Beiträge von segugio

    Hallo Spike,


    was für eine Art von Kohlenhydrate verträgt er denn nicht? Ich habe einen Getreide- und Kartoffelstärkeallergiker zu Hause. Dafür gibt es mittlerweile eine relative große Auswahl an Trockenfutter, die kein Getreide bzw. keine Kartoffeln enthalten.


    Ansonsten bin ich vor rd. 8 Monaten aufs Barfen umgestiegen. Soweit ich das überblicken kann, sind da so gut wie gar keine Kohlenhydrate drin. Ich habe eine Lieferantin, die mischt mir das Futter vor, frostet es ein und ich bekomme Tiefkühlpakete. Spurenelemente, Vitamine und was er sonst noch so braucht, bekommt er über grünen Blättermagen, der dieser Mischung beigefügt ist. Das verträgt er super und vor allem frisst er es extrem gern.


    Lg

    Hallo Dornteufel!


    Soll es denn unbedingt ein Welpe sein? Wie wäre es denn mit einem "Gebrauchten"? Ich habe alles durch: eine "Abgelegte", einen vom Tierschutz aus einer Beschlagnahmung", einen Geschenkten, zwei Spanierinnen von der Straße und natürlich auch einen Welpen.


    Am alleranstrengendsten fand ich meinen Welpen. Es ist am Anfang wirklich wie mit einem Baby: Nachts aufstehen, 4 mal am Tag füttern und immer auf der Lauer, weil man den Welpen natürlich schnell stubenrein bekommen will. Dann Grunderziehung , Welpenstunden, Junghundestunden evtl. Ausbildung und Prüfung. Dazwischen liegen dann noch 15 Paar zerkaute Schuhe, angefressene Teppiche und/oder Stuhlbeine, vergrabene Handys und zerfetzte Zeitungen und Bücher.


    Mit meinen Hunden aus zweiter bzw. dritter Hand war alles einfacher. Zum einen sind sie erwachsen und Du erlebst in der Regel keine Überraschungen, d. h. wenn Du z. B. einen Hund aus dem Tierschutz nimmst, wissen die Leute in der Regel sehr genau, was für welche Eigenschaften und u. U. Macken der Hund hat.


    Es spielte für die Bindung keine Rolle, ob ich Welpen oder erwachsene Hunde bei mir aufgenommen habe. Alle Hunde haben bzw. hatten sehr enge Bindungen zur Familie geknüpft.


    Und für Deine persönliche Situation (Hund mit ins Büro) lässt sich bestimmt ein Hund finden, von dem man weiß, dass er lieb ist und von Anfang an mit ins Büro genommen werden kann.


    Denk doch mal drüber nach.


    LG

    Hallo Anntschi,


    ich glaube auch, dass Du einen kompetenten Hundetrainer aufsuchen solltest.


    Aber einen Trost habe ich für Dich: Es ist immer einfach, alle Verhaltensauffälligkeiten auf das Unvermögen des Hundehalters zu schieben. Die Hunde bekommen aber eine Menge an Wesenszügen mit in die Wiege gelegt. Du hast da eine wirklich brisante und darüber hinaus pupertierende Mischung am Strick. Beide Rassen sind absolute Arbeitstiere und der HS bringt darüber hinaus auch noch ein große Portion Schärfe mit. Ich glaube, das ist wirklich nicht leicht zu handeln.


    Viele Hunde stecken Erziehungsfehler ganz souverän weg, andere nicht. Deiner scheint zu der zweiten Sorte zu gehören. Ich würde mir wirklich möglichst schnell Hilfe holen, bevor sich das Verhalten Deines Hundes festigt. Auch würde ich mit ihm sofort das Arbeiten anfangen. Denn wer arbeitet, der pöbelt nicht!


    Liebe Grüße

    Hallo!


    Ich habe auch eine relativ lange Odyssee im Laufe der Jahre mit meinen Hunden durch: von "normalen" Hundeschulen bis hin zur Hundetrainer-Prominenz. Habe von jedem etwas mitgenommen, durchaus auch mal was Positves. Aber am Grundproblem hat das nie etwas geändert. Letztendlich bin ich bei einem Trainer gelandet, der nicht den Hund geschult, sondern mir eine "Gehirnwäsche" verpasst hat. Seit dem sehe ich das alles deutlich entspannter und mein Hund auch!

    Hallo Grinchi,


    ich kann Deine Vorbehalte zu Barfen verstehen. Ich habe immer mal wieder etwas über das Barfen gelesen. Abgeschreckt haben mich immer diese Futterpläne, Pülverchen, absolut lebensnotwenige Zusätze usw. Ich habe dann immer dankend abgewunken, weil ich keine Lust hatte drei Mal soviel Zeit für das Futter meiner Hunde aufzubringen, als für meine eigenen Mahlzeiten. Außerdem klang das alles furchbar kompliziert.


    Ich habe jetzt aber einen steinalten Rüden, der auf einmal auf alle Trockenfuttersorten mit Dauerdurchfällen reagiert hat. Daneben habe ich einen kleinen Dackel aufgenommen, der so dünn war, dass ich ihm am liebsten "Zucker in den A..." geblasen hätte. Der wollte überhaupt nicht fressen, etliche Sorten Trockenfutter und Nassfutter ausprobiert. An den war wirklich kein Gramm dranzubekommen, obwohl er unbedingt zunehmen sollte.


    Ich habe dann einen Tipp bekommen; es gibt eine Lieferantin für Rohfutter, die ich angerufen und mein Problem geschildert habe. Sie hat mir speziell für die Hunde eine Futtermischung zusammengestellt. Da brauch ich weder Pülverchen noch sonst irgendwelche Zusätze. Ich bekomme es fix und fertig portioniert und tiefgekühlt. Ist kaum teurer als die Premium-Trockenfuttersorten, die ich vorher gefüttert habe und ist vom Handling her auch nicht aufwändiger als Trockenfutter.

    Mein alter Rüde hat mittlerweile wieder eine geregelte und stabile Verdauung und mein kleiner Dackel kann die Futterzeiten gar nicht mehr abwarten. Er hat mittlerweile sein Normalgewicht. Das ist jetzt 8 Monate her und von Mäkeln ist keine Rede mehr.

    Hallo Birgit,


    habe die gleichen Erfahrungen mit Metacam gemacht. Unser alter Rüde hinkte wegen seiner Gelenke sehr stark. Nach gut 14 Tagen bekam er Durchfall und fing an zu Brechen. Das gleiche bei Rimadyl. Ein pfiffiger Tierarzt gab mir ein homöopathisches Mittel. Damit hat er ein gutes Jahr ziemlich schmerzfrei ohne weitere Medikamente gelebt. Jetzt geht es leider nicht mehr ohne - das einzige Mittel, was er vom Magen her seit gut 6 Wochen verträgt ist Novalgin.


    Ich hoffe, es hilft Dir weiter


    Grüße

    Zitat

    Eine Kastration darf auf keinen Fall als Erziehungserleichterung gesehen werden.
    Ein Rüde, der schon einige Male gedeckt hat, weiss wie es geht und wird seine Triebe auch durch eine Kastration weiterhin ausleben - nur ist er dann nicht mehr zeugungsfähig.


    Tja, zum Thema abhauen...nun ja, wenn ihr es wisst, müsst ihr ihn halt besser beobachten und dafür sorgen, dass er keine Möglichkeit bekommt abzuhauen...


    Hallo Wiebke und die Aussiebande!


    Meinst Du wirklich Kastration, wenn Du schreibst, das Verhalten würde sich nicht ändern? Soweit ich informiert bin, werden bei der Kastration doch - anders als bei der Sterilisation - die Keimdrüsen entfernt und die "hormonelle Haushaltslage" ändert sich damit doch zwangsläufig. Das hat dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Auswirkung auf das Verhalten des Hundes.

    das ist sehr interessant...jetzt kommen wir der "Sache schon näher auf den Grund"...so ganz hab ich das mit dem Verhaltensreportoire noch nicht ganz verstanden ( ich weiß das ist schwer zu erklären)...ich bin Ersthundebesitzer und kann da noch nicht ganz unterscheiden, was wirklich instinktgesteuert bedeutet...meinst Du damit, das ein Husky eher auf seinem Verhalten "beharrt" und gar nicht nach einer ANDEREN Möglichkeit, um seinen Willen zu erreichen, "sucht"...sondern eher schneller instinktgesteuert REAGIERT.
    ...oh je... wenn ich jetzt völlig was Falsches schreibe, dann sag es bitte...es ist halt interessant darüber mehr zu erfahren. :smile:[/quote]



    Du hast recht, es ist wirklich sehr schwer zu erklären, Du hast mit beiden Sachen irgendwie recht.


    Zum einen hatte unsere Hündin gar kein Interesse daran, etwas uns zu Gefallen zu tun. So wie es unsere Jagdhunde machen, die wollen gefallen. Sie konnte wirklich alles, was ein gut erzogener Hund so tut: Sitz, Platz, Bleib, Warte, Komm usw. ABER nur, wenn es für sie in diesen Situationen von Vorteil war und das hieß, ich musste ihr vorher zeigen, was es als Belohnung dafür gab, dann machte sie alles zügig und sehr prompt. Erschien es ihr nicht lohnenswert, hat sie dankend abgewunken. das hieß, sie hat sich einfach verweigert. Auf Locken hat sie gar nicht reagiert und mit Druck konnte man bei diesem Hund gar nichts ausrichten, sie legte sich dann einfach hin, kniff die Augen zusammen und rührte sich nicht mehr. Also ging es bei ihr nur mit "Trick 17".


    Meine Jagdhunde lernen viel nach Versuch und Irrtum. Das heißt bspw., ich habe etwas, was sie gerne möchten. Die Jagdhunde haben nun durch bestimmte Verhaltensweisen oder Taten versucht, an das Objekt der Begierde zu kommen. Dabei probieren sie ersteinmal alles aus, was sie schon können, und wenn das nicht zum Erfolg führt, werden die echt erfinderisch. In dieser Phase habe ich nicht korrigiert oder anderweitig reagiert. Sobald die von mir gewünschte Reaktion der Hunde erfolgt, kommt das Erfolgserlebnis für die Hunde. Das behalten die Hunde sofort. Das hat bei der Husky-Hündin gar nicht funktioniert. Sie wusste, dass Sitz oder Platz positiv ist, also hat Sie EINMAL Sitz und dann EINMAL Platz gemacht und wenn es das nicht gebracht hat, hat sie mir sehr deutlich zu verstehen gegeben: "Du mich auch!" und das wars dann.


    Und das einfachste Verhalten für instinkgesteuert - ich weiß, dass ist jetzt ganz simpel - war bei ihr das Mausen. Ein Mauseloch sehen und einen Fuchssprung machen war eine einzige Bewegung. Sie konnte einfach nicht anders. Ich hätte ihr auch davor ein totes Huhn legen können, sie hätte das Huhn ignoriert und wäre auf das Mauseloch gesprungen. Meine Jagdhunde mausen auch gern, wären dann aber ins Grübeln gekommen ....

    Zitat

    Die Frage für mich ist ja auch ...WAS macht ein Husky, wenn er wirklich mal nicht genug "Bewegung" hat...


    Was ich meine ist der Husky in seinem Charakterverhalten wirklich ähnlich eines Wolfshundes...was ist dran an der "Mär"???



    Also, was macht ein Husky, wenn er nicht genug Bewegung hat? Unsere Husky-Hündin hat dann immer "gelesen". Sie hat sich Bücher aus dem Regal geholt und sie zerfetzt - nicht nur eins.


    "... Charakterverhalten wirklich ähnlich eines Wolfhundes ???"
    Nach meinen Erfahrungen mit meiner Husky-Hündin sind Huskys einfach "instinktgesteuerter" und somit ursprüngicher als andere Hunde. Sie haben einfach nicht so eine große veränderliche "Verhaltenspalette" wie die Jagdhunde, die wir immer hatten und immer noch haben. Das soll nicht heißen, dass sie dümmer als unsere anderen Hunde war, sie war unglaublich clever, sie hatte aber ein Verhaltensreportoire, aus dem konnte sie irgendwie nicht heraus. Das hatte für mich einen riesigen Vorteil: Sie war so berechenbar. Und bemerkesnwert fand ich auch, dass sie nur einmal im Jahr läufig wurde und ihren Pelz zweimal im Jahr innerhalb von einigen Wochen gewechselt hat: genial!