Ein Filmausschnitt wo man ein wenig sieht, wie die Wetterbedingungen waren:
Die Wetterbedingungen derzeit sind schon speziell hier in Skandinavien.
Wir durften jetzt auch die Erfahrung machen, wie es ist, sich hier durchs Fjäll zu kämpfen bei Gegenwind und Seitenwind mit Böen bis zu 90km/h.
Wir haben letzte Woche beim Åredraget an der langen Distanz teilgenommen, 157km in 3 Etappen. 2200hm mit Biwak über 2 Nächte.
gerade die Wetterbedingungen am letzten Tag waren beängstigend und beeindruckend zugleich.
Wir haben soviel neues über die Hunde gelernt, ihre Fähigkeiten und was sie für eine Kopfstärke beweisen müssen und dass unser Training stellenweise doch goldrichtig war.
Wir sind an Teams vorbei, die wegen des Sturms die Orientierung verloren hatten und in die falsche Richtung standen. Die Hunde mussten zeigen, dass sie in die andere Richtung abbiegen können, ohne den anderen blind hinterherzulaufen, ohne einen sichtbaren Trail über den vereisten See sich nur nach Stimme und gps-track navigieren lassen.
Die Hunde mussten gegen den Gegenwind ankämpfen. Während uns Wind und Schnee mit 90km/h in die Augen flogen und ich nur die Augen zusammenkneifen konnte, weil das offen halten so weh tat, haben die Hunde sich orientieren können und den richtigen Weg gefunden. Sie waren meine Augen und ich habe keine Ahnung, wie sie das gemacht haben, zu sehen, während es mir kaum möglich war.
Es gab Momente, da fühlte es sich ohne Bezugspunkt im whiteout so an, als würden wir uns garnicht nach vorn bewegen, als würden wir stehen und ich musste vertrauen, dass die Hunde einfach nicht aufhören zu laufen.
Auf dem letzten Stück kam der Wind dann von der Seite und während es andere Teams den Hang nach unten trieb, haben meine Hunde es irgendwie geschafft, den Schlitten, den es quer zum Trail bergab zog, wieder hoch auf den Weg zu ziehen und so fuhren wir die letzten 5km im 45° Winkel an 2 stehenden Teams vorbei, die wheeler zogen den Schlitten hoch auf den Kamm und die anderen 5 nach vorn.
Es war eine ganz neue Erfahrung, die uns wirklich vieles gelehrt hat. Es lässt sich kaum in Worte fassen, dieses spezielle Gefühl, mit seinem eigenen Team da draußen zu sein und dem Sturm zu trotzen.
Hier im Video wars noch gut, da fuhren wir in den Sturm hinein... am ende des Videos kann man erahnen, was uns in etwa erwarten sollte...
Hier ein Video von nem anderen Teilnehmer:
https://www.instagram.com/reel…5g/?igsh=OW9ncHJnOWQyOXAx
Hier ein Zusammenschnitt vom Veranstalter, ich liebs ♡
https://www.facebook.com/share/r/14xsx35uBp/
Ich glaube, einer von den Tierärzten sagte, daß Haralds Hundeteam nicht unbedingt das beste wäre, aber definitiv das gleichmäßigste, so daß alle Tiere gleichermaßen mitarbeiten können.
Ja, gleichmäßiges Laufen ist der Schlüssel, gerade in dieser Saison. Das hat man ja auch schon bei der herausragenden Leistung von Håvard Okstad beim Femund 450 gesehen, wo er mit seinen Siberiern zum ersten Mal seit langem die Alaskans hinter sich gelassen hat... der hat einfach gleichmäßig durchgezogen und fährt halt keine Tempospitzen.