Die Gesundheit darf aber auch nicht wichtiger als das Wesen sein. Beides zusammen macht den Hund aus, du kannst nicht das eine losgelöst vom anderen sehen.
Was nützt es dir denn wenn du einen Hund hast der wie A aussieht, aber das Wesen von C hat? Dann kannste dir doch gleich C holen und A aussterben lassen.
Und ja, einen Jack Russel in den Mops zu packen ist noch schlimmer!
Denn Genetik funktioniert nicht nach "Oh, ich mach das mal und dann klappts.", wo bitte ist es denn eine Verbesserung einen Jack Russel zu haben der nicht atmen kann?
Das ist doch noch schlimmer, weil das Wesen des Jacks eben nicht so ruhig und anpassungsfähig ist wie das des Mopses!
Fakt ist: Der Standard für den Mops schreibt eindeutig das Augen oder Nase nicht beeinträchtig sein sollen, das die Nasenlöcher weit sein sollen und das eine zusammengedrückte Nase nicht erwünscht ist.
Fakt ist leider auch: Das ist vielen Menschen einfach egal. Und zwar den Käufern, den Züchtern, den Ringrichtern, auch die Wurfkontrolleure scheren sich nicht drum wenn mit Tieren gezüchtet wird die dem Standard nicht mehr entsprechen.
Aber: Es ist ebenso Fakt das es ein Umdenken gibt! Es gibt Züchter die sich sehr bemühen, aber das dauert nunmal seine Zeit.
Und mal eben einfach eine andere kleine Rasse einkreuzen ist kein guter Weg, schon garnicht wenn es eine Rasse ist die überhaupt nicht passt.
Wer bitte würde nen Dobermann mit nem Bernhardiner verpaaren?
Oder einen Whippet mit einem Mastino?
Komplette Gegensätze in Sachen Wesen machen keinen gesunden Hund! Warum ist das denn so schwer zu verstehen?
Oder mal ganz konkret gefragt: Warum wird nicht einfach eine andere Rasse in den Dobermann gekreuzt, damit die Herzgeschichte ein Ende hat? Vielleicht der Greyhound?
Warum den Schäferhund nicht mit dem Whippet kreuzen, damit die Bänder besser werden?
Der Sheltie wird mit Frenchie gekreuzt, damit Sheltie keine Fellbombe mehr ist und Frenchie atmen kann.
Und in den Border kreuzen wir Mops, dann kriegt der Mops die gute Atmung und der Border ein entspannteres Wesen.
Die Dogge wird Airedales gekreuzt, damits nicht mehr so groß wird.
Und die Teacups werden bei der Geburt alle ersäuft, damit garkein Problem mehr vorhanden ist.
Halleluja! Das ist es!
Wen kümmerts schon das die Hunde im schlimmsten Fall völlig gaga im Kopf sind, aber gesund werden sie so ganz bestimmt!
Der Mops wurde über viele Jahre krankgezüchtet. Ja. Und es wird mehr als diese Zeit dauern um das wieder hinzubekommen.
Die ersten Schritte sind gegangen. Es liegt an den Liebhabern der Rasse da weiterzugehen.
Was die Frenchies betrifft: Ich wiederhole mich gerne nochmal: Es kamen 2013 nur unglaubliche 274 Welpen zur Welt bei den VDH-Züchtern!
Nun überlegt doch selbst mal, es ist also überhaupt nicht möglich das die Menge an Frenchies die man so sieht aus seriöser Zucht kommen.
Meine Güte, es wurden sogar mehr Vizslas geboren als Frenchies.
Zu der "Studie": Ui, 49 Hunde. Das fällt für mich nicht unter ernstzunehmen, sorry.
Die Population ist deutlich größer, alles was unter 200 Hunde gegenüberstellt ist absolut nicht aussagekräftig.
Und warum die Bulldoggen so nicht aussheen ist ganz einfach: Das ist keine "echte" Bulldogge.
Zu der Zeit aus der das Bild stammt gab es bei der Bulldogge noch keine einheitliche Zucht, weil es noch keine "echte" Rasse war. Sondern ein Gebrauchsgegenstand in den je nach Lust und Laune entweder mehr Terrier oder mehr Bull eingekreuzt wurde.
Einfach mal Bilder zeigen aus Zeiten wo es noch keine echte Rasse war ist weder hilfreich noch zeugt es davon das man Rasseproblematiken erkannt hat.
Qualzucht ist etwas schlimmes. Quer durch alle Rassen!
Auch ein hypernervöser Hund ist krank. Ebenso wie die mit kaputter Atmung, kaputten Gelenken, Bänderrn, Herzen, etc.
Die Liste der kranken Hunde ist unglaublich lang!
Löst euch also doch bitte mal etwas von den Plattnasen und schaut alle über den "Tellerrand". Denn schlimm ist das alles. Ein Leid wiegt nicht schwerer als das andere.