Ich möchte noch einen Gedanken da lassen, den ich kürzlich auch bei einem anderen schwerkranken Hund geäußert habe:
Egal, welche Entscheidung Du triffst, sie ist gut, und sie ist richtig, denn so, wie Du schreibst, gehst Du äußerst bedachtsam mit dem Leben und dem Wohlbefinden Deines Hundes um, und niemand hat eine Glaskugel, um Dir sagen zu können, wie viel Lebenszeit Deinem Hund noch vergönnt ist.
Meiner bescheidenen Meinung nach kannst Du gar keine falsche Entscheidung mehr treffen, denn:
Dein Hund ist schwerkrank, die einzig erfolgversprechende Behandlung, die Dir aufgezeigt wurde, ist die Bestrahlung.
Entscheidest Du Dich dafür, ist das ein Versuch, noch möglichst beschwerde- und nebenwirkungsfreie Lebenszeit für das Tier herauszuholen, mit all dem zeitlichen und finanziellen Aufwand, den Du bereit bist, auf Dich zu nehmen.
Das ehrt Dich in meinen Augen. Aber bitte lass Dir gesagt sein: Wenn Du Dich für die Behandlung entscheidest, dann bitte schnell damit beginnen, denn der Tumor wächst weiter, und der Stand der Untersuchungen ist vielleicht schon nicht mehr aktuell.
Und wie schon jemand vorher schrieb: Wenn Du die Behandlung als zu belastend für den Hund empfindest, kannst Du jederzeit abbrechen.
Wenn Du Dich dagegen entscheidest, dann ist das ebenso gut und richtig, denn warum einem Tier, das evtl. auf der Zielgeraden seines Lebens ist, noch Belastungen in Form von Tierarzt- und Klinikbesuchen zumuten? Die meisten Hunde sind davon nicht begeistert, sondern bleiben lieber in ihrem gewohnten Alltag, so lange es geht.
Wundermittel in Form von alternativen Therapien gegen Krebs gibt es nicht, die Standardbehandlungen sind nun mal Stahl, Strahl und Chemo und gegen einige Tumore auch die Immuntherapie.
Solange durch einen Tierarzt Deines Vertrauens um die Ecke kleine Verbesserungen beim Allgemeinzustand und weitgehende Freiheit von Tumorschmerzen möglich sind, ist noch alles im grünen Bereich, würde ich sagen.
Also: Was immer Du tust, es wird richtig sein!
Fühl Dich unbekannterweise gedrückt!