Beiträge von FidjisDaddy

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    Genau das meinte ich,dass man dann gleich wieder meine Ahnung anzweifelt ist ja typisch :p


    Das ist aber halt das RTL-Prinzip. Komplexe Inhalte über einfache Lebenserfahrungen von jedermann (aha, ja klar, kenn ich...!) herunterzubrechen.


    Ums mit Alpha Hotel zu sagen: "Man muss es möglichst simpel so lange wiederholen, bis es selbst der Dümmste im Saal versteht."


    Die einfache Wahrheit ist: Lasst die Hunde Hunde sein. Der Hund funktioniert so einfach, dass es für den Menschen in unserer komplexen "auf Umwege programmierten" Welt für uns schon wieder sehr kompliziert ist, einfach zu denken.


    Menschen leben in einer einzigen Grauzone. Hunde leben schwarz/weiss... so einfach isses. Und soooo kompliziert :D

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    Es ist einfach Geldmacherei.Und er ist so weil es sich nun mal eben besser verkauft!Ob er Ahnung hat oder nicht kann ich nicht beurteilen,weil er noch nie bei mir Zuhause war.


    Das sowieso. Würd mich nicht wundern, wenn Rütter ein Franchise-System mit Hundeschulen aufbaut.


    Und das sehr erfolgreich. Es sei ihm gegönnt!

    Hab heute das erste mal was von dem Typ gesehen.


    Und ich muss sagen... nicht schlecht. hat mir inhaltlich aus der Seele gesprochen. Ich hab jetzt jedenfalls nicht mehr das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, weil ich meine Hunde mit "Abfällen" aus der Viehverwertung füttere. Und ich sie auch nicht wie einen Menschen behandele. Was nicht bedeutet, dass ich sie nicht liebe. Oder sie im Zwinger leben müssten.


    Den Comedyfaktor fand ich durchschnittlich. Aber ich denke, dass gelaber braucht man einfach, um die "Inhalte" zu verkaufen.


    Also wenn ich mir die einzelnen Posts so durchlese, verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass eure Probleme echt durch die Größe eurer Vereine bedingt sind.


    Wenn Du sone überschaubare Truppe hast, geht das meiste auf Zuruf. Klar gibts immer faule S*cke, aber kann mans ändern? Die haste in jedem Verein, egal ob Tennis oder Kaninchenzüchter...


    Was das Geld angeht, muss ich offen gestehen, sind bei uns die Passiven (i.d.R. ehemalige Aktive jetzt aber ohne Hund) der Devisenbringer Nr. 1. Da schlagen idyllische Lage des Vereinsheims und moderate Getränkepreise voll zugunsten der Vereinskasse durch. Da sind wirklich jeden abend von Montag bis Sonntag mindestens 6 oder 7 Leute (oft mehr). Das Gelaber von "früher" - wir wissen ja alle: je älter der Mensch, desto größer die Erfolge der Vergangenheit - nervt zwar mächtig... aber doch, ich würde unseren Verein als einen der Wohlhabenderen bezeichnen.


    Und in der Gruppe in der ich arbeite, sind wir 2, die aufbauen/hetzen. Die in der "anderen" Gruppe gehen mir am Anus vorbei. Aber auch hier muss ich zugeben, dass wir Neuzugängen momentan etwas reserviert gegenüberstehen. Is grad so gemütlich und läuft alles glatt. (fast schon ein bisschen zu glatt). Obwohl, wenn es Vereinsfremde Zugänge (also Leute die komplett frisch Anfangen mit dem Sport) wären, würden wir uns freuen. Lediglich die Dienstleistungstouristen aus anderen Vereinen... nö, die bringen normalerweise nur Ärger.


    Aber wie andernposts schon beschrieben... es gibt dennoch massive Konflikte im Verein. Die resultieren aber eher aus der Hochzucht- vs. Leistungszucht Problematik.

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    Ich sollte nicht mehr so spät im DF surfen. da komme ich auf komische Gedanken :roll:


    Wohl wahr, wohl wahr :lol:


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    Auf der letzten Gassirunde habe ich nun überlegt, ob die Hunde die wir haben, wirklich noch Hunde in dem Sinne sind?
    Sind die Hund damit zufrieden verschiedene Kurse in der Hundeschule zu besuchen oder brauchen sie eine feste Aufgabe? Klar, es kommt natürlich auch auf den Hund drauf an und eben auch auf die Rasse.


    Hmm.. weis nicht. Ich kann nicht sagen, ob ein Hund tatsächlich eine Aufgabe braucht. Ich sehe es eher so: Wir haben einen Deal. Er bekommt Futter, wohnt in meiner Wohnung und bekommt bestmögliche medizinische Versorgung, geregelte Arbeitszeiten und Urlaub. Aber dafür erwarte ich eine Gegenleistung: Arbeit.

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    Wo ist bei euch die Grenze beim Hund? Ist sie schon erreicht wenn ihr hört, dass andere Hund im Bett schlafen dürfen? Oder verdreht ihr die Augen, wenn jemand seinen Hund barft - weil, es gibt ja Fertigfutter. Wann übertreiben es Hundebesitzer mit ihren Tieren?


    Die Frage, ob der Hund im Bett schläft, oder ob sich sein Mensch die Mühe des Barfens macht, find ich gar nicht so wichtig. (Also meine/r schlafen/schläft im Körbchen im Flur und bekommen Schlachtabfälle vom hiesigen Metzger). Ich finds eher ziemlich abartig wenn Leute glauben, ihre Hunde mit DogDancing oder anderen Beschäftigungstherapien, von denen niemand weiss, ob sie den Hunden überhaupt Freude bereiten, für viel Geld bespassen zu müssen.


    Ich betreibe VPG. Aber nicht zur Bespassung des Hundes, sondern weil dies der Job ist, den er für mich zu erledigen hat. Die Entlohnung ist (wie oben genannt) fürstlich.

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    Gehört ihr zu den Menschen, die täglich was Neues für ihre Hunde kaufen, wo die Hunde zig Hundeplätze haben und für die das Beste für den Hund immer noch nicht gut genug ist? Oder seid ihre der Meinung, dass ein Hund eine Leine, ein HB und einen Schlafplatz braucht - alles andere ist sinnfrei? Wann beginnt für euch die "Vermenschlichung"`?


    Siehe oben. Am schlimmsten finde ich, wenn Hunde nur noich an Leine oder auf dem Arm in der Weltgeschichte rumpromeniert werden, aber Hauptsache ein schickes neues Hundepelzchen. Und am Besten noch ne Leine von Cartier.


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    Ist ein Hund noch ein Hund wenn er immer in der Tasche durch die City getragen wird? Oder wenn er den ganzen Tag im Zwinger verbringt?


    Den ganzen Tag im Zwinger is natürlich Scheisse. Aber obwohl ich selbst keine Zwingerhaltung betreibe, halte ich mir die Option für Ausnahmesituationen offen. In der Tasche durch die City? krank!

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    Ich habe nun viel geschrieben und hoffe, dass ihr versteht worauf ich hinaus möchte. Fragen über Fragen :ops: Aber eigentlich interessiert mich nur die Frage: Wann ist ein Hund noch ein "Hund"?

    [/quote]
    Keine Ahnung.

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    Es steht einfach nicht jeder auf Vereinsmeierei. Das ist eine deutsche Leidenschaft, die aber nicht jeden ergreifen kann ;-)


    Ich habe nicht das Bedürfnis meine Hunde zu vermehren, aber ich kann schon nachvollziehen warum manche Menschen ihre Hündin einmal werfen lassen wollen und kann mich auch nicht dagegen aussprechen. Ich fände es allerdings sinnvoll vorher die ein oder andere Untersuchung bezüglich rassetypischer Auffälligkeiten zu machen.


    Es stellt sich einfach die frage, wozu man Hunde hält. Wenn man einfach einen Hund als Begleiter und Familienmitglied möchte, und ethisch grundsätzlich jedes geborene Leben bejaht, finde ich es absolut ok, auch einen Hund von einem Nicht-VDH-Züchter zu kaufen. Genauso wie ich es in Ordnung finde, einen Mischlingshund aus dem Tierheim zu holen.


    Die sind prinzipiell nicht wertloser als jeder hochgetunte Rassehund.


    Hat man allerdings weitergehende Ambitionen (züchterisch, sportlich), oder hegt eine Leidenschaft für eine bestimmte Rasse... dann sieht es ganz anders aus.


    Mich würd mal interessieren, warum der Züchter keine Papiere beantragt, wenn doch angeblich alles Supi und geprüft ist?! Die Hauptkosten entstehen doch nicht durch das Ausdrucken der Papiere, sondern eben über jene Überprüfungen, die ja angeblich alle toll sind. Da scheint mir die Aussage des Züchters (gelinde gesagt) sonderbar...

    Also ich weis ja nicht...



    Vielleicht bin ich ja auch nur in einem sehr priveligierten Verein..... aber so dolle is das bei uns mit den Arbeitseinsätzen nicht.


    Wir haben 2 Plätze, einer davon in etwa Fussballplatzgröße -> wird von der Stadt erledigt (mähen, Hecken schneiden usw...)


    Vereinsheim - ok einmal im Jahr die Terasse vom Unkraut befreien, oder jetzt (grad aktuell) neu verputzen (macht aber unser 2. Vorsitzender der hat ne Malerfirma). Saubermachen tun 3 Frauen von Mitgliedern und die bekommen Geld dafür.



    Und die restlichen Tätigkeiten haben eigentlich nix mit Arbeitseinsätzen im klassischen Sinn zu tun.


    Und da wir uns in 2 Gruppen aufgeteilt haben und eh nicht mehr in jeder Übungsstunde das komplette UO-Schema laufen, oder den kompletten SD durchexerzieren, sondern uns auf die "offenen" Baustellen konzentrieren ist das ganze auch zeitlich nicht so wild. Wobei wir uns aber fast täglich dort treffen.


    Ich muss zur Info aber hinzufügen, dass wir nur 15 Hunde haben. Was in unserer Region aber schon recht ordentlich ist.


    Also wenn es auch arschviel Probleme bei uns gibt (die vor allem aus den 2 "Gruppen" bestehen), die Probleme die Ihr habt (natürlich auch aufgrund der echt vielen Hunde).... kenn ich bei uns nicht. Wir sind aber, zugegebenermaßen auch tiefste hessische Provinz.


    Also wenn ich allein Schnauzermädels Kurse les: 150,- aktive, Gast pro Training 5,- uswusw...


    Wowwow und nochmals Wow! :/


    Was auch noch ganz gut ist, um sich ein Bild zu machen, sind die großen Veranstaltungen der jeweiligen Rassehundezuchtverbände. Einfach mal auf deren Homepages wegen Terminen gucken. Üblicherweise sind die im Herbst. So ab August.


    Die gibst als Regionalveranstaltungen in jedem Bundesland (teilweise auch mehrfach) und auch als Bundesveranstaltungen. Für dich eher uninteressant sind die Zuchtveranstaltungen.


    Die Landesgruppen-FCI-Qualis sind leider gerade durch...

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    Schnauzermädel und Buddy-Joy:


    Aber genauso meine ich das doch: Deshalb eben trennen: Eigene VPG-Prüfungen zur Zuchtzulassung. Dann muß man dafür halt eigene Veranstaltungen von den Rassezuchtvereinen machen. Die Retriever haben ja auch ihre eigenen Wesenstests, der Cattle Dog hat inzwischen auch seinen eigenen Wesenstest bei Rasse-Veranstaltungen.. sowas muß dann halt sein.


    Oberhalb Ortsgruppenprüfung isses ja so. Da kannste eh nur noch starten wenn Dein Hund der Rasse des jeweiligen Rassehundevereins ist. Eben weil der Zweck jener der Selektion ist. Würde da dann z.B. ein Angehöriger einer anderen Rasse oder ein Mischling antreten, entspräche das gar nicht dem Sinn der Veranstaltung. Deswegen heist es bei uns Schäferhundeleuten ja auch nicht "Deutsche Meisterschaft" oder "Hessische Meisterschaft" sondern "Bundessiegerprüfung" oder "Landesgruppenausscheidungsprüfung".

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    Und ansonsten: Schutzdienst als Spaß für Jederhund, zur Auslastung, als Spiel, als Trick, whatever...


    Aber wer soll das machen? Die Resource Helfer/Figurant ist eine außerordentlich knappe.

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    Vielen Dank für die ausführlichen Infos :)


    Gernegerne :smile:


    Und nochwas: geh unvoreingenommen hin und guck obs auch alternative Möglichkeiten gibt. Vielseitige Forder- und Fördermöglichkeiten gibts auch jenseits des VPG. Schonmal über eine Rettungshundeausbildung nachgedacht? Nur mal so als Gedankenanstoss...


    Wenn ich nicht ganz falsch liege, ist der Dalmi ja ein Schweißhund, oder?