Finn3103
Danke für deine Antwort.
Wenn sich die bei euch so häufen, kommen die alle aus der gleichen Zucht? Fänd ich spannend.
Dass da das ein oder andere daraus resultiert, dass die Leute meinen, einen Hund fürs Sofa zu kaufen und sich dann wundern, dass auch der Showborder etwas tun möchte, kann ich mir schon vorstellen. Aber eigentlich sind ja die Leute, die in einen Verein kommen schon die, die gerne was tun möchten...
Ist auf jeden Fall etwas wo ich in Zukunft nochmal genauer drauf achten werde, auch und vor allem bei der Auswahl meiner Deckrüden.
Nur nochmal für mich zur Einordnung:
Wieviele sind denn "echt viele"? Ich habe so gar keine Ahnung wie groß euer Verein ist. Sind das 10 Showborder? Oder 20? Das fänd ich echt krass viel.
Mehr als die Hälfte davon ist "scheintot"? Das heißt dann, dass diese Hunde das von dir beschriebene Problemverhalten nicht zeigt?
Bitte versteh mich nicht falsch, man neigt bei sowas irgendwie immer dazu das etwas überspitzt auszudrücken. Und die Negativbeispiele springen einen einfach auch mehr an. Mir geht es ja, wenn ich schreibe genauso.
Ich fühle mich da einfach auch schnell irgendwie angegriffen und gehe in ne Verteidigungshaltung, obwohl ich die Hunde und ihre Linien in deiner Umgebung überhaupt nicht kenne.
Mich interessiert das echt. Jede Rasse, jede Zuchtrichtung hat ihre Stärken und Schwächen und es ist ja wichtig, vor allem die Schwächen zu kennen.
Was ich zum Beispiel durchaus nachvollziehen kann, sind deine "Scheintoten". Ich kenne 2 sehr gemütliche Border. Eine Hündin (von einer Freundin) und einen Rüden (aus meiner Nachzucht). Diese Hunde sind super gechillt, arbeiten nicht spritzig, sind in ihren Bewegungen langsamer, sind schlechter zum Spielen zu motivieren. Der eine wird im Obedience geführt und macht dort alles gut und richtig, aber ohne Feuer. Das ist anders, als man es sich von einem Border gemeinhin vorstellt. Dann ist da noch ein sehr ruhiger Border aus Showlinie, den ich als Kundenhund in der Praxis kenne. Seeehr ruhig, kein Interesse an nichts, aber auch aus sehr fragwürdiger Linie.
Ansonsten kenne ich sehr viele sehr arbeitseifrige Showborder, im Schnitt merklich moderater als Arbeitslinien, aber immernoch deutlich motivierter bei der Sache als viele andere Hunde.
Jagen von Lichtern o.ä.? Mir fällt kein Beispiel ein? Von den Welpen bekomme ich aus dem neuen Zuhause manchmal Videos vom "Spiel" mit Wellen oder Rasensprenger etc. Ich mahne da immer etwas zur Vorsicht. In ein Problemverhalten hat sich das meines Wissens nie entwickelt.
Unsozial? Meine Ayla neigt etwas zum kurzen "blaffen" an der Leine und ich kenne zwei Showborder-Rüden, deren Besitzer da immer sehr auf Sicherheit bedacht sind, vor allem, wenn es um andere Rüden geht. Aber auch diese zwei Hunde laufen recht problemlos mit fremden Hunden frei, wenn man etwas ein Auge drauf hat. Die allermeisten, die ich kenne sind irgendwo im Bereich neutral bis deeskalierend unterwegs, Rüden manchmal etwas flirty.
Ruhe im Alltag? Kein Problem, wirklich nicht.