Beiträge von MissX

    Hallo!


    Also so wie ich es verstanden habe, konntet ihr sie ja vorher allein lassen und nun geht das nicht mehr. Also die Monate vorher ist sie vollkommen problemlos 5 bis 6 Stunden allein geblieben?


    In über 90% der Fälle tritt dieses Verhalten auf wenn der Hund unterfordert ist. Wenn man mit dem Hund nur 30 Minuten um den Block geht, kann man beispielsweise nicht von ihm erwarten 5-6 Stunden allein zu bleiben. Wobei eigentlich 5 Stunden für mich schon die absolute Obergrenzen wären.
    Deshalb würde ich erst mal davon ausgehen. Probiert mal aus, den Hund vorher rassetypisch auszulasten => also körperlich (längerer ca. 1 Stunde Spaziergang, wo sie frelaufen kann) und gleichzeitig "geistig" (Spiele, Tricks etc.). Nach dem Spaziergang einplanen noch eine Zeitlang in der Wohnung zu bleiben damit er Hund der vom Spaziergang wahrscheinlich hochgepusht ist zur Ruhe kommen kann.
    Zusätzlich den Hund beim Wiederkommen und Weggehen nicht hochpushen. Also ganz ruhig ohne eine Wort und ohne Beachtung des Hundes die Wohung verlassen. Und bei Wiederkommen den Hund nicht überschwenglich begrüßen, sondern nur kurz ruhig streicheln und dann nicht weiter beachten.
    Ja und ich würde ihr erst mal auf nur den Flur zur Verfügung stellen.


    Also ich würde das mal ein paar Tage ausprobieren. Wenn ihr Glück habt, ist damit dann das Problem gelöst.

    Also so was kann echt super viele Ursachen haben. Deshalb kann das letztendlich nur der Tierarzt beurteilen.
    Meine Hündin ist mal beim Springen blöd aufgekommen und hatte dann eine leichte Verletzung an der Wirbelsäule und Rückenschmerzen. Das hat sich bei ihr dann so geäußtert das sie auch so breitbeinig gegangen ist und eben einen ganz steifen Rücken hatte, also sie hat versucht den Rücken beim Laufen nicht mehr zu bewegen und wollte logischerweise auch keine Treppen mehr gehen. Sie ist auch immer ganz langsam aufgestanden und hat sich erst mal gestreckt, vermutlich hatte sie in dieser Streckposition weniger Schmerzen. Nach dem Aufstehen war es besonders schlimm. Beim Tierarzt hat sie dann eine Spritze gegen die Schmerzen und Tablette bekommen und sie durfte 2 Woche nicht springen und rennen. Dann war zum Glück wieder alles in Ordnung und sie hatte auch nie wieder Probleme damit. War irgendwie so eine Art verschobener Wirbel. Ist er denn am Tag vorher viel gesprungen oder aus großer Höhe irgendwo runtergesprungen, hat er super wild mit anderen Hund gespielt?


    Bei deinem Welpen kann es natürlich auch was anderes sein. Kreislauf oder so. Also geh' lieber so schnell wie möglich zum Tierarzt.

    Zitat

    Was ich machen würde (und ich seh schon die Leute den Knüppel rauasholen :D ) ist, das Zähnefletschen anzuclicken. Denn es liegt ja in ihrer Eskalationsleiter vor Abshnappen und damit immer noch "netter" sozusagen.


    Mmmh, interessante Idee... Aber was ich mich frage, ob das wirklich auf Dauer funktioniert? Also reduziert dieses Training aggressives Verhalten? Der Abbruch des aggressiven Verhaltens könnte dadurch vielleicht besser klappen. Aber ich meine letztendlich wird ja aggressives Verhalten bestärkt. :???:

    Also als Welpe hat es sehr gut geklappt. Ich glaube damals nach der Eingewöhungszeit habe ich ca. 1 Monate mit Schleppleine geübt und dann lief sie ohne. Aber so genau weiß ich das gar nicht mehr. Naja, dann wurde sie älter und kam in die "Pubertät" und hat häufiger so getan als ob sie alles vergessen hat. Deshalb hab' ich dann das Schleppleinentraining wieder weiter gemacht. :hust: Naja, und so mit ca. 1 Jahr konnte sie dann wirklich zuverlässig frei laufen.
    Ja, so ungefähr war der Ablauf.

    Ja, Hund sollten keine Leckerlis von fremden annehmen. Es kann sein, dass sie zu anderen hinlaufen und die Gefahr besteht ja auch, dass sie mal etwas vergiftetes fressen. Ich würde das nicht zulassen und klar sagen, dass ich das nicht möchte. Und zwar sehr deutlich. Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich dreist von dem Kerl und würde mich auch aufregen.


    Zum dem Welpen über die Schnauze greifen: Kann natürlich sein, dass er stark zugedrückt hat, dass löst dann Schmerz aus. Aber erwachsene Hund zeigen dieses Verhalten auch, in dem sie mir ihrer Schnauze, die Schnauze des Welpen zuhalten, um deren Verhalten zu kontrollieren. Instinktiv verhalten sich Welpen dann unterwürfig. Also ein "Spielquiken" war es nicht. Der Welpe wurde quais unterworfen und dann quiken sie auch manchmal, weil ihnen das nicht passt. Aber spielen ist was anderes. Ob man diesen Schnauzengriff als Mensch überhaupt anwenden sollte, um den Welpen zu erziehen, ist sowieso fraglich.


    Ja, und ein Welpe sollte nicht zu lange spazieren gehen und nicht zuviel rumrennen, nicht andauernd Treppen steigen etc. Da er bei STÄNDIGER Überlastung im Welpenalter später als erwachsener Hund Gelenkprobleme etc. entwickeln kann.

    Zitat


    Sie ist gesund, sie ist munter, sie frißt gut und ist guter Dinge.


    Da diese Veränderung scheinbar so plötzlich kam, könnte dennoch auch was körperliches dahinterstecken.
    Wenn es Hunden nicht richtig schlecht geht, merkt man ihnen Krankheiten oft nicht sofort an. In der Natur war es überlebenswichtig Krankheitssymptome zu verstecken. Dies machen Hund auch heute noch. Also wahrscheinlich ist es nichts körperliches, aber ich würde auf Nummer sicher gehen.


    Wie habt ihr euch denn Verhalten, wenn sie in die Wohnung gemacht hat? Auffällig ist ja wirklich, dass sie es gerade nicht macht, wenn ihr nicht da seid ... Vielleicht habt ihr es unbewusst irgendwie positiv verstärkt? :ka:


    Vielleicht hat sie auch verknüpft: "Wenn ich draußen mache, muss ich gleich danach wieder in die Wohung" und deshalb zögert sie es hinaus?
    Macht sie jetzt gar nicht mehr draußen?
    Wo geht ihr denn mit ihr spazieren?

    Zitat


    Überschreitet dieser Hund eine gewisse Nähe zu ihr, zickt Fala ihn an, aber sie möchte ja anfangs zu ihm, sprich sie unterschreitet ja die Nähe. Wenn sie so starke Angst vor anderen Hunden hätte, dann müsste sie doch gar nicht erst hinwollen?


    Ich denke, sie möchte den Hund nicht mehr so nah haben, dass er sie beißen kann. Aus der Distanz scheint es daher für sie ok. Also eigentlich möchte sie spielen, aber dann wird es ihr irgendwann zu viel. Oder vielleicht wurde sie auch an einer bestimmten Körperregion gebissen und sie reagiert aggressiv, wenn der Kopf des Hundes in dessen Nähe kommt ... Aber es ist ja schon mal gut, dass sie auch immer wieder ohne Aggressivität mit anderen Hund spielt. Ich würde das Verhalten dann auch loben. Durch Worte etc. Und wenn sie aggressiv reagiert sofort ruhig weitergehen und den Hund folgen lassen. So signalisierst du ihr, dass du keinen Stress willst.


    Warum sie das am Anfang nicht gemacht hat, ist aus der Distanz schwierig zu beurteilen. Dazu müsste man den komplette Ablauf der Art und Weise kennen, wie sie vorher und jetzt mit anderen Hunden kommuniziert hat.


    Hat sie sich denn bei der Vorbesitzerin auch schon genauso verhalten oder ist das Verhalten jetzt bei dir ganz neu aufgetreten?


    Es könnte beispielsweise sein, dass sie durch den Umgebungswechsel etc. eingeschüchtert war und dass sie deshalb zunächst durch andere Kommunikationsmittel versucht hat Hunde auf Distanz zu halten. Distanzvergrößerendes Verhalten ist zum Beispiel auch: angelegte, nach hinten gerichtete Ohren, Kopf oder Körper abwenden, eine Vorderpfote hoch heben, Nackenhaare aufstellen, Erstarren usw. usw. Hunde kommunizieren da sehr vielschichtig. Nach der Eingewöhnungszeit geht sie dann vielleicht in der Kommunikation nun jetzt etwas "mehr aus sich heraus" => Steigerung => Zähne fletschen und in die Lift schnappen. Vor allem weil es vielleicht Hunde gab, die die eher unaufälligeren distanzvergrößernden Abbruchsignale einfach nicht respektiert haben. Normalerweise gehen immer erst solche unauffälligeren distanzvergrößerende Signale vorraus.
    Aber das sind alles nur Vermutungen. Das kann ich von hier aus nicht beurteilen. Und falls das Verhalten jetzt erst ganz neu aufgetreten ist, liege ich damit sowieso falsch.
    Hund kommunizieren durch soviele Details miteinander, die nur in einer bestimmten Kombination, in einer bestimmten Situation Rückschlüsse zulassen, warum sich der Hund gerade genau so und nicht anders verhält und was er damit zum Ausdruck bringen möchte. Das kann man aber nur erkennen, wenn man den Hund direkt erlebt.

    Also ingesamt finde ich es schon gut, wie du es angehst.



    Zitat

    Vorbesitzerin sagte uns zumindest, das sie bereits zweimal von einem Schäferhund und einmal von einem Boxer gebissen wurde inwieweit gebissen (ob starke Blutung o.ä. kann ich aber nicht sagen) und seitdem eher Angst vor bulligeren Hunden und Schäferhunden hätte.


    Das erklärt natürlich ihre Unsicherheit und dass sie größere Hund unbedingt auf Distanz halten will.
    Im Grunde kannst du deinen und ihren Stress nur reduzieren, wenn sie positive Erfahrungen mit größeren Hunde macht. Ideal wäre es wenn es einen Hund gäbe, der sehr selbstsicher und ruhig auftritt. Da müsste man gezielt mit ihr trainieren. Aber dazu bräuchte sie halt einen "Übungshund" oder am bestern mehrer. Vielleicht durch eine Hundschule. Viele Hundetrainer haben ja eigene Hunde, die sie auch für solche Zwecke einsetzen.
    Bei ihre ist ja jetzt logischerweise die Verknüpfung entstanden: alle großen Hunde bringen , Schmerz, Angst, Gefahr. Vollkommen logisch, dass sie die natürlich die vermeintliche Gefahr und den Schmerz auf Distanz halten will und dies durch Zähne fletschen und in die Luft schnappen deutlich signalisiert. Wenn sie positive Erfahrungen macht wird diese Verknüpfung etwas "aufgeweicht" und sie wird lernen, dass nicht alle großen Hund eine Gefahr bedeuten. Dies kann sie aber nur, wenn sie regelmäßigen längeren Kontakt zu (großen) Hunden hat ohne Fala dabei zu überfordern.
    Anders geht es, zumindest meiner Meinung nach nicht. Wenn Fala es schafft durch kurze Hundekontakte, andere Hunde durch ihre Drohgebärden auf Distanz zu halten, bleibt das bei ihr im Gedächtnis haften als: "Glück gehabt, "Gefahr" gebannt.". Es ist ja für sie eine Art Belohnung, wenn der andere Hund dann versteht, dass sie Distanz möchte und dann eben auch etwas Abstand hält = Die innere Anspannung wird weniger. Deshalb ist es sozusagen ein selbstverstärkendes Verhalten.
    Durch Abbrechen oder Unterbrechen des Verhaltens wird sich an dem Grundproblem nichts verändern.

    Wie alt ist Fala?
    Wie ist beim Anknurren ihre Körpersprache? Stellung der Rute und der Ohren?


    Ich vermute aber jetzt schon, dass sie eher unsicher ist und wahrscheinlich als Welpe/junger Hund nicht ausreichend Kontakt zu anderen Hunden hatte.


    Was man auf keinen Fall machen sollte ist den Hund zu beruhigen und mit ruhiger Stimme auf ihn einzureden => klingt wie ein Lob.
    Auch ein laute Nein! eher nicht => klingt aggressiv und verstärkt die Aggression.
    Ehrlich gesagt ist es ja, so wie es klingt, auch noch im Rahmen des normalen Hundverhaltens. Sie ist unsicher und fletscht die Zähne und "beißt" in Luft. Alles nichts ungewöhnliches und auch erst mal nichts, wo man direkt eingreifen sollte. Falls der andere Hund nicht auf Distanz geht und sich das ganze hochschaukelt, würde ich sie einfach an die Leine nehmen oder rufen (falls die in solch einer Situation hören sollte) und dann kommentarlos weitergehen. Keine große Sache draus machen.


    Ideal wäre, wenn der Hund viel Kontakt mit den Hunden hätte mit der er sich gut versteht. Ansonsten in solchen Situationen dem Hund Ruhe und Sicherheit geben. Durch ruhige Bewegungen etc. Der Hund merkt sehr schnell, wenn du unsicher wirst und das überträgt sich auf ihn.


    Meine Hündin hat zum Beispiel zu aufdringliche Rüden und manchmal auch Hündinnen immer durch Zähne fletschen und in die Luft beißen auf Distanz gehalten. Das fand ich absolut in Ordnung, weil es eben zu normalen Hundkommunikation gehört. Sie war auch eine zeitlang etwas zu ängstlich. Ich denke, dass es bei deinem Hund ähnlich ist, weil sie durch ihr Hinlegen, die anderen Hunde ja schon im Vorfeld beschwichtigt. Ich habe es so gelöst, dass ich sie immer frei laufen ließ und wenn andere Hund kamen, habe ich so getan als würde ich die anderen Hund gar nicht sehen und bin weiter gelaufen. Also gar nicht bei den anderen Hunden stehen geblieben. Sie hat dann zwar auch ab und zu geknurrt, aber dann hat sie gesehen, dass ich schon weiter gegangen bin und kam mir hinterher. Und kannst sie ja ggf auch 1x rufen. Dazu hatte sie noch sehr viel Kontakt zu anderen Hunden. So hat sich das dann zumindest bei meinem Hund auf ein normales Maß runtergeschraubt. Also keine große Sache draus machen, viel positiven Kontakt zu anderen Hunden und an fremden erst mal einfach vorbeilaufen, sie machen lassen, aber weiter gehen, damit es nicht zu stressig wird und sich nicht weiter hochschaukelt.