Zitat
Ich finde es gang schön gemein von euch, zu behaupten, man würde den Leinenruck nur der Prüfung wegen einsetzen, um sein eigenes Ego zu bestärken. Und ich finde es ganz schön überheblich, zu behaupten, es gibt nur den sanften Weg!!! Was glaubt ihr wer ihr seid ?!! Sorry, wenn ich jetzt so deutlich werde, aber ich habe bald keine Lust mehr auf Unterstellungen. Ihr seid dermaßen festgefahren, das ist nicht mehr schön! Und wenn in einem Forum andere Ansichten nicht mehr zählen, dann denke ich, kann ich mich getrost verabschieden (bin ja eh bei den meisten unten durch...)
Erstens beobachte ich das seit Jahren. Der Ruck erfolgt immer dann, wenn für Prüfungen ein perfektes Fuß hinbekommen werden soll. Alle Prüflinge die nicht großen Wert auf Perfektheit legen, nehmen keinen Leinenruck.
Draußen beobachte ich den Leinenruck immer bei Menschen, die von Anfang an versäumt haben, ihre Hunde durch eine gute Führung zur vernünftigen Leinenführigkeit zu bewegen.
Hatte eigentlich auch nur meine Definition gegeben, um euch die Gelegenheit zu geben, besser aufzuzeigen wie ihr vielleicht den Leinenruck meint.
Und so wie du deinen Leinenruck verteidigst, versuchen die Anderen halt ihren Weg zu verteidigen. Und der wirkliche Leinenruck (nicht Signal) ist nun mal schädlich. Auch wenn dies vielleicht erst im späteren Hundeleben u.U. zum Tragen kommt.
Auch den Begriff "sanfte Weg" definiert ja wahrscheinlich jeder anders. Ich definiere ihn so:
Respekt vor dem mir gegenüber; keine Durchsetzung aus reiner Willkür und schon gar nicht weil es mir ein Anderer vorschreibt (Prüfungsordnungen); Entscheidungen im alltäglichen Leben treffe, soweit nötig, immer ich; bei ignorieren meiner Person in Gefahrensituationen stauch ich den Hund so zusammen, daß er sich es das nächste Mal 3x überlegt mich zu ignorieren (dies ohne Körperkontakt oder Hilfsmittel); ich suche keine Hilfsmittel die den Hunden Respekt vor mir einflösst. Für mich ist ein bewustes Abstrafen des Hundes mit Körpergewalt keine Erziehungsmaßnahme.
Ich halte Barry auch am Halsband fest (er weigert sich im Geschirr auch nur ein Schritt zu gehen), in Bahn und Bus muss er einen Maulkorb tragen, auch wenn er es sowas von blöd findet. Also ich glaube Hunde müssen in unserer Menschwelt genug über sich ergehen lassen, was nicht wirklich ihrer Natur entspricht.
Mein Fazit dieser Diskussion: je mehr Hilfsmittel benutzt werden (oder auch Hilfsgriffe) umso mehr versuche ich den Weg ohne zu finden und weiter zu geben :freude: . Habe es ja anders gelernt und werde in den Praktika auch noch viele Wege in der Erziehung erlernen. Aber letztendlich entscheidet immer der Hundebesitzer selbst welchen Weg er gehen will. Der Hund muss es halt über sich ergehen lassen.