Huhu,
ein paar Gedanken kamen mir beim Durchlesen - vielleicht ist was für dich dabei...
Ich bekomme sie am Geschirr aber nicht so gut gehalten, dass sie mich nicht immer noch in die Unterarme beißen könnte und das tut echt verdammt weh.
Trägt sie nur Geschirr? Ich würde zusätzlich noch ein Halsband (ich mag Zugstopp, weil die sehr locker anliegen können, sich der Hund im Notfall aber eigentlich nicht rauswinden kann) anziehen, so dass du sie am Halsband ruhig aber kontrollierter festhalten kannst.
Dieses Anfassen und Festhalten am Halsband und/oder Geschirr würde ich in Ruhe aufbauen, also ein Signal dafür einführen, Signal sagen, dann ins Halsband/Geschirr greifen, hochwertige Futterbelohnung während du festhältst, wenn Belohnung aufgefressen, Hand weg. Erst nur kurz halten und langsame Bewegungen, wenn das gut klappt, auch mal so üben, wie man im Ernstfall reingreifen würde, also z.B. schneller.
Sie schläft/ruht etwa 16-17 Stunden am Tag
Das ist aus meiner Sicht möglicherweise noch zu wenig. Was macht sie denn die restliche Zeit, wenn ihr nicht gerade Gassi geht oder sie beschäftigt?
Hat nicht gepasst und Feta ist trotz Geduld und versuchtem Aufbau meinerseits immer durchgedreht.
Passen muss der Maulkorb gut, das ist klar. Wie genau ist sie dabei denn durchgedreht?
Grundsätzlich bin ich schon Fan vom langsamen Aufbau bei einem Maulkorb, andererseits ist das bei einem Hund, der beißt, einfach eine nötige Sicherungsmaßnahme wie Leine und Geschirr. Da musst du auch kein schlechtes Gewissen ihr gegenüber haben, es dient zum einen deiner Sicherheit, zum anderen ist ein passender Maulkorb eben auch nichts Schlimmes.
Welche Länge würdest du bei Schlepp nehmen? Ich hab jetzt 5m Biothane wenn ich mit ihr im Wald oder auf der Wiese unterwegs bin. Das wickelt sich dann natürlich auch immer schön um jeden Baum und Strauch.
Ich persönlich würde 10 Meter nehmen. Und diese im Anfangsstadium auch nicht einfach so hinterherschleifen lassen, sondern in Schlaufen aufnehmen und bei Bedarf ausgeben. Wenn du Rechtshänderin bist z.B., indem die Leine durch deine linke Hand "durchläuft" und du mit rechts Leine ausgibst und einholst.
In der Familie gibt es einen schlimmen Krankheitsfall, der mich emotional sehr belastet und auch noch ein, zwei andere Sachen im Freundeskreis, die nicht gut laufen gerade. Das betrifft mich zwar nicht direkt, aber Sorgen macht man sich trotzdem. Und das wird Feta sicher spüren, auch wenn ich versuche mich positiv zu motivieren.
Zusammen mit dem Umstand, dass Feta gesundheitlich ja auch angeschlagen war, ist das doch vollkommen "ausreichend" als Erklärung warum dieses Verhalten nun wieder vermehrt auftritt - zudem verunsichert dich ihr Verhalten ja auch, was sie ebenfalls spüren wird.
Wenn sie nach 15min deutliche Anzeichen von Stress zeigt (angelegte Ohren, hecheln, Blasenbildung auf der Zunge, "Gähnen", Gras fressen, etc.) dann gehe ich mit ihr zurück. Und das sind ja dann immer noch wieder 15min in denen sie klarkommen muss.
Der Grat zwischen Über- und Unterforderung ist oft halt ziemlich schmal. Es liest sich ein bisschen, als seist du auch sehr sensibilisiert für ihr Stressverhalten - was einerseits gut ist, weil es fatal wäre, sie permanent zu überfordern, andererseits ist dieses sehr aufmerksame Beobachten evtl. ein Stressfaktor für sich, d.h du machst dir Stress, dass der Hund bloß keinen Stress hat, was den Hund aber wiederum stresst.
Hier kamen ja schon einige Ideen zur Auslastung und der Problematik, die richtige Mischung zwischen Über- und Unterforderung zu finden.
Mein Ansatz - ausgehend von der Theorie, dass sie als Terrier von zu viel Toberei und Action langfristig eher hochfährt - wäre vermutlich auch eine Mischung aus Auslastung durch lockere, gleichförmige Bewegung, dazu ruhige, anspruchsvolle Nasenarbeit und ansonsten ganz viel Ruhe.
Evtl. muss es auch gar nicht Fahrrad oder Roller sein - wenn ich z.B. flott gehe, ist das so ziemlich das passende Tempo für einen lockeren Trab bei meinem Terriertier. 3 Meter Leine, am Anfang des Spaziergangs natürlich ein paar Minuten Gelegenheit zum Schnüffeln und Lösen geben und dann eine halbe Stunde ohne großes Stehenbleiben stramm laufen - am Besten natürlich irgendwo, wo das möglichst reizarm und stressfrei möglich ist.
Und wenn es passt, dann kann natürlich ab und an auch was an aufputschenden Actionsachen wie Toben mit Hundefreunden oder Gezergel (wie es weiter oben schon als Tipp als eine Übung fürs kontrollierte Hoch- und Runterfahren des Hundes kam) o.ä. dazu - aber gerade z.B. Nasenarbeit kann sowohl körperlich als auch geistig super auslasten.