Beiträge von Cherubina

    Pipi auf Kommando hat mein Hund nebenbei gelernt. Es hieß bei uns "na mach" und ich habe es nie gezielt trainiert. Wie übrigens ganz viele Kommandos (rüber, stopp, da lang, geh auf deinen Platz...). Racki konnte sogar spielen auf Kommando - ok ich gebe zu in Spielstellung einen Hund anbellen und dabei immer wieder zu mir rüberschauen zählt nicht ganz als spielen, aber ich habe es bei Hunden eingesetzt, die er gut kannte und daraus hat sich oft dann ein richtiges Spiel entwickelt (ein bisschen doof ist es schon , ich gebs zu :headbash: )


    Was aber auch sehr nützlich sein kann, besonders bei Wasserjunkies: Schütteln auf Kommando
    Damit kann man der sonst unvermeidlichen Dusche nach dem bad entgehen...

    Du sprichst davon einen kleinen Hund auf ein Katzenklo zu trainieren?


    In meinen Augen spricht dagegen, dass die Gefahr besteht, dass der Hund eine Untergrund- oder Ortspräferenz erlernt, die es ihm schwer macht sich an anderer Stelle zu lösen. Hunde brauchen um ihr Geschäft zu verrichten kein weiches Substrat zum einbuddeln. Man trainiert den Hund also an das Katzenklo als richtig anzuerkennen, gleichzeitig ist aber das Plätzchen direkt daneben falsch. Ich persönlich möchte keinen Hund haben, der nur (wirklich ausschließlich) auf Katzenstreu macht. Es ist schon nervig genug einen Hund zu haben, der sich nur auf Gras löst, aber wer will schon überall eine Tüte Katzenstreu mitschleppen.
    Zweites Problem kann sein, dass der Hund nie wirklich stubenrein wird. Besonders in kleinen Wohnungen und wenn das Klo irgendwo im Wohnraum steht. Ein Hund möchte ja gerne seinen "Wohn-und Schlafbereich" sauber halten. Wenn er lernt, dass das nicht so wichtig ist kann es schwierig werden.


    Meinen eigenen Hund habe ich erst mit 7 Jahren aus reiner Draußenhaltung mit ins Haus genommen. Er hat nur ein einziges Mal ins Haus gemacht und dafür ist er in den Keller gegangen, also möglichst weit weg! Der Standort des Klos würde also eine nicht unwesentliche Rolle spielen.


    Insgesamt treffen aber die zwei Aussagen, die du nicht hören möchtest für mich zu! ;)

    Zitat


    ähm, du lässt deinen Hund stundenlang alleine draußen auf der Straße rumlaufen? :???:


    Wenn auch etwas verspätet hier eine Antwort auf deine Frage:
    Nein! Er durfte sich auf dem Areal eines Landwirtschaftlichen Betriebes inmitten von Wiesen und Feldern und im näheren Umkreis von ca. 50 Metern rund um die Schweinestalleingangstür frei bewegen. Dieser große Betrieb, der an die Uni angeschlossen ist hat recht viele Mitarbeiter, die Racki alle kannten und mochten. Die größte Gefahr ging von Traktoren aus, die Racki allerdings mied. Auch wussten die Fahrer, dass an dieser Stelle mit einem Hund zu rechnen war und sind entsprechend vorsichtig gefahren.
    Für mich war das die ideale Lösung, denn ich konnte meinen Hund mit zur Arbeit nehmen und er hatte einen schönen entspannten Tag an der frischen Luft (das hat er immer dem Drinsein vorgezogen).


    Erst als er alt und senil wurde hat er manchmal vergessen durch welche Tür ich verschwunden war und statt in der Nähe des Schweinestalls habe ich ihn vor der Toilettentür liegend gefunden...

    Bei mir hatte bleib eine noch andere Bedeutung:
    Racki wusste mit einem "bleib" das nicht erwünscht ist mir weiter zu folgen, dass er sich dann aber in der Nähe aufhalten muss, weil ich irgendwann (teilweise erst nach Stunden) wiederkomme.
    Das "bleib" habe ich hauptsächlich dann genutzt, wenn er mir nicht in ein Gebäude folgen durfte und meist hat dafür auch die "bleib-Handbewegung" gereicht. Aber auch wenn er vor einem Zaun warten sollte oder irgendwo nicht näher ran sollte, habe ich das Zeichen verwendet.


    In dort abzulegen hätte für mich zwar den gleichen Zweck erfüllt, ihn aber sehr eingeschränkt. Ich wollte ja nicht, dass er stundenlang vor einer verschlossenen Tür liegt und wartet, er durfte gerne im näheren Umkreis herumlaufen, vorbeigehende Kollegen begrüßen ein bisschen "Catwatching" betreiben und sich ein schattiges Plätzchen suchen. Wenn ich aber aus der Tür wieder herauskam war er spätestens nach einem kurzen Pfiff wieder da.