Beiträge von mairi

    Ganz meine Meinung! Aber die Userin schrieb ja, warum man nicht die Blenden weglässt und ganz offen dazu stehen würde, dass man einen Stachel benutzt, wenn man ihn benutzt. Daraufhin schrieb ich, das von Dir zitierte. :-)

    Oops, den Bezug hatte ich irgendwie nicht geschnallt. Und klar, ich kann verstehen, dass niemand Bock auf Shitstorm und Schlimmeres hat, bei mir kam zwischendrin aber auch die Frage auf, warum man das Dingen eigentlich versteckt, wenn man es doch ganz offiziell und zum Zweck einer Einwirkung von nicht-tierschutzrelevantem Ausmaß einsetzt.

    Zu 2: Es ging in dem Teil meines Posts ausdrücklich um die Frage "Warum überhaupt IPO", die hier mehrfach auftauchte. Nicht um Stachler an sich, sondern darum das hier ja mehrfach der ganze Sport als unnötig bis Tierquälerei hingestellt wurde.

    Der Sport hat sicher seine Berechtigung. In welchen Ausmaß und welcher Ausprägung (z.B. das häufig so militärisch-martialische), das kann man doch sicher kritisch hinterfragen.

    Bloß weils dem Hund egal ist heißt es ja nicht das es total egal ist.

    Nein, aber hier kann man doch gut die Frage stellen, ob der Zweck die Mittel heiligt. Das haben doch in der Geschichte der Hundeausbildung viele Leute getan, nur so sind wir doch heute an einem Punkt, an dem das doch schon deutlich gewaltfreier und hundefreundlicher abläuft, als noch vor wenigen Jahrzehnten.


    Und diese Frage kann und sollte man sich doch immer wieder stellen, also in dem Fall: Rechtfertigt ein Feintuning, das dem Hund für die eigentliche Arbeit keinen Nutzen bringt, sondern eben dazu gedacht ist, dass etwas besser aussieht, dem Menschen höhere Chancen auf meinetwegen einen Titelgewinn einbringt, eine Einwirkung auf den Hund mit einem Stachelhalsband?


    Wenn man das für sich reflektiert und mit "ja" beantwortet (z.B. weil man sich sicher ist, dass man dem Hund damit weder physisch noch psychisch Leid zufügt), dann muss man eben auch akzeptieren, dass es Leute gibt, die für sich diese Fragen anders beantworten würden.


    Und: Für einen reflektierten Einsatz und Umgang mit solchen Mitteln gehört für mich auch eine gewisse Offenheit, dass es eben vielleicht auch anders gehen könnte, dass man in einigen Jahren vielleicht andere Mittel zur Verfügung hat, eine andere Einstellung zum Hund, oder eine geänderte Prüfungsordnung, die ein Milimeter-Feintuning gar nicht mehr nötig macht. Das hat mir bei manchen "Das muss so weil es auf dem Niveau nicht anders geht"-Argumentationen gefehlt.


    Aber es geht doch eigntlich nur darum, ob ein Hilfsmittel wie der Stachel zwingend Tierquälerei ist, oder ob er unter bestimmten Voraussetzungen auch sinnvoll eingestzt werden kann.

    Mein Fazit aus dem Thread ist, dass ich den Eindruck habe, dass der Einsatz im Sport, eben dieses Feintuning wie z.B. von @Gammur beschrieben, keine Tierquälerei ist. Die Argumente, dass der Einsatz im Sport "nötig" sei konnten mich nicht überzeugen, dafür haben für mich persönlich Wettbewerbe und Feintuning für diese eine zu niedrige Priorität. Das für sich anders zu bewerten steht jedem zu, aber dann ist der Einsatz von z.B. einem Stachelhalsband keine Notwendigkeit, sondern eben eine bewusste Entscheidung für diesen Weg und dieses Mittel.

    Nachdem ich hier quergelesen habe gibts also 2 Seiten.
    Die einen, die je nach dem wer grad postet entweder überheblich sind, oder arrogant, oder aber ihren Hunden weh tun, etc etc. Die IPO Sportler halt.


    Die andere Seite ist natürlich die gute Seite, weil Stachel ist böse, schmerzhaft, Quälerei, unwürdig, etc.

    So schwarz-weiß habe ich die Diskussion größtenteils nicht Empfunden, sondern lese viel Interesse und ehrliches "Verstehenwollen" bei der "guten Seite" ;) heraus. Konsens scheint es ja insofern zu geben, dass ein Stachelhalsband außerhalb des Hundesportes-/platzes und eines Trainings auf hohem Niveau unter der Anleitung sachkundiger Menschen nichts verloren hat.

    War ne ganz einfache Sache damals, ich wollte etwas noch besser machen und brauchte etwas das sie nicht "gedankenlesen" konnte. Der kleine Finger der die Leine im richtigen Moment anhob, so fein das der Stachler sich bemerkbar machte lange bevor ein normales Halsband reagierte.

    Das ist doch z.B. einer der Kritikpunkte derer, die den Einsatz eines Stachelhalsbands schwer nachvollziehen können, das ist nicht Kritik am Sport als Ganzen, sondern genau an diesem Bereich, wo es um diese ganz kleinen Feinheiten geht, wo wir als Mensch sagen "ich will dass dies und das noch besser aussieht". Dem Hund dürften Feinheiten im Zentimeter-/oder gar Milimeter-Bereich wumpe sein.

    Und oh, die immer wiederkehrende Frage nach dem "Warum überhaupt das böse IPO" ist ja oft genug beantwortet worden, aber ich machs einfach auch mal: Weil es wichtig ist. Weil es unglaublich wichtig ist Gebrauchshunde zu haben die das tun, wozu sie gedacht sind. Und die dabei klar im Kopf sind.
    Durchgeknallte Viecher in der Zucht hat man genug bei den Upslern und Hinterhofvermehre

    Ebenso hier. Für "klar im Kopf" braucht man doch kein Stachelhalsband.


    Das Forum hat allerdings maßgeblich dazu beigetragen, mein Wissen um den IPO-Sport zu erweitern und das ganze für mich aus der "alte Herren die drauf stehen wenn der scharfe Schäferhund unterwürfig neben ihnen herkriecht"-Ecke rauszuholen. Trotzdem ist es aus meiner Sicht ein Sport, der durchaus mit einer besonders hohen Verantwortung Mensch und Tier gegenüber ausgeübt werden sollte - denn es ist vermutlich doch ein Unterschied, ob ich IPO/Schutzdienst schlecht/nicht sachgemäß mache, oder Dogdancing.

    Und welche Tipps hättest du, wenn du für etwas, was du tust, gestalkt, bedroht, beschimpft, beleidigt, öffentlich diskreditiert würdest. So wie das die Stachelgegner mit Menschen manchen, die das im Hundesport nutzen. Wäre das für dich ein Zustand, den du leben wolltest? Oder wäre das etwas, was du meiden würdest? (Wir reden nicht von einer überschaubaren Menge an Menschen, mit denen man reden kann. Wir reden von hunderten, Unbekannten - so n schicker Shitstorm im Internet halt)

    Gibt es da nicht Möglichkeiten? Zum einen: Man führt den Hund halt mit dem verdeckten Stachehalsband und die Einwirkung ist so minimal und von außen nicht sichtbar, so wie hier im Thread das Finetuning beschrieben wird. Wer sollte da aus welchem Grund Anlass zum Shitstorm haben?


    Ansonsten gibt es doch immer die Möglichkeit, aufzuklären, wie es hier z.B. gerade passiert.


    Was ein Verbot angeht: Die meisten im Thread waren sich einig, dass ein Stachelhalsband in vielen Fällen unsachgemäß und somit für den Hund schmerzhaft eingesetzt wird - ist der Gedanke denn so abwegig, dass man unter den Voraussetzungen mit einem generellen Verbot dann für den Sport halt das "Opfer" bringen muss, nicht mehr mit diesem Hilfsmittel trainieren zu können?


    Ich stimme allerdings zu, dass so ein halbherziges ein Verbot wie bei den E-Geräten, kaufen darf man, aber einsetzen nicht :headbash: , beknackt ist. Dass es immer Leute gibt, die sich über das Verbot hinwegsetzen sollte ja nun kein Grund sein, irgendwelche Regeln und Gesetze für überflüssig zu halten.

    Samstag würde es mir am besten vormittags passen, so gegen 11 vielleicht?
    Wäre denn jemand fest dabei? :smile: Ich habe das Auto dann und wenn SchloRi euch einfach zu weit ab vom Schuss ist, kann ich auch gerne wo anders hinkommen.

    11 Uhr Samstag fände ich auch super - wie sieht denn das mit der Wild- und Hundedichte auf der Strecke aus?

    Der Rüde hatte den Chip (bekommen im April 2016, er scheint erst jetzt so langsam auszulaufen), ich habe dennoch mal "intakt" gewählt, da er es - sehr wahrscheinlich und wenn es gesundheitlich nicht notwendig wird - bleibt.


    Die Hündin habe ich kastriert übernommen.

    ich schmeiße einfach mal den 23.9. in die Runde. Hat da jemand Lust und Zeit uns zu begleiten?

    Bei mir entscheidet sich leider erst im Laufe der Woche ob ich da kann, aber wenn du ohnehin planst da 'ne Runde zu gehen, klappt es ja vielleicht.


    Ich überlege gerade, ob ich morgen im Deister (irgendwo wo man von der B65 aus gut hinkommt) so gegen späten Vormittag/Mittag ein Ründchen laufe, weil ich eh auf dem Weg dran vorbeifahre. Hat jemand evtl. spontan Lust?

    Ach, so schöne Bilder von euch allen! :smile:


    In unserem Haus in der zweiten Woche ging ja leider das Internet nicht, von daher hier nun ein Schwung nachträglicher Bilder:

    Letztlich ist das Ganze doch wirklich eine Sache von Angebot und Nachfrage und einem sehr individuellen Gefühl und einer subjektiven Bewertung/Einschätzung, was etwas (in dem Fall ein Hund) einem selber wert ist.


    Bei dem Ganzen ist es ja auch so, dass hier Leute diskutieren, die eine sehr informierte Kaufentscheidung treffen können und wollen.


    Der Großteil derer, die einen reinen Familien-/Begleithund möchten, betreiben sicher kein exzessives Linien- oder Ahnentafel-Studium, sondern wählen einen Züchter aus nach Kriterien wie Entfernung zum Wohnort, Sympathie, Sauberkeit, Präsentation auf der Website, etc. Und da zählt dann eben das - vielleicht kann man es so nennen - "user experience" beim Kauf auch viel, also die süßen Fotos, die WhatsApp-Gruppe, das namensbestickte Halsband, das das Welpi mit ins neue Zuhause bekommt.


    Nebenbei hat man aber doch noch aufgeschnappt, dass man auf keinen Fall Billigwelpen kaufen darf, also ist ein hoher Preis automatisch auch ein Qualitätskriterium. Oft wird der Züchter (viele präsentieren sich ja auch so) dann eben auch als der absolute Experte wahrgenommen, was der sagt, passt schon - man kommt evtl. gar nicht auf die Idee, mal im Internet nachzurecherchieren - wenn da steht oder man gesagt bekommt, diese Rasse oder jener Rassemix sei besonders gesund, am Besten noch mit irgendwelchen wichtig aussehenden Kürzeln, auf was für Krankheiten die Elterntiere untersucht wurden, dann wird das schon seine Richtigkeit haben.


    Meine Eltern z.B. wollten unbedingt einen Maltipoo haben. Sie hatten einen Menschen mit so einem Hund getroffen, das Hündchen war lieb und nett und hat ihnen gefallen und die ihnen dann empfohlenen rosa Websites wo ihnen für sie schlüssig dargelegt wurde, warum Maltipoos die besten, anti-allergischen, nicht stinkenden, nicht kläffenden, vom Übel der klassischen Rasse- und Linienzucht verschonten Hunde sind, haben ihnen auch gefallen.


    Die wären zum Maltipoo-Züchter gefahren, hätten dort vielleicht süße Hunde im plüschig-schicken Wohnzimmer mit Bällchenbad angesehen und alles für sauber und ordentlich und daher für gut befunden. Der Züchter hätte mit ihnen nett Kaffee getrunken und sie vielleicht mit seiner Leidenschaft für die Maltipoos und seinem Hundewissen beeindruckt. Und so weiter und so fort und vielleicht hätten sie dann mit Freude und gutem Gewissen gerne 1500,- Euro für so ein Welpchen bezahlt. Das war das was ich eingangs mit "was es einem selber wert ist" meinte.


    Dass der Züchter vielleicht maximal in einem Mini-Hinterhof-Verband - wenn überhaupt - organisiert ist und sich seine Papiere selber druckt, dass das von ihm angepriesene hochwertige Futter vielleicht doch gar nicht so hochwertig ist, dass die Zuchthunde evtl. nicht aufwändig ausgewählt sind, sondern halt mit dem "was da ist" "gezüchtet" wird - diese ganzen Hintergründe kennt und will "Otto Normalhundekäufer" auch gar nicht kennen.

    Ich glaube, ob man mit Flexi oder Schlepp besser kann ist einfach eine sehr individuelle Geschichte. Ich hab mir schon mit der Flexi doofe Verbrennungen zugezogen und wenn der Hund komplett in der Leine steht/hängt und man dann die Flexi einholen will, muss man dann ja auch reingreifen und grad bei einer Seilflexi macht das nicht viel Spaß.


    Aber da gibt's halt 3000 Meinungen - für mich gehen z.B. Hundebegegnungen wegen Strangulationsgefahr an der Flexi gar nicht, an der Schleppleine finde ich sie im gewissen Maße tolerierbar - andere sehen das anders.


    Wenn ich einen Hund habe, der viel dazu neigt, plötzlich loszustürmen, dann finde ich eine Schleppleine, die man eben immer einholt und wieder ausgibt, ggf. mit zusätzlichem Ruckdämpfer und Handschuhen für den Träger aber eigentlich eine ganz gute Möglichkeit...


    Ansonsten werde ich mich - war ja eh eher stille Mitleserin - bis in ein paar Jahren hoffentlich mal ein weiteres Terriertierchen einzieht, aus dem Thread mal verabschieden. Die Bolonkette wird nun im September 2, hat zwar noch genug Entwicklungspotenzial nach oben, aber so richtig Junghundewahnsinn ist das einfach nicht, von daher sind wir hier erstmal raus. :winken: