Beiträge von Grinsekatze1

    Zitat

    Ich sehe das so, macht jemand das wirklich mit Herzblut und Liebe hat ein oder zwei Zuchthündinen, dann gönne ich ihm voll und ganz das er was übrig hat nachdem er die Welpen 12 Wochen liebevoll aufgezogen und sozialisiert hat. Sehe ich aber wie im Beitrag riesen Zwingeranlagen, mit Angestellten, dann frage ich mich schon wie gut der Züchter jeden Welpen kennt und ob da nicht doch der Provit dahinter steht!?


    Genau das ist auch meine Meinung!

    Und das "Übrighaben eines Wurfes" wiederum braucht der Züchter um auch seine alten Hunde (wir wissen alle, dass gerade alte Hunde öfters medizinisch betreut werden müssen) über Jahre hinaus versorgen zu können.

    Wie sonst könnte er das finanziell bewältigen? Es ist nicht jeder reich geboren!

    Es ist schon ein Unterschied ob ich einen Hund halte oder ob es mehrere Hunde sind. Das Argument "man würde mit dem Welpenpreis die Zuchthündin mit dem Kaufpreis bezahlen" ist doch lächerlich. Genau das ist die Denkweise vieler Menschen - sie denken nicht, dass auch der alte Hund beim Züchter "finanziert" werden muss, damit auch die Mutterhündin ein würdiges Leben weiterführen kann.

    Wenn man wartet bis die in Rente gegangene Zuchthündin verstorben ist und der Platz somit für eine neue Zuchthündin frei wird; bis dahin sind wertvolle Linien ausgestorben.

    Ich finde es immer wieder sehr schade, dass Züchter als "Großverdiener" abgetan werden. Wer von Euch kennt denn wirklich die Kostenseite?

    Bevor ein Züchter im Verband züchten darf hat er erst einmal Auslagen. Seine Zuchthündin muss er sich 2 Jahre lang heranziehen , um dann vielleicht festzustellen, dass sie doch nicht für die Zucht geeignet ist. Und mit 7 aller spätestens mit 8 Jahren ist sie wieder aus der Zucht raus. Und sie lebt ja weiter: weitere 7 Jahre; sie will täglich ihr Futter und sie will auch tierärztlich versorgt sein.

    Ich gönne jedem ordentlichen Züchter den Verkauf seiner Welpen!

    Ganz anders die Welpen die ohne Verband aufgezogen werden: keinerlei Vorgaben, keinerlei Kontrollen!

    Wer mag da wohl verdienen?

    Du brauchst wahrscheinlich die Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes nach § 11 des Tierschutzgesetzes.
    Du musst (Veterinäramt) einen Antrag stellen (kostenlos). Das Veterinäramt prüft, überprüft die Haltungsbedingungen und Deine Sachkunde. Dann wird auch eine Gebühr fällig!

    Wenn eine Begleithundeprüfung erforderlich ist, so kostet die Prüfung auf einem SV Hundeplatz nur einen kleinen Betrag; die Übungsstunden einen Vereinsjahres-Beitrag oder eine Kursgebühr. Die Begleithundprüfung beinhaltet auch einen Sachkundenachweis des Hundehalters. Damit hast Du alle Bedingungen erfüllt!

    Hundeerfahrung definiere ich aus der gemeinschaftlichen Beziehung meines Hundes und seines hündischen Umfeldes mit deren Haltern.

    Hundeerfahrung kann postiv und negativ sein und sagt nichts, aber auch nichts über den tatsächlichen Sachverstand des hundeerfahrenen Menschen aus.

    Erfahrungen sind das, was ich im Zusammenleben erfasst, reflektiert und an Kenntnis gewonnen habe. Die Erkenntnis kann gut oder schlecht sein; beruht insgesamt auf einer Wissensbasis und auf der Tatsache, ob ich diese Basis deuten und anwenden kann.

    Hundeerfahrung hat nichts mit Jahren an Hunde-Erfahrungen zu tun: Hundeerfahrung ist eine Erkenntnis, aus Wissen, Erkenntnissen und Reflexionen.

    Vom Ordnungsamt darfst Du keine große Hundekenntnis erwarten. Die handeln nach ihren Paragraphen und aus die Maus.

    Dein Hund wurde bedrängt und hat das getan, was wohl alle Hunde tun würden, sie setzen ihre Zähne ein. Hände haben sie ja keine!

    Wenn Dein Hund - so wie Du das sagst, ja sonst nie auffällig war - dann würde ich dem Wesenstest gelassen entgegen sehen. Allerdings würde ich mir bei einem sachkundigen Trainer vorher ein paar Extrastunden geben lassen und mir ein paar Informationen über den Wesenstest(die Trainer wissen damit meist recht gut Bescheid) geben lassen.

    Leider hat das Amt die Befugnis Wesenstest nach Gutdünken anzufordern. Deshalb tust Du gut daran mit dem Amt zu kooperieren. Alles andere verhärtet die Fronten!

    Ich versetz mich mal in die Lage des Züchter:

    Welpe wurde verkauft an Welpenkäufer von denen man einen ersten guten Eindruck hatte. Hund kommt nach 6 Monaten - aus welchen Gründen auch immer - wieder zurück zum Züchter. Dass der Züchter seinen verkauften Hund wieder annimmt, beruht auf der Tatsache, dass ihm das Weiterleben seiner Welpen nicht egal ist und er "seinen Welpen" in die richtigen Händen vermitteln will.

    Dann kommst Du mit dem Hinweis ihn erst einmal auf Probe mitzunehmen, ihn gleich in eine Welpengruppe zu stecken um zu sehen, wie er denn so ist. Wenn er nicht Deinen Erwartungen erfüllt, geht er wieder zurück an den Züchter.

    Der Züchter hat dann wieder - zum 2. Mal - "seinen Welpen" zurück, an dem nun die 2. Familie herum probiert hat und von denen er nicht weiß, wie die Familien mit "seinem Welpen" umgegangen sind. Er - der Züchter - trägt nun erneut das Risiko. Der Junghund hat nun seine Erfahrungen gemacht und die Vermittlungschancen für diesen Hund sinken immer mehr.

    Du bist fein heraus - egal, was für Erfahrungen der Hund bei Dir gemacht hat. Unfair gegenüber einem Junghund der nach falschem Verkauf ein schönes Zuhause verdient hätte und sucht.

    Ehrlich - wäre ich der Züchter, bliebe der Junghund so lange bei mir, bis Hundekäufer kommen, die ohne Wenn und Aber den Hund nach erfolgreicher Besichtigung und ausreichendem Kennenlernen sich zu einem dauerhaften Leben für diesen Hund entscheiden würden.

    Dieser Züchter wäre auch sicherlich späterhin für Dich ein Ansprechpartner. "Seine Welpen" sind ihm offensichtlich nicht egal!

    Deine Einstellung gegenüber einem Lebewesen finde ich einfach traurig! Wenn Dir der Hund von allem Anfang nicht zusagt, dann nimm ihn nicht an. Kannst Du Dich für ihn begeistern, sagt Dein Herz ja, dann trage auch bitte die Verantwortung und Konsequenz an etwaigen Problemen zu arbeiten. Alles andere ist halbherzig!

    Ich füttere auch Trockenfutter und das verteilt auf 2 Mahlzeiten. Morgens und Abends. Dabei schauen meine Hunde auch nicht auf die Uhr und zeitliche Verschiebungen gibt es immer mal.

    Ich finde es wesentlich besser die Gesamtmenge auf 2 Mahlzeiten zu verteilen, weil die Hunde dann nicht mit überfüllten Bäuchen da stehen.