Beiträge von Bilderbuchautor

    Kann buffel nur zustimmen, mir gefällt der Text von Leo auch sehr gut.


    Ein Fiasko ist es mit Sicherheit nicht, wenn der Kleine 1-2 "übernormale" (in Bezug auf seine "normalen" täglichen Spinnereien) Ausraster bekommt, mir liegt es nur am Herzen, hier möglichst gut zu reagieren auf ihn und keine gravierenden Fehler zu begehen, die ihn dann später wirklich zu einem "Fiasko" machen.


    In Bezug auf den älteren Hund trennen wir die beiden jetzt eher und es funktioniert besser. Wir haben es seit dem beschriebenen Vorfall aufgegeben, dass der große den kleinen mal zurechtweist..sehr schade, es hätte ihm nämlich bestimmt mal ganz gut getan, seine Grenzen zu lernen :)


    @ Buffel: Du sagtest: "Ich weiß um ehrlich zu sein nicht, ob ich es gut heißen soll einen Welpen, der so unter Strom steht, durch Ignoranz sich selbst zu überlassen."


    Ich verstehe dich sehr gut, wenn der kleine "unter strom steht" sollte man ihn nicht "sich selbst" überlassen.
    Wenn aber andere Alternativen nicht funktionieren, kann es zB bei zu dollem Beißen wunder wirken, das spiel abzubrechen und ihn kurz zu ignorieren. Das find ich völlig okay, es handelt sich ja nur um einen Moment.


    Liebe Grüße

    @ yane, sorry, da hab ich mich etwas blöd ausgedrückt gehabt, mit dem "nach einiger zeit"...es wird sofort reagiert und wenn er trotz ermahnung wieder anfängt oder weitermacht, dann versucht zu ignorieren und wenn das nicht half und er erneut angefangen hat, dann hab ich ihn sofort auf den rücken gedreht...also nie später als ein paar sekunden nachdem er "angegriffen" hat. Aber das mit dem auf den Rücken drehen wird ja jetzt eh nicht mehr gemacht.
    Das Geschimpfe ist dann auch nicht unverständliches Gebrabbel bzw. Dauerbeschallung, sondern ein einzelnes (teilweise auch mal mit einer wiederholung) klares "nein".
    Und wenn Geschimpft wird dann mit entsprechender Gestik und Mimik, im Normalfall versteht er dies ja auch und es ist völlig ausreichend. Ich versuche sowieso ihm eher etwas beizubringen durch Lob als durch Bestrafung, aber ich kann ihm das aggressive verhalten ja nicht einfach durchgehen lassen.


    Sonst haben wir es so ähnlich gemacht, wie du es beschrieben hast, bloß haben wir ihn nicht bedroht, eher "aufgejohlt" und das etwas höher, wie ein schmerzschrei und haben ihn dann ignoriert für eine weile.


    Was meint ihr denn, ich hab jetzt schon beides gehört: Eher schmerzvoll aufschreien oder bedrohend Knurren und auf ihn zugehen bevor man ihn ignoriert?


    Liebe Grüße

    Ersteinmal vielen Dank für eure schnellen Antworten.


    Als völlig ahnungslosen Ersthundehalter würde ich mich nicht bezeichnen, bin in meiner Familie mit mehreren Hunden aufgewachsen und hier handelt es sich einfach nur um solch einen Welpenwahnsinn, wie ich ihn noch nicht erlebt habe. Methoden wie auf den Rücken drehen lehne ich persönlich eigentlich auch ab, aber was soll ich tun, wenn er unseren anderen hund attakiert und nicht ablässt und sich vom ignorieren nicht beeindruckt zeigt?
    Und als er nach meinem Hund und dann nach mir geschnappt hat, als ich eingreifen wollte, eben um "schlimmeres" zu verhindern (wobei ich versuche die beiden so lange es geht alleine das regeln zu lassen), hab ich noch nicht mal die möglichkeit, einfach den Raum zu verlassen und ihn zu ignorieren, weil er mir in die hacken beißend folgt.
    Sonst klappt das mit dem ignorieren ja prima, wenn er nicht gerade diese ausraster hat.


    Zum generellen Welpenerziehen habe ich mich schon viel belesen und bin auch darauf eingestellt, dass es beim Basenji etwas länger dauern kann...


    Ihr meint also, das gehört zum normalen Verhalten des Welpen? Ich frage nur nochmal, weil er außerdem noch ein anderes spielverhalten hat, auch wenn es mal wilder wird, doch da ist er einfach nur vertobt und etwas übermütig, aber nicht aggressiv.


    Und das Hundeklo hat er vom Züchter beigebracht bekommen und wir gewöhnen es ihm auch gerade ab.


    Okay, dann probiere ich es heute noch weiter mit ignorieren und versuche es einfach noch weiter.


    Liebe Grüße



    Nachtrag: da ich gerade sehe, das ihr den Thread zu nem persönlichen Schlachtfeld macht, wollte ich bitte nochmal hilfe für das Problem erbitten.

    Ich habe seit einer Woche meinen ersten eigenen Welpen. Der kleine Basenji kommt aus einem guten "Elternhaus", hatte vier Wildtobende Geschwister und sehr aufmerksame Züchter. Er hat bereits das Sitz und komm gelernt und wir arbeiten am Platz, er ist aufmerksam und lernfähig und auch in den typischen Raufboltphasen mit einer oder auch mal zwei gezielten Ermahnungen zu beruhigen und wieder in ein normales Spiel zu überführen. Soweit läuft es wirklich gut, gäbe es da nicht ein riesengroßes ABER:


    Er bekommt dann und wann 10 bis 20 minütige Phasen in denen er jegliches Gehorsam ablegt und derzeit von Tag zu Tag aggresiver wird. Meine Arme haben unter diesen Phasen bereits jetzt erheblich gelitten und da er in diesen Momenten Befehle die er kennt (wie z.B. das nein) völlig außer acht lässt und teilweise gezielt schnappen zu scheint komm ich nicht umher, dem Welpen Absicht zu unterstellen. Diese Episoden sind zumeist Abends, trotzdem würde ich Übermüdung als Grund ausschließen, da er eigentlich immer genug schläft, teilweise auch kurz zuvor.
    Derzeit und seit dem ich den Hund geholt habe, bin ich in meinem Elternhaushalt wegen meines Weihnachtsurlaubs zu besuch. Hier gibt es einen recht zurückhaltenden Cotton de Tulear, mit dem ich aufgewachsen bin. Zunächst versuchte der Welpe immer sehr heftig mit dem alten Herren zu spielen, welcher aber recht wenig interesse daran hatte und versuchte ihn zu verknurren. Der Welpe ließ sich aber davon zu keinem Zeitpunkt mehr als 2-3 Sekunden abschrecken und reagiert mittlerweile gar nicht mehr drauf. Bis hierhin schien es sich noch aus dem heftigen Spiel mit seinen Geschwistern zu rechtfertigen. Doch wenn er gerade einen seiner "Ausraster" hat, wird es mittlerweile so schlimm, dass der Welpe nicht mal mehr ablässt, wenn der alte Herr aufjault.
    Heute hatte er ihn dann einmal richtig gebissen, daraufhin habe ich ihn in mein Zimmer getan, dort hatte er mich dann mehrfach in Fuß und Knöchel und das auch recht doll gebissen. Nein und leichtes Kopf wegschieben haben ihn zum ablassen gebracht. Daraufhin rannte er eine Runde durchs Zimmer, kam im Spurt zurück und bis mich so in den Arm das die Stellen an denen die Zähne waren bluteten. Als ich kurz danach das Hundeklo (bekam er von den Züchtern angewöhnt und soll nun langsam abgewöhnt werden) säuberte, kam er erneut durch das Zimmer angebraust und biss mir aus dem nichts ein weiteres mal in den Arm.
    In diesen Phasen ist es mir nicht möglich ihn zu beruhigen. Egal ob der Hund meiner Eltern anwesend ist oder nicht. Bin ich im Zimmer und ignoriere ihn, macht er unaufhörlich weiter absolut alle Dunge UND GENAU DIESE zu tun, die er nicht darf. Dreh ich ihn nachdem ich einige Zeit geschimpft hab auf den Rücken und halte ihn für einen Moment, zappelt er wie wild los, wird dann aber irgendwann ruhig und sobald ich ihn dann aber loslasse versucht er nach mir zu schnappen und das kann ganz schön schmerzhaft werden. Auch wenn ich ihn am Nacken festhalte, da es in diesen Momenten die einzige Möglichkeit ist kontrolle zu gewinnen ohne das er nach mir schnappen kann (es aber weiterhin probiert) lässt er sich nicht beeindrucken.


    Wie gesagt, das passiert absolut immer nur in den besagten Phasen, vielleicht 1 bis 2 mal am Tag. In den Übungen und auch zwischendurch hört er wie gesagt immer sehr gut, bekommt viel Lob und Zuneigung. Er nimmt dies auch stets gerne an. Der Auslöser ist mir wirklich unbekannt, die Phasen scheinen aus dem Nichts aufzutauchen, klingen dann unabhängig von dem was ich tue irgendwann langsam ab.


    Ich bin gerade wie ich glaube verständlicherweise sehr niedergeschlagen und hoffe auf die eine oder andere gute und schnelle Antwort von euch.


    Viele Grüße.