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Angefangen hat ja vermutlich alles mit Angstbellen:
Jein, ich würde eher sagen Stressbellen.
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Dann wäre aber die Frage, 1.) wie ihr denn genau ganz zu Anfang reagiert habt, wenn er irgendwas angebellt hat?
2.) Wie habt ihr später reagiert? 3.) Wie reagiert ihr jetzt?
Wir wohnen in einem Neubaugebiet, so dass ziemlich viele Eindrücke auf ihn eingeströmt sind - vorher kannte er wahrsch. nur Garten. Ich bin anfangs mit ihm nur raus, wenn alles ruhig war oder bin rausgefahren. In den ersten Tagen habe ich versucht beruhigend auf ihn einzureden, habe ihn gestreichelt, etc. wie man es halt bei einem kleine Wesen instinktiv macht. Z.T. hat er richtig geschrieen, z.B. bei vorbeifahrenden schnellen Autos.
Bin dann aber rel. schnell zur HuSchu. Dort waren wir zunächst in der Welpengruppe. Ich sollte mich immer nur am Rande der Gruppe aufhalten und meinen kleinen Kläffer völlig ignorieren. Das hat ER aber ignoriert :/ bzw. er hat vor lauter Aufregung gar nicht gemerkt, dass ich ihn ignoriere. Dann haben wir mit Clicker gearbeitet; immer wenn er auch nur Luft geholt hat "click" + Futter. Das hat aber überhaupt nix gebracht. Frei und bei Kontaktaufnahme hat er sehr an mir geklebt, war dann aber ruhig, aber die Trainerin wollte ihn immer abgesondert bzw. von der Gruppe entfernt lassen, damit er lernt. Dann hatte ich auch noch ein paar Einzelstunden, die aber ähnlich abliefen. Die Aktion mit dem Halti hat mir dann endlich die Augen geöffnet, dass diese HuSchu nix für uns ist. Die Trainerin hat auch dann gesagt, dass sie so einen Hund noch nicht hatte und bei ihm ihre Methode wohl nicht klappt...
Im Nachhinein bereue ich den Besuch zu tiefst - sein Verhalten ist dadurch eher schlimmer geworden.
Seitdem habe ich mir gaaanz viel Zeit für ihn genommen und häufig z.B. einfach mal nur an der Straße gesessen, etc. Zu meinen Bekannten habe ich scherzhaft immer gesagt "ich bin nicht die, die mit dem Hund GEHT, sondern die, die mit dem Hund STEHT"
Habe oft für nur kurze Gänge ewig gebraucht.
Inzwischen ist er dadurch einfach ruhiger geworden, aber der Weg ist wohl noch seeeehr lang. Wir fallen jedenfalls immer noch überall auf.
Wenn ich rechtzeitig mitbekomme, dass er sich aufregt, versuche ich ihn abzulenken, z.B. durch Absitzen lassen. Klappt aber leider nicht immer, dann gehe ich so ruhig und desinteressiert wie möglich aus der Situation raus. Habe es auch schon mit einer Wasserpistole versucht, aber auch das klappt nicht immer zuverlässig. Seit Anfang der Woche bin ich zur reinen Handfütterung übergegangen - momentan bin ich recht begeistert davon. Eigentlich ist er kein guter Fresser, aber es scheint ihm zu gefallen sich sein Futter zu erarbeiten.
Irgendwann hatte ich nochmal ein Gespräch bei einem anderen Trainer. Das hat mir aber schon im Vorfeld nicht zugesagt und ich bin da jetzt echt auch sehr skeptisch geworden.
Mein Racker ist übrigens nicht mein erster Hund. Hatte u.a. schonmal einen Terrier aus jahrelanger Anbindehaltung und einen Hovawart-Shepherd-Mix aus dem Tierschutz - die waren zwar auch nicht ohne, aber immer noch um einiges einfacher.
Aber IRGENDWIE BEKOMMEN WIR DAS SCHON GEMEINSAM HIN - ich leibe den kleinen Wirbelwind über alles.
Na dann mal her mit den Tipps 
LG
Alex