Nun sind 2 Monate seit der Geburt unserer Hannah vergangen und es stellt sich so langsam so etwas wie ein geregelter Alltag ein. Zumindest stehen wir nun auch im Chaos gut zusammen. Carlos hat sich als richtig toller Familienhund herausgestellt, der die Kleine über alles liebt.
Unsere Russlandpläne nehmen nun richtig Gestalt an. Männe geht am 1.Oktober rüber und fängt an, alles für uns vorzubereiten. Das heißt, er sucht eine Bleibe (wir wollen ja eine teilmöbilierte Wohnung haben), richtet das Kinderzimmer ein und sucht für uns ein Auto. Unser Auto können wir nicht einführen, da dann nur Männe damit fahren dürfte (=laut Gesetz darf nur derjenige das eingeführte Auto fahren, der es ins Land gefahren hat). Also verkaufen wir unsere Autos hier und kaufen uns von dem erhaltenen Geld ein Wagen dort.
Währenddessen bereite ich den Rest unserer kleinen Familie auf Krasnodar vor - das heißt die Untersuchungen und Impfungen für Carlos, seine Eingewöhnung und Vorbereitung auf den Flug, aber auch der ganze Papierkram für Hannah und mich, ihre Impfungen und natürlich die Sprache. Seit einer Woche habe jetzt 2 mal 3 Stunden Intensivunterricht bei einer waschechten Russin. Neben der Sprache (die zu sprechen wesentlich leichter ist als zu lesen und zu schreiben), bringt sie mir auch die Gepflogenheiten der Russen bei. Und das ist sehr interessant. So kann ich sie alles fragen, was mir auf der Seele liegt und fühle mich so nicht ganz allein. So hat sie mir die Seele der Russen erklärt und mich über das politische Ansinnen der russischen Bürger. Es ist wirklich komplett anders, wie es in den Medien durch die Politiker suggeriert wird.