Ich sage ja auch nicht, dass es nicht oft gute Gründe gibt. Aber ich wundere mich ehrlich gesagt schon zunehmend oft über Hundehalter, die bei Hundebegegnungen einen völlig überzogenen Wirbel veranstalten und bei denen man praktisch zusehen kann, wie sich die Körpersprache des bis dato entspannten Hundes parallel zur Lautstärke und Hektik ihrer Besitzer verändert. Manchmal ist man echt geneigt zu denken, dass "unfreundliches" oder aggressives Verhalten bei Artgenossenbegegnungen auch anerzogen werden kann, sorry. Macht man selbst nicht ständig ein Drama daraus, dass mal "Hallosager" vorbeikommen, findet es auch der Hund evtl. nicht so wahnsinnig dramatisch (immer vorausgesetzt, der andere semmelt den eigenen nicht gerade körperlich um und hat auch keine bösen Absichten).
Es dürfte Dir aber ziemlich egal sein, wenn der andere HH keinen "Hallosager" in der Nähe seines Hundes will, dann ist das eben so. Ob man dann gleich hektisch werden muss, hängt von vielen Faktoren ab und ist auch so ne Frage ...
Fakt ist aber: wenn ICH nicht will, dass mein Hund Kontakt zu jedem dahergelaufenen "Tut nix" hat, ihn dafür sogar an die Leine nehme, dann erwarte ich einfach vom Gegenüber auch soviel Rücksichtnahme.
Und wenn dann auf einen Kleinhund so schlappe 50kg "geballte Lebensfreude" losrennen, ist das nunmal nicht witzig.
Ich weiß wovon ich spreche. Unser Berner hat mal seinen Dackelfreund über den Haufen gerannt, weil er auf rutschigem Boden seine Kilos einfach nicht mehr rechtzeitig gebremst bekommen hat. Und das war keine böse Absicht, sondern ein abgesprochenes Treffen, die beiden kannten sich schon lange. Es ist zum Glück nichts passiert, aber man stelle sich sowas bei einer Zufallsbegegnung vor ...
Danach war erstmal eine ganze Weile Schleppleinentraining dran und lernen, andere Hunde respektvoll zu begrüßen.
Klar spielt die Einstellung des HH eine Rolle, aber ich kann nicht andere Menschen und Hunde erziehen, sondern nur meinen!