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Ich hab jetzt mit Spannung eure Geschichte mit der Angst vor deinem Mann verfolgt. Wie ist es denn weitergegangen? Sind die beiden Freunde geworden und wenn ja, wie lange hat's gedauert?
Bei uns ist es ja ganz ähnlich. Meiner ist ähnlich frustriert, wie deiner damals.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Hey... ich hatte gestern schon überlegt zu schreiben und wollte dann kein frustrierendes Negativbeispiel geben..
Der Stand hier ist - der Hund ist noch da - der Mann auch Aber leider klappt es mit den beiden immer noch überhaupt nicht. Wir hatten nochmal eine andere Trainerin, die Medikamente empfohlen hat. Auch den Weg bin ich mittels einer Verhaltenstierärztin gegangen. Der Erfolg war sehr mäßig, das Training in mini kleinen Schritten war sehr zeitaufwendig und irgendwann hat der Mann gestreikt. Wir haben dann beschlossen erst mal das Thema Mann außen vor zu lassen und Lino die Möglichkeit zu geben drumherum zu wachsen. Das ist ca 1 Jahr her. Inzwischen habe ich einen Hund der außen perfekt für meine Zwecke ausgebildet ist. Abruf sitzt bombensicher, Jagdtrieb ist im Griff so lange die Hundenase mit Dummy, kleinen Fährten etc ausgelastet ist. Lino ist als Reitbegleithund ausgebildet und kann entspannt am Stall dabei sein. Mit den Kids klappt alles prima.
Soweit könnte man natürlich sehr happy sein. Mit meinem Mann ist es so weit, dass wir inzwischen zusammen spazieren gehen können und Lino kann frei laufen. Er läuft nicht mehr weg, das ist anfangs mal passiert als mein Mann dabei war. Manchmal umkreist er ihn und macht sogar wie eine Spielaufforderung und düst dann doch wieder erschrocken vor der eigenen Courage davon.
Im Haus haben wir mal angefangen Lino vom Tisch was zu füttern. Ein Stück Braten und Co- da ist er eine Zeit voll drauf abgefahren. Da waren wir schon mal so weit, dass mein Mann ihn rufen konnte und er hat freudig etwas von ihm genommen. Eines Tages hat es draußen gewindet oder ein andermal hat etwas gescheppert und dann wars wieder rum. Er ist einfach ein Meister der Fehlverknüpfungen und ganz oft trifft es den Mann.
Das Hauptproblem im Alltag ist, dass Lino das Haus mit dem Mann verknüpft hat und sich komplett ins Arbeitszimmer zurück zieht. Der Rest vom Haus der anfangs ungefährlich war ist inzwischen gefährlich. Dazu kam ein windiger Winter und wir haben ein Holzhaus mit vielen bodentiefen Fenstern. Rollo runter mach ich teilweise aber es bringt auch nicht so viel.
Heißt Lino möchte bei uns nicht sein. Er hat das ein paarmal gezeigt,z.B. als ich ihn 2 Wochen im Urlaub bei einer Sitterin hatte. Er wollte nicht mit, er saß dann zitternd im Auto. Klar bekommt er sich wieder ein und klar hat er bei uns auch fröhliche Momente, aber so bleiben wird es nicht können. Er würde nie freiwillig ohne Leine eine Pfote in unser Haus setzen. Ich habe jetzt nochmal für die nächsten Monate ein kleinschrittiges Training im Haus geplant. Außerdem hoffe ich dass mein Mann und ich über den Sommer mehr Spaziergänge schaffen. Wenn er sich dann nicht wohler fühlt im Haus, dann wird Abgabe wieder ein Thema sein. Es hilft halt alle Bindung zu mir nichts wenn er bei uns nicht sein will.
LG Betty mit Lino