Es ist also alles was sich auf der Straße bewegt ein Problem. Autos gehen mittlerweile. Alles andere.......Kinderwagen, Menschen, Radfahrer, Hunde. Ohne Maulkorb auf die Straße fast schon unmöglich. Oder es ist unmöglich. Zumindest ich mache es nicht mehr ohne.
Was mache ich da nur? Die meisten schaffen es ja irgendwie ihren Hund ab zu lenken. Der wird zum Fleischwolf.
Erst mal:
für den Maulkorb. Als ich deinen Text gelesen habe, habe ich gehofft, dass du irgendwann schreibst, dass du nur mit MK raus gehst.
Zum Training: es ist schwierig, ohne den Hund gesehen zu haben und warum er so reagiert. Bei meinem ist es, dass er einfach nicht weiß, wie er mit den Reizen umgehen soll bzw. Angst davor hat, und mit Bellen, Knurren... sind sie immer verschwunden (sein Ziel). Also hat er halt das gemacht. Was bei uns anfangs entscheidend war: komplette Regeländerung beim Spaziergang und zwar anfangs konsequent, d.h. auch ohne, dass irgendeine problematische Situation ist. In der Situation selbst kann man (anfangs) nichts mehr machen.
Ich habe meinen eine ganze Weile (fast 2 Jahre? oder so, aber bei uns dauert auch alles etwas länger dank Deprivationssyndrom) konsequent nur hinter mir laufen lassen. Auch, wenn wir einfach nur so durch den Wald getrödelt sind, mit oder ohne Leine. Nur auf bestimmte Kommandos hin wurde das aufgehoben, ansonsten galt das ab dem Öffnen der Wohnungstür. Mir allem, was uns entgegen kam, hatte er gar nichts zu tun und ich habe ihm auch das nach Vorne gehen verboten (Block). Damit du das machen kannst, brauchst du natürlich die Absicherung durch den MK, denn das, was er jetzt an Frust und Energie in das nach vorne gehen umsetzt, wird woanders hin gehen. Wenn er dann noch so hoch dreht, denn das hat meiner dann nicht mehr gemacht und das war die entscheidende Änderung. Weniger Stress= weniger nach vorne reagieren.
Allerdings würde ich schon raten, da mit einem Trainer dran zu arbeiten (zusammen mit dem Bruder). Ich finde, einen Hund, der dann auch mit Beschädigungsabsicht um sich beißt, sollte man nicht auf einen Faust trainieren und da auch genau schauen, wie man arbeitet. Denn noch mehr Frust und angestaute Energie werden nichts bringen und es eher schlimmer machen. Da muss man genau beobachten, wie der Hund auf was reagiert.
Noch was zu Menschen einer/viele: meiner reagiert bei vielen nie nach vorne (hat er auch nie), aber ich weiß, dass das für ihn noch schlimmer ist als nur einer. Er wird dann aber einfach passiv und macht dicht.
Bei uns sind Begleitpersonen, egal ob mit oder ohne Hund, solange sie einfach mit uns mitlaufen, immer ok und er interessiert sich kein bisschen für sie. Aber Futter nehmen oder mal schnüffeln ist i.d.R. auch nicht und schon gar nicht beim ersten Mal. Von Anfassen lassen brauchen wir gar nicht reden. Das geht oft innerhalb des ersten Jahres nicht, auch wenn man sich 2x dieWoche verabredet. 