Beiträge von Terry

    Warum sollte ein Hund sich sein Fressen wegnehmen lassen?


    Das rausgeben von Dingen übe ich mit einem Hund sicherlich nicht indem ich ihm sein Fressen wegnehme. Sowas nenne ich Provokation.


    Übernehme ich einen Hund (ob Jung oder Alt) bin ich fremd für ihn. Provoziere ich ihn dann auch noch mit dem wegnehmen von Futter, brauche ich mich nicht beschweren.


    Die meisten Welpen haben kein Problem, sollte es aber auftauchen übe ich es nicht durch wegnehmen, sondern durch geben. Nicht aus der Hand sondern: leeren Napf hinstellen, bischen Futter rein und immer wieder nachfüllen. Damit sieht der Hund das das Nähern der Person bzw. der Hand einen positiven Effekt hat. Also kümmere ich mich von Anfang an darum, daß der Hund mich erst gar nicht anknurren braucht.


    Von der Handfütterung (Zwangsbindung) halte ich persönlich nichts.


    Das wegnehmen übe ich mit Tausch während dem gemeinsamen Spiel. Da lernt er es ohne negativem Nebeneffekt und es stärkt das Vertrauen. Denn letztendlich gibt nur das Vertrauen des Hundes uns die Möglichkeit ihn vor Gefahren zu bewahren.

    In solchen Situation sieht es bei uns so aus:


    ist Barry bei mir kommt erst gar kein Hund an sein Hinterteil. Ich halte ihn so das seine Zähne immer in Richtung des neugierigen Hundes sind.
    In dem Moment hätte der andere Hund ein Problem weil er uns beide als Gegner hat, Barry und mich.


    Ist Barry offline, sind hundliche Verwarnungen Barrys Aufgabe, aber eine Rauferei lasse ich nicht zu (innerartliche Kommunikation schon).

    @Biber
    die von dir geschilderten Dinge sind eine Erfindung des Menschen. Es hat mal einer so niedergeschrieben und es wird eifrig nachgemacht.
    Ich finde es schade für den jeweiligen Hundebesitzer. Ihm wird leider das erarbeiten (des Zusammenlebens) damit verwehrt weil er sich an starre Dinge halten soll.


    Und zu sagen, wer sich nicht daran hält, hat automatisch einen antiautoritär erzogenen Hund: genau das ist das was viele auf die Palme bringt. Denn hier wird EINE Methode festgelegt an die sich jeder halten sollte damit es funktioniert.


    Und dem ist nun mal nicht so. So einfach ist es nicht.


    Tanja
    habe dieses Zitat auch nur als Beispiel genommen, wie es von vielen pauschal verwendet wird. SaHoBi hat ihren Weg gefunden und andere werden auch ihren Weg finden. Wichtig ist letztendlich das Ergebniss (solange es immer mit dem nötigen Respekt gegenüber dem Hund geschieht).

    aber bitte nicht vergessen: man hat einen Hund so nicht im Blickfeld und manche Hunde finden das toll. Gerade noch der Hund da, schwupps begrüßt er den vielleicht nicht so netten Nachbar (ist Hundi an der Leine kann es ganz schon auf die Gelenke gehen).


    Zitat

    Indem du vor gehst, zeigst du deinem Hund, dass du die Rolle des Rudelführers sicher im Griff hast


    genau solche Aussagen halte ich nicht für sinnvoll. Denn für die Führungsrolle sind andere Qualitäten wichtig.


    Das wir zuerst duch die Tür gehen, müssen wir Hunden ja erstmal beibringen. Also heißt das dann, daß wirklich jeder Hund sich zum Rudelführer berufen sieht da ja keiner respektvoll vor jeder Tür von sich aus stehen bleibt (bevor wir es ihnen beigebracht haben)? Glaube ich eher nicht.


    Nicht böse sein: aber ich knirsche auch mit den Zähnen, wenn ich lese oder höre: dein Hund bellt?, dein Hund zieht an der Leine? Dann geh zuerst durch die Tür, dann Esse zuerst, dann lasse ihn nicht auf erhöhte Plätze, dann wird das schon.


    Einen konsequenten, individuellen, hundgerechten Weg finden. Der Weg kann bei jedem anders aussehen.


    PS: lese gerade Carolino
    nicht alles genau nehmen und genauso machen. Wölfe leben nicht immer in Höhlen (Welpen werden in ihnen "sicher aufbewahrt") und sie sehen alles weniger verbissen als wir. Jungwölfe entfernen sich schon mal gern vom Lager um jagen zu üben, da gibts dann keinen Ranghöheren (fast immer die Elterntiere) der dann vorgehen könnte; Jungwölfe laufen oft vor den Alttieren (praktisch im Winter, hat die ältere Generation wenigstens einen einfacheren Weg) usw (alles bei Bloch und Co. nachzulesen).


    Wir haben hier Hunde, wir haben ein völlig anderes Leben, viele Situationen die es in der Wildnis nie geben wird.
    Danach müssen wir uns richten und unseren Hunden einen vernünftigen Weg in unserer Welt zeigen (Regeln helfen ihnen dabei).

    das Hauptproblem siehe ich nur einer Pauschalierung. Es gibt viel (meist unbewust anerzogene) nicht gewünschtes Verhalten, welches dann versucht wird durch solch pauschalisierte Maßnahmen zu ändern.


    Und dies fast immer mit der Begründung: bei Wölfen/Hunden wird das auch so gemacht und damit bis du automatisch der Ranghöhere.


    So funktioniert das nicht. Und bei solchen Dingen bin ich auch sehr kritisch, wenn diese dann vorgeschlagen werden.


    Aber jeder muss in seinem alltäglichen Leben einen Weg finden. Und du stiefelst halt nich vorneweg unter dem Motto "ich bin Alpha" sondern du gehst vor um deinem Hundi zu zeigen das alles in Ordnung ist.
    Oder Hundi muss warten bis er ans Fressen darf, weil er sonst rumspinnt. Würde er ruhig ohne aufdringlich zu sein warten, ist das nicht nötig.


    Benimmt ein Hund sich an der Leine wie ein Wilder, verbellt evtl. alles oder ist halt seeehr stürmisch, dann reicht es nicht einfach nur als erster zu gehen, vorher zu essen oder ihn nicht auf die Couch zu lassen.


    Da muss erst einmal der Grund für das Verhalten gefunden werden und da muss angesetzt werden.


    Bei Türen entscheide ich ob Barry zuerst gehen darf, da ich nicht überall sehe was vor der Tür los ist, auf die Couch ist er eh nicht wild und ich lasse ihn nicht mehr nur auf Kommando ans Fressen (er wartet geduldig bis ich vom Napf weg gehe) weil er sonst wie ein blöder schlingt.


    Also als erster durch Tür wegen Dominanz sage ich nein, als erster durch Tür aus Sicherheitsgründen sage ich ja. Man muss wirklich immer dem Fall im Einzelnen sehen und dann auch nicht nur in kleinen Ausschnitten.

    ähm, geht ja gerade vom Thema ab (zu dem ich mich nicht äußere, suche gerade meinen Holzhammer) aber: ich habe zwar keine Dogge aber auch einen großen Hund.


    Und für mich ist es selbstverständlich, daß ich (gerade wenn mir kleinere Hunde entgegenkommen) meinen ranrufe und er bei mir bleiben muss.


    Nach Rücksprache mit dem anderen Hundebesitzer entscheide ich dann, inwieweit ich meinen Hund an den anderen rann lasse.


    Damit wird dem Ganzen die Spannung genommen und der andere Hundebesitzer fühlt sich sicherer. Und bis jetzt hat noch keiner seinen Hund versucht zu "retten". Da bin ich eher vorsichtig.

    tja, bloß manchmal liebe ich den Holzhammer.


    Ich würde den Kontakt mit einem Verein vorschlagen (weiß gerade nicht wie der für Setter heißt). Kann man ihnen ja unterjubeln, damit sie blooooß nichts falsch machen.
    Sollen sich da mal mit erfahrenen Züchtern in Verbindung setzen.


    Nehme mal an daß von der Seite aus (Verein) dann in dem Gespräch so einige Sachen geklärt werden. Müssen sich sowieso in einem Zuchtverband anmelden, wenn sie es dann als wirkliche "Züchter" durchziehen wollen (zwecks Papiere;glaube ich jedenfalls).


    Vielleicht nehmen sie dann Abstand, wenn sie sehen wie aufwendig das ist. Und wenn nicht, machen sie es dann hoffentlich richtig.

    Zitat

    Ich habe einen kompetenten Hundetrainer vor ort! Einer vom ordnungsamt!


    Also dass das Ordnungsamt kompetente Hundetrainer beschäftigt, muss in deinem Fall dann eher ein Zufall sein. Habe ich hier noch nicht feststellen können.



    Zitat

    Was auch bei ihm sehr arg ist, das er mich sehr schnell verteidigen will. Vor ein paar wochen haben hier jugendliche randaliert eine bekannte bedroht und mich auch-da war er auch am knurren. obwohl das für mich nur kindergarten war.


    Wenn freunde kommen drängt er diese auch immer von mir weg!


    Gerade bei Hunderassen die sehr selbstbewust sein können darf so etwas gar nicht vorkommen. Außer eine Gefahr zu melden steht ihm eine Verteidigung nicht zu. Darum musst du dich kümmern.
    Da hat es in der Vergangenheit sicherlich so einige Anzeichen gegeben, die von dir hätten sofort korregiert werden müssen. Ich sehe eher das du die Zeichen nicht gesehen hast.
    Wer Erziehung über UO praktiziert übersieht leider das Wesentliche: die Eigenarten des Hundes wahrzunehmen und angemessen, souverän und konsequent darauf zu reagierten (bzw. zu agieren).


    Eine Veränderung erst zu sehen, wenn der Hund knurrt oder beißt ist viel zu spät. Da ist das Kind ja schon fast in den Brunnen gefallen.


    Zitat

    Ja er knurrt wenn ich ihn etwas böser anspreche ,also einen befehl erzwinge, aber auch erst seit diesen 3 wochen.


    Das Erzwingen von Befehlen ist nicht wirklich mit guter Führungsqualität unter einem Hut zu bringen.


    Zitat

    Ich erziehe meine Hunde nur in manchen situationen mit dem Stachel. Was ich nicht schlimm finde und auch vom PHundeführer auf einem Schäferhundplatz angeschaut wurde.


    Na ja, die Aussage eines solchen Hundeplatzes hat nicht wirklich Qualität.


    Ist schon merkwürdig mit anzusehen, wenn zu uns (auf den HuPlatz) ein Mutter mit Sohn (ca. 19 Jahre) kommt und an der Leine ein 1 1/2 jähriger Riesenschnauzer mit Stachel hängt. Auf Nachfrage: sie sind mit dem Junghund, ca. 20 Monate alt, in eine HuSchu gegangen und dort wurde ihnen gleich empfohlen mit Stachler zu arbeiten, da sie ihn sonst nicht mehr halten könnten wenn er größer ist.
    Nun ist er ja schon größer aber der Stachler ist ihm so was von wurscht gewesen. Hatte auch ein gut trainierten Nacken und eine enorme Kraft.


    Und du kannst dir sicher sein: wenn dein Hund unbedingt wo hin will, dann kommt er auch da hin. Da ist ihm der Stachler wurscht.


    Ein Halsband, eine Leine ist zwar zur Absicherung gedacht (auch für den Hund) aber erzogen bzw. eine gute Bindung wird nicht über Leine, Halsband oder sonstiges erarbeitet. Da gehört viel mehr dazu. Vielleicht solltest du dir gerade mit so einer schönen aber nicht einfachen Rasse besser einen geeigneteren Trainer suchen.


    Frage mich auch ein wenig warum du diese Rasse züchten möchtest. Sie ist nicht einfach und wenn ich mich so umsehe wer sich so alles Hunde zulegt frage ich mich doch wer für diese Rasse geeignet ist (zähle dazu auch die Herdenschutzhunde, die langsam überall auftauchen, meist in den Vermittlungen).


    Gerade weil ich mich in Herdenschutzhunde (vorwiegend Pyrinäenberghunde, Do Khys und Kangals) verliebt habe, käme es mir nicht in den Sinn zu züchten und wenn ich noch so tolle Hunde hätte.
    Meinen Anforderungen würde kein Käufer gerecht werden.


    Und zum Thema "ich brauche den Stachler zur Erziehung weil ich ihn sonst im Notfall nicht halten kann": sich Hunde anzuschaffen die einem körperlich und mental überlegen sind ist für mich unverständlich.


    Hier läuft eine junge Frau mit einer Dogge und einem Bernhardiner, ab und an auch mal noch eine Dogge dazu (sie übernimmt als Pflegestelle ab und an Notfälle) und da gibt es weder einen Stachler, noch UO noch strenge Befehle. Da geht alles ruhig zu. Wie gesagt das sind meist Notfälle, also keinen davon hat sie von Welpe an.

    Zitat

    jäger sind nunmal nötig um ein kleines und sehr diffiziles gleichgewicht in unserer natur aufrecht zu erhalten. gäbe es keine jäger, so würden in den städten demnächst fuchs, waschbär und wildschwein ihr revier haben, streunende katzen die singvögel wegfressen, wildernde hunde junge rehe reissen usw usw.


    also mit Fuchs und Wildschwein kann ich dienen. Füchse gibt es hier in Lichtenrade des Nachts zu beobachten; in Spandau und Zehlendorf gehören Wildschweine in Vorgärten schon zum alltäglichen Leben dazu.
    In anderen Städten hat der Waschbär schon so einige Dachböden als Heimat entdeckt und streundende Katzen gibts genug.
    Und da mach ich mir bei den Katzen eher nicht den Kopf, daß unsere Singvögel deswegen aussterben. Das schafft dann doch eher der Mensch.


    Die Wildschweine hier dürfen übrigens nicht ohne weiteres geschossen werden, schon gar nicht in Wohngebieten. Und für die Füchse hier interessiert sich auch nicht wirklich jemand.


    Es gibt auch in Berlin/Brandenburg verschiedene Jäger/Förster: der Revierförster des Grunewaldreviers versucht schon seit Jahren das dortige Hundesauslaufgebiet um den Grunewaldsee sperren zu lassen.
    Bis jetzt Erfolglos.


    Unser Revierförster sammelt jährlich so einige gerissene Rehe(-teile) ein, welche unbeaufsichtigte Hunde hier reißen. Und der hat sich schon den Mund fusselig geredet. Interessiert die betreffenden Hundehalter nur leider nicht.


    Also gibt es wahrscheinlich genauso viele uneinsichtige Hundehalter wie undeinsichtige "machtbesessene" Jäger. Und abbekommen tun es die Hundehalter und Jäger die einfach an ein Miteinander interessiert sind.