Hier gibt es ja auch einen Cairn im Forum (namens Filou, ich hab aber den Namen der Userin nicht im Kopf), die wird dir sicherlich mehr sagen können.
Diese Hundemenschen - wissen, wie der Hund heißt und welche Rasse, der zugehörige Mensch ist ja eher Beiwerk... 
Toll finde ich Australian, Cairn und Norwich Terrier. Würde da einer passen oder vllt auch gar nicht?
Mal für den Cairn aufgedröselt:
- Lust an kleinen Tricks einzustudieren
Ja, sehr gut vorstellbar. Mit meinem trickse ich eher nebenher und einfache Sachen - aber die hat er sehr schnell raus und es gibt einige Cairns die z.B. Spaß an Dogdancing und sowas haben.
- Lust an Nasenspielen/Schnüffelteppich zur geistigen Auslastung
Definitiv. Mit meinem mache ich Mantrailing - selbständige Nasenarbeit ist sein Ding. An Sachen, die Präzision und Gehorsam (Dummy, UO, ...) erfordern hat er jetzt nicht so Spaß, aber das ist ja auch Charaktersache.
- Begleitung im Alltag, auf Wanderungen, beim Rad fahren
Definitiv. Meiner ist Bürohund, ich lebe mitten in der Stadt, hatte anfangs kein Auto und war auf Öffis angewiesen, alles kein Problem. Die Größe empfinde ich dabei als perfekt: Klein genug um als kleiner Hund durchzugehen, der vielleicht auch eher mal mit in ein Restaurant darf, groß und kompakt genug, so dass er eigentlich alles mitmachen kann und man nicht Angst haben muss, dass dem Hund im normalen Alltag irgendwas passiert.
- Jagdtrieb auf jeden Fall trainierbar und gut lenkbar!
Jein. Ich würd sagen, da ist alles dabei - ich kenne Cairns, die immer frei laufen (können) und welche (nicht ganz wenige), die jagen wie Sau. Ich würde behaupten, trainierbar ist der Jagdtrieb beim Cairn grundsätzlich schon, klar kann man da auch von Anfang an viel in die gewünschten Bahnen lenken. Sie sind insgesamt tendenziell eher über Kooperation und Sinnhaftigkeit als über Verbot oder "weil ich es sage" zu bekommen. Meiner läuft im Wildgebiet an der Schleppleine - er geht auf Sicht und Spur, ist aber durchaus an Kooperation mit mir interessiert, so dass zwar noch viel Arbeit auf uns wartet, ich aber nicht ausschließen will, dass wir es über die "Gemeinsam jagen"- Schiene und anderweitige Auslastung mal ohne Schlepp schaffen. Wenn man aber wirklich viel Wert auf Freilauf immer und überall legt und dann auch mal mit den Gedanken nicht beim Hund sein können möchte, kann man beim Cairn evtl. Pech haben.
- kein zu großer Dickkopf, bzw wünsche ich mir, dass ich mich auf Spaziergängen draußen auf den Hund verlassen und nicht jedes Hier oder Nein 5x sagen muss
Hm, auch jein. Als Dickkopf würde ich es jetzt nicht bezeichnen, aber meiner zumindest ist davon überzeugt, dass seine Ideen generell eigentlich super sind und meine Meinung interessiert ihn erst in zweiter Linie. Ob man damit kann ist ja aber sehr individuell, bzw. hängt davon ab, was man einfach gewöhnt ist oder kennt.
- Verträglichkeit mit anderen Hunden
Die Cairns zumindest haben ja eine Vergangenheit als Meutehunde, von daher sind sie tendenziell doch eher verträglich.
- neutral bis freundlich Menschen gegenüber
Ja, so kenne ich sie in der Regel. Ansprache und Interaktion nicht abgeneigt, aber wenn nicht ist auch gut.
- eher einen Rückwärtsgang als nach vorn zu gehen
Eher nein. Viele Terrier wissen glaub ich gar nicht, dass es sowas wie einen Rückwärtsgang überhaupt gibt und müssen das erst lernen. Wobei ich z.B. auch fiddlen als "nach vorne gehen", also eine aktive Problemlösung finden, einordne.
Westies und Cairn kommen mir gemäßigt vor im Vergleich mit den Jackys und Parsons, die ich so kenne, v.a. was den Jagdtrieb angeht.
Ja, das würde ich auch so unterschreiben. Westies empfinde ich eher noch mal eine Spur gemäßigter als die Cairns, es gibt ja auch noch vereinzelt mal Cairns, die jagdlich geführt werden.
Ich liebe die Cairns wirklich. Mir gefallen sie optisch sehr, die Größe ist perfekt (sie sind aber in der Regel mittlerweile größer und vor allem schwerer, als noch im Standard steht), sie sind tendenziell recht selbstsichere Hunde, in der Regel gut gelaunt ohne aber aufgedrehte Clowns zu sein.