Nein, eher im Gegenteil. Die Kleinen flitzen problemlos rauf und runter, und falls sie krank/uralt werden, kann man sie prima tregen. Die Probleme haben die Großen: im Aufwachsen wackligere Statik, ausgewachsen schwerer zu transportieren, falls mal was ist.
Beiträge von terriers4me
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Ich habe ganz früher die "Laborbeagle" einer TiHo kennengelernt, eine Gruppe von sechs Hunden, an denen die Studis Spritzen und Blutabnehmen lernten. Die waren derart gutmütig (und natürlich zum Dank rundumbetütelt), dass sie tatsächlich von sich aus ankamen und einem die Pfote hinhielten - sowas könnte ich mir bei kaum einem anderen Hundetyp vorstellten.
Diese Hunde wurden regelmäßig ausgewechselt, d.h. nach einer gewissen Dienstzeit in Privathände vermittelt, und gingen ihrer Nettigkeit wegen reißend weg. Eine Hündin als Familienhund in unsere Nachbarschaft, wo sie ein langes, glückliches Leben führte.
Außerdem habe ich vor ein paar Jahren beim Spazierengehen eine Dreiergruppe kenengelernt, nacheinander aus einem großen Konzernlabor übernommen, deren Halterin ebenfalls total begeistert von ihren Hunden war, und auch weiter welche nehmen wollte. Sie sagte, sobald sie über die Anfangsschwierigkeiten hinweg seien, also damit klarkämen, dass die Welt doch ziemlich groß ist, wären sie nichts als entzückend und ganz "normale" Hunde.
Eins war allen gemeinsam, aber das ist ja offenbar rassetypisch: Ableinen ging nicht, dann waren sie weg. Die TiHo-Hündin nur zuverlässig bei den Nachbarn, um das Katzenfutter zu klauen, die anderen gingen jagen.
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Ganz unabhängig hiervon grundsätzlich: Das hie rist saugefährlich, für deinen wie für andere Hunde:
ZitatDie Schleppleine soll ja Freigang simulieren aber im Notfall absichern, daher lass ich da auch ganz normal Hundekontakt zu (
Lass nur mal einen euch fremden Hund deinen ein paarmal fix umkreisen, ein Bein in die Schlepp kriegen und sich festziehen - mit ein bißchen Pech sieht er das als unprovozierten, nach Hundesitten zutiefst unhöflichen Angriff und geht entsprechend wütend auf deinen Hund los. Der das natürlich ebensowenig versteht und deshalb besonders wütend zurückbeißt. Und mit Doppelpech hängt einer/beide während der Klopperei in der Schlepp. Selbst gesehen.
Oder: dein Hund saust mit nachhängender Schlepp fröhlich mit Vollgas durch eine Hundegruppe - und die vorbeizischende Leine reißt einem anderen Hund eine böse Schürf/Brandwunde, zum Beispiel innen am Oberschenkel. Mit sowas hatte mein leinenfreier Junghund ewig und drei Tage zu kämpfen, weil das an der Stelle so schlecht heilt. Ätzend.
Seit solchen Erlebnissen und -zig "ging gerade noch gut"-Beobachtungen an anderen Hunden kommt irgendwas mit Schleppleine uns nicht mal mehr in die Nähe. Entweder die kommt zur Interaktion ab, oder wir lassen es.
Und davon, was passieren kann, wenn gleich zwei Schleppträger aufeinander losgelassen werden, fange ich lieber gar nicht an....
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ob ich da schlimme Bilder in den Kopf bekomme und immer heule, wenn der Hund traurig guckt oder so.
Wenn du dann auch noch per Häppchen über die schlimme Vergangenheit hinwegtröstest, bist du doch eigentlich die ideale Beaglehalterin. Ich habe selten Hunde erlebt, die beklagenswerter aussehen können ,wenn sie abstauben wollen - und alle Beagles, die ich kenne, wollen das 24/7/365....
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Verstehen wir das richtig: Du hast den Hund bezahlt und natürlich einen Beleg für die geleistete Zahlung?
Dann könnte mich der Verein mal kreuzweise, und ich würde den Hund selbst vermitteln (schlechter als die das getan haben, kannst du's kaum machen), oder ins TH bringen ,was ihm wahrscheinlich schneller zu einem geeigneten Endplatz verhelfen würde.
Kommt vom "Verein", den es ja offenbar nicht mal gibt, dazu noch irgendein Mucks: Anwalt.
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Man müsste mit dem Hund keinen Deut anders umgehen, wenn sein „Elternhaus“ ein anderes wäre.
Selbstverständlich doch.
Wenn auf Genetik, sprich: Nervenstärke, und Aufzuchtbedingungen mehr geachtet worden wäre, könnte das sehr wohl ein komplett anderer Hund sein. Mit deutlich weniger Problemen für sich selbst und andere.
Ich habe, weil hier nach Beispielen gefragt wurde, meine Airedalehündin fünfmonatig bekommen. Aus einer LZ, in der sehr auf dicke "Arbeitsnerven" geachtet wurde, aber aus reiner Draußenaufzucht, wie sie damals mancherorts noch üblich war. Der Junghund kannte also so gut wie gar nichts von dem, was ihn bei uns so erwartete, lief aber von Tag 1 an munter, aufgeschlossen und neugierig mit uns mit und hatte mit der komplett anderen Umgebung keine Probleme.
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Und 99% von ihnen sind scheu und man sieht sie nur mit viel Glück live, oder wenn man Vieh hat.
Oder, wie bei uns, im frühen Berufsverkehr Richtung Hamburg. Da patrouillieren sie gern und total unscheu den Parkplatz am McDonalds kurz vor der Autobahn nach leckeren Häppchen. Schulbushaltestellen sind früh am Morgen auch eine sichere Beobachtungs-Bank, wie mir ein Freund erzählte, der Busfahrer ist.
Mag ja noch ganz witzig sein, ("sie tun ja nichts") hat aber dazu geführt, dass sie Menschen inzwischen für derartig harmlose Knalltüten halten, dass auch Nachtwachen mit Feuer, Blinklicht, Hunden & Co sie vor Weihnachten nicht mehr von der Schafherde 500 Meter weiter abgehalten haben. Sie sind einfach locker daneben eingehüpft, es soll nur noch das lässige "Ihr auch wieder da?"-Winken gefehlt haben. Die Schafe sind jetzt weg aus dem Tal, das sie mindestens 50 Jahre gepflegt haben, und das Biotop wird verbuschen.
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Ich habe hier nach dem Seuchenhorror bisher nur das überlebende junge Weibchen. Gut wiederzuerkennen, weil sie, ausgebrütet und aufgezogen über meinen Hühnern, sehr gut Fremdsprachen kann und sich ebenso wie die Spatzen zum Mehlwurmfressen regelrecht ranrufen lässt.
Hähne gibt es im ganzen Viertel immer noch keine wieder, ich hoffe aber, wir können mit Toplage samt Service punkten und es findet sich zum Frühjahr ein schicker Kerl für sie. Echt traurig, wie hart das hier reingehauen hat.
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Alles Gute für das Schweinchen, und immerhin ist die Situation jetzt unmißverständlichklar: du hast dir einen richtig gut jagdtriebigen Hund zugelegt, der nicht "spielen", sondern jagen möchte. Und nach diesem schnellen, selbstbestätigenden Erfolgserlebnis alles, aber auch alles dransetzen wird, wieder an die Traumbeute zu kommen.
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Ganz andere Frage: Woher wißt ihr eigentlich, dass der süße Wuschel ein Mix aus "Bichon und Havaneser" ist, wenn keiner seine Genetik kennt? Was, wenn er z.B. auch einen terrier- pinscher- oder spitzartigen Vorfahren hat, also über das übliche Maß hinaus jagdliche Anlagen mitbringt? Die übrigens auch bei verschiedenen Bichons sehr ausgeprägt sein können, ich könnte dir auf Anhieb zwei Malteser nennen, die sehr engagiert Nager im Stall jagen.
Hat sich niemand, weder der Verein noch du, da irgendwelche Gedanken vorab gemacht, war es also eine Vermittlung rein nach der Optik? Ohne Rückversicherung, ohne Plan B für den Hund?