Beiträge von Lucy_Lou

    Schau mal hier: http://bergische-hundeschule-katja.de/cms/index.php?id=1. Das ist eine Hundeschule in Wipperfürth, müsste eigentlich noch in deinem Radius liegen. Die Besitzer der Hundeschule züchten selbst Shelties, daher könnte es vielleicht was für dich sein. Agility wird dort auch angeboten. Wie die Welpengruppe ist, weiß ich aber nicht.


    Ich bin in 51709 Marienheide: http://www.hundeschule-prinz.de/. Gefällt mir sehr gut, dort wird aber nicht nach Größe getrennt. Die Gruppen sind aber klein und es wird geschaut, dass niemand gemobbt wird. Auch in Marienheide: http://www.ghsv-wildbahn-ev.homepage.t-online.de/. Ist ein Verein, aber um an der Welpengruppe teil zu nehmen, musst du nicht eintreten. Der Verein an sich ist auch empfehlenswert, wie die Welpengruppe ist, weiß ich aber leider nicht.


    Das ist mir mit Lucy auch schon passiert. Lucy findet Kinder tatsächlich großartig, aber die meisten Menschen mit Kindern gehen eher einen Bogen um sie (groß und schwarz). Und eine Nachbarin von mir meinte kurz nach Lucys Einzug, da war sie noch ein Welpe: "ah, sie haben sich einen Schutzhund geholt. Ist der denn schon scharf?" Ich: "nein, sie soll nicht das Grundstück bewachen, sie ist außerdem ganz lieb", Nachbarin: "Aber da ist doch Schäferhund drin!"


    Als Grisu (Australien Shepherd) etwa 3 Monate alt war, war ich mit ihm im Baumarkt. Mädel im Gundschulalter: "Oh, ein Berner Sennen-Welpe!", ihre Mutter: "Nein, das ist doch Bernhardiner" :???:

    Ich kann mich Gangster nur anschließen!


    Noch ein Tip: wenn du deinen Hund wieder und wieder rufst und irgendwann kommt er mal und wird dann gelobt, lernt er: gerufen werden ist eine Art Hintergrundgeräusch, aber eventuell, wenn es sonst nix interessantes mehr gibt, geh ich trotzdem mal zu Frauchen. In dem Alter ist es völlig normal, dass dein Welpe die Umwelt furchtbar interessant findet, noch nicht zuverlässig hört, sich nicht lange konzentrieren kann und sich von allem möglichen ablenken lässt. Was du tun kannst: mach dich furchtbar interessant (quietschige Stimme, Spielzeug, spiel den Clown, "finde" was interessantes auf dem Boden etc.). Wenn dein Hund dann auf dem Weg zu dir ist (und wirklich erst dann!), ruf ihn. So verbindet er, dass dein rufen immer mit seinem Herkommen verbunden ist und es sich außerdem für ihn lohnt. Rufe möglichst nie, wenn du dir nicht sehr sicher bist, dass dein Hund auch wirklich kommt. Zur Not, wenn interessant machen nicht hilft, kommentarlos hingehen und anleinen.

    Hallo,


    ich kann auch gut verstehen, dass du voller Eifer am üben bist. Ich selbst habe mir bei Grisu im Vorfeld auch wieder massig Gedanken gemacht. Aber es kommt doch sehr auf den Hund an und auch darauf, was man später mit ihm machen möchte. Da Lucy in einigen Dingen sehr unsicher ist, stand für mich bei Grisu gute Umweltsicherheit und gutes Sozialverhalten mit anderen Hunden im Vordergrund. Allerdings ist Grisu ganz anders als Lucy, von Natur aus sehr selbstsicher und wenig schreckhaft. Vor allem andere Hunde findet er toll. Also übe ich mit ihm jetzt nicht, andere Hunde zu mögen, sondern, dass er erst nach Kommando hin laufen darf… Das fiel bei Lucy weg, hätte sie eh nie freiwillig gemacht…
    Dann war Lucy ein sehr ruhiger Welpe/Junghund, da bestand die Kunst darin, sie für Spiele und Übungen zu begeistern, Angst vor „Überdrehung“ musste ich bei ihr nicht haben. Grisu nun muss im Gegenteil Ruhe lernen und dass Übungen konzentriert ausgeführt werden, er ist eher hibbelig und wird schnell ungeduldig (Lucy ist die Geduld in Person). Dafür läuft Grisu wesentlich schöner an der Leine, als Lucy in dem Alter. Das musste ich dann also mit Lucy mehr üben.
    Worauf ich hinaus will, Hunde sind so unterschiedlich, da ist es schwer zusagen, was wann am besten geübt werden sollte. Oder was überhaupt geübt werden muss.


    Was mir sehr wichtig ist, ist dass meine Hunde Freude daran haben, mit mir etwas zu machen. Also auf mich achten, mit mir spielen/üben ganz toll finden, bestenfalls auch unter starker Ablenkung. Auch schaue ich, dass ich Kommandos möglichst in Spiele verpackt übe, so dass es keine langweilige „Pflichtübung“ für die Hunde ist. Z.B. das sitzen bleiben bis ich das Kommando auflöse: Hund sitzt, ich werfe ein Leckerli/verstecke den Dummy oder in der Wohnung ein Post-It oder Spielzeug, bleibt der Hund brav sitzen, darf er auf Kommando suchen.
    Oder nehmen wir Kommando Sitz: es ist ja etwas völlig anderes, ob der Hund das unmittelbar vor dir macht, eventuell unterstützt durch Handzeichen/Leckerli oder ob er das auf 20 Meter Entfernung nur auf dein Wort hin macht und dort auch so lange sitzen bleibt, bis du das Kommando wieder auflöst. Egal bei welcher Ablenkung und was du in der Zeit so machst. Das heißt, wenn du sagst, dein Hund kann Sitz, ist das Kommando bei euch bestimmt noch ausbaufähig. Du kannst langsam üben, dass er selbst das Kommando nicht auflösen darf, sondern du. Dann dass er sitzen bleibt, während du ein paar Schritte weg gehst, als Steigerung ihn umrundest. Oder dass er sich auf Kommando setzt, während du platt auf dem Boden liegst. Oder dass er sich setzt nur auf Stimme oder nur auf Handzeichen hin. Oder dass er es auch mitten in der Innenstadt oder beim Anblick von Hundefreunden macht. Alleine um das langsam aufzubauen und zu steigern, kannst du ein paar Monate rechnen. Wenn das wirklich gut sitzt, käme dann Sitz auf Distanz, bzw. aus der Bewegung hinzu.


    Und ähnliches gilt natürlich auch für viele andere Kommandos. Da hat man mit wenigen Kommandos doch sehr viel zu üben…


    Ich finde die Seite spass-mit-hund.de toll. Da sind ganz viele Spiele mit Hunden beschrieben, auch schon für Welpen geeignet.
    Grisu ist jetzt 6 Monate alt. Suchspiele, Unterscheidungsspiele (z.B. Geruchsidentifikation: welchen Tannenzapfen unter mehreren habe ich in der Hand gehalten?), Dummy oder Anfänge von Distanzkontrolle (longieren, um Bäume/Pylonen herum schicken, zu einem Gegenstand hinschicken und dort ablegen lassen etc.) finde ich persönlich nützlich und Junghund-geeignet. In all das kann man auch gut die Grundkommandos einbauen.



    Was ihr sicherlich jetzt schon üben könnt, ist Nein und Aus.

    Bei Lucy war es so, dass meine vorherige Hündin etwa ein Jahr tot war und ich bis zu einem weiteren Hund eigentlich noch etwa 1 weiteres Jahr warten wollte, wegen Studium. Dann erzählte meine Mutter, eine Bekannte von ihr hätte eine Unfallwurf und sie würde einen der Welpen nehmen. Ich habe mich lange geweigert, die Welpen zu besuchen, irgendwann habe ich es dann ausdiskutiert: mit meiner Mutter, meinem Mann und einer guten Freundin von mir. Für Lucy war rundum Betreuung garantiert und ich war überglücklich, einen Hund zu haben. Und Lucy ist ein Traum. Sie ist wunderbar, genauso, wie sie ist, ich habe nie mit Flegelphase oder ähnlichem zu kämpfen gehabt, sie ist unersetzlich!! Sie ist ein Berner-Mix und hat damit eigentlich keine hohe Lebenserwartung. Mittlerweile ist sie knapp 2 Jahre alt. Jetzt schon mache ich mich verrückt, wenn sie mal nicht mehr ist... Sie ist der Hund, der 100% zu mir passt. Ein Leben ohne sie??


    Grisu: lange überlegt, dann guten Züchter gesucht, schließlich eingezogen. Eigentlich hat er weniger Macken als Lucy, trotzdem empfinde ich es so, dass Lucy besser zu mir passt. Vielleicht liegt es auch nur an Grisus momentaner Flegelphase... Er ist jedenfalls mit Absprache mit dem Züchter nach einigen Besuchen ausgewählt worden. Er sollte es sein und diese Rasse sollte es sein. Er ist erst 6 Monate alt, fragt mich in einem Jahr nochmal, wie gut wir zusammen passen...

    Nein, ich würde nicht nur Sitz/komm her etc. üben. Wie schon geschrieben, sich selbst interessant machen. Sei immer unberechenbar für den Hund. Lauf ihm nie hinterher, mach dein Ding und versuch es für den Hund interessant aussehen zu lassen. Lass den Hund balancieren, irgendwo drunter her kriechen, apportieren, Leckerlie suchen, Zerrspiele mit dir machen, Nasenspiele… Das nach deinen Regeln, man kann wunderbar in alle möglichen Spiele Grundgehorsam einbauen. Dann ist es auch nicht mehr ödes üben für den Hund, sondern es bekommt einen Sinn. Und wie gesagt, Dummy dürfte für deinen Retriever eine tolle Möglichkeit zur gemeinsamen Arbeit sein.
    Wenn dein Hund im Moment wirklich überhaupt kein Interesse an gemeinsamen Aktivitäten mit dir hat, überzeuge ihn davon: viele Spiele, Spaß gibt es nur mit dir, Fressen nur gegen Mitarbeit. Im Vordergrund sollte aber die gemeinsame Aktivität stehen, dass dein Hund es toll findet, mit dir zusammen zu arbeiten.
    Es gibt so viele Möglichkeiten, mal bei spass-mit-hund.de geschaut? Woran hat dein Hund denn Spaß?


    Du sagst, dein Hund sieht das Guddi in der Hand: nimm es nicht in die Hand. Sei so interessant, dass der Hund von sich aus kommt oder entferne dich schnell, so dass er folgt. Kommt er, Lob als Spiel oder Futter. Wie gesagt, zur Not nur noch aus der Hand füttern. Wichtiger sehe ich aber, dass der Hund nicht wegen des Futters folgt, sondern weil es immer interessant ist, auf dich zu achten. Viele Such-, Geschicklichkeits-, Apportierspiele, was auch immer.


    Zum Nein üben gibt es schon einige Threads. Meine Variante: Leckerlie in die Hand nehmen, Hand schließen. Sobald der Hund nicht mehr die Hand bearbeitet, sondern dich anschaut, Leckerlie aus der anderen Hand geben. Sitzt das 100%, Leckerlie auf den Boden legen, aber so absichern, dass Hund nicht dran kommt. Ziel ist, du sagst Nein, dein Hund schaut sofort zu dir in Erwartung eines Leckerlie. Und auch: Kommando Sitz/Platz, Leckerlie ein Stück entfernt legen, Hund darf erst nach Erlaubnis dran.


    Wedeln bedeutet auch Unsicherheit. Ich denke nicht, dass dein Hund Nein schon wirklich verstanden hat. In der Situation (Hund hält BH fest) wäre es auch eher "Aus", nicht "Nein".

    Hallo,


    das ins Maul schauen lassen oder Augentropfen geben lassen, ist mit vielen Hunden nicht so einfach. Ich habe da zwei so Exemplare :roll: . Bei Lucy war es Angst/Unsicherheit. Da hat geholfen, jeden Tag ein wenig üben, immer nur so weit gehen, wie der Hund sich noch wohl fühlt. Ich habe Lucy jeden Tag gebürstet, nur zum üben. Erst nur am Rücken und an den Seiten, die Pfoten mal angehoben, in die Ohren geschaut... Mitlerweile klappt es toll und sie ist zumindest bei mir auch ganz entspannt :D . Grisu dagegen hat einfach keine Lust still zu halten. Er ist jetzt auch 6 Monate alt. Mit ihm übe ich jetzt auch jeden Tag. Nur kurze Übungseinheiten, wichtig ist, er hält wirklich still. Tut er das, superlob und es reicht für den Tag. Auch bürsten, Pfoten, Schnauze und Ohren untersuchen. Bei ihm ist es aber mehr so, dass er merken soll, er kommt eh nicht drumrum und je mehr er mitmacht, umso schneller und lohnenswerter ist es dann auch wieder vorbei. Bei Lucy dagegen ging es um das Aufbauen von Vertrauen, ohne jeden "Zwang".


    Würde mein Hund mich ankläffen beim fernsehen, würde ich ihn auf seinen Platz schicken. Und mich fragen, ob er ausgelastet ist.


    Zum abrufen: du sagst, dein Hund kommt nur, wenn du Leckerlie hast. Das heißt, du zeigst ihm das Leckerlie, dann kommt er? Leckerlie sollten belohnen, nicht locken. Eine Möglichkeit wäre, in möglichst ablenkungsarme Umgebung zu fahren, Spielzeug und Futter mitnehmen und einfach nur üben, für den Hund interessant zu werden. Du änderst immer mal wieder die Richtung und das Tempo, findest interessante Dinge auf dem Boden, spielst mit dem Spielzeug etc., erstmal alles, ohne den Hund anzusprechen. Zeigt er Interesse, rufe ihn und lass ihn teilhaben. Dein Hund sollte nicht wissen, was ihn erwartet, wenn er kommt. Das können z.B. verschiedene Spiele sein oder Futter. Zur Absicherung ist eine Schleppleine vielleicht hilfreich.
    Auch eine Möglichkeit: den Hund nur noch gegen Leistung aus der Hand zu füttern oder auch nur, wenn er auf dein rufen hin gekommen ist. Verhungern wird er schon nicht ;) . Aber auch dann sollte es nicht immer Futter geben, wenn er kommt und er sollte das Futter nicht vor dem rufen gezeigt bekommen.
    Bei einem Labrador bietet sich doch auch der (Futter-) Dummy sehr an. Vielleicht wirst du so auch interessanter für deinen Hund, bzw. es wird für ihn erstrebenswerter mit dir zusammen zu arbeiten.
    Hast du mal versucht zu clickern? Einigen Menschen fällt es so leichter, den richtigen Zeitpunkt zur Bestätigung zu finden und der Hund lernt, von sich aus Mitarbeit anzubieten.


    Zur Distanzkontrolle: auf Entfernung Sitz/Platz machen ist schon eine Leistung, erst recht, wenn der Hund gelernt hat, das unmittelbar vor dem Besitzer zu tun. Grisu macht Sitz/Platz so langsam auf Entfernung von 1-3 Metern, aber nur, wenn er wirklich konzentriert ist. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, das aufzubauen. Z.B. indem man mit Sitz/Platz aus der Bewegung anfängt (z.B. wenn dein Hund aufmerksam neben dir her geht). Oder du sagst Sitz, gehst einen Schritt zurück und schaust, ob er sich aus dem Sitz ins Platz bewegt, ohne zwischendrin auf dich zuzukommen. Die Entfernung langsam steigern. Oder erstmal schauen, dass der Hund sitzen/liegen bleibt, während man sich entfernt oder ihn umrundet. So lernt dein Hund langsam, Sitz und Platz bedeutet nicht, dass man sich unmittelbar vor Herrchen/Frauchen befinden muss.
    Mit Grisu habe ich vor kurzem longieren ausprobiert, da hat es dann auch mit dem Platz auf Entfernung geklappt :^^: . Lucy hat es so gelernt: Kommando Sitz, sobald sie sitzt, werfe ich ein Leckerlie, das sie dann auf Kommando suchen darf. Sie hat damals recht schnell verstanden, dass das Leckerlie umso schneller fliegt, je eher sie sitzt. So hat sie sich schnell die Mühe gespart, erst zu mir zu laufen. Das hat bei Grisu aber nicht funktioniert, er hofft immer, es gibt vielleicht doch Futter aus der Hand und er muss es nicht erst suchen gehen :p