wohl ungefähr geparkt haben könnte.


    Außerdem: Wenn ich meine übliche Runde laufe und mal nichts spannendes passiert, bin ich viel eher geneigt, mich mit meinem Hund zu beschäftigen und kleine Übungen und Späße zu machen. Finde ich auch nicht schlecht.

    Das mit den Würmern haben wir noch nicht überprüft - von einer Sichtkontrolle der Häufchen mal abgesehen, und die sind unauffällig. Wie prüft man das - Kotprobe beim Tierarzt checken lassen?


    Und wie ist das eigentlich mit der Pubertät bei einem kastrierten Hund? Kann das hormonell überhaupt sein? Meine Hundetrainerin meint, das gäb's dann nicht. Und trotzdem stellt Jil sich oft genug so an als ob :???: .


    Es ist übrigens auch keine besonders plötzliche oder massive Gewichtsabnahme - sie war immer sehr schlank. Aber irgendwann denkt man dann plötzlich, nee, jetzt ist sie aber zuuu dünn. Ich kann sie aber nicht gut jede Woche wiegen - einen strampelnden 22-23kg Labbi nehme ich nicht so einfach auf den Arm und steige auf die Personenwaage...


    Mir ist aber noch was anderes eingefallen: Seit ein paar Wochen gehe ich mittags mit ihr unsere so genannte Stressrunde, um ihre Umweltsicherheit zu verbessern. Sie ist ein ziemlich ängstlicher Hund, was Straßenverkehr, Lärm und Menschenmengen angeht. Und wir üben das jetzt intensiver als bisher (meist eine dreiviertel Stunde lang, früher waren's nur 10 Minuten). Das muss ja auch anstrengender für sie sein...


    Zusammen mit den verlängerten Abends-länger-hell-Runden kann das natürlich gut der Grund sein, dass sie mehr Futter braucht. Trotzdem frisst sie ganz schön viel für einen dünnen Hund und ich frage mich, ob's die richtige Mischung ist...

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    Zitat

    Wenn ein solcher Sachkundenachweis vor Anschaffung eines Hundes nur einen einzigen Menschen davon abhalten würde, sich unbelastet von jedwedem Sachverstand und jedwedem Einfühlungsvermögen in die vielschichtigen Bedürfnisse eines Tieres, sich einfach mal so einen Hund anzuschaffen, wäre das schon ein Fortschritt.


    Das ist jetzt genauso populistisch wie die Sache mit dem kinderfressenden Pitbull des drogendealenden Jugendlichen.


    Ich bin nicht der Meinung, dass eine halbgare Verordnung besser ist als gar keine ist. Und gegen Dummheit oder bösen Willen (und damit haben wir's ja zu tun) käme nicht mal eine gute Verordnung an.


    - Wer ein Idiot sein will, wird es sein, obwohl er es offiziell richtig gelernt hat (sehen wir ja im Straßenverkehr - den Führerschein haben sie ja auch alle geschafft...)
    - Sachverstand und Einfühlungsvermögen lassen sich nicht verordnen: Wer's nicht begreift oder felsenfest an was anderes glaubt, wird sich nicht bekehren lassen.
    - Sowas wäre noch ein Grund mehr, einen Hund vom Polenmarkt zu holen - da wird ja nicht vor dem Kauf kontrolliert...
    - Für die Durchsetzung solcher Regelungen und Strafen bei Zuwiderhandlung braucht man Sanktionen. Wie sollen die aussehen? Geldstrafe? Nützt dem Hund nix. Hund einkassieren? Genug schwer vermittelbare Kandidaten in den Tierheimen hat uns ja schon die Kampfhundeverordnung beschert.
    - Was für Raubtiere halten sich dann die gesetzestreuen Idioten? Frettchen? Tasmanische Teufel? Sie würden irgendwas finden!



    Die paar hypothetischen Kandidaten, die von so einem Test profitieren würden (z.B. die eigentlich wohlmeinenden, die ein Tier nicht aus bösem Willen falsch behandeln) gehen in einer breiten Masse von okayen Haltern unter und lernen hoffentlich auch ohne Test irgendwann noch was dazu. Dann gibt's noch ein paar Premium-Halter (das sind wir hier alle, aber auf das Niveau kommt man nicht mit einem einzigen Test ;)) - und eine Handvoll Idioten, die man nicht ausmerzen können wird. Das alles zu reglementieren und zu kontrollieren frisst ein Heidengeld im politischen und im Verwaltungsapparat und die Zeit von gut bezahlten Leuten, die hoffentlich wichtigeres zu tun hätten als sowas. Von den paar Euro, die millionenfach für den Test zu entrichten wären und die auch irgendwo sinnlos versickern würden mal ganz abgesehen.


    Für die Härtefälle und damit die Allgemeinheit nicht tatenlos Misständen gegenübersteht, gibt es ja schon ein paar Gesetze - unter anderem das Tierschutzgesetz.

    Ich kaufe das Platinum 30kg-weise und mein 22kg Intensivfresser kommt damit etwa zwei Monate hin. Also sind das circa 50 EUR im Monat. Wenn ich da meine Vorposterin lese, wäre ich mit Barfen wohl auch günstiger dran. Außer, sie würde auch davon doppelt soviel wie andere brauchen...

    Ich frage mich momentan, ob ich meinem Hund das richtige Futter füttere: Derzeit bekommt sie Platinum Puppy und etwa eine Handvoll (ca. 50g) Bestes Futter Fenrir oder andere gute Trockenfutterbrocken als Leckerchen. Insgesamt kriegt sie ca. 500g, ungefähr das doppelte der Fütterungsempfehlung.


    Sie ist aktuell mal wieder zu dünn und man sieht ihre Rippen. Ich schiebe das auf schönes Wetter, länger draußen sein und wieder planschen können. Jil ist draußen wirklich sehr aktiv und im Freilauf, speziell wenn Hundekumpels dabei sind, praktisch nur im Galopp unterwegs. Drinnen ist sie aber absolut unauffällig und döst den größten Teil des Tages.


    Meine Frage ist nun: Sollte sie vielleicht ein Futter mit weniger Protein bekommen oder mit mehr Fett oder mehr Kohlehydraten? Ich steige da nicht durch, wann man welchen Faktor erhöhen oder verringern sollte. Oder sollte ich einfach noch mehr Platinum reinschaufeln und dann passt das? Das ist ja nach allem, was ich hier gelesen habe, schon ein Futter, das gut reinhaut... Ich zögere, ein Hochleistungsfutter zu nehmen, denn sooo viel macht sie nun auch nicht: Morgens 1/2 Stunde Freilauf, mittags 1/2 bis 1 Stunde an der Leine, abends aktuell 1 bis 1,5 Stunden Freilauf.


    Oder kann's an was anderem liegen? (Zum Beweis, dass ich die Suchfunktion bemüht habe: Ihre Schilddrüsenwerte habe ich vor zwei Monaten überprüfen lassen, die sind in Ordnung.)


    Ihre zwei bis drei Häufchen sind eher klein bis normal. Bis vor ein paar Wochen habe ich dreimal täglich gefüttert, jetzt gibt's mittags nur noch eine Snackportion und morgens und abends entsprechend mehr.


    Irgendeine Idee oder Empfehlung?

    Zitat

    Auch wenn du die gar nicht meinst, konditionierst du die anderen automatisch auch auf die Pfeife.. Würdest du anderen Hunden einfach nie was geben, würden die auch nicht Schlange stehen und hätten keinen Futterneid... nur mal meine Meinung dazu ;)


    Ja, weiß ich. Ein, zwei von denen sind hundertprozent darauf konditioniert, da bitte ich die Halter auch schon mal, mir ihren von der Pelle zu halten. Ich habe es allerdings mehr als einmal erlebt, dass Hunde, die nichts abgekriegt haben, dann sehr unschön über meinen Hund hergefallen sind... Da liegt's immer daran, welcher Hund da schnorrt und ob man den abwimmeln kann. Dass ich grundsätzlich was dabei habe, wissen die ja alle...


    Ich bin übrigens nicht auf klassischen Hundewiesen unterwegs, wo zehn oder zwanzig Hunde auf begrenztem Raum spielen, sondern das ist eher bei zufälligen Einzelbegegnungen auf dem Feld, wo man mal stehen bleibt und mit dem Halter quatscht. Und ich rufe dabei ja auch nicht ständig meinen Hund zum Essen, sondern nur in Akutsituationen (Auto, Fahrradfahrer oder Leinenhund im Anflug).

    Ich habe das anfangs auch gefördert und fremden Leuten (und vor allem Kindern) extra meine Leckerchen in die Hand gedrückt - weil Jil wirklich Schiss hatte vor anderen Menschen. Inzwischen hat sich das gegeben und sie kriegt nur noch selten was von anderen. Es sind hier nur wenige Hundehalter, die ungefragt jedem Hund was reinschieben, insofern sehe ich das nicht so eng.


    Ich habe eine Gassi-Freundin, die manchmal kleine Kommandos an meinen Hund richtet und ihr dafür auch was gibt, das finde ich okay. Sie soll ruhig auf diese Person hören, vielleicht brauche ich sie ja mal als Notfall-Betreuung...


    Ich selber gebe allerdings ab und an ein paar Brocken an Fremdhunde raus: Nämlich wenn ich meinen Hund für's Rankommen belohne und andere Hunde das mitkriegen - damit es keinen Futterneid und -streit gibt. Das wissen die betreffenden Halter auch und sie haben ja die Möglichkeit, ihren von mir wegzurufen, wenn ich nach Jil pfeife. Einfach für Niedlichkeit was verteilen mache ich auch nicht.