Beiträge von Cattledogfan

    Hallo Whippetine,


    ich bin leider so ein Fossil ohne Digitalkamera, habe also kein Bild.


    Du kannst auch als Alternative zur normalen Führleine irgendeinen anderen, idealerweise lösbaren, Gurt o. ä. nehmen, denn je nach Jahreszeit hat man ja eine unterschiedlich dicke Klamottenschicht am Körper, und diese beiden Schlaufen um die Taille bzw. auf der Schulter sollten nicht zu locker sitzen, damit die Flexigriffe nicht unkontrolliert irgendwo rumhängen, wo sie stören.


    Die Führleine hat nämlich den nicht zu unterschätzenden Nachteil, dass man beim ruckartigen Anziehen die Karabiner irgendwo reingerammt bekommt... bei dicker Winterkleidung nicht allzu deutlich spürbar, im Sommer aber schon...


    Die 5m-Flexis bis 50 kg haben einen geschlossenen Kasten und sind zu zweit am Körper gut zu managen; bevor die 8m-Giant-Gurtflexi auf den Markt kam, bin ich nur mit 2x50 kg-Gurtflexi in 5 m Länge gefahren.


    Maanu:


    Warum sollte ich bei meiner Konstruktion die Hunde nicht unter Kontrolle haben? Man muss halt ggf. absteigen und die Hunde hinters Rad sammeln.


    Caterina


    Ich mag an den Flexis auch, dass normalerweise nichts durchhängt, und 5 m zum Reagieren sind schon eine andere Hausnummer als so kurze Leinen, wie sie auf Deinem Foto zu sehen sind.


    Caterina

    Hallo,


    ich bin jahrelang mit 2 Hunden, davon ein nicht ableinbarer Huskymix, Rad gefahren, die beiden Hündinnen, die ich nacheinander zu dem Burschen hatte, liefen aber relativ viel frei.


    Für mich die absolute Grundvoraussetzung: ein Rad, dessen Sattel so tief gestellt werden kann, dass man mit den Füßen auf den Boden kommt, ansonsten finde ich, dass die Sturzgefahr viel zu hoch ist. Außerdem braucht das Rad Rücktritt, denn wenn man nur eine Hand am Lenker und somit an der Handbremse hat, weil man mit der anderen in die Leinen greift, blockiert man sich schnell ein Rad und segelt ab...


    Das Rad sollte auch nicht allzuviel Schnickschnack vorne haben, damit die Leinen (2 Gurtflexileinen, aber dazu gleich) gut über den Lenker laufen können, ohne sich bei einem Stopp gleich zu verhaken.


    Wenn Du an der Straße fährst, würde ich auch unbedingt ein Koppel benutzen, damit Du die Hunde besser an der rechten Seite neben Dir halten kannst. Bei mir liefen sie im Dorf nebeneinander rechts am Rad, eine Leine war in den Mittelring des Koppels eingehakt, die andere hing am Halsband des weniger führigen Hundes, um auf ihn direkt einwirken zu können.


    Meine Fahrradleinen sind noch immer Flexigurtleinen, darauf schwöre ich, weil man immer die richtige Leinenlänge in der Hand hat. Einmal reingegriffen und um die Hand gewickelt, und schon hat man die Länge eingestellt. Wenn sie neu und noch nicht vom Durchgrabbeln etwas speckig geworden sind, sollte man allerdings tatsächlich griffige (!) Handschuhe tragen.


    Einen Bauchgurt zum Befestigen der Flexileinen finde ich zu tief, ich ziehe eine ganz normale Führleine zweimal durch die Flexigriffe, hake sie zusammen und lege mir eine Schlaufe um die Taille und die andere auf die linke Schulter (bin Rechtshänderin). Beim Losfahren hängen die Griffe rechts von mir, und ich wickele mir die Leinen in der gewünschten Länge einmal um die Hand.


    Ich persönlich fühle mich mit der linken Hand am Lenker und der rechten an den Leinen innerorts am sichersten, denn an der Straße wird ohnehin nur locker getrabt und nicht geschnüffelt, und wenn es doch mal zu einer brenzligen Situation kommt, habe ich schnell einen Fuß am Boden oder bin abgestiegen, und selbst wenn
    5 m Leine im Ernstfall auch bedeuten können, dass der Hund innerorts am Auto klebt, so habe ich doch noch mehr Reaktions- und Einwirkungsmöglichkeiten, als wenn irgendeine Panikvorrichtung aufgeht und der Hund völlig frei agieren kann oder mir die kurze Führleine aus der Hand rutscht.


    Im Feld hatte ich durch die Flexi eigentlich wenig Probleme, muss allerdings dazu sagen, dass ich Hunde am Rad grundsätzlich nicht rennen, sondern nur traben lasse - was ja bei Sprintern wie Windhunden evtl. nicht so ganz machbar ist...


    Mir ist es immer am liebsten, wenn die Hunde voraus oder rechts von mir laufen und die Leinen locker über den Lenker gehen. Sie können nach Belieben schnüffeln und sich lösen, genauso, als würde ich zu Fuß gehen. Die Griffe der Flexis rutschen dabei durchaus hin und her und hängen mir bei flottem Tempo vor der Brust.


    Starteten der Huskymix und seine erste Königin, die deutlich mehr Jagdtrieb als die darauf folgende Shepherdhündin hatte, an der Leine durch (zu Spitzenzeiten insgesamt knapp 50 gut bemuskelte Kilo), so kann man dem mit Rücktritt und beiden Händen am Lenker doch erst mal einiges entgegenhalten.


    Für mich waren eigentlich immer die Sprünge seitlich nach hinten weg das Gefährlichste, was mich öfter mal ins Straucheln brachte, weil ich da nicht gleich sah, wie ich reagieren muss.


    Ich habe allerdings nicht mehr so rechtes Vertrauen in die Haltbarkeit der Flexileinen (die Karabinerhaken sind ziemlich schnell hinüber; das untere Teil rutscht aus dem Ring) und wähle grundsätzlich das Modell für die darüberliegende Gewichtsklasse. Im Moment habe ich für einen ACD mit um die 20 kg die 10m-Gurtflexi bis 50 kg in Betrieb und bin sehr zufrieden.


    Caterina

    Hallo Lisa,


    entschuldige, dass ich erst jetzt antworte, aber ich hatte viel Arbeit.


    Womit ich beim Stichpunkt bin: Ich arbeite zwar Vollzeit, bin aber selbständig und arbeite die meiste Zeit von zu Hause aus. Zusätzlich kann ich meine Arbeitszeit weitgehend frei einteilen, und meine Tagesgestaltung richtete sich schon immer weitgehend nach den Bedürfnissen der jeweiligen Hunde.


    Ich denke, im Thread "Puh, Haushalt, Hund, Job - wie macht Ihr das?" sind verwertbarere Informationen.


    Generell finde ich es ungünstig aufgezogen, als Aufhänger für die Entscheidung für einen Hund eine Hundesportart zu wählen. Aber da bist Du bei weitem nicht die Einzige. Wie oft liest man, ich möchte mir einen Hund anschaffen, so und so sind meine Verhältnisse, und dann kommt quasi unisono die Frage "Und was möchtest Du mit Deinem Hund machen?".


    Wobei "was" = Hundesport...


    Die Frage ist doch, wie oft in der Woche/pro Monat/im Jahr widmet man sich dieser Freizeitaktivität, und wie viele Stunden pro Tag (!) muss der Hund einfach nur kompatibel mit dem eigenen Alltag sein... Du verstehst, was ich meine?


    Bei Deiner Lebensplanung ist zudem noch gar nicht klar, wie Dein Alltag aussehen wird; Dein jetziger Alltag ist z. B. nicht unbedingt hundekompatibel, und im Endeffekt sind so gut wie nie alle Voraussetzungen für die Hundeanschaffung erfüllt. Irgendwann muss man es einfach machen.


    Daher wäre meine absolute Priorität, einen Hund zu finden, der sich möglichst flexibel unterschiedlichen, höchstwahrscheinlich städtisch geprägten Lebensumfeldern anpassen kann, der freundlich und aufgeschlossen auf Menschen und Artgenossen reagiert und sich auch für Fremdbetreuung eignet.


    Die Rechnung, Hunderasse A-B-C hat diese oder jene Eigenschaften und ist daher für Hundesportart XYZ geeignet, wird meiner Meinung nach dem komplexen Polymer Hund nicht gerecht.


    Daher würde ich an Deiner Stelle die Bücher zur Seite stellen und anfangen, Hunde kennenzulernen, und wenn es darauf hinausläuft, dass Du 2 Wochen auf einen Gassitermin im Tierheim HD warten musst; evtl. ist es ja gerade kompatibel mit Deinem Dienstplan?


    Caterina

    Ich an Deiner Stelle würde die Zeit im Schichtdienst nutzen und versuchen, Gassigängerin in einem Tierheim zu werden. Manche Tierheime verlangen vorher die Teilnahme an einer Einführungsveranstaltung oder an einem Seminar - was ja nicht schaden kann, man lernt als Hundeanfänger (und als solchen würde ich Dich einschätzen, denn Du hattest ja noch nie eigenverantwortlich einen Hund) eine Menge.


    Wie Du schriebst, hast Du relativ oft frei zu Zeiten, zu denen andere arbeiten, und diese würde ich nutzen, um meinen Wunsch nach Feld-, Wald- und Wiesenaktivitäten mit Vierbeiner zu verwirklichen.


    Das hat den Vorteil, dass Du nicht sofort die volle Verantwortung für ein Tier übernehmen musst und Dich erst einmal langsam an das Leben mit Hund herantasten kannst. Außerdem kannst Du unterschiedliche Hundetypen kennenlernen. Sich einlesen ist gut und schön, aber nichts ersetzt die Praxis, die eigene Wahrnehmung am lebenden Objekt, etwas, was Du durchaus aus Deinem Beruf kennen dürftest; Stichwort "Patientenbeobachtung".


    Wir leben in Zeiten von Landeshundeverordnungen, und je dichter das eigene Wohnumfeld besiedelt ist, desto besser muss ein Hund heutzutage "funktionieren", und gerade als Anfänger schätzt man mangels Erfahrung so manche Situation falsch ein.


    Du schreibst, Du suchst nach einem Hund, der für Rettungshundearbeit geeignet ist - Gegenfrage: Bist Du Dir sicher, dass Du für einen besonders arbeits- und lernwilligen Hund geeignet bist? Dass Du ihn entsprechend motivieren, anleiten und führen bzw. seine Leistungsgrenzen erkennen kannst? Lies Dich mal durch die Rubrik "Probleme mit Euren Hunden"; allein das Thema "Alleine bleiben" kommt gefühlt alle Woche einmal neu hoch.


    Ganz ehrlich, bevor ich in die Königsklasse der Hundebeschäftigung (in diese Kategorie würde ich Rettungshundearbeit stecken) aufsteige, würde ich mir erst mal Gedanken darum machen, wie man als Vollzeitarbeitender (bin ich übrigens auch) am besten den ganz normalen Alltag mit Hund meistert und den Hund alltagstauglich bekommt.


    Caterina

    Ich sehe die Nachtwachen als problematisch an, denn wenn der Hund in Deiner Abwesenheit - und sei es auch nur an 5 Nächten im Monat - in einem Mehrparteienhaus keine Ruhe hält, hast Du ganz schnell Riesenärger an der Backe - und zu Recht...


    Könntest Du den Hund während der Nachtwachen zu Deinen Eltern bringen?


    Ich würde mich an Deiner Stelle auch nicht auf (eine) bestimmte Rasse(n) festlegen, sondern vielmehr nach einem Individuum Ausschau halten, bei dem Du ein gutes Gefühl hast und mit dem Du zurecht kommst. Einen Tierschutzhund kannst Du fast immer vorher kennenlernen, die Tierheime freuen sich sogar, wenn jemand vorher erst einmal mit dem Hund Gassi geht.


    Einen Hovawart würde ich persönlich wegen des evtl. stark ausgeprägten Territorial- und Wachtriebes ausschließen.


    In einem Mehrparteienhaus sollte der Hund vor allem offen und menschenfreundlich und nicht zu groß sein, damit es keinen Ärger mit den Mitbewohnern gibt, da es immer sein kann, dass jemand keine Hunde mag oder sogar Angst hat, und glaube mir, in einem Treppenhaus ist es gar nicht so einfach, einen größeren Hund an anderen Menschen (evtl. mit Einkaufstasche, etc.) vorbeizumanövrieren, wenn der Hund aus irgendeinem Grund zu ihnen hin will.


    Auch große, langhaarige Hunde, die bei Mistwetter mit einem Schütteln den Hausflur neu dekorieren, kommen evtl. nicht so gut an, es sei denn, Du putzt immer bis zu Deiner Wohnungstür hinterher.


    Das wichtigste Entscheidungskriterium für oder gegen einen bestimmten Hund sollte m. E. immer sein, ob das Tier kompatibel mit dem eigenen Alltag (Zeit, Wohnverhältnisse) ist.


    Caterina

    Ich finde die Entscheidung zur Abgabe die einzig richtige, und ich finde es noch besser, dass sie so schnell fiel, denn sobald Kinder gefährdet werden könnten (da niemand im Haushalt lebt, der den Hund lesen und entsprechend managen kann), ist meiner Meinung nach das Wohl des Hundes zweitrangig.


    Ich wollte es nur nicht schreiben, weil mir schon die Überschrift so vorkam, dass dem Besitzer gar nicht bewusst war, was der Hund da - höchstwahrscheinlich - abzieht, und er auch den Hinweis von flying paws wohl nicht verstanden hat.


    Noch ist der Hund jung, er ist noch lange nicht fertig im Kopf, und falls der Besitzer noch mitliest, würde ich ihm ans Herz legen, bei der Vermittlung eine rassekundige Nothilfe zu Rate zu ziehen; es wurde ja schon auf den Schweizer Sennenhund-Verein hingewiesen.


    Auch ich hoffe, er kommt bald gut unter.


    Caterina

    Ich habe in diesem Forum mal einen sehr klugen Satz gelesen: "Die Genetik kann man nicht betrügen."


    Ich würde mich jetzt nicht als Rasseexperten für "Schnappenzeller" bezeichnen, aber trotzdem mal in den Ring werfen, dass die Rasse als Haus- und Hofwächter sowie als Rindertreibehund auch mental sehr starke, durchsetzungsfähige Hunde hervorbringt und dass es durchaus sein kann, dass der Hund jetzt an der Schwelle zum Erwachsenwerden zeigt, dass er gezüchtet wurde, um eigenständige Entscheidungen zu treffen, wer was zu tun und zu lassen hat; es schrieb ja jemand mit Rasseerfahrung, dass die Hunde z. T. auch Familienmitglieder begrenzen.


    Irgendwie erinnert mich der Thread hier an PrinzessinMollys Beitrag "Hilfe Diesel hat mich gebissen", wo sich ein junger ACD-Rüde beim Spaziergang quasi einen Sparringpartner hinter einem blickdichten Zaun suchte. Diesem Hund hier bieten sich die Familienmitglieder ja geradezu auf dem Präsentierteller als Trainingsobjekte dafür an, wie man sich Unliebsames kurz, prägnant und unmissverständlich vom Leib hält.


    Sicherlich ist auch ein Appenzeller irgendwo "nur" ein Hund wie andere auch, aber ich habe den Eindruck beim Lesen, dass sich die Besitzer überhaupt nicht bewusst sind, was sie sich da ins Haus geholt haben.


    Und ohne dieses Verständnis für die über viele, viele Generationen angewölften Eigenschaften und die bewusste Entscheidung für einen solchen Hund (mit dem man unglaublich viel Spaß haben kann) kann man allenfalls Management betreiben.


    Caterina

    Hallo Lucy-Lou,


    selbst wenn Dich ein redseliger Hund nicht stört - Du hast Aussies, nicht wahr? -, so kann daraus ganz schnell ein handfestes Problem werden, wenn Du z. B. in einem Mehrparteienhaus wohnst, in dem die Stimmung relativ hundeintolerant ist und selbst gelegentliche Lautäußerungen eines Hundes zum "Dauerbellen" oder "Verbellen" der Mitbewohner hochkochen.


    Caterina