Beiträge von Noctara

    Noctara

    Wahnsinnig beeindruckend, tolle Leistung deiner Hunde. :applaus:

    Dem schließe ich mich an! Naja aber nicht nur der Hunde. Ich wäre mental für solche Sachen/Bedingungen glaub ich nicht stark genug.

    Danke euch,


    Aber tatsächlich musste ich da erst reinwachsen.

    Letztes Jahr war ich dem mental auch nicht so richtig gewachsen. Wir hatten im letzten Jahr ja schonmal ein längeres nonstop Mitteldistanzrennen probiert und abgebrochen, weil ich auch für mich völlig unterschätzt habe, was es bedeutet, auch mal nicht wirklich zu schlafen bei so einer Veranstaltung oder die ganze Nacht aufn Schlitten zu stehen. Und dann waren da zwei Hunde dabei, die einfach auch mehr Zeit zur Erholung brauchten.


    Das Erlebnis beim Åredraget und dem Sturm ist da anders herausfordernd... was will man machen? Man muss da ja irgendwie durch, wenn man finishen will 😅 es gab aber auch Teams, die haben gecampt und im Sturm ausgeharrt, bis es besser wurde.

    Aber das wollte ich nicht, nicht solange die Hunde willensstark genug sind, sich da durch zu kämpfen, ich wollte einfach nur raus da 😅

    Die nonstoprennen fand ich mental etwas zehrender.

    Ein Filmausschnitt wo man ein wenig sieht, wie die Wetterbedingungen waren:

    Die Wetterbedingungen derzeit sind schon speziell hier in Skandinavien.


    Wir durften jetzt auch die Erfahrung machen, wie es ist, sich hier durchs Fjäll zu kämpfen bei Gegenwind und Seitenwind mit Böen bis zu 90km/h.

    Wir haben letzte Woche beim Åredraget an der langen Distanz teilgenommen, 157km in 3 Etappen. 2200hm mit Biwak über 2 Nächte.


    gerade die Wetterbedingungen am letzten Tag waren beängstigend und beeindruckend zugleich.

    Wir haben soviel neues über die Hunde gelernt, ihre Fähigkeiten und was sie für eine Kopfstärke beweisen müssen und dass unser Training stellenweise doch goldrichtig war.

    Wir sind an Teams vorbei, die wegen des Sturms die Orientierung verloren hatten und in die falsche Richtung standen. Die Hunde mussten zeigen, dass sie in die andere Richtung abbiegen können, ohne den anderen blind hinterherzulaufen, ohne einen sichtbaren Trail über den vereisten See sich nur nach Stimme und gps-track navigieren lassen.


    Die Hunde mussten gegen den Gegenwind ankämpfen. Während uns Wind und Schnee mit 90km/h in die Augen flogen und ich nur die Augen zusammenkneifen konnte, weil das offen halten so weh tat, haben die Hunde sich orientieren können und den richtigen Weg gefunden. Sie waren meine Augen und ich habe keine Ahnung, wie sie das gemacht haben, zu sehen, während es mir kaum möglich war.


    Es gab Momente, da fühlte es sich ohne Bezugspunkt im whiteout so an, als würden wir uns garnicht nach vorn bewegen, als würden wir stehen und ich musste vertrauen, dass die Hunde einfach nicht aufhören zu laufen.


    Auf dem letzten Stück kam der Wind dann von der Seite und während es andere Teams den Hang nach unten trieb, haben meine Hunde es irgendwie geschafft, den Schlitten, den es quer zum Trail bergab zog, wieder hoch auf den Weg zu ziehen und so fuhren wir die letzten 5km im 45° Winkel an 2 stehenden Teams vorbei, die wheeler zogen den Schlitten hoch auf den Kamm und die anderen 5 nach vorn.


    Es war eine ganz neue Erfahrung, die uns wirklich vieles gelehrt hat. Es lässt sich kaum in Worte fassen, dieses spezielle Gefühl, mit seinem eigenen Team da draußen zu sein und dem Sturm zu trotzen.


    Hier im Video wars noch gut, da fuhren wir in den Sturm hinein... am ende des Videos kann man erahnen, was uns in etwa erwarten sollte...



    Hier ein Video von nem anderen Teilnehmer:

    https://www.instagram.com/reel…5g/?igsh=OW9ncHJnOWQyOXAx



    Hier ein Zusammenschnitt vom Veranstalter, ich liebs ♡

    https://www.facebook.com/share/r/14xsx35uBp/




    Ich glaube, einer von den Tierärzten sagte, daß Haralds Hundeteam nicht unbedingt das beste wäre, aber definitiv das gleichmäßigste, so daß alle Tiere gleichermaßen mitarbeiten können.

    Ja, gleichmäßiges Laufen ist der Schlüssel, gerade in dieser Saison. Das hat man ja auch schon bei der herausragenden Leistung von Håvard Okstad beim Femund 450 gesehen, wo er mit seinen Siberiern zum ersten Mal seit langem die Alaskans hinter sich gelassen hat... der hat einfach gleichmäßig durchgezogen und fährt halt keine Tempospitzen.

    Fand ich irgendwie komisch denn beworben wird es ja auf deren Seite fürs Wandern, Canicross, Bike, Dogscooter und Mantrailing. Klar, da läuft der Hund in der Regel jetzt nicht an völlig lockerer Leine neben einem her aber beim Wandern hängt er jetzt ja auch nicht mit voller Pulle im Geschirr. Nicht falsch verstehen, ich finde es gut wenn ich ehrlich beraten werde und es nicht nur ums verkaufen geht. Merkwürdig fand ich es trotzdem.

    Wie deine Hunde beim Wandern sind, hängt vom Hundetyp ab. Das Nukka wurde ja zB gür Hunde entwickelt, die auch beim Wandern volle Pulle im Geschirr hängen. Unsere sind genauso und dafür liebe ich die Kurzgeschirre. Und wenn mal kurz kein Zug drauf ist, verrutschen die jedenfalls nicht so stark, wie manche y-geschirre.


    Das schwere atmen/röcheln kennen wir auch bei unpassenden geschirren, das ist dann ein Zeichen dafür, dass der Halsausschnitt die Luftröhre abdrückt. Dann ist das meist die falsche Geschirrform.

    Bei uns passiert sowas mit dem Safety leider auch, weshalb das für unseren Hundetyp (siberian Husky) einfach nicht für Zug geeignet ist. Ob das bei Hunden mit Tiefem Brustkorb (es wurde ja für Hounds entwickelt) besser sitzt, weiß ich nicht.

    Ich kann euch ja mal ein Beispiel einstellen, was Asphalt und Schotter mit den Hundepfoten macht.


    Wir trainieren idR auf eher weichen Böden, haben aber auch immer mal ein bisschen Schotter oder Asphalt dabei.


    Letztes Jahr waren wir in Zellingen und haben an der Tour teilgenommen, ca 24km mit deutlich mehr Asphalt und Schotterwegen, als wir es sonst gewohnt sind.

    ich war schon sehr schockiert, wie die Pfoten nach dem ersten Lauf aussahen. Hab euch mal ein Foto nach dem ersten Lauf angehängt.


    wir haben dann am zweiten Tag die rubber booties von v.i.p. dogwear angezogen, die schützen die Pfoten schon ganz gut und wir nutzen die gerne, wenn wir ausnahmsweise mal mehr solcher Wege fahren. Aber regelmäßig würde ich das trotzdem nicht machen, weil es schon eindrücklich ist, wie diese Wege die Pfoten belasten.


    Ich bin der Meinung, man soll Hundepfoten schon auch an solche Wege gewöhnen, aber größtenteils doch eher vermeiden.

    für die Gelenke sind harte Böden nicht so gut, dafür strapazieren weiche Böden die Bänder. Für weiche Böden ist der Aufbau einer guten Muskulatur vorher also essentiell, um den Bandapparat zusätzlich zu stützen.



    Weiß jemand, inwiefern sich Dragrattan und VIP da unterscheiden?

    Wir testen gerade auch die v.i.p. .... vom Schnitt und den Größen ist v.i.p. und dragråttan das Gleiche.

    Dragråttan wurde ja von v.i.p. gekauft, soweit ich weiß.


    Die Polsterung beim v.i.p. ist etwas glatter und ich hab den Eindruck, der Stick beim v.i.p. ist nen tick breiter und ganz klein wenig weiter vom Po entfernt.


    Bei wem testest du die dragråttan? Wir haben von 2 bis 5 auch alle dragråttan und v.i.p.

    ah, doch kleiner, ich dachte immer gelb sei größer 😅 wieder was gelernt.

    Dann ist die 9 wahrscheinlich das schwarze.


    Ich kenne halt auch Alaskans, denen ist die 10 sogar zu klein. Hätte mich also nicht sonderlich gewundert.


    Wir sind bei unseren Mädels konstant bei 5 und 6 ... die Rüden haben alle 7 und 8.


    Der größte mit 32kg hat die 8,5.

    Bin aber auch ganz froh, dass wir keine größere Geschirrspanne haben.

    das ist der größte Bub: